Zimmerreisen 4: I wie Inchies

Zimmerreisen“ ist ein spannendes Schreibprojekt. Genaueres findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/04/09/einladung-zu-den-zimmerreisen-04-2021/ Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also mache ich mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) und Puzzleblume für die Anregung zum Phantasiereisen.

Ich bin keine Künstlerin, aber ich male und bastle gern. Ich nenne das jetzt mal Wohnzimmerkunst, weil es so gut zu den Zimmerreisen passt. Ich probiere gerne etwas Neues aus, um es dann auch häufig schnell wieder sein zu lassen. Aber was getan wird, bleibt.

Alles schon gemacht: Scherenschnitte, Collagen, Malen nach Musik, Malen auf Packpapier, Seidenmalerei, Fensterbilder, Pappmaschee, Puppen, sticken, stricken, häkeln, Schmuck, Laubsägearbeiten, Zentangle, Photographieren, digitale Bildbearbeitung, Zeichnen mit Bleistift, Zeichnen mit Buntstift, Malen mit allen möglichen Farben und Inchies.

Wenn Ihr wissen wollt, was Inchies sind, könnt Ihr hier nachlesen: Inchies – eine Anleitung mit Ideen und Inspirationen – Caromite

Ich hatte schon immer eine Vorliebe für kleinteiliges Arbeiten. Als ich von den Inchies erfuhr, war ich also Feuer und Flamme. Diese briefmarkengroßen Dinger können überall hergestellt werden. Sie sind also hervorragend dazu geeignet, sich auf Reisen zu beschäftigen, wenn gerade nichts anderes anliegt.

Die ersten Inchies meines Lebens stellte ich in Berlin her. Es war Weihnachten und ich besuchte für ein paar Tage meinen Sohn. Die Stadt war neu für mich. Wir erkundeten das Museum für Naturkunde (Startseite | Museum für Naturkunde (museumfuernaturkunde.berlin)), wo ich aus dem Staunen nicht herauskam. Wir erlebten eine vergnügliche Zeit im Improvisationstheater (Improvisationstheater | ImproBerlin Theater) und wir aßen Pizza. Wir fuhren andauernd mit der Bahn und ich bewunderte meinen Sohn, wie gut er sich im Gewimmel zurechtfand. Dabei konnte ich das in jungen Jahren in Hamburg doch genauso. Aber in Berlin verlor ich den Überblick und ließ mich willenlos überallhin mitschleppen. Ich hatte genug damit zu tun, die vielen Eindrücke zu verkraften. Wenn wir nicht unterwegs waren, erholten wir uns. Er entschwand im PC und ich fing mit meinen Inchies an.

Zuhause stellte ich sie dann fertig und klebte 5 mal 5 Inchies auf eine quadratische „Leinwand auf Pappe“. Ich fand das witzig.
Dies ist eine Erinnerung an einen Urlaub in Husum. Ich verkleinerte Fotos und machte Inchies aus ihnen.
Und hier sehen wir Erinnerungen an einen langen Urlaub auf Föhr. Ein alter Seidenschal musste daran glauben und wurde zum ewigen Untergrund. Die Pappe beklebte ich mit den Überresten eines Glitzerschals.
Inchies aus Stoff wurden zu einer vorweihnachtliche Beschäftigung. Dieses Jahr werde ich nie vergessen. Es war ein besonders trauriges, was man den Inchies aber nicht ansieht.
Das Bild stellte ich während meiner Reha her. Das ruhige Arbeiten in meinem Zimmer gehört zu den schöneren Erinnerungen an diese schreckliche Zeit.
Da ich mit meiner Fingerarthrose keinen Schmuck und keine Stickereien mehr herstellen kann, war ich froh, Perlen und Pailletten doch noch verwenden zu können.

Eigentlich hatte ich vor, 25 Bilder mit je 25 Inchies an die Wand zu hängen. Aber nach 15 Artefakten verließ mich die Lust und so ist das „Gesamtkunstwerk“ (noch) unvollendet.

Ich verspüre gerade eine klitzekleine Lust, mich doch mal wieder mit Inchies zu befassen und mit 10 neuen Bildern die Gruppe zu vervollständigen. Zimmerreisen sind doch manchmal ziemlich nützlich!😂

Zimmerreisen 4: H wie Hamburg und Heimat

Zimmerreisen“ ist ein spannendes Schreibprojekt. Genaueres findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/04/09/einladung-zu-den-zimmerreisen-04-2021/ Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also mache ich mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) und Puzzleblume für die Anregung zum Phantasiereisen.

Meine Lieblingsnachbarin schenkte mir diesen Becher. Sie wusste, dass ich gebürtige Hamburgerin bin und dachte, ich würde mich freuen. Sie hatte recht, ich freute mich sehr. Und jetzt gibt er mir die Gelegenheit, heute gedanklich nach Hamburg und in die Vergangenheit zu reisen. Eine Zeit-Zimmerreise mal wieder!

Ich lebte gerne in Hamburg und konnte mir nichts anderes vorstellen. Hafen, Hagenbeck, Charlotte-Paulsen-Gymnasium, Flughafen, Krankenhaus Heidberg wo ich geboren wurde und viele Jahrzehnte später mein (geschiedener) Mann starb, frische Scholle, Ohnsorg Theater im Fernsehen, Neuwerk, Kulturring der Jugend mit zwölf Vorstellungen jährlich in vielen Theatern der Stadt nach Wahl, S-Bahn, U-Bahn, Eisbahn, Nachtbus, Elbe, Planten un Blomen, Schulauer Fährhaus, Mönkebergstraße, Grünspan, Pöseldorf, Top Ten, Knust, Onkel Pö, Hamburger Deern mit dem Tüddelband (https://www.youtube.com/watch?v=9KxYRvDYGJA), Musik und Tanz und überhaupt die ganze Hamburger Szene damals mit Udo und Achim, Abaton und die Rocky Horror Picture Show (https://www.youtube.com/watch?v=ZCZDWZFtyWY), Uni, Mensa, Barmbek, Bramfeld und Lapskaus. Ach, mir fällt noch so viel mehr ein. Kindheit, Jugend, Schulzeit, Studienzeit und dann war ich erwachsen, jung, mit meinem Freund und Hund zusammenlebend, glücklich mit meiner Clique und alles änderte sich nach meiner Afrikareise.

Das war witzig. Ich kam zurück und meldete mich beim Arbeitsamt. Ich wollte als Lehrerin in Afrika arbeiten.😂 Ein paar Tage später bekam ich einen Anruf: „In Afrika haben wir nichts. Aber auf Föhr könnten Sie anfangen. Befristet für zwei Jahre als Lehrerin in einem Kinderkurheim. Das ist ein Pilotprojekt und heißt kurbegleitender Unterricht.“

So verschlug es mich also nach Wyk auf Föhr. Aus zwei Jahren wurden zehn und wenn ich in meinen Hamburg-Becher schaue, sehe ich einen Hinweis auf meine zweite Heimat. Dort verliebte ich mich, bekam zwei Söhne und heiratete am 08.08.88. Aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

Heute werde ich sentimental, wenn ich Filme aus Hamburg sehe und diesen wunderbaren Hamburger Dialekt höre. Ich reiste bis zum Pandemiebeginn regelmäßig in meine Heimatstadt. Sie ist ja nicht allzu weit weg von hier. Ich guckte mir den „König der Löwen“ an, besuchte meine Eltern, zwei Klassentreffen, Freundinnen und Freunde. Ich ging in die Oper und hielt mich im Hafen auf, der sich so sehr verändert hat. Aber die Landungsbrücken stehen zum Glück immer noch. Es gibt so viel Neues und Hamburg ist natürlich nicht mehr das, was es einmal war. Aber ich spiele ab und zu mit dem Gedanken, wieder dorthin zu ziehen. Ein paar Freunde von damals leben noch dort und ihnen fühle ich mich so sehr verbunden. Auf der anderen Seite bin ich mir ganz und gar nicht sicher, ob ich den Lärm und den Trubel in der großen Stadt noch aushalte. Wahrscheinlich nicht. Ich bin dort immer ziemlich schnell überfordert von all den Eindrücken und Menschenmassen. Also bleibe ich erst einmal im beschaulichen, übersichtlichen Wendland mit viel Landschaft und Himmel. Das ist schließlich meine dritte Heimat. Die Zimmerreise 4 mit H ist jetzt beendet und ich sage tschüss! In Hamburg sagt man das so! (https://www.youtube.com/watch?v=gJukOaYaGjg)

Zimmerreisen 3: G wie Glitzerschal und Gemeinschaft

Zimmerreisen 3: G wie Glitzerschal und Gemeinschaft

Zimmerreisen“ ist ein spannendes Schreibprojekt. Genaueres findet Ihr hier: Einladung zu den Zimmerreisen 03/2021 Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also mache ich mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) und puzzleblume für die Anregung zum Phantasiereisen.

Als ich mich trennte und eine eigene Wohnung bezog, dachte ich: Alleine zu wohnen ist völlig sinnlos. Ohne die Gemeinschaft der Familie zu leben schien mir auf Dauer unerträglich zu sein. Nun bin ich bald zehn Jahre hier für mich und seit einem Jahr nun auch weitgehend wirklich allein.

Sinnlos empfinde ich mein Leben nicht mehr, im Gegenteil, es hat an Tiefe gewonnen.

Aber Gemeinschaft fehlt mir natürlich sehr. Und jetzt will ich vom Glitzerschal erzählen, der mich gerne an ein wunderschönes Gemeinschaftserlebnis erinnert.

Ich meldete mich 2019 für eine Silvesterveranstaltung in der Nordseeakademie Leck an. Und weil ich immer noch mit leichten Panikattacken zu kämpfen hatte, war der Trip gefühlt fast so aufregend wie meine Afrikareise. Könnt Ihr gerne glauben! Gedanken an das Autofahren und an fremde Leute trieben mir die Schweißtropfen auf die Stirn. Ich war jedoch fest entschlossen und dachte lange über meine Garderobe nach. Es gab keinen Dresscode. Das war schlimm. Wer wird kommen? Wie ziehen die sich an? Werde ich mit meiner Kleidung negativ auffallen? Werde ich das alles überhaupt schaffen? Diese Fragen blieben unbeantwortet. Also entschied ich mich, am Silvesterabend und zum Neujahrskonzert vernünftig schick angezogen zu sein. Es sollte nicht zu festlich aber auch nicht zu leger ausfallen. Schwierig, schwierig. Damals schrieb ich folgenden Text, den ich dann auch tatsächlich auf der Silvesterfeier vortrug: Der Schlüssel zum Glück – Regenbogen und Freudentränen (wordpress.com)

Neues kaufen wollte ich nicht. Im Kleiderschrank sind ein paar Teile, die recht festlich tun, aber auch alltagstauglich sind. Für alle Fälle, also falls die anderen Abendgarderobe bevorzugen würden, kaufte ich mir einen Glitzerschal. Mit dem könnte ich mich verkleiden, dachte ich. Bling-Bling-Ohrringe würde ich auf alle Fälle anlegen. Und so war ich denn gut gerüstet und fiel kleidungsmäßig nicht aus dem Rahmen. Und das festliche Silvesteressen begann ich mit dem Glitzerschal. Den legte ich aber schnell ab, denn der kratzte ganz fürchterlich.

Es war eine andere Welt damals mit Problemen, die mir heute unwichtig scheinen. Dass es meine letzte gesellige Veranstaltung für ewig lange Zeit bleiben würde, auf die Idee kam ich damals nicht. Im Gegenteil, das Ganze hatte mich angefixt. Ich war mir sicher, dass ich im Laufe des Jahres noch viel mehr Abenteuer in Gesellschaft erleben werde. Dafür wollte ich schon sorgen. „Leben, ich komme!“, dachte ich.

Vielleicht wollt Ihr etwas über mein Silvester in Leck lesen. Dann klickt hier: Rüm haart, klar kiming – Regenbogen und Freudentränen (wordpress.com)

Mein Glitzerschal hängt übrigens an einer Schlafzimmerwand herum. Wenn ich mich für das Bett fertig mache, genieße ich ab und zu sein Funkeln und wünsche mir lebhafte Gemeinschaftsträume. Manchmal gelingt das ganz gut.

Zimmerreisen 3: F wie Fotoalben

Zimmerreisen 3: F wie Fotoalben

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Ich nehme für den Beitrag nicht „Fenster“, wie ursprünglich geplant, sondern Fotoalben. Und weil das Wetter draußen gruselig und meine Stimmung nicht besonders gut ist, blättere ich schon seit Tagen in ihnen herum. Mein erstes Album ist fast so alt wie ich, also ziemlich betagt und das sieht man den Fotos an.

Ich fotografiere, seit ich denken kann. Diese Leidenschaft erbte ich vielleicht von meinem Vater. Das Fotografieren war damals ja viel komplizierter und teurer als heute. Das Einkleben der Fotos, Bebildern und Beschriften gehörte natürlich dazu. Heute staune ich selbst über die Arbeit, die ich mir machte. Digital ist klasse, aber Fotoalben sind Kult.

Anfangs hatte nicht viel Taschengeld zur Verfügung und darum fotografierte ich hauptsächlich auf Reisen. Auf diese in meiner Zeit als Jugendliche und junge Erwachsenen beschränke ich mich heute, weil es sonst ein Buch werden würde.

Die vielen Gruppenreisen fallen mir auf. Sportverein, Schule, Clique, Kindergruppenreisen (ich als Betreuerin) und mein Freundeskreis: Immer zusammen unterwegs. In dieser Zeit quälte mich ein mangelndes Selbstwertgefühl. Ich empfand mich als „falsch“, nicht der Norm entsprechend und „hässlich“. Ich fühlte mich nicht wirklich zugehörig. Das mag teilweise so gewesen sein, aber jetzt will ich nicht mehr daran denken. Ich will mich vielmehr an das halten, was mir die Bilder erzählen. Denn die zeigen mir, ich war mittendrin. Ich hatte Spaß! Ich war hübsch! Und fröhlich!

Hier nun ein paar Fotos von meinen Fotos aus den Fotoalben. Schlechte Qualität, aber das gehört so. Zuerst sehen wir Regine auf Klassenreisen. Auf vielen sehe ich uns Mädels einer Mädchenschule eng aneinander gekuschelt und oft zusammen liegend. Köpfe auf Bäuche gelagert, kichernd und gut aufgehoben miteinander. Während dieser Zeit machte ich auch mit ein paar Freundinnen in den Ferien eine Radtour von Hamburg aus an die Ostsee. Wir übernachteten in Jugendherbergen und waren wirklich guter Dinge und außerordentlich vergnügt.

Als Studentin reiste ich mit Kommilitonen nach Irland. Davon gibt es keine Fotos. Dafür etliche aus Frankreich. Damals konnte ich die Hitze noch gut vertragen. Und so braun gebrannt wie damals sah man mich nie wieder. Ich bin das „Mi“.

Mit meinem damaligen Freund reiste ich natürlich auch viel herum. Sehr häufig trafen wir uns mit unseren Freunden irgendwo am Strand, in Dänemark oder im Harz. Diese Reisen habe ja fast vergessen! So viele Wochenenden und Silvesterfeiern mit den unterschiedlichsten Leuten habe ich erlebt! Meine Fotoalben sind voll davon. Ich kann es kaum glauben. Einige von denen leben heute nicht mehr, daran sehe ich, wie viel Zeit seitdem vergangen ist.

Die aufregendste Reise aber führte mich 1980 das erste Mal nach Afrika. Drei Wochen waren geplant, es wurde fast ein halbes Jahr daraus. Vier Freunde kauften einen Bus und einen LKW und bauten diese in der Absicht um, mit einer Reisegruppe durch die Sahara zu fahren und später die Reise allein fortzusetzen, um dann die Fahrzeuge in Kamerun zu verkaufen. Sie taten sich unterwegs mit vier Frauen zusammen und ich war eine davon. Darum verlängerte sich meine Afrikatour. Diese Reise war aufregend, gefährlich und wunderbar. Ich war oft ängstlich, aber auch so naiv, dass ich dachte, wird schon alles gut gehen. Ging es ja auch. Heute bin ich froh, dass meine Söhne solche Reisen nicht unternehmen! Aber heute bin ich ja selbst die Mutter und meine Kinder sind viel vernünftiger, als ich es mit Ende Zwanzig war!

Meine Sehnsucht nach Reisen ist nie verschwunden. Und meine Sehnsucht nach Rudelbildung auch nicht. Ich sehe ein, dass sich vieles verändert hat. Nicht nur draußen in der Welt, sondern auch bei mir. Ich bin älter geworden und körperlich eingeschränkter. Ich reise noch immer gerne mit anderen Menschen zusammen, aber die Abenteuer sind viel gesitteter geworden. Machen trotzdem Spaß!

Diese Zimmerreise ist für mich noch nicht beendet. Für Euch aber schon! Vielleicht besitzt Ihr selbst Fotoalben und könnt Eure eigenen Zimmerreisen unternehmen! Mir hat es großen Spaß gemacht und meine Stimmung ist wieder im grünen Bereich. Ich habe so viel erlebt und gehabt! Mit dieser Erkenntnis lehne ich mich zufrieden zurück und freue mich über den Teil des Lebens, der in den Fotoalben festgehalten wurde.

Zimmerreisen 2: E wie Eis

Zimmerreisen“ ist ein spannendes Schreibprojekt. Genaueres findet Ihr hier: puzzleblume.wordpress.com/2021/02/12/zimmerreisen-02-2021 Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also mache ich mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) und puzzleblume für die Anregung zum Phantasiereisen.

Eigentlich hatte ich vor, meinen Esstisch reden zu lassen. Er hätte viel zu erzählen gehabt vom Familienleben, von Umzügen, von Scheidungsgesprächen, von Silvesterfeiern, von Geselligkeit und vom Alleinsein. Kürzlich wurde mein Esstisch zum Basteltisch umfunktioniert und damit wäre das ja sowieso der falsche Buchstabe gewesen.

Das Bild über dem Esstisch würde auch passen, wenn ich es „Ebbe“ nenne. Wäre eine schöne Zimmerreise geworden. Die heutige Reise führt mich aber woanders hin und nun erzähle ich Euch, wie ich ganz unerwartet zum „Eis“ kam:

Nachts ist es frostig und als ich meine Garten-Vogeltränke ausschütte und vom Eise befreie, was, wie man auf dem Foto sieht, gerade geschehen ist,…….

…….fällt mir mein heutiges Zimmerreisenthema direkt vor die Füße.

Der Eismond hat sich alleine so aufgestellt. Ich stelle fest: Kunst entsteht ab und zu ganz von selbst und völlig unbeabsichtigt. Naturkunst sozusagen. Schnell hole ich den Fotoapparat und halte den Eismond fest, denn das reale Objekt wird sich bald verdünnisieren. Dann bleibt zumindest noch das Foto als Artefakt verfügbar.

Und nun beginnt das Reisen. Einem Eismond bin ich noch nie begegnet, Eiskunst auch noch nicht. Eis schon.

Ich denke an die dänische Eisdiele auf Föhr, wo ich viele Jahre zu Hause war. Also, an dieser Eisdiele kamen wir auf unseren sonntäglichen Radrunden fast immer vorbei. Entweder zu Beginn oder am Ende, je nachdem, ob wir links herum fuhren oder rechts herum. Ihr versteht, auf einer Insel muss die Richtung festgelegt werden, bevor man los zieht. Links oder rechts herum, was ist heute dran? Egal. Hauptsache dänisches Eis!

Ich denke natürlich auch an das dänische Eis in Dänemark……

…..und damit an meine Reisen mit meinen Freundinnen. Und weil in Gesellschaft immer viel und genussvoll gegessen und getrunken wird, gab es auch fast täglich unser Eis.

Wie selbstverständlich wir uns doch noch während der Reise für das nächste Jahr verabredeten, unsere Ziele aussuchten und die Ferienhäuser buchten! Das fühlt sich heute fast wie ein Traum an. Seltsam, wie schnell ich mich umgewöhnt habe. Ich nehme die Gegebenheiten an, allerdings ab und zu unter Protest. Die Reisen mit meinen Lieben sind so wichtig. Diesen Ausgleich zum Alleinleben brauchte ich ab und zu. Nächstes Jahr werden wir hoffentlich wieder einen Urlaub am Meer verbringen können. Und dann wird das Eis uns wahrscheinlich doppelt so gut schmecken!

Und nun ist der Eismond geschmolzen und meine Zimmerreise ist zu Ende.

Zimmerreisen 2: D

Zimmerreisen“ ist ein spannendes Schreibprojekt. Genaueres findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/01/08/zimmerreisen-01-2021/ Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also mache ich mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) für den Tipp und puzzleblume für die Anregung.

Der Buchstabe D ist heute gefragt. Deko bietet sich an, erinnert aber an die Andenken. Also Deko nicht. Ich gucke mich um. D….D….D….Decke! Dackel! Dübel! Deufel…nein, falsches Wort! Dach. Dame. Dannenberg. Daten. Dauerauftrag. Dauerwelle. Das ist alles dämlich.

Ich nehme meine Digitalen Video-Discs, abgekürzt DVDs.

Ich streame nicht. Ich gucke Fernsehen. Dort finde ich einigen Schrott, aber auch wahre Perlen. Was mir besonders gefällt, kaufe ich und stelle es ins Regal. Einige DVDs übernahm ich von meinem verstorbenen Mann, der noch viel mehr davon hatte, als ich je besitzen werde. DVDs erfüllen einen ähnlichen Zweck wie die Bücher. Jederzeit zugreifen zu können ist super, besonders in Zeiten der Pandemie, wo das Wohnen die Hauptbeschäftigung ist.

Ich mag Filme mit Tiefgang und Humor. Ich mag besonders skandinavische Serien. Mit ihnen kann ich meine Sehnsuchtsorte bereisen. Aber es gibt noch viel mehr fremde Orte zu entdecken. Ich tauche in Märchen und im Horror ein. Ich mag Familienserien. Mit ihnen lebe ich eine Zeitlang fremde Familiengeschichten. Meine Familiengeschichte gäbe auch genug Stoff für eine Serie mit 20 Staffeln her. Aber muss ja nicht sein.

Bilder sagen mehr als Worte. Darum oute ich mich und zeige einen Großteil meiner Sammlung, „Die Wege des Herrn“, „Years and Years“ und „Wie im Himmel“ fehlen. Die guckt gerade mein Sohn.

Mich beschleicht das Gefühl, ich könnte das Thema verfehlt haben. Aber Filme sind ja auch Kunst, mehr oder weniger jedenfalls. Sie regen an, die Phantasie reisen zu lassen. Und DVDs tun das in meinem eigenen Zimmer. Gut, dann veröffentliche ich diesen Beitrag jetzt und dann geht es raus in die Sonne!

Zimmerreisen 1: C

Zimmerreisen“ ist ein spannendes Schreibprojekt. Genaueres findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/01/08/zimmerreisen-01-2021/ Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also mache ich mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) für den Tipp und puzzleblume für die Anregung.

C, der dritte Buchstabe im Alphabet, der nicht immer alleine für sich steht. Er Hilft dem H zum ch und dem K zum ck, ohne C kein Sch. Ein vielseitiger Buchstabe eben! Ich schaue mich im Zimmer um und gucke nach meinen persönlichen C-Sachen.

Mein kleines Corona fällt mir als erstes ins Auge. Er erinnert mich daran, warum alles so ist, wie es ist. Aber das taugt jetzt nicht zur Zimmerreise. Keine Lust. Ich suche mir etwas anderes und begebe mich in mein Arbeitszimmer. Na klar! Computer!!!!

Mein Computer ist mir ein guter Freund geworden. Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich ohne ihn, denn es gibt ihn noch längst nicht so lange wie mich. Mein Mann hatte schnell einen gekauft, sobald er erschwinglich wurde und meine Söhne waren begeistert. Ich wollte das nicht. Technik und so…..

Ich begann eines Tages eine Ausbildung zur Ehe-und Lebensberaterin. Lange Protokolle meiner Beratungsstunden mussten getippt werden, viele Seiten mit der elektrischen Schreibmaschine, die mir sehr fortschrittlich vorkam. Meine Männer legten mir das Schreibprogramm auf dem PC nahe. Vorsichtig tastete ich mich heran. Und siehe da! Protokolle und Seminararbeiten schrieben sich viel leichter. Und überhaupt wurde das Internet dann auch ganz interessant. Witzig war der Augenblick, als sich einer meiner Söhne abmühte, mir die Grundlagen zu erklären. Er tippte hier, er tippte da und ist doch leicht oder? Nein, vom Zusehen lernte ich nichts und verstand seine Wörter noch viel weniger. Er gab dann auf und verließ händeringend mein Zimmer mit den Worten: „Die weiß ja gar nichts!“😂 Er hatte recht. Und dazu passt folgende Geschichte ganz wunderbar!😂 Die Schreibmaschine – YouTube

Im Laufe der Jahre arbeitete ich mich ein. Unterrichtsvorbereitungen, Mails, digitale Fotografie wurden immer selbstverständlicher. Heute kann ich mir ein Leben ohne Computer nicht mehr vorstellen. Doch immer wieder staune ich über ihn. Ich verstehe nicht, wie er funktioniert. Was ein Computer alles kann, scheint mir zu den Wundern dieser Welt zu gehören.

Mit meinem Computer kann ich so viel unternehmen, ohne mich groß zu bewegen. Ich reise in fremde Welten, gucke Filme, sehe meine Lieben beim Telefonieren, besuche Museen und Seminare, kaufe ein, lerne Vokabeln🤦‍♀️ äh….ja, könnte ich jedenfalls machen, bearbeite meine Fotos, bin künstlerisch tätig und buche meine Reisen. Ich könnte mich sogar alle elf Minuten verlieben, wenn ich es könnte. Hat bis jetzt nicht geklappt. Bei mir werden es wohl alle elf Jahre…….😂

Am interessantesten aber ist das Bloggen, welches ich mit Rentenbeginn entdeckte. Hier kann ich meine überschüssige Kreativität loswerden, die sich während der Zeit ohne Beruf aufstaute. Ich kann Euch besuchen, wann immer es mir passt, ich könnte bei unendlich vielen Menschen vorbeischauen, wann immer ich wollte. Das ist natürlich kein Ersatz für reale Begegnungen, aber in Zeiten der Pandemie doch so wertvoll geworden. Ich liebe das Betreiben meines Blog sehr. Fotografieren und das Schreiben machen mehr Freude, wenn ich die Ergebnisse in die Welt schicken kann. Ich bin damit Teil einer Gruppe geworden, während ich ganz friedlich am Schreibtisch sitze.

Hier auf dem Regenbogen könnte ich tausend phantastische Abenteuer erfinden, wie ich es zum Beispiel mit meinem Frosch Misi tat. Mit ihm die Welt aus der Froschperspektive zu erleben war so lustig! Misi hat übrigens seine eigene Kategorie im Regenbogen!

Der Frosch ist mir leider während der Pandemie verloren gegangen. Aber beim Stöbern im Regenbogen begegne ich ihm wieder. Überhaupt kann ich im Blog hervorragend in meine eigene Vergangenheit reisen. Früher habe ich Tagebuch geschrieben, heute Blog!

Ich gehe fast jeden Tag mit meinem Computer auf eine mentale Reise. So ist meine reale Fast-Isolation gut zu ertragen, denn ich bin mit der Welt verbunden. Wie ist das schön!

Zimmerreisen 1: B

Zimmerreisen 1: B

Zimmerreisen“, ein spannendes Schreibprojekt, welches ich gerne mitmache. Genaueres findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/01/08/zimmerreisen-01-2021/ Es passt gut in meine neue Kategorie „Zuhause“. Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also, ich mache mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) für den Tipp und puzzleblume für die Anregung.

B ist dran. Mit B gibt es viel: Butter, Brot, Batterie, Blume, Buchregal, Big Bang Theory, Birne, Bett, Bücher. Ach ja, die nehme ich! Bücher sollen mich heute durch die Zimmerreise begleiten.

Meine Eltern waren nicht nur in der Volksbühne, sondern auch in einer Buchgemeinschaft. Sie suchten sich regelmäßig aus einem Katalog ein Buch aus und bekamen es geschickt. Einen eigenen Fernseher hatten wir damals nicht und so lasen meine Eltern sich abends oft vor. Ich fand es so gemütlich nebenan im Bett zu liegen und ihnen zuzuhören. An „Daddy Langbein“ und die „Heiden von Kummerow“ kann ich mich gut erinnern, weil meine Eltern so viel lachten beim Lesen.

Auch meine eigene Büchersammlung wurde schon früh angelegt. Drei Bände von Pipi Langstrumpf, drei Bände von Mary Poppins, Emse Huckepack, Meine Freundin Jenny und Mecki-Bücher bildeten den Grundstock. Ich besitze sie heute noch, allerdings liegen sie in der Andenkenkiste.

Lesen ist Futter für die Seele. Ich brauche das. Immer. Auch auf Reisen, auch wenn diese aufregend sind. Ich liebe die Gewissheit, jederzeit in Bücher „eintauchen“ zu können. So bin ich. Als ich ganz jung war, reiste ich durch die Sahara. Der „Herr der Ringe“ begleitete mich. Die Reise dauerte länger als geplant und so musste ich die drei Bände zweimal lesen. Als die Reise noch länger dauerte, tauschte ich die Romane mit einem anderen Reisenden, der seine auch schon fast auswendig kannte. Wir versprachen, uns die Bücher zu schicken, sobald wir wieder zu Hause sind. Und tatsächlich: Ein halbes Jahr später hielt ich meinen weitgereisten Tolkien wieder in meinen Händen. Ich habe ihn heute noch, obwohl er ziemlich ramponiert ist. Ihr ahnt es schon: Andenkenkiste!

Mein Mann las auch gern und viel. Unsere Kinder ebenso. Bücher gehörten zum Leben. Wir sortierten immer mal wieder aus, wenn es zu viele wurden. Aber schnell sammelten sich wieder neue an.

Hier sehr Ihr einen Teil meiner Bibliothek:

Unvorstellbar ist es, auf Bücher zu verzichten und mit einem Reader zu lesen. Niemals! Ohne Bücher würde mir meine Wohnung steril vorkommen. Im Wohnzimmer stehen die, die mir etwas bedeuten, die ich gerne lese, die in meinem Leben eine Rolle spielen. Im Arbeitszimmer stehen die Bastelbücher, Weihnachtsbücher und viele Kinderbücher meiner Söhne. Jeden Abend las ich ihnen vor, als sie noch klein waren, und darum hebe ich sie auch auf, denn sie stecken voller Erinnerungen. Außerdem lese ich sie ab und zu auch heute noch ganz gern.

Ich lese jeden Tag. Und jetzt erst recht. Man ist eben viel zu Hause und Besuch ist sehr, sehr selten. Bücher ersetzen keine anderen Menschen, aber sie um mich zu haben, beruhigt mich. Ich kann jederzeit auf sie zugreifen. Mit dem Lesen schicke ich meine Seele auf Reisen. Und bleibe dabei doch ganz gemütlich im warmen Zimmer sitzen! Oder auf der Terrasse, wenn es das Wetter zulässt.

Zimmerreisen 1: A

„Zimmerreisen“, ein neues Schreibprojekt, welches mich dazu verführt, mitzumachen. Genaueres findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/01/08/zimmerreisen-01-2021/ Das Thema passt gut in meine neuen Kategorie „Zuhause“. Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also, ich mache mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) für den Tipp und puzzleblume für die Anregung.

Also: A,B,C sind dran. Ich suche im Haus nach Gegenständen mit A. Wenn man sucht, findet man nichts. Apfel, schon klar. Langweilig. Sonst nichts mit A.

Gut, dann nehme ich das Wort Andenken, welches mir zur rechten Zeit noch einfällt, bevor ich aufgebe. Andenken habe ich überall herumstehen und liegen. Als kleines Kind durfte ich mir auf unserer ersten Familienreise ein Andenken selbst aussuchen. Ich wählte ein kleines Plastik- Stillleben mit Tannenbäumen, zwei goldenen Rehen und einem Zimmerthermometer, das nicht funktionierte, aber es war eben dran. Dieses Teil verzauberte mich und leider ist es nicht mehr vorhanden. Gibt also kein Foto davon, nur noch die Erinnerung an mein kindliches Glück damals, so etwas Feines zu besitzen.

Kitsch und Nichtkitsch gibt es in Form von Andenken überall im Haus, das sagte ich ja schon. Von vielen habe ich mich im Laufe der Zeit getrennt. Einige werden mich bis zum Ende begleiten. Ich brauche das zum gemütlichen Wohnen.

Dann lade ich Euch jetzt zu meiner ersten Zimmerreise ein, in der ich Euch eine kleine Auswahl meiner Andenken mit einem Tusch🥳präsentiere!

Meine Eltern: Mein Vater brachte diesen Troll von einer Dienstreise mit. Ich war vielleicht vier Jahre alt und hatte noch nie etwas von Trollen gehört. Dieser hier begleitete mich durch mein Leben und vielleicht ist Schweden deswegen auch mein Sehnsuchtsort geworden. Ich war noch nie dort, aber mein Papa schon. Ich erinnere mich an die vielen Schweden-Dias, die er uns ab und zu zeigte. Ins Ausland reisen war damals etwas ganz Besonderes! Ich bewunderte meinen Vater, der sogar Elche gesehen und fotografiert hatte.

Meine Eltern waren Mitglieder der Volksbühne und so gingen sie regelmäßig ins Theater. Meine Mutter zog dann das kleine Schwarze an und dazu kam ihr Schmuck gut zur Geltung. Wie sehr liebte ich als kleines Mädchen dieses Glitzern und Funkeln! Ich mag das noch heute! Als meine Mutter vor einigen Jahren starb und wir Geschwister ein paar Sachen unter uns aufteilten, suchte ich mir die Kette und die Ohrringe aus. Zu diesem Set gehörte auch einmal eine Brosche, aber die war weg.

Kleines Mädchen: Als kleines Mädchen liebte ich meine Puppen und Steiff Tiere mit dem Knopf im Ohr. Die meisten gab ich an meine jüngere Schwester weiter, diese beiden Steiff Andenken sind übrig geblieben.

Meine Kinder, als sie Kinder waren: Bilder und Bastelarbeiten liegen gut verpackt in einer großen Kiste auf dem Dachboden. Diese beiden Artefakte habe ich als Andenken an meine beiden liebsten Kinder, als sie noch Kinder waren, im Wohnzimmer deponiert. Ein Sohn schenkte mir einmal das kleine Kastenmännchen zu Weihnachten und der andere brachte die Streichholzschachtel mit klitzekleinen Gutscheinen zum Muttertag mit nach Hause. Ich werde sie demnächst einmal einlösen😂.

Mein Mann: Dieses etwas verstaubte Mini-Geschirr ist das erste Geschenk, das mir mein Mann kurz nach dem Kennenlernen von einem Flohmarktbesuch mitbrachte. Meine Güte, was waren wir verliebt💖💖! Dieses Andenken erinnert mich daran, dass wir beide uns einmal sehr nahe waren, auch wenn unsere Ehe dann doch nach fast dreißig Jahren gescheitert ist. Ich habe noch sehr viel mehr Andenken an unsere gemeinsame Zeit. Jetzt ist er tot und die Dinge sind richtig wichtig geworden.

Meine erwachsenen Kinder: Das Segelboot bekam ich von einem Sohn geschenkt, als er mir half, von zu Hause auszuziehen. Es sollte mir Glück bringen. Vom anderen bekam ich den Schutzengel, der mich im neuen Haus beschützen sollte. Und die Hexe brachten sie mir aus dem Harz mit. Zur Erinnerung an die vielen Campingurlaube dort, damals, als sie noch klein waren.

Ich: Von jeder Reise bringe ich Steine, Muscheln und Schnecken mit nach Hause. Vielleicht auch ein schönes Tuch oder ein kleines Kitschstück. Goldene Rehe sind es nicht wieder geworden, aber kleine Dinge zum Staubfangen schon. Muss einfach sein. Hier sehen wir die Andenken an meine letzte Dänemarkreise vor zwei Jahren zusammen mit guten Freunden. Ich komme ins Träumen, wenn ich sie mir anschaue. Hoffentlich geht das bald wieder: ans Meer reisen!

Damit beende ich meine kleine Führung und danke Euch fürs Mitkommen. Ich könnte ewig so weitermachen, obwohl ich dachte, zu A würde mir nichts einfallen. Andenken sind kleine Fenster in die Vergangenheit. Sie sind ein wertvoller Besitz, wenn auch nur ganz für mich allein. 😁