Plötzlich

Plötzlich

Es ist so windig. Es ist so kalt. Aus Versehen ging ich raus. Und holte schnell meinen Fotoapparat. Plötzlich ist eben der Frühling in meinen kleinen Garten eingezogen!

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Zwölf Monate: Gute Aussichten: 1

Zeilenende startet heute ein neues Fotoprojekt: Ein Jahr lang begleitet er ein Motiv mit der Kamera und an jedem letzten Sonntag im Monat gibt es ein Bild davon auf dem Blog.

Oh ja, ich mache mit!

Wenn ich aus dem Fenster meines „Wohlfühl-Zimmers“ (früher „Arbeitszimmer“) auf meine Terrasse herunter schaue, freue ich mich immer wieder, wie gut ich es mit meinem Miet-Reihenhäuschen getroffen habe. Die Terrasse gehört zu meinem Wohn- und Esszimmer. Immer. Wenn es kalt ist und regnet, genieße ich sie von drinnen und freue mich auf die vielen „Draußen-Tage“.

26. Februar 2017, 11.20 Uhr:

Es ist grau, es ist nass, es ist ungemütlich. Aber die ersten Narzissen und Tulpen gucken schon vorsichtig aus der Erde und warten ganz ungeduldig, dass es endlich losgeht….Nein, ich kann nicht wissen, ob sie wirklich ungeduldig sind. Aber ich weiß, dass ich mich darauf freue, dass es endlich losgeht mit dem Frühling!

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Fasching

Fasching

Wenn ich mich vor dem Schlafengehen durch die Fernsehprogramme zappe, hänge ich manchmal etwas fassungslos bei den Dritten fest. Bis mir einfällt, dass ich Karneval im Fernsehen als Kind geliebt habe. Rosenmontagszüge war immer mein Highlight. Mitten am Tag durfte ich den ganzen Nachmittag fernsehen. Lustige Leute auf der Straße gab es so in Hamburg nicht. Das waren fremde Welten.

Aber auch wir im Norden feierten im Sportverein und in der Schule Fasching. Ich mochte mich zu jeder Jahreszeit zu und zu gerne verkleiden. Besonders aber, wenn es alle anderen auch taten.

Später gab es so schöne Feste im Freundeskreis und an der Uni. Wie konnte ich feiern und tanzen und lachen und schmusen und das Leben einfach nur herrlich finden.

Noch später feierte ich als Lehrerin Fasching in der Schule. Zuletzt vor drei Jahren. Irgendwie ist mir die Faschingslaune privat abhanden gekommen. Vielleicht ist das schade.

Einige Fotos dazu habe ich gefunden

Allen, die Spaß daran haben, wünsche ich eine schöne verrückte Zeit  und erholt Euch vom Alltag!

 

Misi bleibt bei sich

Misi bleibt bei sich

Hallo Leute, der Schnee ist weg, es ist wärmer geworden, die ersten Krokusse sind zu sehen und wenn die Sonne scheint, kann ich wieder im Garten herumhüpfen, ohne in die Winterstarre zu verfallen. Bald kommen meine Kumpels wieder zum Vorschein und auch alle anderen. Leider auch Herr Krone.

Leider auch die Störche. Frau Holle zeigt mir schon seit Tagen ihre komische Zeitung, in der zu lesen und zu sehen ist, welcher Storch wann und wo schon wieder in seinem Nest sitzt. Wen soll das denn interessieren, dass die Männer zu Hause sitzen und auf ihre Gefährtinnen warten. Das ist doch nicht normal…..

Oh oh, das Wort ist plötzlich hier auch verboten. Jedenfalls im Zusammenhang mit den Worten „das ist doch nicht“. Frau Holle sagt, sie findet sich normal und das ist so ein schönes Gefühl. Sie sitzt auf dem Sofa, trinkt Tee, hört Musik und sieht ganz furchtbar zufrieden aus. Sie blickt in ihren Becher und säuselt: „Mein lieber Misi, wie kann das Leben doch so einfach sein.“

Ich frage sie, was normal ist. Sie sagt: „So genau weiß ich das jetzt gerade auch nicht. Normal ist wie alle.“ Das kann ja nun wirklich nicht sein. Frösche sind normal, vielleicht noch Männer. Aber alle anderen nicht. Frau Holle sieht mich mit großen Augen an. Sie findet, dass wir alle anders sind, aber trotzdem ist jeder für sich normal.

Ich halte das im Kopf nicht aus. Ich verdrücke mich, um ihr die Illusion nicht zu nehmen. Aber ich frage Euch, wir sind ja unter uns: Was soll an Frau Holle normal sein? Sie ist eine Riesin. Sie ist eine Frau. Sie mag Störche. Sie ist nicht grün. Sie hat keine Schwimmhäute. Sie hat keine 5046 Geschwister. Sie hat nur zwei Kinder, nur zwei. Sie hat Ohren und Haare. Sie geht auf zwei Beinen und liest Bücher. Also, normal ist das wirklich nicht.

Normal

Normal
  • sehen und erkennen
  • geboren werden und gebären
  • Familiengeschichte annehmen oder ablehnen
  • Systeme spüren
  • Schuld und Kriegstraumata der Eltern und Großeltern schultern und weitergeben
  • Vergebung und Aussöhnung
  • Berührungen innen und außen
  • Ablösung von Eltern und Kindern
  • Frauenwelten und Männerwelten
  • Eigenliebe, Nächstenliebe, Liebstenliebe, Kinderliebe, Elternliebe
  • Abgrenzung und Verschmelzung
  • spüren und alles fühlen, was geht, mitschwingen, aufnehmen, abgeben
  • Stärke und Schwäche zeigen
  • hinsehen und abspalten
  • Neues erfahren mit Leib und Seele
  • sich öffnen und verschließen
  • für sich sorgen und sich vergessen
  • die Toten und das Sterben
  • lebendig sein mit allen Sinnen

Das alles und noch mehr durchlebte ich in einem Wochenendseminar „Systemische Aufstellungen“.

Ich bin zutiefst berührt und beeindruckt von dem, was ich sah, hörte und vor allen Dingen spürte.

Ich bin froh, in so kurzer Zeit so viele Menschen so gut kennengelernt zu haben. Ich fühlte mich angenommen, auch wenn ich mich zeigte, wie ich bin. Verstellungen konnte es kaum geben.

Die Pausen forderten mich heraus. Am liebsten wollte ich mich zurückziehen. Manchmal gab ich diesem Impuls nach. Manchmal setzte ich mich einfach zu den anderen und es war gar nicht mehr so schwer, dabei zu sein und ins Gespräch zu kommen.

Heute ist mein „Regine-Verwöhntag“. Das Gefühl, ich und mein Leben sind ganz normal, auch wenn wir besonders sind, nistet sich ein und breitet seine wohligen Farben in mir aus. Der Verstand wusste dies schon längst, aber jetzt erst spüre ich es auch.

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Ein Liebster Award. Quaaak! Grunz!

Wir freuen uns! Lieber Schweinehund von Frau Vro: Das hast Du gut gemacht! Ich schicke Dir einen feuchten Schmatz! Misi

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Der Schweinhund kichert fröhlich in sich hinein. Er hat es sich beim Computer gemütlich gemacht. Ich musste ihm die Seite von Frau Holles Blog öffnen und jetzt darf ich mich entfernen. Trotzdem geh ich lieber nicht zu weit weg. Ich traue ihm nicht. Die Muse schnupft immer noch. Sie hat sich in eine Decke gewickelt, hält ihr Taschentuch fest in Händen und sitzt beim Schweinehund. Ein hübsches Paar geben sie ab. Der Schweinehund mit seinem Vanillekipferl-Bauch und irgendwelchen Keksbröseln im Mundwinkel und die Muse mit ihrer roten Triefnase und den fiebrig glänzenden Augen in die Decke eingewickelt. Ich bin schon gespannt, wie sie das mit dem Tippen hinbekommen. Aber ich mische mich jetzt erst einmal nicht mehr ein. Sollen sie halt!

Misi hat zum Liebster Award geladen. Er ruft alle Blogger-Tiere zum Mitmachen auf. Der Schweinehund fühlt sich ganz eindeutig angesprochen. Die Muse steht ihm beratend zur Seite.
Die Muse…

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