Pubertät

Pubertät

Hallo Leute, ich habe keine Zeit und bin im Dauerstress. Mein Sohn, der Zwetschge, will nicht so, wie ich wohl will. Frau Holle ist höchst ungehalten und fragt sich und mich, ob sie im nächsten Winter wieder Frösche bei sich aufnehmen soll. Sie will im Hause die Bestimmerin sein und entscheiden, wie es bei ihr aussieht. Zur Zeit macht Zwetschge ihr die Rolle streitig und müllt uns alle ein, wenn ich nicht aufpasse und ihm hinterherräume. Das Sofa ist immer unordentlich und der Tisch vollgestellt, die Schranktüren stehen offen, die getrockneten Fliegenreste liegen überall herum und der Keller ist ab und zu überschwemmt. Unsere ganze große kleine Welt hier gerät aus den Fugen und die Musik ist viel zu laut. Er will tun, was er will und aufräumen will er nicht. Auf keinen Fall. Er nennt das spießig und in einer Spießerwohnung will er nicht wohnen. Er rüpelt sich durch unser Leben und es wird immer schwieriger, die Harmonie wieder herzustellen.

Früher war das einfacher. Als Ei und Kaulquappe fiel Zwetschge unter seinen Geschwistern nicht weiter auf und schien sich normal zu entwickeln. Aber als sie sich alle in Frösche wandelten und sich verselbständigten, verselbständigte sich Zwetschge nicht und hing an seinen Eltern. Das war dann nicht mehr so einfach, denn er hing ziemlich fest und klammerte. Iris, meine Frau und seine Mutter, konnte das nicht mehr ertragen, ging auf Reisen und wurde nie wieder gesehen. Die meisten von Euch kennen die Geschichte wahrscheinlich. Ich wurde also alleinerziehender Vater mit Einzelkind und das kommt unter Fröschen sehr, sehr selten vor. Frau Holle unterstützte mich wohlwollend und wir übten und machten und taten, damit mein Sohn lernte, mich aus den Augen zu verlieren, ohne zu schreien. Frau Holle sagte damals: „Wird schon!“ Und es wurde auch. Zwetschge konnte eines Tages selbst entscheiden, wohin er wollte. Er musste mir nicht mehr hinterher hüpfen. Was für eine Erleichterung! Für eine kleine Weile war es wieder leichter für mich und dann wurde es furchtbar.

Alleine ihn allabendlich zum Schlafen zu bringen ist jedes Mal ein Drama an sich. Früher reichte es, wenn ich ins Terrarium hüpfte. Er kam mir ja immer hinterher. Ich legte mich hin und er fiel dann sofort auch um und schlief fest ein. Heimlich konnte ich das Terrarium wieder verlassen und mich noch ein wenig im Haus verlustieren. Ohne Kind, denn alleinerziehende Väter sind eben auch Frösche, die noch etwas erleben wollen.

Jetzt funktioniert das nicht mehr. Ich rufe: „Zwetschge, Lieber, ab ins Terrarium!“ Keine Reaktion. Wo steckt er bloß? War das noch schön einfach, als er noch an mir hing! Ich rufe: „Zwetschge, mein lieber Sohn! Wenn du mich hörst komm doch bitte her und mach dich fertig für dein Terrarium!“ Keine Reaktion. Ich brülle: „Zwetschge, wenn du nicht sofort kommst, schicke ich dich in den Garten, wenn ich dich erwische!“ Wir wissen, dass er dann erstarrt, weil es so kalt draußen ist und dann ist Schluss mit lustig. Dann kann er erst im Frühling wieder aufleben. Also hat er Angst vor dem Garten.

Frau Holle schüttelt den Kopf und meint, dass das Froschmisshandlung ist und Drohungen haben noch nie etwas gebracht.  „Du musst ihm das Terrariumgehen schmackhaft machen. Vielleicht mit ein paar getrockneten Fliegen zur Belohnung“, meint sie. Ich denke ich höre nicht richtig. Soll ich den Bengel noch für seine Frechheit belohnen?

Meist wird es Zwetschge dann aber doch langweilig. Betont langsam kommt er angehüpft und fragt, was ich nun schon wieder von ihm will und ich soll ihn endlich in Ruhe lassen und er weiß schon, was gut für ihn ist und ich bin nicht gut für ihn und erwachsen ist er auch. Rülps. Da fällt mir nichts mehr ein und ich kenne meinen kleinen Zwetschge nicht mehr wieder. Seufz.

Frau Holle murmelt etwas von Pubertät und ich weiß mal wieder nicht, was sie meint. Ich freue mich auf den Frühling. Dann kann ich meinen Sohn tatsächlich in den Garten schicken. Iris hat wohl alles richtig gemacht. Sie ist frei und ich habe die Arbeit und den Ärger. Aber manchmal kuschelt sich Zwetschge an mich heran und gibt mir ein Küsschen auf die Nase und meint, ich sei der liebste, beste Froschvater der Welt und er will mich immer, immer liebhaben, wenn ich ihm noch ein paar tiefgefrorene Mücken organisiere. Dann bin ich ganz gerührt und denke, habe ich wohl doch nicht alles falsch gemacht!

 

 

 

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20. Dezember

20. Dezember

Hallo Leute, mein Terrarium steht wieder unten bei Frau Holle. Die Gestalten auf dem Dachboden ziehen sich in die Weihnachtskiste zurück und finden, dass sie nun genug gefeiert haben. Frau Holle hat ordentlich geschimpft, als sie alle Engel wieder herstellen musste. Heiligenscheine aufsammeln, Kleider säubern, Flügel sortieren. Auch die Weihnachtsmänner sehen derangiert aus. Die Bärte struppig, Mützen verschwunden und die ganze Weihnachtsstimmung hat oben nicht gut funktioniert. Alle freuen sich auf das nächste Jahr. Dann wollen sie wieder nach unten in die gute Stube und unter Frau Holles Aufsicht werden sie bis zum Heiligabend durchhalten.

Zwetschge und ich sitzen bei Frau Holle und warten auf Schnee. Zwetschge glaubt mir die Geschichte vom Fast-Erstarren nicht und will es selbst probieren. Frau Holle will keinen Schnee, weil sie ihn vor zwei Häusern wegfegen müsste. Ich biete an, ihr wieder zu helfen, aber sie sagt, mit einem Eierlöffel komme ich nicht weit. Sie hofft darauf, dass es überhaupt nicht schneit und Glatteis kann sie auch nicht gebrauchen. Sie sagt: „Weißt du Misi, ich wollte einen Räumdienst anheuern, aber der ist mir zu teuer. Nun will ich es selbst machen. Aber im Februar muss ich ins Krankenhaus und was dann?“ Was? Meine Frau Holle will ins Krankenhaus? Ich frage warum und sie sagt: „Knie.“ Ach so, klar. Dann hoffe ich doch, dass sie noch eine Lösung findet, denn Schnee will ich unbedingt. Also nur anschauen, klar, ich habe ja meine schlechten Erfahrungen gemacht, wisst Ihr noch?

Zwetschge lacht sich schlapp, als er die Bilder sieht und ich sage: „Das war kein Spaß, mein lieber Sohn. Höre auf deinen Vater und probiere es gar nicht erst!“ Frau Holle sagt, das hätte sie mir damals mehrmals geraten und wer wollte nicht hören? Zwetschge guckt interessiert, ich gucke in die Luft und sehe nach, ob es schon wieder Fliegen gibt und dann hüpft er davon. Er sucht Xaver, der ja auch noch irgendwo hier wohnt.

Ich frage Frau Holle, ob sie nicht endlich anfangen will zu putzen und einzukaufen? Sie sagt: „Nein.“ Ich erfahre, dass sie dieses Jahr Weihnachten nicht Zuhause ist und die Leute, die sie besucht, jetzt putzen müssen und massenweise einkaufen. Sie wird selbst Besuch sein und bringt höchstens Sachen für das Raclette mit und die hat sie schon angeschafft.

Ach so. Und wir? Die Gestalten sind nicht da und wir sollen Weihnachten hier im Dunklen sitzen? Frau Holle guckt betrübt. Daran hat sie nicht gedacht. Wir wollten doch meinem Sohn Weihnachten zeigen und Xaver will auch wieder feiern und ich erst recht! Frau Holle sagt: „Ich nehme euch einfach mit!“ Sie weiß noch nicht, wie das gehen soll, denn die anderen Leute wissen nichts von uns. Sie denken, wir sind Deko. Und sie würden es seltsam finden, wenn Frau Holle mit ihrer Deko spricht. Aber wir schaffen das! Wir sind brav, still und stumm, bis alle schlafen und Frau Holle will sich noch Erklärungen dafür ausdenken, dass sie nicht nur ihr Bettzeug, sondern auch ihre Deko-Frösche mitbringt. Wir sind fünf wunderbare Frösche: ich, Zwetschge, Xaver und der Handyfrosch. Ach so, das sind ja nur vier. Na also, kein Problem.

Ich suche die anderen und sage ihnen, dass wir bald verreisen und bei anderen Leuten Weihnachten feiern. Wir verstecken uns und beraten über Geschenke, die wir noch basteln müssen und über lustige Streiche, die wir spielen wollen. Aber das darf Frau Holle nicht wissen, weil es eine Überraschung sein soll!

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12. Dezember

12. Dezember

Hallo Leute, seid ihr auch so geschafft? Ich kann bald nicht mehr. Jede Nacht Weihnachtsfeier mit Männertanz und Gesang der holden Engel, die gar nicht mehr hold sind, das schlaucht doch sehr. Die Engel sind kaum wiederzuerkennen. Die Flügel zerzaust, die Kleidchen fleckig, Heiligenscheine fallen reihenweise ab und liegen überall herum. Ich wollte mir einen aufsetzen und für den Sommer aufheben, aber leider passt mir keiner. Zwetschge sammelt sie ein. Er wirft sie in die Luft und will, dass ich sie fange. Ich frage Frau Holle, die gerade auf dem Dachboden ist, warum er das tut und sie sagt: „Misi, das ist ganz normal, er will doch nur spielen.“ Sie bückt sich und wirft Zwetschge einen Heiligenschein zu und der kleine Racker fängt ihn kreischend auf. „Frisbee“, murmelt Frau Holle. „Frisbee heißt das. Mir fiel eben das Wort nicht ein.“

Weihnachtsfeiern sind ja gut und schön und schon lange träumten die Gestalten davon, jeden Abend unbeaufsichtigt feiern zu können, aber irgendwie fehlt uns die Aufsicht doch. Party immerzu vertreibt die echte Freude auf Weihnachten. Wusstet Ihr das das? Ich nicht.

Die Weihnachtsmänner schnarchen den ganzen Tag. Ihnen fehlen ihre Aufgaben. Der Drinnenwichtel will endlich nach draußen und die Engelkinder sind verstört, unausgeschlafen und quengelig. Kekse gibt es keine und der tägliche Rum schmeckt auch nicht mehr so wie früher. Zwetschge denkt, dass er Frau Holles Original-Adventszeit erlebt, er weiß es ja nicht anders. Er findet das lustig und jagt die Engelkinder immer dann, wenn sie nicht mit ihm rechnen. Ich muss ihm das demnächst verbieten, aber jetzt ich bin zu müde dazu.

Frau Holle ist also gerade oben. Sie räumt den Dachboden auf und bringt ganz viele Kisten weg, wohin weiß ich nicht. Sie sagt, sie braucht jetzt Ordnung überall und Platzschaffen befreit. Ich verstehe nicht, was sie meint, aber wichtig ist, dass die Weihnachtskisten so bleiben, wie sie sind. Frau Holle sagt ja und nächstes Jahr wird wieder unten gefeiert. Ihr gefällt es gar nicht, wie die Engel aussehen und dass die Weihnachtsmänner ihre Arbeit nicht tun. Einer brummelt in seinen Bart: „Was sollen wir hier oben für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, wenn Frau Holle nicht dabei ist? Das macht doch keinen Sinn.“ Er schüttelt den Kopf und schlurft zu den anderen.

Frau Holle nickt und seufzt. Sie befürchtet, dass sie ihre Oberhoheit verloren hat. Ich sage: „Für dieses Jahr schon, liebe Frau.“ Ich gebe ihr ein Küsschen auf die Nase und verkrümele mich in mein Terrarium, spreche ein Machtwort mit Zwetschge und lege mich dann schlafen. Ich will fit sein für heute Nacht, denn dann feiern wir HAV (Heiligabend vorgezogen). Wir tun so, als sei schon der 24. Dezember, denn bis zum echten Fest reicht unsere Kraft nicht mehr.

Euch geht es hoffentlich gut in Euren warmen Stuben. Eure Gestalten sorgen vielleicht für sinnliche Stimmung und der Kerzenschein verbreitet ein güldenes Licht, in dem man den Staub nicht so sieht. Wahrscheinlich backt und macht und tut ihr weihnachtliches und dazu beglückwünsche ich Euch. Habt es friedlich miteinander und seid nicht so streng zu Euren Kindern! Euer Misi!

 

4. Dezember

4. Dezember

Hallo Leute, ich habe mich auf den Weihnachtsrummel hier im Haus so gefreut. Was war das für ein Leben im letzten Jahr mit all den Gestalten und mir. Weihnachtsmänner, Engelscharen, Nikoläuse und Draußenwichtel verbreiteten Stimmung und tranken manchmal Rum. Das könnt Ihr alles nachlesen in der Kategorie „Froschwelt im Dezember“.

Das wollte ich meinem Sohn zeigen. Zwetschge konnte es kaum erwarten.  Und nun? Gähnende Leere. Kaum ein Engel zu sehen, der Draußenwichtel steht drinnen und nur ein Weihnachtsmann hat sich in die gute Stube verirrt. Ein paar Kerzen und das war´s dann auch. Ich sage Frau Holle, dass wir schon den 4. Dezember haben, aber keine Festlichkeiten. Sie sagt, sie weiß das und sie möchte das in diesem Jahr nicht. Ich frage, ob die Engel im Karton bleiben müssen und die anderen Gestalten auch? Eingesperrt im Dunkeln auf dem kalten Dachboden? Zwetschge weint und will das nicht.

Frau Holle setzt sich an ihr Puzzle und tut so, als ob sie mich nicht hört. Ich hocke mich vor ihre Nase, setze die Weihnachtsmütze auf und sage: „Frau Holle, du hast es versprochen!“ Sie nickt und sagt, ja, das hätte sie wohl. Aber sie möchte nicht so viel lustige Adventsstimmung haben, weil es nicht zu ihrer eigenen Stimmung passt.

Nun müssen wir alle darunter leiden. Traurig setze ich die Mütze wieder ab. Frau Holle gibt mir ein Küsschen auf die Nase und hat eine Idee.

Sie geht auf den Dachboden und kramt und räumt herum. Dann ruft sie mich und ich traue meinen Augen nicht. Die Engel flattern herum und entstauben ihre Flügel. Die Weihnachtsmänner sitzen am Lagerfeuer und erinnern sich an ihren Männertanz. Der Draußenwichtel jubelt und gesellt sich dazu. Frau Holle putzt etwas Staub beiseite und die Gestalten können es sich gemütlich machen. Ich hole Zwetschge und er ist begeistert und will oben bleiben.

Prima Idee! Die Gestalten sind jetzt unter sich, Frau Holle ist es egal, was sie treiben und sie selbst freut sich über ihren verhaltenen Advent. Wir haben quasi sturmfrei! Ich verabschiede mich von Frau Holle und schiebe mein Terrarium auf den Dachboden. Zwetschge braucht ja ab und zu seinen Schlaf. Leute, das wird ein Super-Advent für uns!

Und Ihr so? Müssen Eure Engel und Weihnachtsmänner in diesem Jahr wieder unter Eurer Aufsicht bleiben oder gebt Ihr ihnen frei?

Das sind natürlich Fotos vom letzten Jahr. Aber die sind alle wieder dabei, nur eben oben! Ich muss los, Zwetschge wird zu übermütig und will Engelfangen spielen.  Macht es gut und bleibt oder werdet gesund! Euer Misi

Alleinerziehender

Alleinerziehender

Hallo Leute, als alleinerziehender Vater hat frosch es gar nicht so leicht. Die meiste Brut hat sich ja schnell verselbstständigt, aber Zwetschge nicht. Der denkt gar nicht daran, erwachsen zu werden. Er brüllt zwar nicht mehr nach mir, wenn ich aus seinem Sichtfeld verschwinde, aber er will immer wissen, wo ich bin. Daran hat auch unsere Reise nach Österreich nicht viel geändert. Mein Sohn bleibt ein kleiner Schisser. Frau Holle guckt streng und sagt, sowas sagt man nicht. Erst recht kein liebender Froschvater. Nun gut, Zwetschge ist kein kleiner Schisser, übervorsichtig schon.

Ich habe mich sehr an ihn gewöhnt.

Frau Holle hat mein Terrarium hergerichtet und eine nette kleine Zweiraumwohnung daraus gebastelt. Söhne, auch übervorsichtige, müssen sich daran gewöhnen, alleine zu schlafen. Wir trainieren das noch. Unruhige Nächte, aber da müssen wir durch. Zwetschge zieht alle Register und nörgelt, er würde ohne Mutter aufwachsen und da hätte der Vater gefälligst Rücksicht zu nehmen und ihn nachts nicht auch noch alleine zu lassen. Ich sage, seine Brüder und Schwestern seien schon lange selbständig und leben ihr eigenes Leben, so wie es sich für Jungfrösche gehört. Er sagt, das interessiere ihn nicht, was seine Geschwister machen, er will jedenfalls in meinem Zimmer schlafen. Ich sage nein und er droht, zu seiner Mutter zu ziehen, wenn er sie findet. Meine Güte. Dann schläft er eben heute Nacht bei mir. Morgen versuche ich es dann noch einmal mit seiner Verselbstständigung.

Meine Kumpels sind schon wieder erstarrt und ich nicht, weil ich drinnen bleiben darf. Ich will auch Zwetschge nichts vom Erstarren erzählen, denn er weiß das nicht und denkt, alle Frösche leben im Winter in Terrarien. Ich lasse ihm den Glauben. Frau Holle meint, auch Kinder müssen wissen, wie das Leben wirklich ist. Aber sie hat mir nicht in die Erziehung reinzureden.

Wir sitzen neben Frau Holle auf dem neuen Sofa und plaudern ein wenig mit der guten Frau. Sie ist etwas stiller als sonst. Ich will sie aufmuntern und frage, ob sie sich auf Weihnachten freut. Sie sagt: „Weiß ich nicht, Misi.“ Wie kann man nicht wissen, ob man sich freut? Ich freue mich sehr und in diesem Jahr ist Zwetschge dabei, der soll ordentlich staunen. Frau Holle nickt und sagt: „Das stimmt, Misi. Einer ist dazu gekommen. Aber einer wird auch fehlen.“ Ich nicke betreten und gebe Frau Holle ein Küsschen auf die Nase und sage: „Wir machen das schon.“ Frau Holle guckt ganz komisch und sagt: „Ja, mal sehen.“ Wir verabreden, dass wir im Dezember wieder einen Adventskalender in den Regenbogen zaubern wollen. Ich will Frau Holle ganz doll helfen und Zwetschge auch. Frau Holle lächelt und jetzt gibt sie mir ein Küsschen auf die Nase. „Das Leben geht ja weiter“, murmelt sie und steht auf.

Sie will jetzt ins Kino gehen. Ich nicht, denn ich muss bei meinem Kind bleiben.

 

Reisefrosch Misi will wieder nach Hause.

Misi und Zwetschge kommen heim, wie schön!

vro jongliert

Frosch Misi und sein kleinster Sprössling Zwetschge sind immer noch zu Besuch bei meinen vier Helden. Es ging zuletzt ein wenig rund und dann war auch noch Halloween. Das wäre dem kleinen Jungfrosch beinahe zu viel geworden. Natürlich war er neugierig und wollte auch mit den anderen von Haus zu Haus ziehen. Aber Misi hat es nicht erlaubt. Es sei auch so schon alles aufregend genug. Und die Aussicht auf ein Froschkind mit Zuckerschock war auch nicht sehr verlockend. Zwetschge hat enttäuscht einen Flunsch gezogen, worauf sich der Schweinehund zu diversen Witzen über Breitmaulfrösche hat hinreißen lassen, was den Kleinen sehr erheitert hat, aber dafür Papafrosch Misi wieder nicht gefiel. Ach, hat der Schweinehund daraufhin gemault, es sei zum aus der Schwarte fahren, wenn immer zumindest einer eingeschnappt sei. Er wollte daraufhin schon zur Schnapsflasche greifen, um sich sein Leben zumindest kurzfristig etwas schöner zu saufen, aber Rosalind hat dazwischen…

Ursprünglichen Post anzeigen 351 weitere Wörter

Post für Misi

Post für Misi

Kaum ist Misi zur Tür hinaus, kriegt er Post.

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Hallo Misi,

ich grüße Dich herzlich aus Regines Garten in Damnatz. Nein, nicht von Deiner Regine sondern von meiner Regine, die eine Namensvetterin von Frau Holle ist und mit ihr gemeinsam eine Schreibwerkstatt besucht.

Ich friste gerade mein Dasein in einem Blumenkübel, in dem zum Ende des Sommers doch tatsächlich noch mal Erdbeerpflanzen-Blätter gewachsen sind. Erdbeeren gab es dann aber keine mehr. Egal, es ist ein schönes Plätzchen, von dem aus ich alles gut überblicken kann.

Wie ich hörte, hast Du auch einen guten Blick vom Gartenzaun aus. Also winke ich Dir von hier einfach mal zu.

Viele Grüße an Dich und Frau Holle
Dein Grüni

Damnatz, 25. OKtober 2018

Ich werde das schön aufheben und wenn Misi kommt, hat er gleich eine Freude. Vielleicht habt Ihr auch Frösche oder andere Kollegen, die ihm schreiben wollen? Das könnt Ihr in Euren Blogs tun (mit Verlinkung) oder an:  regine-52@web.de .

Liebe Grüße! Eure FrauHolleregine