Reisefrosch Misi will wieder nach Hause.

Misi und Zwetschge kommen heim, wie schön!

vro jongliert

Frosch Misi und sein kleinster Sprössling Zwetschge sind immer noch zu Besuch bei meinen vier Helden. Es ging zuletzt ein wenig rund und dann war auch noch Halloween. Das wäre dem kleinen Jungfrosch beinahe zu viel geworden. Natürlich war er neugierig und wollte auch mit den anderen von Haus zu Haus ziehen. Aber Misi hat es nicht erlaubt. Es sei auch so schon alles aufregend genug. Und die Aussicht auf ein Froschkind mit Zuckerschock war auch nicht sehr verlockend. Zwetschge hat enttäuscht einen Flunsch gezogen, worauf sich der Schweinehund zu diversen Witzen über Breitmaulfrösche hat hinreißen lassen, was den Kleinen sehr erheitert hat, aber dafür Papafrosch Misi wieder nicht gefiel. Ach, hat der Schweinehund daraufhin gemault, es sei zum aus der Schwarte fahren, wenn immer zumindest einer eingeschnappt sei. Er wollte daraufhin schon zur Schnapsflasche greifen, um sich sein Leben zumindest kurzfristig etwas schöner zu saufen, aber Rosalind hat dazwischen…

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Post für Misi

Post für Misi

Kaum ist Misi zur Tür hinaus, kriegt er Post.

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Hallo Misi,

ich grüße Dich herzlich aus Regines Garten in Damnatz. Nein, nicht von Deiner Regine sondern von meiner Regine, die eine Namensvetterin von Frau Holle ist und mit ihr gemeinsam eine Schreibwerkstatt besucht.

Ich friste gerade mein Dasein in einem Blumenkübel, in dem zum Ende des Sommers doch tatsächlich noch mal Erdbeerpflanzen-Blätter gewachsen sind. Erdbeeren gab es dann aber keine mehr. Egal, es ist ein schönes Plätzchen, von dem aus ich alles gut überblicken kann.

Wie ich hörte, hast Du auch einen guten Blick vom Gartenzaun aus. Also winke ich Dir von hier einfach mal zu.

Viele Grüße an Dich und Frau Holle
Dein Grüni

Damnatz, 25. OKtober 2018

Ich werde das schön aufheben und wenn Misi kommt, hat er gleich eine Freude. Vielleicht habt Ihr auch Frösche oder andere Kollegen, die ihm schreiben wollen? Das könnt Ihr in Euren Blogs tun (mit Verlinkung) oder an:  regine-52@web.de .

Liebe Grüße! Eure FrauHolleregine

 

 

Wir wollen zu Frau Vro!

Wir wollen zu Frau Vro!

Hallo Leute, jetzt wird es aber höchste Zeit, dass ich mich melde. Frau Holle ging es gar nicht gut und viele Wochen war sie für mich nicht ansprechbar. Ihr fehlte der Draht zu mir und das war richtig doof. Ich nahm meinen Zwetschge und blieb im Gartenteich. Manchmal muss frosch die Leute zufriedenlassen.

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Gestern holte sie uns in ihre Stube und erzählte, was passiert ist. Sie sagte, dass sie froh sei, dass wir sie nicht verlassen haben und sie braucht uns doch. Zwetschge machte große Augen, zwinkerte und schlief ein. Das Wohnzimmer war einfach zu aufregend für den kleinen Kerl. Ich deckte ihn gut zu und dann gab ich Frau Holle ein Küsschen auf die Nase und sagte, gute Freunde bleiben bei guten Freundinnen, wenn die es schwer haben. Das rührte sie und sie weinte ein bisschen. Dann fragte sie, wie es uns inzwischen ergangen ist und ich erzählte vom warmen Herbst, dem Leben im Gartenteich und von meinem Sohn, der sich prächtig entwickelt. Er vermisst seine Mutter Iris überhaupt nicht. Sie ist immer noch unterwegs zur Selbstfindung und ich vermisse sie schon. Das hatte ich mir ja alles ganz anders vorgestellt. Aber was soll ich machen? Erst mal Zukunftspläne.

Ich sage: „Frau Holle, können wir im Winter wieder zu dir rein oder muss ich meinen Sohn auf das Erstarren vorbereiten?“ Frau Holle sagte: „Nein, nein.“ Ich war sehr enttäuscht, dass wir nicht rein dürfen. Aber vielleicht kommt das von Frau Holles Traurigkeit. Ich versuchte tapfer zu bleiben. Aber eine große Träne platschte auf das Sofa. Frau Holle guckte und ich drehte mich weg und sagte: „Schade, aber wir sehen uns dann ja im Frühjahr wieder.“ Frau Holle fragte wieso und ob ich sie doch noch verlassen will. Ich sagte: „Frösche erstarren im Winter, wie du ja weißt!“ Sie staunte und dann nahm sie mich auf ihre Hand, gab mir ein Küsschen auf die Nase und sagte, dass sie dachte, ich würde im Winter zu ihr rein wollen und Zwetschge darf natürlich mitkommen. Sie holt auch bald das Terrarium aus dem Keller.

Liebe Leute, Ihr könnt Euch vorstellen, wie erleichtert und froh ich war.

Frau Holle will die nächste Zeit gerne alleine sein und sich wieder auf die Füße stellen. Ich weiß nicht, was sie meint, aber alleine lassen kann ich sie gerne für eine Weile. Es steht ja noch ein Besuch bei  Rosalind und der ganzen Bande bei Frau Vro aus. Ich hatte die Reise abgesagt, weil ich Frau Holle nicht alleine lassen wollte. Aber nun können wir weg, der Zwetschge und ich. Ich sage Rosalind gleich Bescheid und Frau Holle holt schon mal das Reiseterrarium. Hoffentlich erlaubt Frau Vro, dass wir kommen.

Liebe Frau Vro…..dürfen wir?

 

Bindungsstörung

Bindungsstörung

Hallo Leute, ich mache mir große Sorgen um Zwetschge. 1 857 Kinder sind etwas geworden, nämlich ordentliche, abgenabelte Frösche. Eins tanzt aus der Reihe, nämlich Zwetschge und es wird immer schlimmer.

Er versuchte es jeden Tag, sich von Iris und mir zu lösen. Er schwamm los und kehrte sofort wieder um. Er schwamm los und wir feuerten ihn an und lobten ihn mit voller Kraft und er kehrte sofort wieder um, sobald er uns nicht mehr hörte. Er schwamm los und wir versteckten uns und er brüllte wie am Spieß, wenn er uns nicht mehr sah.

Iris konnte das nicht mehr ertragen und sagte, das ist nicht normal. Ihre Nerven seien zu schwach und sie muss jetzt erst einmal Urlaub machen. Schließlich muss sie bei Kräften sein, wenn die Erstarrung wieder losgeht. Und weg war sie.

Und ich sitze da mit Zwetschge und weiß nicht weiter. Der Junge lässt mich nicht aus den Augen. Zum Glück empfängt mich Doktor Schreckweg, mein Therapeut. Nicht wegen mir, sondern wegen Zwetschges Brüllerei, wenn er alleine ist.

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Zwetschge weigert sich, mit dem Doktor zu reden und sitzt weiter weg. Der Herr Doktor hat so etwas noch nie erlebt und weiß auch nicht so recht, wie er damit umgehen soll. Er sagt: „Am besten kümmert sich die Mutter darum, denn Mütter wissen so was.“ „Nein“, sage ich und erzähle, dass Iris Urlaub macht. Der Doktor macht große Augen. Er sagt: „Mein lieber Herr Misi, dann haben Sie ein Problem. Es handelt sich hier um eine akute Bindungsstörung.“ Wieso Bindungsstörung? Zwetschge will sich doch binden. „Ach so, ja, ja….“, überlegt der Schreckweg und verabschiedet sich dann freundlich von mir. Ich glaube, dem sollte ich mal eine Fortbildung empfehlen.

Ratlos hüpfe ich mit Zwetschge zu Frau Holle und erzähle ihr das Problem. Frau Holle guckt sich meinen Sohn an und der guckt zurück. Mit seinen großen Augen wirkt er ja noch recht kindlich. Frau Holle sagt: „Wahrscheinlich braucht der Kleine mehr Zeit als seine Geschwister. Er muss noch nachreifen. Er bleibt erst einmal bei mir.“ Frau Holle meint, einer mehr oder weniger macht ja nun auch nichts mehr aus. Ihr Haus scheint sich zu einer Froschherberge zu entwickeln. Das hat sie so nicht geplant, aber das Leben ist eben eine Pralinenschachtel, sagt sie, man weiß nie, wie sie schmecken und bald ist die Schachtel leer. Ich weiß nicht, was sie meint.

Zwetschge soll sich jetzt ganz vorsichtig und mit viel Bedacht von mir lösen. Wir peilen  für den Anfang zehn Minuten am Tag an. Er erledigt sein Amt als Haustürfrosch schon ganz ordentlich, während ich meiner Arbeit als Zaunhänger nachgehe. Er hält schon drei volle Minuten durch, bevor er nach mir brüllt. Ich brülle zurück, damit er mich wenigstens hören kann. Manchmal schafft er dann noch ein oder zwei Minuten, bevor er an den Zaun eilt und sich neben mich setzt. Frau Holle sagt: „Wir müssen Geduld haben, wird schon!“

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Besuch

Besuch

Hallo Leute, manchmal ist es nicht einfach mit den Weibern. Meine Frau Holle jammert, meine Iris ist streng und dann kommt auch noch Rosalind aus Österreich angereist und schimpft. Das Heinzelmädchen hat Urlaub von Frau Vro und den anderen, um sich mal selbst zu finden. Aber zuerst schimpft sie mit mir. Und Iris gleich mit, denn ich soll nicht mehr an andere Frosch-Mädchen denken, sondern nur noch an Iris. Das soll man, wenn Frosch-Mann Kinder hat.

Ja, meine Güte, ich mach ja schon. Iris ist wahrscheinlich die Beste. Aber ich kann doch nichts für meine Gefühle und außerdem ist es hart, wenn Frosch nicht mehr Frosch sein soll, sondern MannvonIris. Dafür hat Rosalind kein Verständnis und sie schimpft weiter. Iris weint.

Dann kommt unsere Zwetschge angeschwommen und man sieht, er wird bald ein richtiger kleiner Frosch werden. Er ist der einzige, der sich von unserer Brut noch bei seinen Eltern blicken lässt. Rosalind meckert nicht mehr mit mir, sondern bekommt Wasser in die Augen. Sie klopft mir liebevoll und anerkennend auf die Schulter, gibt Iris einen dicken Kuss und nimmt Kaulquappe Zwetschge auf den Arm. Sie gurrt und macht und tut. Dann wundert sie sich, warum er Zwetschge heißt. „Zwetschgen sind doch Pflaumen und keine Frösche, oder?“, fragt sie. Ja schon, aber Frau Vro sagt immer Zwutschkerl zu ihm und das kann ich mir nicht merken.

Iris und Rosalind ziehen sich mit Zwetschge zurück und ich bleibe da und schäme mich ein bisschen, ein Frosch zu sein. Weiber können Frösche nicht verstehen, wenn sie richtige Männer sind. Aber schön, dass Rosalind mal wieder bei uns ist. Ich werde ihr nachher ein paar Häppchen machen und sie fragen, wie es den anderen so geht und ihr sagen, sie soll schön grüßen. Rosalind will morgen auch schon wieder weiter, was Frau Holle traurig findet, weil sie doch extra das Haus geputzt hat, damit sich Rosalind gut erholen kann.

Ach die Frau Holle, sie jammert nur noch. Zu heiß, zu heiß, zu heiß und das Abnehmen fällt so schwer, weil sie sich nicht mehr bewegen kann, weil es so heiß ist. Sie steigt gerade zu mir in den Teich und fragt, ob wir nachher hier alle eine Abschiedsparty machen wollen. „Bis zum Hals im Wasser kann ich es gut aushalten und Rosalind kann ja am Rand sitzen und ihre Füße ins Wasser tauchen, damit sie es auch schön kühl hat“, sagt Frau Holle.

Gut, so machen wir das. Hauptsache Rosalind hört auf zu schimpfen!

So, meine Lieben, nun schicke ich Euch noch ein schönes Abkühlbild von mir!

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Zehn Tage

Zehn Tage

Hallo Leute! Geht es Euch gut? Frau Holle nicht, die hat Kniekummer und Heulendeselend. Darum kann ich mich jetzt aber nicht kümmern, denn ich habe Froschvaterblues und sie werden so schnell groß, die Kleinen.

Ihr wisst ja hoffentlich noch, dass meine Frau Iris und ich es geschafft haben, 1 861 Eier gemeinschaftlich in die Welt zu setzen! Ich liebte diese Eier, sie waren so friedlich und ich hatte genug Zeit, heimlich von anderen Froschmädels zu träumen. Iris durfte natürlich davon nichts merken, denn sie besteht auf einer exklusiven Beziehung. Als ich zustimmte, wusste ich noch nicht, was mir jetzt entgeht!

Ich hatte Zeit, im Internet nachzusehen, ob sich unsere Kinder normal entwickeln und das taten sie. Unsere Eier verhielten sich prächtig und hatten keine Widerworte. Aber nach zehn Tagen fing das Elend an. Die Kaulquappen schlüpften und waren die ersten Minuten so friedlich, dass ich mich entspannte und mich unter meine Kinder mischte, um mit ihnen zu spielen. Zuerst schien das auch zu klappen, aber dann, als sich alle 1 859 genug ausgeruht hatten (zwei Eier waren leider leer), begannen sie zu plappern und zu nörgeln und abzuhauen. Wir verloren den Überblick und keins unserer Kinder interessiert sich mehr für uns. Das hätte ich nicht gedacht und Frau Holle sagt, das ist bei Menschen auch so, nur brauchen die länger. Das sei das Los aller Eltern und man muss loslassen können, sonst gedeihen die Kinder nicht so gut.

Zehn Tage Elternglück für Frösche und dann die eigene Brut loslassen? Das finde ich nicht so schön, aber Iris scheint es gelassen zu nehmen. Sie guckt sich die kleinen Dinger aus der Ferne an und freut sich, dass sie so selbständig sind und sie als Mutter wieder ihre eigenen Interessen haben kann.

Oh, allerdings ist eine der Kaulquappen doch sehr anhänglich und kommt immer wieder zu mir zurück. Ich nehme sie in den Arm, gebe ihr ein Küsschen auf die Nase und denke, wie gut es ist, dass ich dies nicht bei allen 1 859 machen muss!

Völlig durchgeknallt, oder was?

Völlig durchgeknallt, oder was?

„Frau Holle, ich freue mich so, dass die Störche in diesem Sommer woanders sind und nicht hier!“

„Humor ist für besorgte Bürger die Basis des Zusammenlebens“, murmelt sie.

„Wie findest du denn das Wetter heute?“

„Konsum ist irgendwie völlig unabdingbar.“

„Frau Holle, was wollen Frauen?“

„Emanzipation  ist ganz objektiv mein Trost und mein Halt.“

„Frau Holle, du bist eine doofe Tante!“

„Unser Schulsystem ist stückweise eine Frage des Anstands“

Frau Holle ist wohl völlig durchgeknallt. Ich verstehe kein Wort und will meine alte Frau Holle wiederhaben. Ich gebe ihr ein Küsschen auf die Nase und sie sieht mich an. „Ach, Misi, du bist es! Wie geht es Dir? Misi, erst hatte ich solche Schmerzen im Kopf, dass ich nicht mal mehr heulen konnte und dann kriege ich einen Moral-o-maten ( hier und guck mal hier! ) geschenkt. Das ist höhere Fügung! Oder was denkst du?“ Ich weiß so was doch nicht. Ich muss mich von meinen Eiern und meiner Frau erholen und wollte ein vernünftiges Gespräch mit einer eierlosen, vernünftigen Frau haben.

Frau Holle legt ihren Moral-o-Maten zur Seite und erzählt, dass sie Guru werden will. Im Alter noch etwas neues  anfangen ist doch ganz wunderbar und hier steckt ihr Talent. Sie muss viel lernen und üben. Morgen geht sie zu einem philosophischen Seminar und da will sie positiv auffallen. „Vielleicht findet sich ja doch noch ein Mann für mich“, sagt sie und knallt ihre Hand vor den Mund und guckt mich erschrocken mit großen Augen an.

Sie will mit mir üben und ich soll was sagen.

„Frau Holle, wieviele Jungen und wie viele Mädchen stecken in meinen Eiern?“

Frau Holle klappt in ihrem Büchlein und sagt: „Gerechtigkeit ist in diesem Sinne eine Schwäche!“

„Frau Holle, gibt es bald Weltfrieden?“

Klapp…..klapp….klapp. „Selbstlosigkeit ist theoretisch besser als Sex.“

Ja, aber nur sehr theoretisch! Ich finde das umgekehrt und habe auch keine Lust mehr, mich mit ihr zu unterhalten. Die Philosophen werden sich morgen freuen, wenn Frau Holle solche Sachen sagt. Sie werden grübeln, was das soll. Sie werden begeistert sein, wie schlau Frau Holle geworden ist. Ihre Köpfe werden rauchen. Ich schüttel meinen und verlasse Frau Holle. Also so was,….ist besser als Sex. Was für einen Quatsch die Frau doch redet. Hoffentlich wechselt sie bald wieder ihren Beruf!