Schöne Momente in schlimmen Zeiten

In guten Zeiten fotografiere ich, In schlimmen erst recht. In den letzten zwei Monaten nutzte ich meinen Fotoapparat allerdings nur in meiner nächsten Umgebung. Mein Blick und mein Empfinden schnurrten auf eine eigenartige Weise zusammen. Ein paar meiner „Krisenfotos“ möchte ich Euch hier zeigen. Ich war also nicht ganz weg.

 

Ganz allmählich weitet sich mein Blick wieder.

 

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Frosch

Frosch

„Die Frösche warten auf Dich!“, rief mir gestern meine Bekannte von der anderen Straßenseite zu. Ach ja, die Frösche! Sie hat im Garten einen großen Teich und im Teich zehn Frösche.

Ich schnappte mir also heute meinen Fotoapparat, radelte hin und sah kein einziges Tier. Ich machte ein paar Aufnahmen vom Teich, auf denen lustigerweise trotzdem überall  Frösche zu sehen waren, die ich eben am PC entdeckte. Blindfrösche sozusagen. Die Besitzerin zeigte mir dann die Plätze, die ihre Frösche bevorzugten und dann sah ich sie auch in echt.

Einige Fotos zeige ich Euch, mal sehen, ob ihr überall einen Frosch findet. Und dann: zwei Fotos sind Fake! Welche?

 

Und immer wieder geht die Sonne auf

Und immer wieder geht die Sonne auf

Nati hat recht. Genau so ist es manchmal. Nicht das große Ganze sehen, sondern den Schrecken  in kleine Stücke zerlegen und gucken, wo man beginnen kann. Der erste Schritt ist gut zu schaffen. Ist er erst einmal bewältigt, zeigt sich oft ein erster Weg zum Ziel. Den geht man so weit, wie das Auge reicht. Und wenn man dort ist, sieht man weiter.

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Wird schon!

Und natürlich geht auch immer wieder die Sonne auf. Das wollte ich mir heute morgen genauer ansehen. Seltsam, kaum hat es in den Vortagen ein paar Tropfen geregnet, gibt die Erde schon wieder Feuchtigkeit ab. Nebelschwaden verzaubern meine gewohnte Umgebung in eine andere Welt. Und wie schön: es ist herrlich kühl. Ich speichere die Frische, so gut es geht, denn heute wird es wieder richtig warm!

Eigentlich habe ich gar keine Zeit hier zu sitzen, denn übermorgen kommt meine Familie ins Wendland: Geschwister, Nichten, Neffen, Cousine, Cousin, Patenkind, eigene Kinder und alle Lebenspartner und Partnerinnen, die dazu gehören. Und ich bin die älteste von allen. Die Seniorin sozusagen.

Das wird spannend. Wir sind eine bunte Familienmischung und haben uns teilweise schon seit Jahren nicht mehr gesehen.  Einige kennen sich noch gar nicht. Und ich werde mich zusammen nehmen und die erwachsenen jungen Leute nicht mit: „Meine Güte, bist Du groß geworden!“ , begrüßen. Ich hoffe, ich denke dran.

Obwohl wir uns am See treffen, ist doch noch einiges zu tun, denn den Abend werden wir bei mir ausklingen lassen. Dann soll es doch schön hier sein!

Bleibt nur zu hoffen, dass die Wettervorhersage richtig liegt!

Unendlich

Unendlich

Ich liege im Garten und kann nicht schlafen, weil es zu schade wäre, die Augen einfach zu schließen. Der Mond ist nicht zu sehen, darum glitzern und funkeln die Sterne umso mehr. Die Milchstraße ist gut zu erkennen. Über mir herrscht reger Verkehr. Flugzeuge blinken und ich höre sie, ein leisen Brummen ganz weit weg. Die Satelliten machen es den Sternen nach, können sich aber nicht tarnen. Sie sind einfach zu schnell, so dass sie nicht als Sterne durchgehen. Sie bringen Bewegung ins All.

Sternschnuppen auch. Sie tauchen auf und ehe ich denken kann: „Oh, eine Sternschnuppe!“, sind sie schon wieder weg. Zum Wünschen bleibt keine Zeit, ich tue es aber trotzdem, auch wenn schon alles vorbei ist. Wer weiß, vielleicht hört doch jemand oder etwas meine Gedanken und denkt: „Ach, die Regine, die ist immer so brav! Nun will ich ihr doch mal schnell einen Herzenswunsch erfüllen.“ Wer weiß?

Ich liege unter dem Sternenzelt. Eine tröstliche Vorstellung. Ich bin geborgen auf der Erde und das Zelt schützt mich vor der Unendlichkeit. In Wirklichkeit sehe ich kein Zelt. Ich blicke in die unendliche Weite. Sie ist viel, viel größer, als alles, was ich mir vorstellen kann. Niemals, niemals werde ich wissen, was da oben los ist. Wobei  „oben“ nur ein Begriff ist, denn nichts kann oben sein, wenn sich alles nach allen Seiten ausdehnt. Unendliche mal unendliche Kilometer. Und das ist noch zu knapp gerechnet, denn eine Grenze wird es nicht geben und das Universum dehnt sich aus und hat niemals nie ein Ende

Es ist unendlich groß und es gibt unzählig viele Himmelskörper und Sternschnuppen. Wobei es diese natürlich gar nicht mehr gibt, sobald ich sie wahrnehme. Ich sehe jetzt ihr Vergehen, das vor ewig  langer Zeit stattgefunden hat. Natürlich existieren von den vielen Lichtpunkten, die ich Sterne nenne, ein Vielzahl auch nicht mehr, wenn ich meine, sie zu erblicken. Ich sehe sie trotzdem, auch wenn da gar nichts mehr ist, nur ein Loch im All. Das allerdings sehe ich nicht.

Nichts ist so, wie es scheint.

Manchmal denke ich, dass meine verstorbenen liebsten Menschen dort oben auf mich warten. Ich schaue in den Himmel, denke an sie und wünsche mir, dass sie meine Gedanken empfangen. Wahrscheinlich sind meine Verstorbenen nicht oben, sondern in meinen Erinnerungen. Das ist wohl ihr Himmel. Trotzdem, an Gedenktagen stelle ich eine Kerze auf die Terrasse und glaube daran, dass sie diesen kleinen Lichtergruß wahrnehmen.

Die Erde hält mich fest. Täte sie es nicht, würde ich mich auf den Weg machen und niemals wiederkehren. Meine Reise nähme kein Ende. Weil die Erde aber ihre Pflicht tut, lebe ich mein Leben auf ihr und bin froh darüber.

Ich schaue in den Himmel und weiß, ich bin im Verhältnis dazu nicht einmal so groß wie ein Atom. Ich bin verglichen mit dem Kosmos kaum vorhanden, mein Sein und Vergehen dauert nicht einmal einen Wimpernschlag. Trotzdem bin ich ein Teil des Großen und Ganzen. In homöopathischer Größenordnung natürlich, aber immerhin.

Ich liege im Garten und schaue in den Himmel. Es ist so schön, dem Gefunkel dort oben zuzusehen. Ich fühle mich geborgen und bin dankbar, dass ich an all dem teilhaben kann. Egal, wie groß der Kosmos ist, ich habe hier meinen eigenen und ich weiß, dass es unendlich viele Kosmen gibt, die so winzig sind, dass ich sie gar nicht wahrnehmen kann. Gibt es in der Winzigkeit auch eine Unendlichkeit oder setzt die Null dem ein Ende?

Ich liege im Garten und jetzt bin ich so müde, dass ich einschlafe.

 

Sieben positive Sommergedanken

Sieben positive Sommergedanken
  1. Im Hitzetaumel zerschnitt ich mit der Gartenschere meine Lichterkette. Nun habe ich eine neue, die hat dreimal so viele Lichter. Abends ist es sehr romantisch auf meiner Terrasse.
  2. Es summt und brummt in meinem Garten und die Schmetterlinge tanzen.
  3. Gestern fuhr ich abends mit dem Rad in einen herrlichen Sonnenuntergang.
  4. Eis schmeckt lecker und nasse Tücher um die Beine gewickelt kühlen wunderbar.
  5. Ich schlafe oft im Garten. Manchmal ist der Sternenhimmel unglaublich schön und die Sternschnuppen erst! Wenn alle meine Wünsche in Erfüllung gehen, werde ich eine sehr glückliche Frau.
  6. Vor ein paar Tagen saß ich mit einer Bekannten an ihrem Gartenteich. Zwei Frösche hockten am Rand  und beobachteten uns. Nein, Misi war nicht dabei, aber es könnten Mitglieder seiner Männergruppe gewesen sein. Meine Bekannte will Mehlwürmer für ihre Frösche kaufen, weil sie meint, es gäbe zu wenige Insekten. Womit sie recht haben könnte.
  7. Heute ist es nicht so heiß.

 

Beste Fotos!

Beste Fotos!

😄   Sensationell! Längste Mondfinsternis aller Zeiten. Kann ich endlich wieder tolle, einzigartige Fotos machen und Anerkennung einheimsen. ☺

Huch?😳 Wo is´er denn? Kein Mond? 😬Aber der Nachbar sitzt doch im Garten und starrt in den Himmel. Starrt er nur so und denkt, er sieht fern? Oder sieht er was🤓 und ich nicht😎?

Da, ein blasser Schimmer. 🤣Das is´er! Der verdunkelte Mond. 🤔Warum zeigt er sich nicht deutlicher? ☝Wolken verdecken ihn! 😢 Den Mars (?) sehe ich gut. Aber der Mond ist schon wieder weg.😭

Stunde später. Juchu, da is´er ja🤣🤣🤣. Groß, rund und rot🌑. Rot sagte ich!!! 🔴 Na also. Schnell den Fotoapparat holen. Das werden Fotos, da werden alle staunen.😯😯😯😯😯😯

Knips. Noch mal😁. Äh….🙄…..Geht nicht😡. Es passiert nichts mehr. Kaputt😱?

Nein, Akku alle😳.

AKKU LEER! DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEIN!💩 💩💩(Tschuldigung. Manchmal helfen klare Worte, auch wenn man sie nur denkt!)

Ich also rein und Akku aufladen. Zwischendurch raus und Mond anhimmeln🤩. Jetzt zeigt sich eine helle Sichel 🌘. Vorbei die längste Mondfinsternis aller Zeiten😢. Schnell rein, Akku in den Apparat stopfen und raus und knipsen. Sensationelle Fotos. Die besten aller Zeiten!💪💪💪💪💪

       🥂  😉