Blühende Landschaften

Blühende Landschaften

Das Große und Ganze wirkt auf mich beängstigend, unverständlich und immer absurder. Die Nachrichten bringen mir das Weltgeschehen in groben Zügen ins Wohnzimmer und das meiste möchte ich nicht so haben, wie es ist. Ich kann es aber so gelassen ertragen, weil ich nur zuschaue.

Ich halte mich an das, was ich unmittelbar erlebe. Hier kann ich mitwirken, die Zusammenhänge verstehen und wählen, was ich in mein Leben lasse und was nicht. Ich hoffe, dass es mir weiterhin so gut geht. Ich befürchte, dass sich das ändern wird. Für die nächste Generation allemal. Aber das ist ja schon wieder das Große und Ganze und wird von mir gerne ausgeblendet.

Diese Gedanken kamen mir gestern auf meiner Radtour. Ich weiß, dass der Regen fehlt und die Bauern um ihre Ernten fürchten. Und so nehme ich nur Trockenheit und Staub wahr und fürchte mich vor dem Klimawandel.

Wenn ich aber meine Perspektive wechsle und mir anschaue, was sich direkt vor meinen Füßen abspielt, sehe ich plötzlich blühende Landschaften.

 

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Juni

Juni

Nun ist er also da, der Sommer. Im Kalender natürlich noch nicht, aber gefühlt hat er dem Frühling doch schon lange die Show gestohlen.

Hm, schon wieder Juni. Noch ein paar Wochen, und dann werde ich 66. Wer jetzt meint, mit  66 Jahren , da fängt das Leben an, dem sage ich laut und deutlich: Schwachsinn. Aber darüber kann ja jede(r) denken, was sie/er will. Ich jedenfalls hatte auch ein Leben vor 66. Und rein körperlich wird es nicht besser, auch wenn Udo Jürgens tapfer gegen den Verfall ansingt. Obwohl er natürlich auch wieder recht hat: wenn man Glück hat, ist noch lang noch nicht Schluss!

Wie komme ich jetzt darauf? Ach ja, ist schon wieder Juni. Eben stand ich noch im kalten Regen und stieß auf 2018 an und schon stehe ich in der Junisonne und schwitzte. Ja gut, es regnet auch jetzt noch hin und wieder……

Aber dann ist es auch schnell wieder heiß. So heiß, dass nicht einmal das Bad im See eine richtige Erfrischung bringt, denn das Wasser ist mir einfach zu lauwarm. Trotzdem ist es natürlich traumhaft schön, in ihm zu schwimmen und es sich gut gehen zu lassen.

Die Natur blüht auf und macht sich sommerfein.

Außerdem ist wieder Schützenfest in der kleinen Stadt und dann gibt es immer Feuerwerk. Das kann ich noch immer nicht richtig fotografieren, aber ein paar „interessante“ Aufnahmen stelle ich trotzdem ins Netz.

Ich tue einfach mal so, als hätte ich die Effekte genauso gewollt, geplant und ausgeführt. Von Zufallsprodukten wollen wir jetzt wirklich nicht reden.

Ich freue mich so, dass der Juni erst angefangen hat und der Sommer noch vor uns liegt. Ich denke, ich kaufe mir noch ein schönes Sommerkleid, aber erst einmal fahre ich an den See! Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Hitzewallungen oder was?

Hitzewallungen oder was?

Ab und zu stehe ich schon vor dem Frühstück auf und radle in den Sonnenaufgang. Genauso machte ich es heute, denn tagsüber halte ich es draußen überhaupt nicht mehr aus. Meine Nachbarn auch nicht. Einfach zu heiß! Alle sitzen bei verdunkelten Fenstern drinnen und schwitzen vor sich hin. Nur die arbeitende Bevölkerung natürlich nicht. Die schwitzt beim Arbeiten. Arme Leute, Ihr habt mein Mitgefühl!

Mein Frühradeln war wieder ganz wunderbar! Bevor ich mich auf den Weg machte, bewunderte ich im Garten meine Mohnblumen. Die dummen Dinger werfen spätestens gegen 8.00 Uhr ihre Blütenblätter ab und dann stehen die Stängel alleine da. Heute habe ich sie überrascht, denn es war erst kurz nach fünf und sie in voller Blüte! Ich lächelte sie freundlich an, aber das nützte nichts. Sie sind jetzt schon wieder oben ohne.

Unterwegs hörte und sah ich viele Vögel. Auch ein paar Kraniche standen herum und riefen sich.  Genau in dem Moment, als die Sonne aufging, wurde sie vom Kuckuck mit einem fröhlichen „Kuckuck!!Kuckuck!!!“ begrüßt. Klingt kitschig, war aber so. Den Kuckuck habe ich genau verstanden, die Kraniche leider nicht.

 

Na ja, und dann wurde es auch gleich schon wieder zu warm. Schnell erledigte ich meine Einkäufe und dann wusch ich meine Bettwäsche, weil sie bei der Hitze schnell trocknet. Ich war so froh, dass meine Waschmaschine dicht hielt, denn letzte Woche leckte sie und es dauerte eine lange Zeit, bis ich herausfand, dass das Flusensieb sich gelockert hatte! Aber heute: Keller blieb trocken!

Eben sah ich ein Insekt ( Almuth , was ist das? Schwebfliege?) aus meiner Terrassenschmuckschüssel trinken.

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Süß. Ich stelle mir vor, wie klein die Menge Wasser ist, die dieses Tier zu sich nimmt. Ob man in ihrer Welt das Schlucken hört?

So, mehr tue und denke ich heute nicht. Vielleicht hänge ich noch meine Bettwäsche wieder ab und gieße am Abend die Blumen. Ob ich bei 35 Grad Hitze zum Philosophiekursus gehe, weiß ich noch nicht. Ich fühle mich ja jetzt schon bewegungs- und lernunfähig. Es sei denn, wir verlegen den Kurs in den See. Das wäre schön, aber ich fürchte, die anderen machen da nicht mit. Sie werden fragen, ob ich schon einen Sonnenstich habe. Nein Leute, kann nicht sein, ich trage Cappy, aber etwas albern fühle ich mich schon. Ob das an der Hitze liegt? Hitzewallungen sozusagen?

Ach, ich mache jetzt lieber Schluss, es kommt nichts vernünftiges mehr aus mir heraus geschrieben. Ich wünsche Euch einen wunderbaren Frühlingstag!

 

 

Nicht das Meer, aber auch sehr schön!

Nicht das Meer, aber auch sehr schön!

Ja doch, ich habe gestern auch noch ein paar Punkte der kulturellen Landpartie angesteuert. Schön gemütlich mit dem Fahrrad und voller Selbstbewusstsein, weil Hosen wieder passen, die jahrelang zu eng gewesen sind. Aber jetzt gehen sie zu und ich fühlte mich so beschwingt, dass ich mich gleich auch noch schminken musste.

Ich war ein paar Stunden unterwegs. Allerdings meistens in der Natur, dort war es am schönsten. Menschenmengen waren gestern irgendwie nichts für mich, auch nicht mit Hosen eine Größe kleiner und geschminkt. Und trotzdem, ein Teil kaufte ich mir auch in diesem Jahr. Glaskunst, handgemacht. Für mein Fenster im Arbeits- und Wohlfühlzimmer.

Als ich wieder Zuhause war, kam noch lieber Besuch mit frischem Streuselkuchen aus dem Museum, denn gestern war Backtag.

Und nun ist Pfingsten auch schon wieder vorbei……

 

 

 

 

Neue Perspektiven

Man muss nur seinen Liegestuhl von der Terrasse in den Garten schieben und schon sieht die Welt ganz anders aus!

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Zuerst sah ich zwei drollige  Stieglitze , die ich noch nie hier sah. Wie süß! Leider kein Fotoapparat dabei. Die beiden haben mich auch noch nie gesehen und erschraken ganz schrecklich, als sie mich entdeckten. Flogen weg und kamen nicht wieder.

Dann guckte ich nach oben…..

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….und noch mal…..

Tatsächlich! Meine ersten Störche in diesem Jahr. Ich hatte sie schon so vermisst. Ob das unsere Lüchower Kirchdachstörche sind? Das wird Misi nicht freuen, aber mich um so mehr.

Ich guckte mich weiter um und liebte das Gebrumm und den Vogelsang.

Das nenne ich Garten-Frühling vom Feinsten und schön, dass ich mal den Standpunkt gewechselt habe.

Irgendwas ist immer

Irgendwas ist immer

Grau und trüb dieser Tag. Nichts los auf meinem Weg.

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Fast wäre ich an ihnen vorbei geradelt.

Lange  beobachtete ich das Treiben. Meine Güte, was für ein Geschnatter und Geflatter. Ab und zu erhoben sich ein paar und flogen ihr Gänse-Ballett. Fehlte nur noch die passende Musik dazu!🎼🎶

Mich sprangen zum ersten Mal in diesem Jahr erste leichte Frühlingsgefühle an.

Diese zwei hatte es auch schon erwischt! Sie schmusten beherzt miteinander und er versuchte noch mehr. Aber sie wollte noch nicht so recht. Das fand er zickig.

Die anderen hatten genug damit zu tun, nicht zu versinken. Sie fanden es nicht schön und würden wohl auch gerne wie die Gänse fliegen können, um sich wenigstens ab und zu die Füße zu trocknen. Aber wie würde das denn aussehen! 😂

Nur Mut! Der Frühling hat sich schon auf den Weg gemacht, das kann ich vom Regenbogen 🌈 aus sehen!