Gut so!

Gut so!

Ich dachte, das Chaos wird ausbrechen. Ich war mir sicher, Tränen werden fließen. Ich fürchtete, ich würde immer noch ausgeschlossen sein. Ich rechnete damit, in ein tiefes Loch zu fallen. War ich doch das schwarze Schaf der Familie und wir haben schwere Zeiten hinter uns.

Ich stellte meine Ursprungsfamilie auf. Ich benannte die Personen und erzählte nichts. Die StellvertreterInnen fanden ihre Positionen und was sie dann sagten, stimmte mit meiner Gegenwart überein. Allerdings nicht mit meiner gefühlten, denn ich sah: ich bin mittendrin. Das war eine große und schöne Überraschung.

Es ist alles gut so, wie es ist, auch wenn nicht alles gut ist. Geschehenes muss nicht wieder aufgewühlt werden. Wir haben unseren Frieden gefunden. Mein Leben und ich sind zufrieden miteinander und ich gucke zuversichtlich nach vorne.

Was für ein schöner Sonntag!

 

Termine, Termine

Nun ist es ja so, dass ich (Rentnerin) zufrieden bin, wenn ich einen Termin pro Tag abgearbeitet habe. Zwei Termine bedeuten schon leichten Stress und drei gehen nur auf freiwilliger Basis.

Mein aktueller Wochenplan sieht so aus:

Montag: 10.00  Arzt; 15.00  Absprache mit Nachbarn (Sichtschutz);

Dienstag: 11.00 Uhr genauere Absprache mit Nachbarn (Sichtschutz); Fahrt zum Zaunbauer, Sichtschutz aussuchen, Weiterfahrt in die Heide, Spaziergang

Mittwoch: frei

Donnerstag: 11.00   einkaufen

Freitag: 11.00   Elektroschrott entsorgen, 12.00 Uhr Kartoffelsalat machen, 18.00  mit Kartoffelsalat zum Geburtstagsfeiern (nein, nicht meinen) fahren

Samstag: Ausruhen

Sonntag: 9.00-19.00 Familienaufstellungen

Diese Woche ist also sehr gut gefüllt. Fröhlich genieße ich jeden kühlen Sommertag und freue mich, dass ich so fleißig bin!

Korn

Korn

Das Korn steht noch. Bis zur Ernte zeigt der Sommer mir noch seine schönste Seite und ich bin in fröhlicher Urlaubslaune. Bei den ersten Stoppelfeldern empfinde ich jedes Jahr eine kleine Wehmut. Aber noch ist es nicht soweit.

Ich wünsche Euch ein schönes Sommerwochenende mit allem Pipapo!

Sommersonntag

Sommersonntag

Mein Schutzengel musste gestern gut auf mich aufpassen, als ich mit dem Objektiv den Sommer einfangen wollte. Verträumt und in mich gekehrt versäumte ich es zu bemerken, dass ich nicht alleine auf der Welt war. Nach dem dritten Schreckmoment war ich zum Glück in der Lage, mich wieder auf den Straßenverkehr zu konzentrieren. Nichts passiert!

Der Sommer ist einfach zu und zu schön, jetzt mit den moderaten Temperaturen! Hier also meine Sommersonntagsmomente. Und weil jeder Tag für mich ein freier Tag ist, kann ich sie gerne auch am Montag zeigen.

Cerankochfeldputzcomputerkunst

Womit will ich mich befassen?

Was soll heute mein Motto sein?

Mir fällt nichts ein.

Heute schreibe ich nicht.

Heute putze ich.

Ich beginne mit meinem Cerankochfeld.

IMG_3985Oh, das ist ja fast eine Cerankochfeldputzkunst geworden.

Hier ein zweiter Cerankochfeldputzkunstversuch:

IMG_3986Und weil ich jetzt keine Lust mehr zum Putzen habe,

kreiere ich Cerankochfeldputzcomputerkunst!

So, das hat jetzt 10 Minuten gedauert. Das macht Spaß! Das gibt Kraft. Das möbelt mein Selbstbewusstsein auf. Das ist ein echtes Coronazeitvertreibsprodukt.

Putzcomputerkunst ist schneller gemacht als das blöde Putzen! Aber ohne Putzen hätte dieser Beitrag heute nicht stattgefunden.😂

Wetter

Wetter

Das passt so gut in diese Zeit: Der Himmel verdunkelt sich mitten am Tag und ein fürchterliches Gewitter steht über meiner kleinen Stadt. Es rührt sich nicht von der Stelle. Es blitzt und kracht. Ich schaue dem Treiben da draußen zu. Ich liebe Wetter, wenn ich drinnen bin. Und das bin ich ja. Gemütlich überlasse ich mich meinen Gedanken und der Regen prasselt so laut er kann.

Dann ist es vorbei mit dem Lärm. Es ist noch dunkel, aber am Horizont wird es heller. Es regnet, was gut ist. In der Ferne grummelt der Himmel. Ich koche mein Gemüse und denke an meinen gestrigen unerwarteten Besuch. Mein Sohn und seine Freundin fuhren ihre Motorräder spazieren und schauten kurz herein. So konnte ich mal wieder meine Stimme und mein Lachen nutzen. Wenn das Denken lauter wird als das Sprechen, wird es Zeit, mal wieder über Veränderungen nachzudenken.🤔

Abends drehte ich meine verspätete Runde mit dem Rad und erlebte einen magischen Moment, als die Abendsonne den Mohn am Straßenrand zum Leuchten brachte. Mir ging das Herz auf. Eine taugliche Erinnerung gegen trübe Stimmung! Also speicherte ich sie ab, während ich mir einbildete, im Urlaub zu sein.

Der Freitag war überhaupt ein herrlicher Tag. Die analoge Welt um mich herum scheute keine Mühen, mich lieb zu haben. Mein Leseplatz auf der Terrasse war bequem und der  Roman fesselnd. Blumen blühten, Insekten summten und mir gefiel sogar mein Vorgarten. Im letzten Jahr wurde er neu und ziemlich trist angelegt. Mein Vermieter spendierte ihn mir, um mich zu erfreuen. Ich pflanzte ein wenig Buntes ins Braun und der Mohn säte sich selber aus. Mein Vermieter ist sehr zufrieden.

Und hier ein paar Erinnerungsfotos von gestern:

Im kleinen Garten hinten lasse ich die Pflanzen frei. Die meisten säten sich vollkommen selbständig aus. Purer Luxus, so ein eigener Hausmohn und Co!

Hoffentlich überstehen die Pflanzen den heutigen Tag einigermaßen heil. Riesige Wassertropfen  platzen plötzlich aus allen Wolken. Kurz und bündig. Und dann tut das Wetter so, als sei nichts gewesen. Sogar der Wind ist still.

Angekündigt waren Unwetter den ganzen Samstag über. Aber im Moment ist kein schlimmes Wetter mehr in Sicht. Die dunklen Wolken haben sich verzogen und eine Hose voll blauer Himmel lässt ein paar Sonnenstrahlen durch.

Passt doch gut in diese Zeit, oder?

Nein, nicht wirklich, ich weiß. Weltweit gesehen nicht, aber in meiner kleinen privaten Welt schon!