Kunst um Mitternacht

Sobald es dunkel wird, gehen im Garten ein paar Lichter an. Klingt komisch und ist es auch. Diese Solarlampe ist bunt und ganz drollig. Ich wollte sie gestern kurz vor Mitternacht ins rechte Bild setzen und ein schönes Foto machen. Das Blitzlicht half und die Nachtaufnahmen verwackelte kaum. Das tun sie bei mir immer, weil ich kein Stativ besitze. Also, so in etwa sieht mein kleines Gartenlicht aus. Nicht spektakulär, aber im Dunkeln sieht man nur die Lämpchen funkeln.

Und dann ist es schon wieder ganz hübsch. Das sieht man hier nicht so richtig, weil, wie gesagt, Nachtaufnahmen ohne Blitzlicht kann ich einfach (noch) nicht so gut.

Weil ich mich so kurz vor dem Zubettgehen recht übermütig-kreativ fühlte, wollte ich sehen, ob ich mit der Kamera malen kann. Das Blitzlicht blieb aus und los ging es mit dem Experiment: Blende auf und Aktion!🤡

Ich bin begeistert! Und ich schwöre, dass ich diese Fotos nicht nachträglich bearbeitet habe! Ich malte mit dem Fotoapparat direkte Kunst und bin nun mal wieder eine Künstlerin! 😁

Aber so ganz ohne Bearbeitung geht es auch nicht. Da kenne ich ja nichts!😆

Sommersonntag

Wenn ich Wasserflasche, Fahrradkarte, Ausweis, etwas Geld, ein Cappy und mein Smartphone mitnehme, heißt es, dass ich wahrscheinlich länger wegbleiben werde. Das war gestern der Fall und ich radelte durch den wunderschönen frühen Sonntagmorgen, als wäre ich im Urlaub.

Unterwegs traf ich einen Bekannten. Wir begegnen uns selten, aber regelmäßig und meistens mitten in irgendeiner Landschaft, wo sonst niemand ist. So gab es für mich also als Bonus ein angeregtes Gespräch. Wir sprachen darüber, wie wir uns das Leben schön machen. Zum Beispiel mit ausgedehnten Spaziergängen und Fahrradrunden am Sonntagmorgen. Da waren wir uns einig und dann trennten sich unsere Wege wieder. Bis bald mal irgendwann irgendwo! Vielleicht am Strand? Der ist ja gar nicht sooooo weit weg…..

Nicht wichtig

Ich will Euch etwas erzählen, weiß aber nicht, was. Es passiert wenig und das, was passiert, hat keinen Nachrichtenwert für die Allgemeinheit. Dass ich eben meine Terrasse aus Versehen zwei Stunden lang hübsch gemacht habe, obwohl ich eigentlich mit dem Auto zum See fahren wollte, ist ja wohl nicht weiter erwähnenswert. Und wie schweißtreibend das war, auch nicht. Und dass ich jetzt völlig fertig bin, interessiert nur mich. Zum See, wenn überhaupt, reise ich heute Nachmittag! Zum großen Glück fehlt mir eigentlich nur noch ein Badesee oder ein Freibad, welche ich mit dem Rad erreichen könnte. Dann wäre ich mit Sicherheit jetzt aber da und nicht hier am PC!

Was ich über das Treiben im Lande denke, behalte ich auch lieber für mich. Absurdistan, das muss reichen.

Über meine aktuelle Lektüre mag ich auch nicht schreiben. Die Bücher (und Filme) von Sven Regener habe ich hier im Blog schon alle vorgestellt. Ich liebe Herrn Lehmann und Karl Schmidt mehr denn je, denn die haben aktuell mit mir nichts zu tun. Höchstens mit meinen Erinnerungen.

Ich denke, ich mache weiter so. Ich könnte vieles tun, sogar an Großveranstaltungen teilnehmen, aber ich muss das nicht. Ich kann mich weiter ohne zu hetzen und ohne Druck durch den Sommer treiben lassen. Nicht unbedingt wegen Pandemie, sondern wegen persönlicher Vorlieben. Und das an einem Montag zu schreiben, ist ja schon der reine Luxus.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

PS: Ach ja, meine Blumen blühen fleißig und die Nachbarin ist nicht erfreut über Kirschenklau!

Und es ist Sommer

Und es ist Sommer

Es ist Sommer

und ich bin noch 68

aber bald nicht mehr

das bedaure ich so sehr

und allen anderen

ist das ganz egal

und dem Draußen sowieso

also was bedeutet

schon eine Zahl?

Es ist Sommer

und ich träume

mir den so zurecht

dass er mir gefällt

und in dieser Traumwelt

gibt es keine Grenzen

und Alter ist ja so egal.

Auf meiner Radrunde hatte ich die ganze Zeit „Und es war Sommer“ im Kopf und sang das Lied so vor mich hin und änderte den Text und ich dachte daran, was fange ich denn damit an? Ja, es ist Sommer…..und ich bin noch 68.

Wenn Ihr jetzt den Textsinn und einen Zusammenhang sucht…..es gibt heute irgendwie keinen.😳

Spielen mit dem Mond

Vormittags bin ich zur Zeit im Haus und Garten ziemlich aktiv. Sogar die Fenster sind geputzt. Ich will ja keine Werbung machen, aber Euch doch erzählen, wie toll der neue Fenstersauger funktioniert. So sauber und glasklar habe ich meine Fenster noch nie hinbekommen. Bei aller Wischerei nicht. Weil meine Hände immer so dabei schmerzen, habe ich mir diesen Fenstersauger gegönnt. Natürlich muss ich noch an einigen Stellen ein paar Wassertropfen mit dem Lappen entfernen und die Rahmen machen sich auch nicht von alleine, aber mit diesem Fenstersauger geht alles doppelt so schnell. Ich werde mir das Bodenwischen nun auch mit einem passenden Gerät erleichtern. Nö, ich habe kein schlechtes Gewissen, ein klein wenig aber doch. Ich nutze die Geräte nicht allzu oft, damit beruhige ich mich und meine Hände freut´s.

Mein Naturgarten ist jetzt auch vom Gestrüpp befreit und Neues kann nachwachsen. Ich sitze auf der Gartenbank und freue mich, so fleißig gewesen zu sein.

Gestern schien der Mond so schön und ich knipste ihn.

Das Foto gibt die Schönheit des Junihimmels nicht wieder. Das ist klar. Es ist eben nur ein Bild. Aber ich kann damit etwas herumspielen und schon wird es interessant.

Realitäten lassen sich beliebig manipulieren. Und das wird ja auch überall gerne gemacht. Es steckt immer eine Wahrheit dahinter, aber diese ist unmöglich zu finden.

Und jetzt denke ich an das Höhlengleichnis von Platon, welches ich nie richtig verstanden habe, dem ich mich aber gedanklich nähere. Platons Höhlengleichnis | Wilhelms Space (wordpress.com) Und ich vermisse meinen Philosophischen Kreis, der mir aus Gründen abhanden kam. Alleine zu philosophieren macht wenig Spaß. Ich werde mich demnächst um mehr Geselligkeit kümmern.

Erstaunlich, wohin mich meine Gedanken beim Spielen mit dem Mond führen können. Und jetzt ist Schluss mit Denken, jetzt wird gemacht. Ich putze mein Badezimmer und säubere die Kacheln mit dem neuen Fenstersauger. Das ist auch wichtig!

Heiß hier

Heiß ist es hier und ich sitze drinnen. Schotten dicht-Hitze bleibt draußen. Das Tageslicht leider auch. Dauerdämmerung in der Stube ist aber auch ganz schön. Hier muss ich nicht tun, was ich nicht tun will, denn Dämmerlicht motiviert mich nicht. Ich lasse es ganz langsam angehen und zum Putzen habe ich so gar keine Lust. Heute, morgen und übermorgen gibt es Kartoffelsalat mit Gurke und Ei. Ich kann einfach keine kleineren Salatportionen herstellen. Eis habe ich auch noch. Konnte mich gestern ganz gut zusammenreißen und ich habe nicht alles auf einen Schlag vertilgt, auch wenn ich es am liebsten getan hätte. Aber heute gibt es kein Erbarmen! Heute gibt es Resteeis.

Ich bin froh, dass ich die meisten Geschenke beisammen habe. Im Juni und Juli hat fast die ganze Familie Geburtstag. Nur mein jüngerer Sohn tanzt aus der Reihe, er ist Waage. Waage unter lauter Krebsen, auch nicht immer leicht. Vielleicht gibt es in diesem Jahr wieder ein kleines Krebs-Familientreffen-mit-Waage.

Früh morgens oder spät abends drehe ich meine Radrunde. Dann ist es mit 29 Grad doch ganz angenehm, wenn man den Fahrtwind mitrechnet.

Meine Lieblingskuhherde hat wieder Zuwachs bekommen und warum die Graue beim Grasen vorne kniet, erschließt sich mir nicht. Sie tut es aber. Immerzu!

Weit weit weg

Vor ein paar Tagen radelte ich sehr früh los. Ich wollte die übliche Radrunde absolvieren, aber mein Fahrrad hatte andere Pläne. Und so fuhr ich immer weiter und weiter. Urlaubsgefühle und Abenteuerlust machten mich froh und am besten war das Pferd mit Pony und Zöpfen. Meine Phantasie gaukelte mir Schweden vor. Aus Spaß war ich in Schweden, meinem Sehnsuchtsort. Am Wegesrand genossen zwei echte Touristen mit Kaffeebechern in den Händen auf Campingstühlen vor ihrem Auto sitzend die Weite und Landschaft. Und ich genoss meine kleine Freiheit zu sein, wo ich sein wollte und suchte stille Wege. Und später war ich glücklich wieder zu Hause und dachte, dass ich jetzt aber mal richtig weit weg gewesen bin. Fast in Schweden. Aber auf meiner Fahrradkarte sah ich dann, es waren nur ein paar Zentimeter!

Zehn Jahre

Und jetzt lebe ich die Zeit der Zufriedenheit.

Ich gönne mir eine Tablette gegen die Schmerzen und schon erwachen meine Lebensgeister. Ich fahre meine verlängerte Radrunde am frühen Morgen und streife anschließend durch meinen kleinen Garten. Ich denke, dass ich alles habe, was mir wichtig ist. Also fast alles. Etwas fehlt, aber ich weiß nicht so recht, was das sein könnte. Es ist so eine vage Vorstellung von Gemeinsamkeit, die ich nicht recht einordnen kann. Denn meine Lust auf Veränderungen verschwindet sofort, wenn ich konkret werden will. Also ist doch alles gut, wie es ist.

Mein Garten ist klein, aber er bietet mir so viel! Mein Gärtchen und ich sind im Laufe der Jahre zusammengewachsen. Er ist mein Ruheort und meine Heimat.

Vor zehn Jahren habe ich meinen Mann und mein eigenes Haus verlassen und bin hier eingezogen. Oh ja, das war einer der schlimmsten Tage meines Lebens. Das hier war fremd und hatte nichts mit mir zu tun. Es dauerte Jahre, bis ich mich an das Alleinsein und an dieses Reihenhaus gewöhnte. Und jetzt kann ich es kaum fassen, dass schon zehn Jahre vorbei sein sollen. Es hat sich so viel verändert. Ich habe viel erlebt. Ich bin gewachsen. Es war nicht leicht, hier anzukommen, in meine Zufriedenheit. Aber jetzt bin ich da!

PS: Ich sehe gerade: Hier gibt es noch ein Jubiläum:

  1. Errungenschaft: 5. JahrestagGlückwunsch zum Jahrestag mit WordPress.com! Du hast dich vor 5 Jahren auf WordPress.com registriert.Danke für dein Vertrauen. Weiter viel Erfolg beim Bloggen!

Das ist witzig. Zur Halbzeit sozusagen begann ich mit dem Bloggen. Dies war und ist ein wichtiges Element meiner Zufriedenheit! Viele von Euch begleiten mich schon seit fünf Jahren! Danke dafür💐!