Privat

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Nach dem Sturm

„Zum Glück ist alles wie immer“, dachte ich, als ich am Tag danach aus dem Fenster blickte. Doch als ich durch den Garten schlenderte, wunderte ich mich und konnte es im ersten Moment gar nicht verstehen, was ich da sah. Wieso hängt jetzt das Vogelhäuschen meiner Nachbarin plötzlich auf meiner Seite?

Ich begutachtete die Situation genauer und fand, dass ihr alter Flieder sich irgendwie gesenkt und gedreht haben muss. Er steht nicht mehr so richtig, sondern liegt schon fast. Und ein Ast mitsamt Häuschen hat sich meinen Garten ausgesucht.

Mein Frosch aus Gusseisen, den ich beim Einsammeln der Gartendeko vergaß, hat sich auch gedreht.

Das alles ist nicht schlimm und kann behoben werden. Mein Nahdransohn berichtet vom Verlust eines Apfelbaumes, der aber „günstig fiel“ und keinen Schaden weiter anrichtete. Zum Glück ist bei meinen Lieben fast nichts passiert. Hätte aber. Ist ja auch. Ein junger Mann ist hier in der Nähe vorgestern gestorben, weil ein Baum auf sein Auto stürzte.

Es war eine unheimliche Nacht voller Ungewissheit. Meine Freundinnen waren am nächsten Tag ähnlich erschöpft wie ich und berichteten von kleineren Sturmschäden.

Gleichzeitig schickt mir eine andere gute Freundin, die sich gerade auf einem Kreuzfahrtschiff am Polarkreis befindet, wunderbare Fotos und schwärmt vom herrlichen Polarlicht und Sonnenaufgängen. So ist es in der Welt und meine bitterbösen Gedanken dazu behalte ich lieber für mich……

PS: Heute Nacht ist der nächste Sturm angesagt. Der Frosch wird vorsichtshalber in Sicherheit gebracht und was aus dem alten Flieder wird, kann ich noch nicht wissen.

Wie es mir gefällt

Wenn es draußen vorwiegend kalt-windig-nass-grau-braun-unfreundlich ist, die Sonne nicht scheint und sich die Welt so unwirtlich zeigt, dann kann ich es wahrnehmen, mir eine Meinung bilden, etwas unternehmen oder auch nicht und mich dann anderen Dingen zuwenden.

Ich kann mir die Lage natürlich auch schönreden.

Das bringt mir aber nicht viel, denn es ist anstrengend, etwas zu suchen und zu denken, was nicht ist. Egal, wie sehr ich mich bemühe, draußen bleibt es vorwiegend kalt-windig-nass-grau-braun-unfreundlich und das hat ja manchmal auch seine schönen Seiten, wenn ich genauer hinsehe. Und mich warm anziehe, sobald ich der Realität begegnen will.

Oder ich mache es ganz anders, bleibe für eine Weile drinnen und schaffe mir die Welt, so wie sie mir gefällt.

Von Glaubenssätzen und Wunschmännern

Von Glaubenssätzen und Wunschmännern

Nachdem mich mein Bett mit einem unverschämten Knarren um 2.47 Uhr weckte, stand ich auf und suchte die Ursache. Ich fand diese und dann machte das Bett keine Geräusche mehr, was mir auch wieder nicht gefiel und mich wach hielt. Ich probierte alles mögliche, drehte und wendete mich, aber es blieb still. Und dann schlief ich wohl wieder ein, denn ich wachte erst am helllichten Vormittag wieder auf.

Nachdem ich mein Tagewerk vollbrachte, überlegte ich, was ich Euch heute berichten könnte, das sich nicht so nach MIMIMI anhört. Ja, ich bin viel allein und manchmal bin ich genervt, weil ich nicht weiß, ob ich überhaupt noch kompatibel bin. Der Gedanke, dass ich so schwierig und anstrengend sei, dass es niemand mit mir lange aushält, macht sich breit und grinst mich an. Ich grinse zurück und sage: „Du bist nur ein Gedanke und ich nenne Dich ab heute Elfriede. Also, Elfriede, was hast du mir zu sagen?“ Elfriede zieht sich erschrocken zurück und ich sortiere die anderen Gedanken, die sich ohne Elfriede freier entfalten können.

Ja, ich verliere Freunde und Verwandte aus den Augen, weil sie mit mir nicht mehr zurechtkommen oder ich nicht mehr mit ihnen. Es passt einfach nicht mit uns. Die Gründe und Ursachen sind längst bekannt. Manchmal ist es gut, dann auch wirklich aufzuräumen. Manchmal ist es besser, eine Tür offen zu halten.

Und ja, im Moment herrscht die „tote Hose“. Das ist so und ich übe mich in Geduld. Es wird besser. Bald kann ich wieder im Garten werkeln. Bald gibt es vielleicht wieder Volkshochschulkurse oder Veranstaltungen im Mehrgenerationenhaus, die ich unbeschwert besuchen will. Bald, also im Sommer, reise ich mit Söhnen und ihren Freundinnen nach Dänemark. Das wird schön und ich vertraue darauf, dass wir das tatsächlich machen. Das Leben wird wieder bunter und ich bin fest entschlossen, mich von der Gegenwart nicht unterkriegen zu lassen.

Ich kann ja im Prinzip gut mit mir alleine zurechtkommen. Innen herrscht ja immer reges Leben. Im Moment sortiere ich auch da und suche in geheimen Ecken nach Glaubenssätzen, die mir nicht gefallen. „Liebe muss ich mir verdienen.“, „Ich muss mich anpassen, um liebenswert zu sein.“, „Frauen sind nur hübsch, wenn sie schlank sind.“, „Ich bin selbst schuld, dass ich krank bin.“, „Ich muss immer aktiv sein.“, „Nur wer zu tun hat, ist wichtig.“, „Niemand liebt mich.“, „Eine Frau ohne Mann ist nur halb.“, „Ich bin keine gute Mutter, wenn ich nicht selbst backe.“, „Ordnung ist das halbe Leben.“ oder auch „Nur perfekt ist gut genug.“ sind solche Glaubenssätze, die ich meinen könnte. Ich lese gerade das Buch: „Die Erfindung der Hausfrau-Geschichte einer Entwertung“ von Evke Rulffes. (https://www.swr.de/swr2/literatur/evke-rulffes-die-erfindung-der-hausfrau-geschichte-einer-entwertung-100.html) und muss manchmal schmunzeln, weil ich mich ertappt fühle, obwohl ich nie eine „Hausfrau“ war. Ich verdiente immer mein eigenes Geld und steuerte später den größten Teil unseres Familieneinkommens bei. Ohne meine erwerbstätige Arbeit hätten wir uns z.B. kein Haus leisten können. Und trotzdem, ja ich muss es mir eingestehen, diese blöden versteckten Glaubenssätze plappern und die Vernunft hält sich die Ohren zu.

Und sonst? Ich suche nach Typen wie Jan Georg Schütte und Bjarne Mädel für meinen Freundeskreis. Falls ihr solche übrig habt, bitte bei mir abgeben!

Und weil wir schon dabei sind: Ich empfehle an dieser Stelle und zum zweiten Mal im Regenbogen die Serie „Kranitz-bei Trennung Geld zurück“ : https://www.ardmediathek.de/sendung/kranitz-bei-trennung-geld-zurueck/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI3/1/

Ich war selbst einmal ausgebildete Ehe-und Lebensberaterin und erkenne so einige Methoden wieder, die ich damals lernte und übte, aber niemals so schlau und gewinnbringend wie der Kranitz umsetzen konnte.

Ach ja, wenn die Gegenwart gerade keine Lust zum Lustigsein hat, so gibt es zum Glück noch den Flimmerkasten und die Phantasie. Und in die ziehe ich mich zurück, bis die ersten fröhlichen Typen bei mir klingeln, weil Ihr sie mir geschickt habt!

Ich danke Euch im Voraus und verbleibe mit freundlichem Gruß Regine, die Holle vom Regenbogen🌈!🥰

Schwungrad

Schwungrad

Die Versuche, knarrende Betten und wackelnde Klodeckel in meinem Sinne zu beeinflussen, scheitern kläglich. Immer wieder versuche ich, die Oberhand zu gewinnen, aber die Dinge lachen mich aus und knarren und wackeln weiter vor sich hin.

Dagegen erfreut mich ein netter Mitarbeiter vom Gesundheitsamt am Telefon mit der Erklärung, dass ich doch eine dritte Impfung brauche, um als geboostert zu gelten. Bisher dachte ich, ich wäre das schon längst, denn meine erste war von Johnson & Johnson. Da brauchte ich ja keine zweite. Na gut, egal, momentan will ich sowieso nicht unter die Leute. Ich rufe also beim Hausarzt an und bekomme einen Termin für Ende Februar. Vielleicht gerade rechtzeitig, um die „Vierte“ nicht zu verpassen.

Ich habe damit das Gefühl, ich hätte für heute schon richtig viel geschafft, denn mein inneres Schwungrad braucht immer mehr Zuspruch, um sich weiter zu drehen. Es scheint mehr Energie zu brauchen, als es momentan bekommt. Ich fühle mich schon mit kleinen Vorhaben, wie zum Beispiel Einkaufen, Sport und Bewegung, Radfahren, die Wohnung einigermaßen in Ordnung zu halten, mir Themen für den Blog auszudenken und die gelbe Tonne rechtzeitig rauszustellen, ziemlich gefordert. Zwei Termine im Januar beim Zahnarzt und der Heilpraktikerin, vielleicht noch einer mit meinem NahdranSohn, scheinen schon erfüllend genug zu sein. Ob das nun am Wetter, an der Jahreszeit, an der Pandemie, an meinem Rheuma oder an mir liegt, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass es vielen Menschen ähnlich ergeht und insofern bleibe ich geduldig, lasse das innere Schwungrad langsamer laufen und finde mich ab. Und mit dem Abfinden finde ich mich auch ab, denn das ist schon anstrengend genug, auch ohne dagegen anzukämpfen.

Im Außen passiert also wenig, im Innen dagegen tobt das Leben. Es herrscht Aufruhr und will sich neu sortieren. Gut, das lasse ich gerne zu.

So, und jetzt koche ich mir ein Süppchen und wahrscheinlich begebe ich mich nach dem Essen ins Grau da draußen und fahre meine Radrunde. Ich habe wenig Lust dazu, aber ich weiß: Damit fülle ich meine Batterie ein wenig auf. Das muss sein, denn sonst bleibt das Schwungrad eines Tages ganz stehen und ich verdorre vor dem Netflix!😉

Advent 21✨

Advent 21✨

Wie kann ich jetzt in den Advent einsteigen und mich auf Weihnachten freuen? Wie geht das mit der Marzipan- Lichterglanz- Engel- Wichtel- Gemütlichkeit? Rituale vermitteln ein wenig Geborgenheit und so folge ich ihnen auch in diesem Jahr. Mein Adventsgesteck steht auf dem Tisch, der neue Adventskalender hält sich bereit und ein paar Engel leisten mir Gesellschaft. Lichterketten sowie mein roter Herrnhuter- Stern hängen draußen und nun ist es auch erst einmal genug mit der Schmückerei.

Ich mache es mir weiterhin gemütlich. Ich werde im Advent 21 mit allem so weitermachen wie bisher und natürlich auch meinen Blog bedienen, vielleicht sogar mit einem aktuellen Adventskalender. Mal sehen, ob mir täglich etwas Neues einfällt. Und ich werde gleich damit beginnen, etwas zu lernen, was ich noch nicht kann, nämlich Patiencen legen. Ich habe mir Spielkarten besorgt und ein Buch mit Anleitungen. Das wird mich stundenweise beschäftigen und mir vielleicht auch Erfolgserlebnisse verschaffen.

Es ist für mich gerade nicht die schönste Zeit des Jahres, aber es ist okay.

Wie es mit Weihnachten wird, kann ich heute noch nicht wissen, auch wenn schon alles geplant und abgesprochen ist. Wir werden sehen.

Ich hoffe, dass meine Lieben gesund bleiben und eine Freundin, die es erwischt hat, keinen schweren Verlauf durchmachen muss. Ich kann so wenig für sie tun.

Ich denke, Euch geht es nicht viel anders. Alles nicht so leicht, oder? Es ist beängstigend, wenn ich ehrlich bin. Aber was können wir tun, außer es uns im Rahmen der Möglichkeiten gut gehen zu lassen? Ich wünsche Euch in diesem Sinne ein schönes Wochenende und einen entspannten Einstieg in die Adventszeit.

✨🎍✨

Schongang

Gestern wurde ich zwecks Auffrischung geimpft. Diesmal nicht im Impfzentrum, sondern beim Hausarzt und das war viel angenehmer. Er erzählte, was er sich anhören muss von Freunden und Fremden, weil er eben tut, was er tut. Ich dankte ihm, dass er tut, was er tut.

Eine andere Ärztin hängt ein Schild an ihre Praxistür: Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte sind herzlich willkommen. Wenn mir jemand vor zwei Jahren erzählt hätte, dass so etwas im November 2021 möglich sein wird, ich hätte es nicht glauben wollen.

QiGong nur noch für Geimpfte und Genesene, ab nächster Woche nur noch 2G+. Egal, heute gehe ich sowieso nicht hin. Ich bin schlapp und mein Arm tut weh. Ist aber alles gut erträglich, weil ich zu Hause bleibe und mich weiterhin schone. Ich schone allerdings schon seit einer Woche! Oder seit einem Jahr? Ich lebe im gemütlichen Schongang, der einen, gut erträglichen Seite der Pandemie. Genau, so fühle ich mich.

Ein wenig Abwechslung bringt mein neuer Adventskalender, der gut zu meiner alten Deko passt. Hier seht Ihr die Grundausstattung. Bis Weihnachten kommen vielleicht so nach und nach noch die Engel dazu. Mein inneres Kind will das so.

Draußen sind die Lichterketten und mein Außenstern angebracht und erhellen die Novembernacht. Auch die Nachbarschaft tut das und das ist schön. Allerdings wird die Pracht von nur wenigen Menschen gesehen, denn kaum jemand will hier abends auf dem Gehweg gehen.

Gestern Nachmittag sah ich mir die glücklichen Sechs im Fernsehen an, die in den Startlöchern stehen und glücklich mit sich sind. Ich muss immer ein wenig über den Lindner schmunzeln, ich weiß auch nicht warum. Er kann ja nichts dafür. Irgendwann wurde mir die Pressekonferenz aber langweilig und ich ging zu Netflix über. Ich wollte Weihnachtliches und wurde fündig: Weihnachten zu Hause – Wikipedia. Die erste Staffel ist fast in einem Rutsch durchgelaufen und ich fand: So sollte es sein mit der Weihnachtszeit. Ach mein Sohn, ich danke Dir noch einmal für die Idee, mir Netflix zu spendieren. Ist genau richtig jetzt in dieser Zeit.

Ja. Nein, mehr gibt es nicht zu erzählen, nur dass meine Marzipankartoffeln, die ich mir für Sonntag aufheben wollte, schon wieder alle sind. Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte…….Kann es sein, dass hier einer schuldbewusst aus der Wäsche guckt?

Noch….

Nun heißt es bald Abschied nehmen. Ich genieße meinen kleinen Garten jeden Tag und freue mich, dass sie noch so fleißig blühen. Demnächst setze ich hundert Tulpenzwiebeln und dann bin ich fertig mit diesem Jahr. Also, dem Gartenjahr. Mit 2021 schließe ich noch lange nicht ab. Vielleicht, wer weiß, wird die dunklere Jahreszeit noch richtig, richtig gut.

Zimmerreisen 9: T wie Teufel und Troll.

Ehrgeizig bin ich ab und zu. Die „Zimmerreisen“ fordern mich heraus. Ich möchte die Aufgabe vollständig erledigen und mich durch das ganze Alphabet buchstabieren. Puzzleblume lädt zur 9. Zimmerreise ein: https://puzzleblume.wordpress.com/?s=zimmerreisen+9. Heute geht es um das T.

Nicht nur Engel und lustige Frösche sind Teil meines Lebens, sondern auch Hexen, Teufel und ein Troll. H ist nicht dran, also geht es in dieser Zimmerreise nur um den Teufel und um meinen allerliebsten Troll. Man erkennt: beide sind schon arg lädiert, staubig, zerbrochen und wieder geklebt. Sie sind einfach unersetzlich!

Der Teufel hatte als Teilnehmer im Adventskalender am 13. Dezember 2016 hier auf dem Regenbogen schon einmal das Wort. Er darf noch mal und los geht´s, auch wenn noch keine Weihnachtszeit ist. Aber T ist dran! Sorry.

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Ich bin nicht das geworden, was ich einmal werden sollte. Dieses Trauma begleitet mich ein Leben lang. Ich will mich bei Euch aussprechen, mein Therapeut ermuntert mich dazu. Er sagt, das kann helfen.

Also erzähle ich Euch jetzt meine Geschichte.

Ich kann mich noch genau erinnern. Ich war damals ein Hamburger Klumpen Ton. Ich wartete wochenlang ungeduldig darauf, mich zu verändern. Dann kam sie endlich, meine Verwandlerin, Frau Holle, wie sich Regine ja gerne ab und zu nennt. Gerade mal zwanzig süße Jahre alt. Schlank und rank und faltenlos. Sie besuchte zusammen mit ihrer Freundin einen Töpferkurs. Es war kurz vor Weihnachten und die beiden wunderschönen, fröhlichen und tatkräftigen jungen Frauen beschlossen, sich jede einen Engel zu formen. Frau Holle, die Holde, nahm mich in ihre warmen Hände, klopfte, schlug und knetet mich, bis ich weich wie Wachs in ihren Händen lag und darauf wartete, mich in einen Engel zu verwandeln.

Frau Holle machte und tat, klopfte und knetete, formte und verwarf. Ich wollte nicht gelingen. Ihre Freundin war schon lange fertig und hatte einen wunderbaren Engel vor sich stehen. Auf Frau Holles Stirn sammelten sich drei Schweißperlen. Ein letztes Mal knüllte sie mich zusammen und sagte: „Na gut, Engel will nicht gelingen. Vielleicht geht Teufel besser.“ Und sie knetete und formte und zack….bumm….bang saß ich vor ihr. Als wunderschöner Teufelsbraten war ich auf Anhieb richtig gut geraten!

Seitdem sitze ich im Dezember zwischen den Weihnachtsengeln. Sie haben mich in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Sie finden mich spannend. Männer sind natürlich Mangelware in ihrer Zunft. Nun ja, wenn sie wüssten, dass mein Schweif eigentlich aus verrutschten Flügeln besteht und ich tief in mir eine Engelsseele habe, dann würden sie aber….dann würden sie wirklich….äh….dann würden sie aber staunen!

Gibt es irgendwo da draußen Kollegen, denen es ähnlich ergangen ist? Meldet Euch, dann könnten wir eine Selbsthilfegruppe gründen. Das wäre so schön!

Merke: Hamburger Ton ist manchmal unberechenbar. Manchmal ist das Außen anders als das Innen. Frau Holle war auch mal jung und Teufel sind gar nicht so schlimm.

Nein, nein, wir wollen jetzt noch nicht an Weihnachten denken und diese Geschichte zügig wieder vergessen!

Und jetzt zum Troll:

Vor 65 Jahren brachte mir mein Vater einen Troll aus Schweden mit. Lange war der Troll verschollen und eines Tage ist er nach einem Umzug wieder aufgetaucht. Ich freute mich so! Nun steht er herum und erinnert mich an meinen Vater und an meinen Sehnsuchtsort Schweden. Bis heute war ich noch nicht dort. Aber vielleicht kommt es doch einmal dazu und dann werde ich nach echten Trollen Ausschau halten. Ich denke, ich werde sie mögen.

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