Noch….

Nun heißt es bald Abschied nehmen. Ich genieße meinen kleinen Garten jeden Tag und freue mich, dass sie noch so fleißig blühen. Demnächst setze ich hundert Tulpenzwiebeln und dann bin ich fertig mit diesem Jahr. Also, dem Gartenjahr. Mit 2021 schließe ich noch lange nicht ab. Vielleicht, wer weiß, wird die dunklere Jahreszeit noch richtig, richtig gut.

Zimmerreisen 9: T wie Teufel und Troll.

Ehrgeizig bin ich ab und zu. Die „Zimmerreisen“ fordern mich heraus. Ich möchte die Aufgabe vollständig erledigen und mich durch das ganze Alphabet buchstabieren. Puzzleblume lädt zur 9. Zimmerreise ein: https://puzzleblume.wordpress.com/?s=zimmerreisen+9. Heute geht es um das T.

Nicht nur Engel und lustige Frösche sind Teil meines Lebens, sondern auch Hexen, Teufel und ein Troll. H ist nicht dran, also geht es in dieser Zimmerreise nur um den Teufel und um meinen allerliebsten Troll. Man erkennt: beide sind schon arg lädiert, staubig, zerbrochen und wieder geklebt. Sie sind einfach unersetzlich!

Der Teufel hatte als Teilnehmer im Adventskalender am 13. Dezember 2016 hier auf dem Regenbogen schon einmal das Wort. Er darf noch mal und los geht´s, auch wenn noch keine Weihnachtszeit ist. Aber T ist dran! Sorry.

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Ich bin nicht das geworden, was ich einmal werden sollte. Dieses Trauma begleitet mich ein Leben lang. Ich will mich bei Euch aussprechen, mein Therapeut ermuntert mich dazu. Er sagt, das kann helfen.

Also erzähle ich Euch jetzt meine Geschichte.

Ich kann mich noch genau erinnern. Ich war damals ein Hamburger Klumpen Ton. Ich wartete wochenlang ungeduldig darauf, mich zu verändern. Dann kam sie endlich, meine Verwandlerin, Frau Holle, wie sich Regine ja gerne ab und zu nennt. Gerade mal zwanzig süße Jahre alt. Schlank und rank und faltenlos. Sie besuchte zusammen mit ihrer Freundin einen Töpferkurs. Es war kurz vor Weihnachten und die beiden wunderschönen, fröhlichen und tatkräftigen jungen Frauen beschlossen, sich jede einen Engel zu formen. Frau Holle, die Holde, nahm mich in ihre warmen Hände, klopfte, schlug und knetet mich, bis ich weich wie Wachs in ihren Händen lag und darauf wartete, mich in einen Engel zu verwandeln.

Frau Holle machte und tat, klopfte und knetete, formte und verwarf. Ich wollte nicht gelingen. Ihre Freundin war schon lange fertig und hatte einen wunderbaren Engel vor sich stehen. Auf Frau Holles Stirn sammelten sich drei Schweißperlen. Ein letztes Mal knüllte sie mich zusammen und sagte: „Na gut, Engel will nicht gelingen. Vielleicht geht Teufel besser.“ Und sie knetete und formte und zack….bumm….bang saß ich vor ihr. Als wunderschöner Teufelsbraten war ich auf Anhieb richtig gut geraten!

Seitdem sitze ich im Dezember zwischen den Weihnachtsengeln. Sie haben mich in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Sie finden mich spannend. Männer sind natürlich Mangelware in ihrer Zunft. Nun ja, wenn sie wüssten, dass mein Schweif eigentlich aus verrutschten Flügeln besteht und ich tief in mir eine Engelsseele habe, dann würden sie aber….dann würden sie wirklich….äh….dann würden sie aber staunen!

Gibt es irgendwo da draußen Kollegen, denen es ähnlich ergangen ist? Meldet Euch, dann könnten wir eine Selbsthilfegruppe gründen. Das wäre so schön!

Merke: Hamburger Ton ist manchmal unberechenbar. Manchmal ist das Außen anders als das Innen. Frau Holle war auch mal jung und Teufel sind gar nicht so schlimm.

Nein, nein, wir wollen jetzt noch nicht an Weihnachten denken und diese Geschichte zügig wieder vergessen!

Und jetzt zum Troll:

Vor 65 Jahren brachte mir mein Vater einen Troll aus Schweden mit. Lange war der Troll verschollen und eines Tage ist er nach einem Umzug wieder aufgetaucht. Ich freute mich so! Nun steht er herum und erinnert mich an meinen Vater und an meinen Sehnsuchtsort Schweden. Bis heute war ich noch nicht dort. Aber vielleicht kommt es doch einmal dazu und dann werde ich nach echten Trollen Ausschau halten. Ich denke, ich werde sie mögen.

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Zimmerreisen 9: S wie Stickbild

Ehrgeizig bin ich ab und zu. Die „Zimmerreisen“ fordern mich heraus. Ich möchte die Aufgabe vollständig erledigen und mich durch das ganze Alphabet buchstabieren. Puzzleblume lädt zur 9. Zimmerreise ein: https://puzzleblume.wordpress.com/?s=zimmerreisen+9. Heute ist der Buchstabe S an der Reihe.

Früher stickte ich, wann immer ich Zeit hatte. Tischdecken, Bilder, Kissenhüllen, Lesezeichen, Handtücher und alles mögliche stellte ich mit großer Geduld fertig. Oft besorgte ich mir Fertigpackungen: Muster waren aufgedruckt und genügend Stickgarn lag immer bei. Ich entwarf aber auch selbst die Motive.

Eines Tages wurde ich schwanger. Ich wollte mich belohnen und bis zur Geburt etwas Schönes sticken. Also bestellte ich mir im Handarbeitsladen ein großes Stickbild. Es hieß „Puppenhaus“ und sollte dann später im Kinderzimmer hängen. So stellte ich mir das jedenfalls vor.

Als ich die Ware abholte, viel Geld bezahlte und das Paket zu Hause öffnete, erschrak ich sehr. Ich fand Stickgarn in vielen, vielen Farben, eine kleine Sticknadel und ein Stück Leinen (40cm x 50cm) . Dazu eine Anleitung. Ich hielt ein kompliziertes, sehr kompliziertes Abzählmuster in den Händen. Ach je, ich wusste gar nicht, ob ich zu so etwas fähig war. Am liebsten hätte ich das Ganze verschenkt. Aber ich kannte niemanden, der dazu Lust gehabt hätte. Darum machte ich mich ans Werk, denn das Geld wollte ich nicht umsonst ausgegeben haben.

Ich vergrößerte zuerst das Abzählmuster und arbeitete mich dann ganz allmählich ein. Winzige Kreuzstiche setzten sich nach und nach zu einem Bild zusammen. Fernsehen oder Hörbücher nebenbei waren nicht möglich. Ich musste mich ganz auf meine Arbeit und das Abzählen konzentrieren. Bis zum Geburtstermin wurde der Vorgarten und die äußere Mauer fertig. Auch die Schornsteine waren gebaut und die Tannenbäumchen gepflanzt. Dann legte ich die Handarbeit zur Seite, bis mein Sohn ein Jahr alt und ich nicht mehr so müde war.

Ich stickte also weiter, wurde wieder schwanger und wusste, dass die Zeit nicht reichen würde, um das „Puppenhaus“ für das Kinderzimmer fertigzustellen. Nach der Geburt gab es wieder eine lange Schaffenspause. Ich stickte leichtere Bilder, die schneller fertig wurden und nicht abgezählt werden mussten. Wir zogen von Föhr in das Wendland und irgendwann stickte ich dort weiter. Und stickte und stickte einige Jahre lang. Mit Unterbrechungen, aber ich stickte mich bis zur Fertigstellung tapfer durch die Zeit.

Ich ließ meine fertige Stickerei eines Tages rahmen und war sehr stolz auf mich.

Heute hängt das Bild im Flur. Jeder Mensch sieht es, sobald er meine Wohnung betritt. Die meisten Leute wissen wohl nicht, dass es eine Stickerei ist. Man muss schon nah herantreten, um zu erkennen, dass es sich um eine Handarbeit handelt. Um meine Handarbeit! Wie sorgfältig habe ich gezählt. Ab und zu musste ich wieder auftrennen. Ein Fehler ist geblieben, aber ich verrate natürlich nicht, wo der steckt. Ich freue mich selbst gerade sehr, dass mein „Puppenhaus“ hier auf dem Regenbogen einmal gewürdigt wird. Staunend stehe ich davor und betrachte es nach langer Zeit wieder ausgiebig.

Dieses Teil unter Glas zu fotografieren ist nicht einfach. Die Fotos sind nicht so toll geworden. Ich zeige sie trotzdem. Vielleicht könnt Ihr ahnen, warum ich so viele Jahre bis zur Fertigstellung brauchte.

Heute kann ich mit meinem Arthrosehänden leider nicht mehr sticken. Ich kriege es einfach nicht mehr akkurat hin. Aber ich erinnere mich gerne an die Zeit, die ich mit dem Stickrahmen, Nadel und Faden verbrachte. Abgezählt habe ich allerdings nur einmal, aber das ganz schön lange!

Endlich wieder!

Endlich wieder!

Heute begann endlich wieder unser Qigong-Kurs und es war so erfrischend, nach einem Jahr Zwangspause etwas in einer Gruppe zu tun! Und morgen besuchen mich drei Freundinnen, die ich so furchtbar lange nicht gesehen habe. Nächste Woche ist ein ganzes Wochenende gefüllt mit Familienaufstellungen. Übernächste Woche kommt mein Berliner Sohn und mein zweiter Sohn auch. Das soziale Leben nimmt wieder Fahrt auf. Das fühlt sich so lebendig an.

Der Sommer verabschiedet sich allmählich und der Herbst übernimmt. Und das ist auch gut so!

Zugewinn

Eine Sonnenblume hat sich gut entwickelt. Ich kenne sie von klein auf. Ich legte den Samen in die Erde und goss sie anfangs regelmäßig. Wie sie wuchs und später ihr Köpfchen zur Sonne drehte, morgens so und abends guckte sie in die entgegengesetzte Richtung, berührte mich. Sie war spät dran, aber ich glaubte an sie und als ich eines Tages am frühen Morgen aus meinem Schlafzimmerfenster sah, stand sie in voller Blüte:

Nun ist sie erwachsen und blickt immer in dieselbe Richtung.

Ich empfinde meine einzige große Sonnenblume als ausgesprochen freundlich. Ich begrüße sie gedanklich morgens und schaue dann ab und zu nach ihr.

Ich habe fast oder tatsächlich eine emotionale Beziehung zu meiner Blume aufgebaut. Wie ist das möglich? Ich kenne das so nicht. Werde ich jetzt etwas wunderlich😳? Sind das Auswirkungen des Alleinlebens, der Pandemie oder des Alterns? 😉

Nein, zum Glück nicht.🌻

Vorgestern sah ich, ließ mich berühren und verstand: https://www.zdf.de/filme/dokumentarfilm-in-3sat/das-geheime-leben-der-baeume-104.html. Nun weiß ich genau, das ich scheinbar nur alle meine Sinne öffne und wahrnehme, was ich bisher nicht kannte. Das ist ein emotionaler Zugewinn und kein Verlust meines Verstandes.👍

Der Griff ins Leere

Will ich schon aufwachen? Wie spät ist es? Ah, sechs Uhr. Viel zu früh. Also einmal Klo und dann weiterschlafen. Schließlich ist Urlaub. Oder Rente. Je nachdem, ob ich noch Lust auf Urlaub habe. Mir fällt gar nichts mehr ein, was ich urlaubsmäßig tun könnte, was mir rentenmäßig nicht zustehen würde. Ist doch irgendwie dasselbe.

Will ich jetzt munter werden? Kurz nach acht. Doch ja, jetzt werde ich wach! Steifbeinig, weil die Gelenke noch herumzicken, watschle ich ins Bad, bevor ich die Treppe nach unten bewältige, um die Zeitung aus dem Kasten zu holen, mir einen Kaffee zu machen und mit Kaffeebecher und Zeitungslektüre wieder ins Bett zu wanken.

Ich gucke durch das Türfenster, ob die Luft rein ist. Ich wohne in einem Reihenhaus, bin also direkt auf der Straße zu sehen, sobald ich die Haustür öffne. Ich gucke vorher, wenn ich noch so aussehe, wie ich jetzt ausehe. Keiner da? Kann ich mich im Schlafanzug und mit Strubbelhaaren vor die Tür wagen? Ja geht. Kaum bin ich draußen, klopfen die zwei kleinen Jungen von drüben ans Küchenfenster und winken begeistert über die Straße. Mist, erwischt! Tapfer winke ich zurück und greife nach meiner Zeitung, die in ihrem Zeitungsfach am Postkasten auf mich wartet. Und ich greife ins Leere. Keine Zeitung.😳

Ich schließe die Haustür und öffne sie gleich wieder. Nö, tatsächlich keine Zeitung! Auch keine, die herunter gefallen ist. Kann doch nicht sein. Es ist doch sonst immer eine Zeitung da!😲

Völlig fertig (😉) gehe ich in die Küche und koche Kaffee. Dann gucke ich vorsichtshalber doch noch mal nach der Zeitung. Vielleicht habe ich sie übersehen in meiner Müdigkeit und mit all dem Gewinke.

Nein. Ein Morgen ohne Zeitung! An einem Donnerstag! Könnt Ihr Euch eigentlich vorstellen, wie verstörend das sein kann?(😉) Ich brauche meine Routine und zu ihr gehört die Zeitung am Morgen. Also, sonntags nicht, aber sonst immer. Immer.

Ohne Routine ist Mist! Wieso keine Zeitung? Was haben die sich dabei gedacht? Dieses Rätsel werde ich im Bett nicht lösen. Aber Kaffee kann ich trinken und im Buch lesen geht auch. Bis ich bereit bin aufzustehen und mich den Anforderungen des Tages zu stellen. Heute liegt nichts an. Ach doch, ja, natürlich! Eine Aufgabe hat sich ergeben: Ich muss eine Zeitung holen. Ich radle also zur Redaktion und bekomme dort meine Zeitung ausgehändigt. 😁

Und dann ist meine Welt wieder in Ordnung. Ich lese heute nicht im Bett, sondern auf der Terrasse, was sich im Landkreis, in Niedersachsen und auf der Welt ereignet hat. Später überlege ich, warum ich so viel Wert auf eine Papier-Zeitung lege. Sollte ich sie nicht doch endlich online lesen, so wie es sich gehört, wenn man nicht wie aus der Zeit gefallen erscheinen möchte? Mit einem Online-Abo könnte ich jederzeit und überall aktuelle Nachrichten abfragen. Jederzeit und immer aktuell, wenn ich wollte. Eigentlich will ich das gar nicht! Aber wäre das nicht auch viel umweltschonender, auf Gedrucktes zu verzichten?

Und warum muss ich überhaupt Zeitung lesen? Warum mich schon morgens mit all den Problemen und dem Elend der Welt belasten? Weiß ich auch nicht. Gehört eben zu meiner Routine. Morgens Zeitung, mittags gar nichts und abends Nachrichten. Dazu eine Wochenzeitschrift und ich fühle mich gut und ausreichend informiert.

Wenn ich wirklich verreise, wenn ich also weg bin, bleibe ich übrigens verschont davon. Ich lese dann keine Zeitungen und sehe niemals Nachrichten. Vielleicht sollte ich das die nächsten drei Tage auch mal machen, also nicht machen. Ich meine, keine Zeitung lesen, keine Nachrichten gucken. Nachrichtenfasten, weil ich ja gerade im Urlaub bin. Ob ich das schaffe? Ich nehme es mir vor. Dann würde ich vielleicht noch einmal richtige Urlaubsgefühle fühlen.

Bleibt aber die Frage, warum gab es heute morgen keine Zeitung im Zeitungsfach und muss ich morgen wieder ins Leere greifen? Aber das wäre eigentlich gut, denn dann käme ich ja auch nicht in Versuchung, meinen eben gefassten Vorsatz nicht einzuhalten.

Zimmerreisen 8: R wie Romero und Ruheort

Zimmerreisen 8: R wie Romero und Ruheort

Zimmerreisen ist ein spannendes Schreibprojekt, welches immer wieder Erinnerungen weckt, egal welcher Buchstabe gerade bearbeitet wird. Das Regelwerk findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/07/23/einladung-zu-den-zimmerreisen-08-2021/ Ich danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) und Puzzleblume für die Anregung zum mentalen Reisen.

Eines Tages sah ich hier in Lüchow in einem Schaufenster einen Kunstdruck, der mich ansprach und „Kaufe mich!“ rief. Zu sehen waren ein Mann mit Schäferhund und eine Frau im Liegestuhl am Strand in einer kleinen Bucht. Wenn ich mir bei Entspannungsübungen einen Ort vorstellen wollte, an dem ich meine Ruhe fand, also meinen Ruheort, so kam genau dieses Poster meinen inneren Bildern sehr nahe. Ich wollte es haben, unbedingt! Also ging ich in den Laden und erkundigte mich nach dem Preis. 75 Euro sollte der Spaß kosten, ohne Rahmen selbstverständlich. Ach, wir hatten nicht viel Geld damals, aber das Bild gefiel mir so gut. Es könnten mein Mann, unser Hund und ich sein, die dort gezeigt wurden. Wir drei am Meer! Dort hatten wir uns kennengelernt und eine Familie gegründet. Auch der Hund war auf der Insel geboren, es passte einfach zu gut!

Nein, inhaltlich passte es leider nicht mehr. Wir lebten zwar noch zusammen, aber unsere Ehe war am Ende. Das wusste ich. Allerdings nicht, wie es weitergehen sollte. Ich sagte: „Schade, dass die Frau dort nicht alleine ist.“ Die Verkäuferin meinte, so etwas gäbe es und holte einen Katalog. Oh ja, das Bild passte perfekt. Ich bestellte es, ließ es rahmen und wusste noch nicht, wo ich es aufhängen sollte. Also stellte ich das Ganze erst einmal zur Seite und wartete ab. Ein paar Monate später ergab es sich, dass ich eine Wohnung mieten konnte und von zu Hause auszog. Nun fand das Bild ganz schnell seinen Platz.

Ich kann mich nach zehn Jahren immer noch hineinträumen. Wie wäre es schön, ich hätte so ein Haus am Meer und einen Platz dort ganz für mich allein. Das wird nie passieren, aber ich kann mir diesen wunderbaren Ruheort jederzeit vorstellen.

Bis heute war es mir egal, wer es gemalt hat. Das muss ich zu meiner Schande gestehen, ich bin so. Namen und Bezeichnungen finde ich zweitrangig. Aber weil es zu den Zimmerreisen nun einmal gehört, dass man sich um solche Dinge kümmert, bin ich im Internet eben fündig geworden und weiß nun ein wenig mehr.

Das Bild fand ich mit dem Stichwort „Woman sitting in a beach chair“ und es ist von Paulo Romero, was ja sogar zum Buchstaben passt. Mehr konnte ich nicht herausfinden, aber wer Interesse hat, kann es ja selbst hier versuchen.

https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=7%2fVn2vzM&id=8DFEF7CFFB72BE07B31C99F4FBA2C8CC463C7597&thid=OIP.7_Vn2vzMbbL6P1EoRp9jBAHaHa&mediaurl=https%3a%2f%2fbeachblissliving.com%2fwp-content%2fuploads%2f2014%2f10%2fwoman-in-beach-chair.jpg&cdnurl=https%3a%2f%2fth.bing.com%2fth%2fid%2fR.eff567dafccc6db2fa3f5128469f6304%3frik%3dl3U8RszIovv0mQ%26pid%3dImgRaw%26r%3d0&exph=507&expw=507&q=p+romero+paintings+strand&simid=607994187572251315&FORM=IRPRST&ck=EA77C87564814C9DB07138B3A9EDC965&selectedIndex=3&ajaxhist=0&ajaxserp=0

Ich gucke mich in meiner Wohnung um und finde massenhaft Anspielungen zu den Ruheorten meiner Träume. Selbst gestaltete Kalender und gemalte Bilder zeigen fast alle das Meer. Eigentlich ist es immer in Bewegung, aber ab und zu ist es windstill und dann ist das Meer mein liebster Ort auf Erden. In Wirklichkeit und in meiner Phantasie.

Hier drei Beispiele. Im Blog findet Ihr mehr vom Meer! Man muss nur weit genug zurück scrollen, denn ich war lange nicht mehr weg.

Thema: Wendland

Viel Freude macht mir das Fotografieren, wenn ich mir ein Thema ausdenke. Das mache ich manchmal: Sommerfarbe Gelb, Rot, Blau, Gartengestalten und Froschperspektive wurden zum Beispiel im „Regenbogen“ gezeigt. Ich nehme mir aktuell das Motto: „Wendland“ vor und werde mit den Bullen anfangen denke ich und kehre mit einer mageren Ausbeute nach Hause zurück. Die Lichtverhältnisse sind es, nehme ich mal an. Heranzoomen bleibt erfolglos. Zum Thema „Wendlandbullen“ gelingt nur ein Foto und auf dem sind sie klein geraten.

Ich finde ihr Fressverhalten so witzig, der Alte frühstückt allein und die vier Jungbullen grasen Kopf an Kopf. Sie gehen sehr zärtlich miteinander um, was ich unbedingt festhalten will. Aber, wie gesagt, kein Foto gelingt.

Hier ein Versuch, sie mit der Bildbearbeitung deutlicher zu zeigen:

Na, ja, „Ausschneiden“ macht es nicht besser und darum zeige ich ein älteres „Bullenfoto“. Jungbullen im Pulk, der Alte passt auf.

Also, das Thema Bullen gibt nichts her. Alternativ fällt mir „Wendlandsonne“ ein. Sonnenblumen sind in diesem Zusammenhang originell, denke ich und fotografiere sie gerade, als plötzlich und unvermutet zwei Radfahrer an mir vorbei fahren, mitten in der Wildnis! Hier seht Ihr, wie sehr ich erschrecke.

Als das vorbei ist, versuche ich es noch einmal.

Und noch andere „Wendlandsonnen“ begegnen mir.

Zum Thema „Wendlandtour“ fällt mir auch etwas ein:

Ich suche nach Motiven zum Thema „Urlaub in Lüchow/Wendland“.

Und zum Schluss kehre ich in meinen „Wendlandgarten“ zurück und urlaube still vor mich hin.

Rede ich mir meine Lustlosigkeit zum Reisen eigentlich schön? Kann sein. Aber es gibt Schlimmeres!