Abschied

Abschied

Ein Verwandter ist nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Wir verbrachten die Kindheit zusammen und hatten als Erwachsene wenig miteinander zu tun. Auf zwei Familientreffen der letzten Jahre war er dabei und wir haben uns gefreut, uns zu sehen. „Bis bald mal!“, verabschiedeten wir uns und haben unseren Vorsatz nicht in die Tat umgesetzt. Ich hörte von seiner Krankheit, rief ihn aber nicht an.

Und nun ist er tot. Nicht mehr da. Ich bin traurig. Er war einige Jahre jünger als ich. Mein kleiner Verwandter, der letzten Endes 2 Meter groß wurde und uns alle überragte. „Wie ist die Luft da oben?“, bekam er oft zu hören und ich konnte mir beim letzten Treffen ein „Was bist Du groß geworden!“, nicht verkneifen. Da war er immerhin schon Ende Fünfzig.

Mir fällt ein, dass ich die Älteste meiner Generation in der Familie bin. Mir wurde spaßeshalber prophezeit, dass ich als nächste mit dem Sterben dran sei, nachdem aus unserer Elterngeneration keine(r) mehr da war. Ich verbat mir diesen Witz.

Ich bin traurig und nachdenklich. Kann das noch lange gut gehen mit mir? Jedes Zipperlein beunruhigt mich, bis ich mich zur Ordnung rufe. Ich will keine Hypochondrie  entwickeln. Ich lenke mich ab und es gelingt mir ganz gut, die Unruhe unter Kontrolle zu bringen. Krankheit und Tot gehören zum Leben, schon klar. Aber im Moment macht mich diese Tatsache wütend. Und traurig. Und ein wenig ängstlich.

Ich zünde eine Kerze an und denke an den, der gestorben ist. Bei der Trauerfeier werde ich nicht dabei sein, meine Gedanken aber schon.

Tschüß, Großer! Ich vergesse Dich nicht!

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Geschenkt!

Misi war der erste. Und er gehört mir noch nicht einmal, sondern meiner Nachbarin. Ich fand ihn damals so drollig, dass ich ihn in mein Leben holte. Unter der Kategorie „Misi“ findet Ihr seine Geschichten.

DSC_0041Nun sprach es sich herum, dass ich einen Frosch liebe und es zogen immer mehr Frösche bei mir ein. Und die gehören jetzt allesamt mir!

Ich wollte niemals Frösche sammeln, nun sind sie aber da und werden auch bleiben. Keine Kunst, aber liebevoll geschenkt. Wie das Leben so spielt!

Mein Leben und ich

Mein Leben und ich

Ich habe Besuch. Er sieht eindeutig aus wie eine Frau, die die Schwelle zum Alter bald übertreten wird. Aber noch nicht. Noch ist sie mittelalt. Also nicht mehr jung, aber eben auch noch nicht uralt. Sie sagt, sie sei mein Leben. Ich staune und biete ihr einen Tee an. Sie möchte etwas Stärkeres. Sekt vielleicht? Zum Kennenlernen und Schwesternschaft trinken.

Ich habe keinen vorrätig und biete ihr ein Bier an. Auch gut. Wir setzen uns und ich beäuge sie neugierig. So sieht also mein Leben aus! Ich erkenne ein paar Ecken und Kannten, ein paar Dellen, wo keine hingehören, aber ihr gutes Aussehen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, Persönlichkeit und Ausstrahlung ergänzen ihr Erscheinungsbild hervorragend. Ein schönes Leben habe ich da, denke ich.

Sie scheint mich sehr zu mögen und nimmt mich in ihre Arme, trotz Corona. Es fühlt sich gut an. Mein Leben meint es gut mit mir, das spüre ich. Ich entspanne mich und bleibe da, wo ich bin, denn die Nähe tut mir unendlich gut. Sie fragt, ob ich zufrieden sei mit ihrer Arbeit. Ich sage: „Ja, jetzt ja. Das war früher anders.“ Mein Leben schmunzelt und sagt, das wüsste sie. Sie hätte es manchmal schwer mit mir gehabt. Sie hat mir so viele Chancen gezeigt, die ich verträumt habe. Oder vor Angst gemieden. Selten hätte ich herzhaft zugegriffen. „Aber in entscheidenden Momenten eben doch“, werfe ich ein. Mein Leben sagt: „Es gab auch Momente, da hast Du zu früh zugegriffen und ich hatte alle Hände voll zu tun, dich da durch zu kriegen.“ Das stimmt. Manchmal bin ich zu früh abgebogen und manchmal zu spät. Und manchmal gar nicht. Aber ich habe mich immer durchgebissen. Ich hielt viel aus. „Zu viel ab und zu!“, meint mein Leben. Es war nicht immer leicht mit mir. Aber das sagte sie schon.

Das sei nun auch egal, führt mein Leben weiter aus, denn es gibt keinen Weg zurück. Darum wollte sie heute mit mir persönlich sprechen, denn der Lebensweg wird kürzer und sie will sehen, was sie noch für mich tun kann, bevor ich die letzte Zielgerade erreiche. Ich bin fast ein wenig empört. Gut, es geht mir körperlich nicht so gut. Schmerzen und Einschränkungen gehören zum Alltag. „Aber fertig bin ich noch lange nicht mit Dir! Lass uns zusammen feiern!“, sage ich und biete ihr ein neues Bier an. Mein Leben nimmt es gerne und möchte Musik hören. Ich werfe eine CD ein, öffne mein Fenster so weit es geht und kuschel mich an sie, während unsere Blicke ins Draußen schweifen. Ich fühle mich geborgen und überhaupt: es ist Sommer. Die Vögel zwitschern nicht mehr so heftig, aber die Hummeln, Bienen und Fliegen brummen umso lauter. Schmetterlinge sind ruhiger, aber genauso hungrig. Meine Blumen öffnen ihre Blüten so weit sie können und duften wahrscheinlich auch, aber das kann ich nicht wahrnehmen, denn mein Leben hat meinen Geruchssinn kassiert. Was ich ihr aber nicht übelnehme.

Und im Haus ist es auch schön, blitzblank geputzt und Sofa gemütlich. Sie fragt, ob es etwas gibt, was ich mir von ihr wünsche. Also für mich, nicht für meine Kinder, unterbricht sie meine Gedanken, als ich gerade von diesen anfangen möchte. „Die haben ihr eigenes Leben!“, erklärt mir mein Leben streng und grinst. Ja, stimmt. Mir kommt die Idee, dass ich nicht weiß, wie sich eine liebevolle Partnerschaft anfühlt. Mein Leben sagt, das läge nicht in ihrer Hand, aber sie wird mich daran erinnern, wenn es darauf ankommt. Ich wünsche mir, dass sich meine Gesundheit nicht verschlechtert. Mein Leben erinnert mich an Ernährung, Sport und Bewegung. „Das musst du selbst übernehmen“, sagt sie. Weiß ich doch! Dann wünsche ich mir eben, dass mein Leben weiterhin gut für mich sorgt und für mich da ist.

Sie nimmt mich noch einmal in ihre Arme und lässt lange nicht los. „Schön, Dich kennengelernt zu haben“, sage ich und mein Herz macht kleine Freudensprünge. Sie sagt, sie sei froh, dass ich mit ihr zufrieden bin. Das erleichtert ihre Arbeit ungemein und mit frischer Kraft kann sie weiterhin meine beste Freundin sein. Egal, was kommt, sie wird mich begleiten. Immer. Bis zum Schluss. Und bis dahin werden wir häufiger miteinander feiern und uns freuen, dass wir uns haben. Ich bin stolz auf mein Leben und das Leben ist zufrieden mit mir.

Anmerkung: Ich weiß, es heißt das Leben. Aber wenn es mich besucht, mein Leben, ist es eben eine Sie, kein Es!

Ich bin Ich

Ich bin Ich

Ich lese das Buch zum Film. Beide heißen: Magical Mystery, oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt. Vom Film berichtete ich ja schon. Begeistert sitze ich jetzt auf meiner Terrasse und tauche in den Roman von Sven Regener ein. Im Film sah man ja nur, was der Ich-Erzähler Karl Schmidt sprach und tat. Im Buch folge ich zusätzlich seinen Gedanken. Und die äußern sich grandios ab und zu in Endlossätzen, einen ganzen Absatz lang. Muss ich manchmal doppelt lesen, um einmal zu verstehen und dann bin ich fasziniert von den Erinnerungs- und Gedankenketten und ich kann es gar nicht erwarten, weiter zu lesen und verstehe den Film erst jetzt richtig und ich werde ihn mir demnächst mit dem Wissen, welches ich im Buch erlangen konnte, noch einmal ansehen und mich über die Auswahl der Schauspieler erfreuen, die ich beim Lesen jetzt vor Augen habe und nun mache ich mal einen Punkt. Ferdi und andere der Protagonisten sprechen übrigens in ähnlich bandwurmartigen Sätzen,  wie Karl erzählt und denkt. Wenn man sich, wie ich, in der Club-Scene und den Raves nicht auskennt, ist das nicht immer so leicht zu verstehen, aber dafür gibt es ja den Film….. Und die Mitwirkenden im Buch und Film verstehen auch nicht immer, was dann oft die Komik ausmacht.

Eine schöne Sommerlektüre, denke ich, als ich mich mal wieder durch einen Bandwurmsatz hindurch gearbeitet habe und nun Löcher in die Luft gucke, um mich zu erholen. Die Sonne scheint. Hummeln und Bienen besuchen meine Blütenpracht, Schmetterlinge flattern im Sommerflieder. Ich strecke und recke mich und finde es schade, dass ich körperlich so beeinträchtigt bin und die Nächte nicht mehr durchfeiern kann.

Ich mag Karl Schmidt so gern. Ich mag die beschriebenen Personen und das, was sie erleben und erleiden. Ich lese vom Scheitern und von Erfolgen. Ich lese über das Leben und das Menschsein.

Ich halte mein Gesicht in die Sonne und denke: “ Und ich bin Ich!“, und weiß gar nicht, wo das auf einmal herkommt. Ich bin Ich. Wie ist das schön!

Christo?

Etwas steht plötzlich in der Landschaft, was sonst nicht hier steht.

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DSC_0035Was soll das sein? Was hat sich hier versteckt? Sind große Künstler unterwegs oder kann das weg? Sind das gar die ersten Vorzeichen, die schreckliche Ereignisse ankündigen? Stephen King  würde es gefallen.

Und jetzt genug mit dem Quatsch. Ich fange meine Phantasie ein und stelle mich der Realität. Meine Wäsche ist fertig. Ich gehe in den Garten und hänge sie in Wind und Sonne. Und dann schaue ich ihr beim Trocknen zu.

Wenn das Wetter es gut mit mir meint

Wenn es das Wetter es gut mit mir meint,

und früh am Morgen die Sonne scheint,

ist die Freude riesengroß

und ich radle sofort los.

Ich gehe auf Safari,

allerdings nicht in die Kalahari.

Nein, ganz in der Nähe gucke ich mich um.

Das ist wirklich gar nicht dumm.

Denn auch hier ist es schön.

Und das werdet Ihr jetzt sehen.

Was ist denn da los?

Ach herrje, sag bloß!

Zuwachs, ach wie niedlich.

Und alles ist so friedlich!

Das Jüngste ist erst ein paar Stunden alt!

Die anderen denken, sie stehen im Wald.

Viele andere sind auch unterwegs, wie schön!

Was habe ich nicht alles gesehen!

Sogar einen ganzen Kindergarten auf dem Rad!

Nein, hier wird es mir wirklich nicht fad.

Und jetzt zeige ich Euch nur

ganz viel Natur pur!

Und noch einmal vorbei am Kälbchen.

Dazu fällt mir kein Reim ein.

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So, das war´s wieder einmal für heute!

Ich sage Tschüss und danke Euch, liebe Leute,

dass Ihr mich auf dem Regenbogen besucht,

auch wenn Ihr heute vergeblich nach Ernsthaftigkeit sucht!

                                                                                 😂

Eine kurze Mitteilung und eine Geschichte

Eine kurze Mitteilung und eine Geschichte

8.51 Uhr und ich habe schon eingekauft! Das reicht bis zum nächsten Freitag. Da der angekündigte Besuch schon gestern hier erschien und ich in einem geputzten Haus sitze und der Garten alleine zurechtkommt, habe ich den ganzen Freitag frei. Den Vormittag werde ich auf der Terrasse sitzen und lesen und dann gehe ich rein und mache die Schotten dicht. Es wird warm werden. Nachmittags fahre ich mit dem Rad.

Und ich pflege mein Halskratzen und die Schnupfnase. Es wird nur eine kleiner Sommerschnupfen sein.

Und jetzt nutze ich die Gelegenheit, Euch eine kleine Geschichte aus Litauen zu erzählen, die wir am Sonntag (Familienaufstellung) gehört haben.

Ich denke darüber nach. Für mich ist sie stimmig.

 

Der Kranich und seine Kinder

Die Kraniche flogen über das Meer.

Da wurde ein Kranichjunges müde und sagte zum Altvogel

„Vater, trage mich!

Wenn du alt bist, werde ich dich auch tragen.“

„Nein, was du sagst, ist verkehrt“, antwortete der alte Kranich.

So flogen sie weiter.

Da wurde das zweite Kranich junge müde und bat den Altvogel auch,

es zu tragen, damit es wieder zu Kräften käme:

„Ich werde dich später tragen, wenn du alt bist!“

Doch auch ihm antwortete der Vater: „Was du sagst, ist verkehrt!“

Etwas später bat das dritte Kranichjunge:

„Väterchen, trage mich,

denn später werde ich auch meine Kinder tragen.“

„Sieh da“, sprach der Altvogel, „du sagst das Richtige!“

Und er nahm das Kranichjunge auf seinen Rücken.

Lasst uns Drogen nehmen und rumfahr´n! Und wo ist der Elch geblieben?

Lasst uns Drogen nehmen und rumfahr´n! Und wo ist der Elch geblieben?
Die 90-iger Jahre verbrachte ich mit der Aufzucht meiner Brut. Darum verpasste ich die  Raves .
Staunend und mit großem Vergnügen sehe ich mir den Film Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt an. Ich lache mich schlapp! Herrlich!!! Wunderbare Schauspieler sind in skurrile Rollen geschlüpft. Ich liebe Norddeutsch!

Ich kann fast nichts davon machen, was ich im Film sehe. Körperlich schon mal gar nicht. Aber auch die Zeiten sind anders. Unbeschwert feiern, reisen, knutschen und so manch anderes sind gerade nicht machbar. Übrigens konnte ich mich noch nie in Menschenmassen aufhalten. Riesenfeten und große Konzerte waren leider auch in Vor-Coronazeiten nichts für mich.

Aber ich kann auf dem Sofa sitzen, mich in den Film beamen und mich rühren lassen. Mental mitmachen und all das Verrückte auf mich wirken lassen. Ich kann über die Situationskomik lachen, bis der Bauch wackelt. Und mit meinem neuen Kopfhörer ist sogar die Musik ein Hochgenuss.

Eigentlich wollte ich heute etwas ganz anderes in meinen Blog stellen. Aber der Film kam mir dazwischen. Ich kannte ihn schon und werde ihn mir ganz bestimmt noch einmal ansehen. Ich bekomme vor lauter Lachen vieles gar nicht mit, es gibt also immer wieder Neues zu entdecken.

Unbeschwert ist einfach klasse!

Ach so ja, hier der Link, falls Ihr Lust habt, eine lustige und trotzdem anrührende Zeitreise anzutreten:

https://www.arte.tv/de/videos/064364-000-A/magical-mystery-oder-die-rueckkehr-des-karl-schmidt/

Arte schreibt:

Unter dem verheißungsvollen Namen „Magical Mystery“ will ein Berliner Techno-Label auf Rave-Tournee gehen. Für Fahrer Karl Schmidt alias Charly, selbst einst ein aufstrebender Künstler der Szene, bedeutet die Tour ein Neuanfang … – Techno-Roadmovie (2016) und kleine Zeitreise in die 90er Jahre nach Sven Regeners Roman „Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt“ (2013).
„Wie bei den Beatles – nur auf Rave.“ So erklären es Ferdi und Raimund ihrem alten Kumpel Charly. In Anlehnung an die „Magical Mystery Tour“ ihrer Vorbilder planen die beiden für ihr Berliner Techno-Label BummBumm Records eine Bus-Tour quer durch Deutschland. Eine Kampfansage an die zunehmende Kommerzialisierung ihrer Musik. Charly soll als Fahrer und für die Organisation mitkommen, doch er ist skeptisch. „Ist das nicht irgendwie in die Hose gegangen bei den Beatles?“ Es geht hier nicht um eine Pop-Band. Die Raves, die Ziel der „Magical Mystery“-Crew sind, leben von durchfeierten Nächten, Alkohol und Drogen. Und das jeden Abend aufs Neue? Charly kennt die Schattenseiten der Berliner Techno-Szene nur zu gut: Seit er vor fünf Jahren nach einem Partyrausch wegen eines Nervenzusammenbruchs in der Psychiatrie landete, lebt er zurückgezogen in einer Entzugs-WG in Hamburg. Dort gibt es für ihn nur noch Kaffee und Zigaretten. Sozialarbeiter Werner guckt ihn schief an, wenn er sich einen großen Eisbecher gönnt – Charly hat die Eintönigkeit und Überwachung satt. Weil er endlich wieder selbst die Verantwortung für sein Leben übernehmen will, willigt er schließlich doch ein, ein Teil von „Magical Mystery“ zu werden. Er begibt sich zurück in die Techno-Szene, an der er schon einmal fast zugrunde gegangen wäre. Hat er sich selbst wirklich im Griff? Zum Glück ist da auch die verständnisvolle Rosa, eine der DJs, die ihm zur Seite steht.
  • Charly Hübner (Karl Schmidt), Detlev Buck (Ferdi), Bjarne Mädel (Werner), Annika Meier (Rosa), Marc Hosemann (Raimund), Michael Brandt (Klaus-Dieter)
  • Autor: Sven Regener
  • Regie: Arne Feldhusen

  • Land : Deutschland
  • Jahr : 2016
  • Herkunft : WDR
    Verfügbar in der Arte-Mediathek bis zum 21.07.20

 

Gut so!

Gut so!

Ich dachte, das Chaos wird ausbrechen. Ich war mir sicher, Tränen werden fließen. Ich fürchtete, ich würde immer noch ausgeschlossen sein. Ich rechnete damit, in ein tiefes Loch zu fallen. War ich doch das schwarze Schaf der Familie und wir haben schwere Zeiten hinter uns.

Ich stellte meine Ursprungsfamilie auf. Ich benannte die Personen und erzählte nichts. Die StellvertreterInnen fanden ihre Positionen und was sie dann sagten, stimmte mit meiner Gegenwart überein. Allerdings nicht mit meiner gefühlten, denn ich sah: ich bin mittendrin. Das war eine große und schöne Überraschung.

Es ist alles gut so, wie es ist, auch wenn nicht alles gut ist. Geschehenes muss nicht wieder aufgewühlt werden. Wir haben unseren Frieden gefunden. Mein Leben und ich sind zufrieden miteinander und ich gucke zuversichtlich nach vorne.

Was für ein schöner Sonntag!