Bald

Und plötzlich ist so viel zu bedenken und zu machen und zu tun. Termine rücken näher und es wird spannend. „Bald, bald, bald“, singt mein inneres Kind und bindet sich eine Schleife ins Haar. Butterlecker hieß das wohl einmal und nein, meine Erinnerungen trügen nicht: https://www.elke-droescher.de/museum/wasistdas/.

Abenteuer locken und ich könnte heute schon mal loslegen und ein kleines wagen. Irgendwas, vielleicht zum Schützenfestplatz gehen oder so.

34 Grad und schwül.

Nein, ich fange heute lieber doch noch nicht mit den Abenteuern an. Zu heiß für alles.

Aber tief drinnen beginnt Vorfreude zu perlen und meine inneren Stimmen purzeln munter durcheinander. Und während ich mich auf mein Buch konzentrieren will, finden sie, ich hätte lang genug gelesen.

Auf Männersuche?

Über 30 Grad und schwül. Die Sonne knallt schon um 9.30 Uhr und ich schlage mich so durch. Die Wetter-App gibt Hoffnung: Regen setzt in 158 Minuten ein.

Heute hat mein verstorbener (Ex) Mann Geburtstag und ich denke an ihn. Er ist jetzt bald vier Jahre nicht mehr bei uns. Immer, wenn ich mit meiner Gesundheit und meinem Alter hadere, denke ich, dass er mein Leben gerne in Kauf genommen hätte und ich schäme mich ein bisschen.

„Suche Dir jemanden, der sich zu dir setzt“, rät Wallanders Vater seinem Sohn Kurt. In einem anderen Film sagte eine Alleinstehende, dass ihr nachts im Bett jemand fehlt, der mit ihr atmet. Beide Aussagen beschreiben das Alleinsein ganz gut. Wie war es schön, als ich meinen Mann beim Einschlafen atmen hörte und wie sehr fehlt mir jemand, der neben mir sitzt und einfach da ist. Gerne ab und zu mal mit Berührungen. Die fehlen genauso wie die Intimität, die man mit einem Lebensmenschen entwickeln kann.

Na gut, dachte ich gestern, ich bin noch keine 70. Bald schon, aber heute nicht. Ich könnte noch einmal einen Versuch wagen. Und so meldete ich mich mal wieder in einer Single-Börse an.

Ich war noch nicht fertig mit meinem Profil als sich drei Typen meldeten und Sex wollten.😳 Ups. Ich hatte „Freundschaft Plus“ angeklickt, weil ich dachte, erst die Freundschaft und dann vielleicht das andere, wenn es passt. Diese drei wollten anders herum an die Sache herangehen und einer von denen schrie mich in seiner Mail förmlich an, war aggressiv und verkündete, er sei nicht geimpft. Schnell nahm ich „Freundschaft Plus“ wieder raus. Nur Freundschaft war nicht in der Auswahl, also brachte ich „Freizeit“ und „Gespräche“ ins Spiel. Bis jetzt keine Reaktion. Immerhin habe ich mal wieder was mit Männern erlebt. War nicht so schön und ich dachte, dass mir das nicht fehlt.

Ich bin wohl eher der Typ für reale Begegnungen. Und will ich wirklich einen neuen Partner? Manchmal ja, meistens bin ich zufrieden mit dem, was ist. Auch als ich meinen Mann atmen hörte und er neben mir saß, gab es Aspekte im Leben, die ich vermisste. Irgendwas ist ja immer.

Ich muss lachen über mich, bleibe aber eine Weile im Portal. Immerhin haben mich die Herren von gestern nicht verschreckt. Die sind eben so. Aber bitte ohne mich. Herzlichen Dank.

Mir geht es doch gut

Die Pandemie ist irgendwie vorbei und doch nicht wirklich (siehe z. B. China), Lieferketten brechen weg, die Wirtschaft kommt ins Stocken, Gas wird knapp, Kohlestrom wird wieder salonfähig, Hitzewellen kommen auf uns zu, die in der Zeitung heute mit Badewetter schöngeredet werden, der Krieg wütet, in einem Berliner Schwimmbad kloppen sich über hundert Menschen wegen Wasserpistolen, hier wird das Schützenfest gefeiert und wir zeigen damit dem Spielverderber Putin die kalte Schulter (wird von Schützenbrüdern stolz verkündet), die Inflation galoppiert, die Züge sind voll, die Flughäfen überfordert und und und. Ja, und nachdem ich gestern die „Recyclinglüge“ (nicht neu, doch mein Gewissen wasche ich mir mit der Mülltrennung rein) ansah, habe ich keine Lust mehr, mich mit Hoffnung zu beschäftigen. Ich komme gerade vom Einkauf und statt mich über die Plastikverpackungen oder die teuren Lebensmittel aufzuregen, freue ich mich, dass ich den Mut hatte, das erste Mal im Leben mit Karte zu zahlen. Weil ich ja, wie fast alle anderen auch, bald in den Urlaub fahre. In Dänemark geht fast alles über Karte, habe ich gelesen. Ich wollte das wenigstens einmal vorher ausprobiert haben.

Die meisten Menschen hierzulande wissen, wie ich, Bescheid. Trotzdem ändern wir, wenn überhaupt, nur ganz minimal unseren Lebensstil. Wenn wir es uns leisten können, wollen wir „weiter so“! Wir laden seit vielen Jahrzehnten große Schuld auf uns. Damit kommen wir gut klar, weil wir nun mal sind, wie wir sind.

Ich auch. Und die teuren Kirschen, die ich mir heute gönnte, werden mir gut schmecken. Denn mir geht es ja gut.

Recyclinglüge: (https://www.ardmediathek.de/video/dokus-im-ersten/die-recyclingluege/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuL2YwMTFjNmY0LTc1MGUtNDc5Mi1iZDgyLWRkZDM4YTNhMWU4Yw

Warum ich gestern sehr früh schlafen ging

Meine Straße hatte 24 Stunden lang keinen Strom. Wie still es plötzlich ohne ihn wurde, wie wenig ich machen konnte und um 22.00 Uhr war ich gestern im Bett, weil ich nicht wusste, was ich sonst tun sollte.

Vorher liefen die Nachbarn wie aufgescheuchte Hühner hin und her und feierten dann spontan eine Ohne-Strom-Fußweg-Fete und das war eigentlich ganz schön. Meine Lieblingsnachbarin gab ein Eis aus und wir zwei saßen auf der Treppe und genossen die plötzlich zum Leben erwachte Straße. „Wie in Afrika“, „dachte ich. Damals gab es in Kamerun noch keine privaten Fernseher und abends saßen sie alle draußen mit Musik und Kindergeschrei.

Ein Tag ohne Strom zeigte mir, wie wichtig er für mich ist. Nichts ging mehr und zu dem, was gegangen wäre, wie zum Beispiel Staub wischen, hatte ich keine Lust.

Heute sprach ich auf der Straße mit Menschen, die ich seit Jahren nicht gesehen habe. Wir hatten uns viel zu erzählen.

Am Nachmittag war ich mit einem Sohn und seiner Freundin am Badesee und obwohl dort gerade eine Großveranstaltung stattfand, war es wunderbar herrlich, im Wasser zu sein und sich treiben zu lassen.

Und als wir nach Hause kamen, wurde gerade überall der Strom wieder angestellt. Die vielen Techniker waren glücklich und wir Anwohner dankbar.

Und ich bin jetzt einfach nur froh!

Kommt gut durch die Hitze und schönes Wochenende Euch allen! Ihr habt mir gefehlt!🙋‍♀️

Nur ein Name?

Nur ein Name?

Heiraten war mir nie wichtig. Und dann doch. Als wir uns entschlossen, diesen Schritt zu gehen, war mein zweites Kind unterwegs und damals hatte der „Wilde-Ehe-Vater“ wenig Rechte. Das wollte er nicht mehr hinnehmen und darum eben heiraten. Wann? War mir egal. Weil mein Mann nicht so verpeilt war und aufpasste und es so gut passte, schlug er den 08.08.88 vor. Ich war einverstanden und seinen Namen anzunehmen war ein Liebesgeschenk für ihn und unsere Kinder. Eine Familie, ein Name!

Die Ehe hielt fast 25 Jahre und dann ging es nicht weiter. Als er sich neu verliebte, reichte ich die Scheidung ein. Nicht ganz freiwillig. Es war einfach nur vernünftig. Seinen Namen behielt ich, auch nach seinem Tod. Ich wollte weiterhin so heißen wie meine Kinder.

Nun heiratet mein erstgeborener Sohn bald. Den Namen seiner Frau anzunehmen ist sein Liebesbeweis an sie. Gefühlt bricht jetzt unser Familienverband auseinander. Es gibt Träume, in denen ich weine. Ich bin selbst sehr überrascht, dass mir das so viel ausmacht.

Verändert sich wirklich etwas bei uns? Nein, sagt mein Verstand. Mein Herz will trotzdem, dass meine Söhne und ich den gleichen Namen tragen. Mein Verstand schüttelt den Kopf und verspricht, dass mein Sohn immer mein Sohn bleiben wird, egal wie er heißt. Wir gehören zusammen, auch wenn er jetzt namentlich mit einer ganz anderen Familie verbunden ist.

Schließlich mussten meine Eltern sich ja auch damit abfinden, dass ihre Töchter die Familiennamen ihrer Ehemänner annahmen. Und das taten wir Töchter sogar gerne und mit großer Freude. Wir waren froh, nicht mehr so zu heißen, wie unsere Eltern.

Darüber, wie diese sich damit fühlten, habe ich noch nie nachgedacht.

Jetzt schon.

Gedankenflut

Gedankenflut

Weil das Entsetzen über den Krieg und das, was dort passiert so groß ist und ich es mir leisten kann, mich in private Denknischen zurückzuziehen, mache ich das auch, so lange es geht. Heute dachte ich auf meiner Radrunde etwa folgende Gedanken:

Huch, der Kuckuck ist aber nah. Zaghaft ruft er ein paarmal und dann bin ich auch schon weg. Mich meinte er ja sowieso nicht.

Grundschüler*innen machen einen Ausflug und kreuzen meinen Weg. Ich erkenne einen ehemaligen Kollegen. Er kennt mich auch und begeistert winken wir uns zu. Dann sind sie weg und ich bin froh.

Ja doch, mein Gartenstuhl hat vor ein paar Tagen gekündigt und die Rückenlehne fiel einfach ab. Ich wollte doch nur ein Nickerchen machen, es war so warm und friedlich still, darum verstellte ich die Lehne und es krachte und ich quietschte. War sicher lustig für die Nachbarschaft. Vor Ort gibt es nur Teures und darum bestellte ich im Internet klappbare, leichte Gartenstühle, die ich bei Bedarf mit dem Auto an den See oder sonst wohin mitnehmen kann. Ich nehme den Zusammenbruch nicht persönlich, denn ich werde zur Zeit nicht dicker, sondern dünner. Man sieht es noch nicht wirklich, aber die Waage ist gut zu mir. Nein, der Stuhl war einfach schon über 20 Jahre alt und mochte nicht mehr.

Ja doch, es wird alles teurer. Guter Tipp heute in der Zeitung: Alle Lebensmittel verwerten, kein Essen wegwerfen. Aus Resten lassen sich noch Aufläufe zaubern. Oder leckere Suppen. Weiß ich doch, so bin ich aufgewachsen. Außerdem soll man Deckel auf Töpfe tun, wenn man kocht. Ist ja wirklich brandneu, diese Erkenntnis.

Mich überholen andere Radfahrer*innen und ich bin nicht langsamer als sonst. Nein, die E-Bikes sind einfach schneller und ich muss nicht mithalten. Wenn ich vom Auto auf das Pedelec umsteige, spare ich Energie. Aber nicht, wenn ich vom Fahrrad ohne alles auf ein Elektro-Fahrrad umsteige. Herzlichen Dank! Hier gibt es keine Berge und eilig habe ich es auch nicht. Ich bin zufrieden.

Ich will mich zusammenreißen und mich nicht ärgern über das hässliche Zweitauto, welches ein Nachbar von gegenüber ständig vor meinem Haus parkt und mir die schöne Aussicht auf den Gegenübergarten verbaut. Die ganze Straße ist frei, seine Parkmöglichkeiten auf dem eigenen Grundstück ausreichend für alle seine Autos und wenn schon Straße, warum parkt er nicht vor seinem eigenen Küchenfenster? So denke ich und schäme mich. Ich scheine mich gerne über Nachbarn aufzuregen. Ich denke an die Garten- Scheinwerfer von nebenan, die mich blenden. Über die ärgere ich mich auch. Die sind abends immer noch an, aber stören nicht mehr so sehr, weil es draußen noch lange hell ist und meine Büsche einen zusätzlichen Sichtschutz bieten. Also, ich nehme mich zusammen und will den hässlichen Zweitwagen vor meinem Küchenfenster ignorieren und weiß ja genau, das ist Pillepalle und somit und hiermit abgehakt. Ich werde doch wohl nicht wunderlich? Nö, soll er doch parken, wo er will….

Mein Auto ist bereit für die große Fahrt. Ich wollte in der Werkstatt eigentlich darum bitten, einen Aufkleber vom Fenster abzulösen, der mich schon seit Jahren stört. Ich dachte, er klebt richtig fest und darum blieben meine Versuche, ihn zu entfernen, immer halbherzig, weil ich ja auch nichts zerkratzen wollte. Bevor ich zur Werkstatt fuhr, versuchte ich es gestern dann doch noch einmal und mein Wille war eisern. Siehe da, der Aufkleber gab relativ schnell auf und ließ los. Zum Glück habe ich die Fachleute nicht damit belästigt!

Und nachdem das nun gelöst ist und mein Auto fahrtüchtig, besorge ich mir gleich eine brandneue Straßenkarte und bin ganz stolz auf mich. Die alten Straßenkarten könnten entsorgt werden. Aber weil sie Erinnerungswert haben, schaffe ich es noch nicht, sie in die Tonne zu tun. Und mit der Autoversicherung ist auch alles geregelt. Dass ich eine aktuelle IVK ( Internationale Versicherungskarte) brauche, wäre mir fast durchgegangen. Nun habe ich aber eine und alles andere, was ich benötige, auch. Nur noch dänische Kronen, ach ja, an die muss ich noch denken.

Eigentlich könnte ich sofort los. So groß ist meine Lust auf Meer. Aber es sind noch über vier Wochen hin und ich muss mich gedulden und mich vorfreuen! Das Gefühl kenne ich kaum noch. Ist aber ganz schön. Und jetzt bin ich zu Hause und wärme meine Gemüsesuppe auf! Mit Deckel, natürlich!

Zwei Erkenntnisse

  1. Mir war heiß nach der sommerlichen Radtour und ich radelte an einem Nachbarn vorbei, der mit dem Gartenschlauch seinen Rasen wässerte. Ich blieb stehen und bat ihn um eine erfrischende Dusche. Er guckte und staunte und wollte nicht. Später fiel mir ein, dass alte Frauen auf dem Fahrrad nicht um so etwas bitten sollten. Schade eigentlich, mir hätte die Abkühlung gut getan. Aber ihm wäre es wohl furchtbar peinlich gewesen.🤦‍♀️
  2. Eben habe ich froh und munter mein Auto von innen gesäubert, was ich fast nie tue, und dann auch noch die Motorhaube geöffnet, was mir völlig neu ist. Oh, oh, da müsste auch mal geputzt werden, aber ich traute mich nicht so richtig. Mit dem Handfeger beseitigte ich oberflächlich das Gröbste. Morgen bringe ich mein Auto in die Werkstatt zum Urlaubscheck und habe mir schon ein paar Sachen gemerkt, die ich fragen oder beauftragen möchte. Außerdem nehme ich mir gleich das Handbuch vor und blättere ein wenig darin herum. Sieh an, sieh an, nach über 11 Jahren traue ich mich was und mein Auto bleibt friedlich.👍

So oder so, frau schlägt sich durch

So oder so, frau schlägt sich durch

Im Traum war schon Hochzeit und ich habe die Zeremonie auf dem Standesamt verpasst, weil mir niemand Bescheid sagte und ich weinte sehr, weil mein Sohn jetzt anders heißt und niemand tröstete mich auf der Feier, man ließ mich weinen, weil es ja doch nur Theater war. Ich wollte mich den Menschen anschließen und lustig tanzen, musste aber laufen, um eine Toilette zu suchen. Und ich fand eine und nutzte sie. Und musste immer noch und suchte weiter, lief durch endlose Gänge, bis ich die Übersicht verlor. Ich wachte auf und musste mich sehr beeilen, um rechtzeitig zur eigenen Toilette zu gelangen.

Meine Güte, alles drin im Traum. Meine Sorge, vergessen zu werden, die ich schon aus der Kinderzeit kenne. Der ewige Kampf mit dem Loslassen, die Trauer um vergangenes Familienleben, die Unsicherheit, ob ich alleine zurechtkomme und dann natürlich das Toilettenproblem. Je älter ich werde, umso wichtiger wird es, immer zu wissen, wo es eine gibt.

Es war kein schöner Traum. Er wirkte lange nach. Und gestern kam, was ich bestellte: ein Fascinator für mein Bräutigam-Mutter-Outfit. Ich kannte das Wort bis vor kurzem gar nicht und nun besitze ich so einen leichten Kopfschmuck für Frauen (https://de.wikipedia.org/wiki/Fascinator). Ich trage keine Hüte oder so etwas und ob ich mir das Ding in der Öffentlichkeit dann tatsächlich aufsetzen werde, ist noch höchst fraglich. Ganz niedlich ist es ja und meiner Meinung nach passt es zu den übrigen Kleidungsstücken. Aber werde ich mutig genug sein, so vor dem Standesamt mitten in der großen, großen Stadt zu erscheinen? Und niemand sonst trägt etwas auf dem Kopf? Nur ich? Stoff für neue Albträume. Ja, so bin ich.

Ich erinnere mich gerade, wie ich in Douala nicht wusste, ob ich mir die Brosche rechts oder links anstecken sollte und sich ein afrikanischer Freund ausschütten wollte vor Lachen. Es wäre doch völlig egal, wie und wo ich mir Schmuck anlege, es täte doch keinem weh. Einfach machen, sagte er, einfach machen. So ist es vielleicht ja auch mit Federn auf dem Kopf. Sie tun nicht weh und vielleicht lachen mich ja doch alle aus. Merkt ihr, oder? Ich kann nicht aus meiner Haut.🤦‍♀️

Meine Knie jedenfalls tun jetzt beide weh und ich ermahne mich jeden Tag, mir nicht auszumalen, wie die Schmerzen immer schlimmer werden, bis ich mich im Urlaub gar nicht mehr bewegen kann. Ich will mich auf das Hier und Jetzt konzentrieren und hier und jetzt ist es noch nicht so furchtbar schlimm. Nur lästig.

Und dann ärgere ich mich über meine Zeitung, in der alte Menschen traditionell als Oma und Opa betitelt werden. Ich fand das schon immer respektlos. Zum Glück bin ich im Lesebeirat und habe mein Thema für das nächste Mal gefunden.

Außerdem juckt es mich an einer Stelle am Rücken, wo ich mich nicht kratzen kann. Auch das noch. Leute, Leute, was bin ich heute doch wieder so negativ. Dabei verdränge ich noch alle Themen, die mit Pandemie, Klima und Krieg zu tun haben. Das ist harte Arbeit, das kann ich Euch sagen!

Also jetzt aber schnell positiv denken: Sommer, Sonne, Mohn, gute Bücher, prima Serien, Wochenende, Badesee vielleicht, Vorfreude und ich habe meinen Wochenendeinkauf und die nötigsten Haushaltsangelegenheiten erledigt. Außerdem war der Nachthimmel gestern so wunderschön, dass ich gar nicht genug davon bekam. Ich fotografierte ohne Stativ und Sinn und Verstand. Kann vielleicht als Fotokunst durchgehen. Wahrscheinlich nicht. Macht trotzdem Spaß, ein paar Ergebnisse zu veröffentlichen. Tut ja keinem weh, hoffe ich.

Ich gönnte mir eine Gartenliege, extra hoch, und muss sie nur noch zusammenbasteln und aufstellen (lassen). Dann habe ich eine Art Bett im Garten und der Frühsommer lädt mit seinen milden Temperaturen dazu ein, die Nächte dort zu verbringen.

Das ist doch wirklich ein erfreuliches Schlusswort und damit schicke ich meine Samstagsgrüße in die Welt!💝💞💖🙋‍♀️

Die Reise

Die Reise

Ich bin nicht jung und kein Mann, aber dieses Lied passt so gut in meine Stimmungslage.

Gestern schrieb ich in unserem Gemeinschaftsblog „Herz &Verstand“ einen Text, der auch ganz gut zum Thema passt: https://herzundverstand.blog/2022/06/08/am-wegesrand-2/

WordPress gratuliert:

Errungenschaft: 6. Jahrestag

Glückwunsch zum Jahrestag mit WordPress.com!

Du hast dich vor 6 Jahren auf WordPress.com registriert.

Na, wunderbar und auch das fügt sich ein in meine aktuelle Nachdenklichkeit: Einiges, was ich in den letzten Jahren dachte und machte, kann ich im eigenen Blog nachlesen und manchmal tue ich das tatsächlich. Das Resümee meines Lebens stellt mich zufrieden und nun gehe ich zurück ins pralle Leben und halte Ausschau nach neuen Themen. Ich bin dann mal weg! Tschüss!