Nach der Lektüre

Nach meiner Zeitungslektüre war ich kurzfristig frustriert. Impfgegner machen im Landkreis mobil und es sind so viele! Sie planen Aktionen, um all den Menschen, die die Wahrheit nicht kennen, diese so lange um die Ohren zu hauen, bis sie endlich aufwachen und sich wehren.

Auf der anderen Seite wird angedacht, Ungeimpfte nicht mehr in den Supermarkt zu lassen. Das macht mich auch als Geimpfte fassungslos. Das geht gar nicht. Das befeuert Wut.

So, und mehr gibt es zum Thema für mich an dieser Stelle nicht zu sagen. Bin ich doch froh, meinen Weg gefunden zu haben, so gut wie möglich durch diese Zeiten zu kommen. Aber das musste jetzt einfach mal raus……

….bevor ich mich wieder den schönen Dingen widme. Vielleicht nützt es ja, wenn immer mehr Menschen mit ihrem Leben zufrieden sind und das Gefühl auch ausstrahlen. Ich will eine von denen sein. Was nicht heißt, dass ich die Augen verschließe und mir keine eigene Meinung bilde!

Und zum Wochenende endlich wieder etwas Neues von Jan Georg Schütte. 😂

https://www.ardmediathek.de/sendung/kranitz-bei-trennung-geld-zurueck/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI3/1/

Zeitreisen und anderes

Es gibt so Tage, da wache ich schon vor sechs Uhr auf und kann nicht wieder einschlafen. So einen erlebe ich heute. Jetzt ist alles schon am frühen Vormittag erledigt, was zu erledigen ist. Zeitung ist gelesen, Sport ist erledigt, Essen ist gekocht, Badezimmer, Wohnzimmer, Küche und Gästklo sind sauber, Wäsche ist einsortiert und raus gehe ich nicht, denn es regnet und weht ungemütlich durch die Gegend. Was soll sie jetzt tun, die liebe Rentnerin ohne Verpflichtungen?

Fernsehen und Netflix gucken geht noch nicht. Das hält man ja nicht den ganzen Tag durch! Wobei ich gerade eine Serie gucke (Dark (Fernsehserie) – Wikipedia), zu der man ein eigenes Studium gebrauchen könnte. Vier Semester mindestens! Und dann könnte man eine Doktorarbeit über alle angerissenen Themen schreiben. Es geht um Zeitreisen und die Reisenden werden immer mehr. Also, ein Zeitreisender mischt mehrmals mit, immer im unterschiedlichen Alter und da ist es gar nicht so einfach, der Handlung zu folgen, die ja immer unglaublicher und verdrehter wird, dabei aber wohl logisch bleibt und viele Fragen aufwirft, die nur mit sehr viel philosophischer Lust zu beantworten sind. Philosophie mag ich und darum mag ich die Zeitreisen und überhaupt die ganze Serie (bis auf die manchmal recht penetrante „Filmmusik“). Gestern allerdings spielten auch noch Parallelwelten eine Rolle und ich bezweifle, ob ich heute Abend die Übersicht behalten werde.

Hier seht Ihr die wichtigsten Protagonisten (Wikipedia). Das sind ja schon viele, aber wenn einige von denen dreifach und vierfach mitspielen, muss man doch sehr aufpassen…..

Aber nein, jetzt gucke ich noch nicht. Tagsüber fernsehen will ich nicht. Wo würde das denn hinführen😬? Nur noch Netflix leben, oder was? Ja, ja, Sohn, Du hast mich angefixt! Wenn Du das liest, lieben Gruß und danke schön!😉

Gleich werde ich lesen, nämlich den neuen Eberhofer „Rehragout- Rendezvous“ (meine Güte, habe ich das jetzt richtig geschrieben?), der mal wieder super-lustig ist. Dieser Handlung kann ich leicht folgen, denn die Protagonisten vervielfachen sich nicht. Und die Oma kocht nicht mehr!

Ich könnte die freie Zeit auch noch einmal für meine Silvester-Planung nutzen. Habe ich gestern versucht und bin kläglich gescheitert😳. In Nordfriesland besuchte ich ja 2019 ein wunderbares Silvesterseminar, aber das gibt es nicht mehr. Andere Veranstaltungen gefallen mir nicht ( Kleines „Cave-Syndrom“?). Doch, eine Reise nach Schweden hätte ich gerne gebucht! Ein Schreibseminar mit Lagerfeuerromantik. Leider schreiben die nur abends, nachdem sie tagsüber durch herrliche Landschaften gewandert sind. Und wandern kann ich nicht. Das ist traurig. Ich verzichte auf so viel, weil der Körper nicht mehr so mitmacht! Das ist richtig doof, aber nicht zu ändern. Es sei denn, ich finde so eine Zeitmaschine, mit er ich 33 Jahre zurück reisen könnte. Das wäre toll! Aber mein jüngeres ICH würde ja gar nicht nachvollziehen können, wie es ist, nicht mehr stundenlang wandern zu können. Es würde mich einfach nicht verstehen, wenn ich erzähle, wie blöd das ist. Denn es weiß noch nichts von mir und meiner weiteren Geschichte. Ich weiß von meinem jüngeren ICH natürlich mehr, denn sie ist ja ich. Alles klar soweit? Egal, ich kann ja sowieso nicht zeitreisen.

Und heute morgen fiel mir beim Zeitungslesen auf, dass im Regionalteil allen Menschen ab 70(!) zum Geburtstag gratuliert wird. Nächstes Jahr bin ich also auch dran und so alt bin ich dann doch schon und das ist doch erwähnenswert.😆

Nun ist gleich Mittag und ich weiß, was ich tun kann: Suppe kochen! Mit Würstchen. Und dann werde ich weiter sehen! Irgendwas ist ja immer.

PS: Finde den logischen Fehler im Text, lieber Leser und liebe Leserin!😂

Auch schön

„Heute fahre ich ans Meer!“, dachte ich gestern und schlief weiter. „Zu spät“, dachte ich später. „Fahre ich eben morgen.“ Dann setzte ich meine 150 Tulpenzwiebeln, fuhr mit dem Rad in der Gegend herum und genoss die Sonne auf meiner Terrasse mit dem Buch “ Sörensen am Ende der Welt“ von Sven Stricker. Das spielt zumindest in Nordfiesland….äh, Nordfriesland. Es war ein herrlich sonniger Samstag, auch ohne Meer!

„Heute fahre ich ans Meer!“, dachte ich heute und stieg rechtzeitig aus dem Bett. „Nach Poel und zurück werde ich es doch schaffen“, dachte ich weiter und bereitete mich seelisch auf eine lange Autofahrt vor. Ich wollte das nicht, aber da das keiner für mich erledigte, musste ich es einfach selbst machen, was nicht so einfach für mich ist. Aber die Sehnsucht nach dem Meer war jetzt mal größer als meine Furcht vor dem Fahren.

Meinen Fahrradträger hatte ich schon am Auto, aber ich konnte ihn nicht richtig einstöpseln. Ich kriegte das mit dem Stecker nicht hin und so funktionierte das Blinklicht nicht. Mist. „Ich fahre heute doch nicht ans Meer“, dachte ich. Ohne Fahrrad wollte ich nicht an die Ostsee, denn das Gehen ist beschwerlich und außerdem fühlte ich mich ganz zufrieden, dass mir die Technik die Entscheidung abnahm. Es war sowieso noch ziemlich kalt. Der erste Nachtfrost löste sich gerade auf und ich verfrachtete meinen Fahrradträger in sein Winterlager. Weil mein Auto unbedingt Bewegung brauchte und ich so froh war, heute nicht so weit weg zu müssen, fuhren wir zwei fröhlich und entspannt erst einmal nach Hitzacker. Dort fand der Gallusmarkt statt und viele, viele Leute wollten sich dort amüsieren. So war es nicht geplant und ich mochte das nicht. Ich stellte das Auto an der Promenade ab und wackelte an die Elbe. „Auch schön“, dachte ich auf einer Bank sitzend und die Sonnenwärme genießend.

Leider konnte ich dann nicht so lange spazieren gehen, wie ich es vorhatte, denn ich musste mal und das so dringend, dass ich mich nicht mehr in die Stadt wagte, um das öffentlichen WC zu suchen. Zum Auto schaffte ich gerade noch und dann musste ich schnell den nächsten Wald-Parkplatz ansteuern. Puh.

Erleichtert fuhr ich mich durch den Landkreis spazieren. 106 Kilometer weit brachte mein Auto mich durch wunderschöne Gegenden und dann war ich wieder zu Hause, wo ich mein Fahrrad bestieg und eine große Runde drehte. Denn so war es geplant: Erst Auto, dann Rad!

Ich setzte mich in der Feldmark auf eine Bank und die Sonne schien mir ins Gesicht. Blätter rauschten, ein Wind wehte mich an und wenn ich die Augen schloss, schien das Meer ganz nah. Und statt Muscheln sammelte ich eben Kastanien. „Fast wie am Meer“, dachte ich und war fast ganz zufrieden mit meiner Sonntagsgestaltung.

Spätestens im nächsten Frühjahr werde ich ans Meer reisen. Dann aber richtig!

Heute denke ich…..

Der Garten wird stiller. Noch blüht es und eine selbst aufgezogene Lupine überrascht mich mit einer Knospe. Eigentlich soll sie erst im nächsten Jahr…..Egal, sie tut, was sie will und ich freue mich.

Mittags, wenn es wärmer wird, flattern noch ein paar Schmetterlinge herum und der Igel trappelt weiterhin zwischen 17.00 und 18.00 Uhr an meiner Terrasse vorbei. Er hat es eilig und schaut nicht nach links und erst recht nicht nach rechts. Gut so.

Die Wahl habe ich weitgehend erledigt. Heute bringe ich den letzten Brief ins Rathaus. Meine Meinung habe ich mir gebildet. Ein Triell sowie eine Wahlkampfsendung mit Fraktionsvorsitzenden (mehr schaue ich mir nicht an…gähn) haben mich nicht zum Wechsel animiert. Ich denke, niemand ist wirklich auf das vorbereitet, was auf uns zukommt. Die echten Themen werden, wenn überhaupt, nur mit Allgemeinplätzen abgefertigt und ich kann es kaum noch ertragen. Dabei fällt mir ein: Wahlwerbung….schlimm, schlimm. Trotzdem muss ich manchmal lachen. Allerdings halte ich mich aus der politischen Arbeit ja heraus und weiß es auch nicht viel besser. Ich weiß nur, unser Leben wird sich ändern (müssen).

Ich lese gerade ein Buch über toxische Beziehungen, weil ich dachte, es taugt etwas. Dieses taugt wenig, aber ich werde weiter forschen. Der Begriff ist in Deutschland ja noch ziemlich neu. Wenn wir vor 20 Jahren schon soweit gewesen wären, hätte ich mich nicht so aufgerieben. Aber, egal, ich fühle mich unglaublich entlastet, weil ich mir keine Vorwürfe mehr mache. Manche trennen sich nach zwei Jahren und sind völlig erschöpft, ich hielt eben fast 30 Jahre durch. Jetzt habe ich mich weitgehend von meiner Co-Abhängigkeit gelöst und mein Familiensystem hat sich positiv verändert. Das alleine zählt. Eine Rückschau ist für mich wichtig, aber nur, um zu verstehen.

Ich vertiefe ich mich mit großem Vergnügen die Buchreihe: Sörensen ermittelt von Sven Stricker | Rowohlt

Den Film zum ersten Band empfehle ich gerne weiter. Sörensen hat Angst – WikipediaFilme

Ich finde mich in der Angststörung der Hauptfigur so wunderbar wieder. Es ist anstrengend, sich mit so etwas herumschlagen zu müssen, aber nicht aussichtslos. Plötzlich scheint mir alles ein wenig leichter zu sein, denn ich finde Humor ist auch in schwierigen Zeiten durchaus angebracht. Sörensen macht das gut. Und ich kann über manche Eigenart von mir, die ich eigentlich doof finde, schmunzeln und denke: „So ist es eben.“

Und jetzt werde ich auf das Fahrrad steigen. Ich darf nicht vergessen, mir Strümpfe anzuziehen, denn es ist frisch da draußen in der Landschaft. Macht es gut und genießt Euch mit allen Ecken und Kanten, die Ihr vielleicht habt. Ich fange sofort damit an! Oh je,das habe ich mir schon so oft vorgenommen. Ist gar nicht so einfach!

Samstagnachmittag

Mit dem Fahrrad nicht allein

das war fein

und ich muss gestehen

ich habe Unbekanntes dort gesehen

zuletzt lockte mich noch der Rasentraktor

darauf saß ich nämlich noch nie zuvor

und hatte großen Respekt davor

sollte ich die Bremse unterwegs nicht finden

würde ich auf Nimmerwiedersehen

für immer verschwinden.

Was soll das denn?

Was soll das denn?

Heute beginnt wieder das Familienaufstellen. Seit ein paar Tagen arbeitet es schon kräftig in mir. Vergessenes kommt an die Oberfläche. Ich kenne das schon. Träume weisen mich auf meine Themen und Baustellen hin. Gestern allerdings geriet mir im Wachzustand meine Unterschrift völlig durcheinander und heraus kam eine Mischung von Geburts- und Nachnamen, der über 30 Jahre zu mir gehört und mich mit meinen Kindern verbindet. 😂 Ist das nun eine fiese Mischung oder ein Zeichen dafür, dass sich innere Widersprüche auflösen? Mal sehen…..

Endlich wieder!

Endlich wieder!

Heute begann endlich wieder unser Qigong-Kurs und es war so erfrischend, nach einem Jahr Zwangspause etwas in einer Gruppe zu tun! Und morgen besuchen mich drei Freundinnen, die ich so furchtbar lange nicht gesehen habe. Nächste Woche ist ein ganzes Wochenende gefüllt mit Familienaufstellungen. Übernächste Woche kommt mein Berliner Sohn und mein zweiter Sohn auch. Das soziale Leben nimmt wieder Fahrt auf. Das fühlt sich so lebendig an.

Der Sommer verabschiedet sich allmählich und der Herbst übernimmt. Und das ist auch gut so!

Zugewinn

Eine Sonnenblume hat sich gut entwickelt. Ich kenne sie von klein auf. Ich legte den Samen in die Erde und goss sie anfangs regelmäßig. Wie sie wuchs und später ihr Köpfchen zur Sonne drehte, morgens so und abends guckte sie in die entgegengesetzte Richtung, berührte mich. Sie war spät dran, aber ich glaubte an sie und als ich eines Tages am frühen Morgen aus meinem Schlafzimmerfenster sah, stand sie in voller Blüte:

Nun ist sie erwachsen und blickt immer in dieselbe Richtung.

Ich empfinde meine einzige große Sonnenblume als ausgesprochen freundlich. Ich begrüße sie gedanklich morgens und schaue dann ab und zu nach ihr.

Ich habe fast oder tatsächlich eine emotionale Beziehung zu meiner Blume aufgebaut. Wie ist das möglich? Ich kenne das so nicht. Werde ich jetzt etwas wunderlich😳? Sind das Auswirkungen des Alleinlebens, der Pandemie oder des Alterns? 😉

Nein, zum Glück nicht.🌻

Vorgestern sah ich, ließ mich berühren und verstand: https://www.zdf.de/filme/dokumentarfilm-in-3sat/das-geheime-leben-der-baeume-104.html. Nun weiß ich genau, das ich scheinbar nur alle meine Sinne öffne und wahrnehme, was ich bisher nicht kannte. Das ist ein emotionaler Zugewinn und kein Verlust meines Verstandes.👍