Abschied

Verbunden und doch getrennt. Vielleicht für immer, aber wer weiß?

In unseren Herzen bleibst Du sowieso!

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Bald!

Bald!

Dänemark, wir kommen!

Bald geht es los!

Fünf Frauen und ein Pudel.

Mitzunehmen sind:

Warme Sachen, Sommersachen, Rotwein, Putzlappen, Bett-  und Badezeug.

Unterwäsche, Jacken, Regenjacken, Regenschirme, Mützen, Sonnenbrillen.

Kleider, Hosen, Röcke.

Handtücher nicht vergessen und Kosmetik.

Schuhe.

Gemüse, Obst und Kartoffeln.

Klopapier.

Handy, Fotoapparat, Laptop und vielleicht ein Buch.

Mal sehen, im letzten Jahr kam ich nicht zum Lesen.

Hundekissen, Hundefutter, Hundeleine, Leckerli.

Zwei Fahrräder und ein Rollstuhl.

?

Jawohl, Rollstuhl.

Für mich.

Meine Knie sind Schrott, Ihr erinnert Euch?

Wenn ich nicht mehr laufen kann, lasse ich mich schieben

und brauche nicht irgendwo zu sitzen und zu warten

auf die vier anderen und den Hund.

Der Hund ist neu, wir anderen waren schon einmal zusammen unterwegs.

Ob sich die Gruppendynamik ändert?

Fünf Frauen zelebrieren Vorfreude.

Was nehmen wir mit?

Was schenken wir der einen zum Geburtstag?

Wie wird das Wetter (gut!!!) und was nehmen wir nochmal mit?

Na, das kann was werden, denn keiner hält sich daran: So wenig Lebensmittel wie möglich. Wir kaufen das dann da!

Berge von Süßigkeiten werden verlocken

und Sodbrennen verursachen.

Prosecco zum Anstoßen und Aufstoßen und Verabschieden.

Spaß werden wir haben und wir freuen uns drauf.

Fünffach ist immer besser als allein.

Der Hund sitzt schon voller Erwartung in seiner Transportbox.

Nein, noch geht es nicht los!

Aber bald!

 

 

 

Familienfotos

Familienfotos

Nach monatelangem WhatsApp-Hin-und-Her und vielen Wenns-und-Abers und allgemeiner Begeisterung haben wir es fertig gebracht, uns zu treffen. Wir, eine Familie, die sich weitgehend aus den Augen verloren hat, organisierte ein Treffen am See, ganz in meiner Nähe. Was hatte ich für ein Glück, dass alle zu mir kamen und weite Wege auf sich nahmen. Ich brauchte nur zu begrüßen und mich zu freuen.

Glücklich sah ich mir die vielen mehr oder weniger verwandten Menschen an, wobei ich die Lebenspartner und Lebenspartnerinnen natürlich dazu rechne. Einige kannten sich noch gar nicht und die Kinder waren auch keine Kinder mehr. Wie das so ist.

Als alle fünfzehn Personen vor Ort waren, wollte ich den denkwürdigen Moment für immer festhalten und merkte, dass mein Fotoapparat nicht in meiner Handtasche war. Auch das Handy nicht. Ich gleich so: 😱. Nur ein Gedanke blockierte mein Hirn: „So bald sehe ich meine Leute nicht wieder und ich kann das nicht fotografisch festhalten, weil der Fotoapparat Zuhause ist.“ Ich sprang also ins Auto, um ihn zu holen. Richtig süchtig und schon nach drei Minuten dachte ich: „Was mache ich hier eigentlich für einen Blödsinn?“ Ich wollte aber nicht umkehren, wollte mich nicht noch lächerlicher machen. Gut, Zuhause…… , äh,…….wie soll ich das sagen😬? Kein Handy, kein Fotoapparat. 😱.

Beschämt fuhr ich die 25 Kilometer zurück zum See😨. Meinen festen Vorsatz, nicht darüber zu sprechen, gab ich sofort auf, als ich in meiner Badetasche meinen Fotoapparat fand. Versteht Ihr? Nicht in meiner Handtasche, wie sonst immer, sondern in meiner Badetasche lag mein geliebtes Utensil. Es war die ganze Zeit am See, während ich hektisch hin- und herfuhr. Völlig ohne Sinn und vor allen Dingen ohne Verstand.

Nein, was haben wir alle gelacht 😂😂😂😬😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂.

Nur gut, dass diese Geschichte ganz unter uns bleibt!

Wir hatten eine fröhliche, entspannte Zeit miteinander, die wir mit Baden, Spielen, Klönen, Essen, Trinken, Tretboot fahren und allerhand Quatsch füllten. Ich liebte es, zu spüren, dass ich eine Familie habe. Sie zu sehen ist doch etwas anderes, als nur zu wissen, dass es sie gibt.

Mir ging das alles mal wieder viel zu schnell vorbei. Zum Glück konnte ich mir mit den Familienfotos eine bleibende Erinnerung verschaffen, weil ich ja meinen Fotoapparat doch noch gefunden hatte.

Nachtrag: Am nächsten Tag sprach ich mit meinem Sohn über das Familientreffen und sagte: „Früher, als unsere Alten noch dabei waren, war es manchmal nicht so entspannt für mich!“ Daraufhin meinte er: „Heute seid ihr die Alten.“  😳

 

Rosalind ist mal wieder weg.

Es ist möglich, dass Heinzelfrau Rosalind, die sich gerade von Frau Vro verabschiedet hat, bald hier auftaucht. Misi weiß noch nichts davon, ich aber werde jetzt schnell putzen, damit sich Rosalind gut hier erholen kann. Ich freue mich!

vro jongliert

20180801_Rosalind_001Heinzelfrau Rosalind ist weg. Auf und davon und in den Urlaub. Sie hat sich gerade noch verabschiedet und weg ist sie.
Wohin sie denn wolle, verlangt meine Muse zwischen Umarmungen und Abschiedsküssen zu wissen. Aber Rosalind schüttelt nur bedächtig den Kopf und meint, wenn sie das sagt, dann ist es ja kein Urlaub. Ich erinnere mich an diese Textzeile, die kam in irgendeinem Film vor. Ach ja, Mission Impossible Teil 3, wenn ich mich richtig entsinne. Rosalind grinst mich wissend an.
Der Schweinehund ist sich fast sicher, dass sie zu Misi, dem lustigen Frosch von Frau Holle im Wendland will. Misi ist Froschpapa geworden, hat eine entzückende Froschfrau namens Iris und scheint ganz und gar häuslich geworden zu sein. Der Schweinehund schnaubt nur abfällig. Er sei so ein richtiger Waschlappen geworden. Einmal in den Fängen einer Frau …

Ich räuspere mich vernehmlich. Er funkelt mich herausfordernd an, hält aber dann…

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Alternatives Leben

Alternatives Leben

 

Ich liebe Werbung. Die zeigt uns das wahre Leben! Wenn ich diesen Film ernst nehme, was mir natürlich nie einfallen würde, sähe es im Wendland so aus:

Unsere glücklichen Tiere wohnen bei uns draußen in der Natur. Nein, natürlich haben wir keine Massentierhaltung. So etwas gibt es im Wendland nicht. Auch keine Schlachter und Metzger und Tiertransporte. Rehe springen, Vögel fliegen, Schafe glotzen, Störche futtern, Wasser fließt und alles ist eitel Sonnenschein. Sogar unsere Wölfe sind Vegetarier. Also, von den Wölfen ist in diesem Film keine Rede, aber ich sage Euch, unsere Wölfe fressen keine Tiere. Sie knabbern Gras und höchsten mal ein wenig von der Heide.

Hier gibt es fließende und stehende Gewässer, feuchte und trockene Landstriche. Die Wasserqualität der Elbe ist ganz wunderbar und den Fischen geht es gut. Nein, hier wird nicht geangelt, denn die Wendländer sind ein friedliches, naturliebendes Volk. Fischgeschäfte gibt es zwei im ganzen Landkreis, die sollten aber auch bald weg, finde ich.

Tausende heimelige Oasen zum Wohlfühlen und die friedliche Elbe vereinigen sich zu einer Erlebniswelt für alle. Es geht uns so gut hier, dass es keine Schulen geben muss und die Kinder den ganzen Tag draußen herumtoben und ihre Tiere streicheln. Oder die Rehe, die fröhlich sind und die Jäger nicht fürchten müssen, weil es hier keine gibt. Oder sagte ich das schon?

Die Bauern lieben ihre Landwirtschaft und arbeiten ökologisch, aber auch mit moderner Technik! Ab und zu fährt ein Trecker auf die Felder. Autos brauchen wir hier nicht, weil die Einheimischen sowieso nie weg wollen. Wozu auch?

Hier arbeiten Bauern, Schmiede, Schäfer, Künstler oder Marktbeschicker aus lauter Lust und nicht für Geld. Die anderen Menschen arbeiten nicht und genießen einfach nur das Leben. Wir haben keine Fabriken, Kinos, Supermärkte, Jugendämter, Gerichte, Zeitungen, Krankenkassen, Versicherungen, Krankenhäuser, Ärzte, Polizisten, Feuerwehren, Altenheime und sonstige Geschäfte im Wendland, denn wir brauchen das hier nicht. Nur wer Lust dazu hat, zeigt traditionelles Handwerk und putzt seine Rundlingsdörfer. In denen tanzen wir fröhlich und friedlich herum und zeigen den Touristen, was Lustigkeit ist, denn die kennt hier keine Grenzen.

Die Menschen leben und lieben pausenlos ihre Traditionen und ihre Geschichte. Natürlich, und das ist doch wohl klar, kann man von dieser Geschichte nur gutes berichten. Nein, das Dritte Reich fand im Wendland nicht statt. Wenn das jemand behauptet, soll er doch in den Schützenverein eintreten, dann kommt er auf andere Gedanken.

Gorleben? Was ist das denn? Nie gehört!

Stress und Hektik sind hier völlig unbekannt. Ist das nicht schön?

Das Wendland ist auch nicht so weit weg von Hamburg, Berlin oder Hannover und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln stets gut zu erreichen. Besonders am Wochenende. Der Wendländer selbst reitet, wenn er mal jemanden besuchen will.

Unser höchstes Kulturgut ist der Apfel, aber es gibt auch Gemüse, wenn es denn sein muss.

Ich denke, es wird Zeit, dass es kühler wird. Dann schreibe ich auch wieder vernünftiges Zeug!

 

 

 

 

Hitzekoller

Hitzekoller

Raus kann ich zur Zeit nur morgens und nachts. Tagsüber will ich zwar auch gerne ins Freie, Körper aber nicht. Er weigert sich und will auf dem Sofa liegen und vom kalten Meer träumen. Aber das gibt es nicht mehr. Die Meere sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Sie sind lauwarm. Körper will auch nicht das Haus putzen. Körper will gar nichts. Außer Lesen und Seriengucken. Davon werde ich aber ganz blöde im Kopf. Ich schnurre irgendwie zusammen.

Gestern redete ich Körper gut zu und radelte zum Schwimmbad. GESCHLOSSEN. Zwei Wochen lang wegen Reparatur. Tolle Kreisstadt mit ohne Freibad und jetzt auch noch ohne Hallenbad. Mitten im Sommer und in den Ferien. Ich kriege die Krise.

Also entschloss ich mich spontan zu einer Radtour, weil: Bewegung muss sein und vielleicht finde ich einen verborgenen Badesee?  Leider verfuhr ich mich und es war heiß, die Sonne brannte und ich fühlte mich wie in der Wüste. Kein Wasser und sowas von Durst….mit knapper Not bin ich dann doch wieder zu Hause angekommen. Auf allen vieren schleppte ich mich durch meinen Garten und konnte mich mit letzter Kraft ins Wohnzimmer retten.

Ich arbeitete dann am PC, regelte virtuell, was es zu regeln gab und pflegte über  WhatsApp und Telefon Kontakte. Ich wusste bald nicht mehr, wo oben und unten war und verlor irgendwie den Überblick. Habe ich bei der telefonischen Tischreservierung tatsächlich das richtige Datum angegeben? Wusste ich nicht, aber ich wusste genau, dass ich einen Kommentar löschen wollte und es nicht tat, sondern ihn losschickte und dabei dachte, jetzt sei er gelöscht. Meiner Krankenkasse schrieb ich stundenlang eine Mail. Für ein paar Sätze endlose Formulierungsschwierigkeiten. Mein Gehirn kochte.

Abends ging ich in den Garten, weil ich dachte, dass ich ja nicht immer nur im verdunkelten Zimmer leben kann. Es ist Sommer! Da muss man raus! Es war unerträglich draußen und der Fernseher von nebenan noch viel besser zu hören. Grrr. Aus unerfindlichen Gründen wollte ich mich bewegen. Der Schweiß floss in Strömen und ich fühlte mich wie in einer Zeitlupe gefangen. Ich nahm eine Gartenschere und schnitt ein paar vertrocknete Blumen ab, warum auch immer. Und schnipp-schnapp trennte ich auch meine geliebte Lichterkette vom Solarmodul. Was sollte das nun wieder? Kabel, zweimal durchgeschnitten. Ich kriegte die Krise, schmiss die Gartenschere über den Gartenzaun und goss die Blumen. Die lachten sich scheckig. Ich schimpfte mit ihnen und drohte mit Wassermangel. Schnell wurden sie ruhig und die Lichterkette war immer noch kaputt.

Heute ist es nicht viel besser. Zum Glück ist aber die Gartenschere weg und kann kein Unheil mehr anrichten. Ich versuche, die Fehler, die mir gestern unterlaufen sind, zu korrigieren. Dabei stellen sich die meisten als gefühlte Fehler heraus. Also die zertrennte Lichterkette nicht, aber sonst schon. Gut, der Kommentar ist abgesendet, hat aber keinen Schaden angerichtet. Der Tisch ist mit dem richtigen Datum reserviert. Meine Fahrt zum Arzt im September nach Hamburg ist geregelt. Die  Krankenkasse meines Vertrauens lehnt die Kostenübernahme für eine Krankenfahrt ab, obwohl ich mir mit dem Anschreiben so viel Mühe gegeben hatte. Das Hallenbad ist immer noch zu. Morgen sind 37 Grad angesagt, das heißt, mein Thermometer wird über 40 Grad anzeigen.

Eben rieb ich meine schmerzenden Gelenke, meine Füße und Hände mit kaltem Wasser ab. Das bringt Linderung, weil ich drei Tropfen Pfefferminzöl zufügte. Das kühlt und belebt.

Leider rieche ich jetzt wie eine ganze Pfefferminzbonbonfabrik und kann auf keinen Fall unter Leute. Isso ( das ist ein anderes Wort für Zustimmung oder Bekräftigung, drittplatziertes Wort bei der Rangliste zum Jugendwort des Jahres 2016 in Deutschland) denn wenn ich das mit meinem eingeschränkten Geruchssinn sogar selbst rieche, muss es für normale Leute unerträglich sein. Vermute ich.

Und Ihr so? Genießt Ihr den Sommer auch so sehr wie ich?