Der Neue

Ich liebte die Farbe

das weiche Material

ich wollte ihn haben

und probierte das gute Stück

dann auch gleich mal an.

😳

Und sah voller Entsetzen

wie dick er mich machte

von der Seite aus gesehen

und da war es geschehen

ich wollte weglaufen

ohne ihn zu kaufen.

🥲

Doch die gläserne Ladentür

zeigte mir

dass nicht der Pullover schuldig war

denn der war schick

und ich war selber dick.

🤦‍♀️

Und dann

probierte ich noch einmal an

und kaufte ihn voller Glück

und dachte dabei

nun ist es geschehen

ich muss der Tatsache ins Auge sehen

ich bin nun mal eine kleine Dickmadam

und ziehe trotzdem den neuen Pullover an

von vorne ist das auch völlig in Ordnung

und ich muss mich ja nicht immerzu

vor dem Spiegel drehen

um mich von der Seite anzusehen.

😉

Donnerstag

Donnerstag

Papiertonne raus stellen, Bio-Kiste in Empfang nehmen, Gemüse einsortieren, Obst waschen, überlegen, was ich mit dem Kohl anfangen soll, Kompost zur Bioabfall-Tonne transportieren, Pullover nicht bestellen, der mich im Katalog so anlacht und doch zu teuer ist, stundenlang daran sitzen, den Drucker dauerhaft (hoffentlich) zum Drucken zu bringen, Sonne genießen, blauen Himmel genießen, jetzt (17.16 Uhr) zeigt er sich grün-orange: natürlich auch genießen, daran denken, dass der Drucker druckt, sich darüber freuen, stolz sein, Radfahren in der kalten Wind- und Winterstille, Gänse beobachten, ablenken von einer weiteren familiären Trennung, traurig und auch erleichtert darüber sein, es ist schwer, die Denkschleifen zu stoppen, gesagt ist gesagt, Tabubruch ist vollzogen, das bin ich mir wert, daran denken, dass eine Freundin mir die Freundschaft aufkündigte, ja, auch das, erleichtert sein, dass eine andere ungeimpft Corona überstanden hat, zum ersten Mal in diesem Jahr auf der Terrasse sitzen und die Sonne im Gesicht spüren, sie hat schon wieder Kraft, die Augen öffnen und einer Amsel im stachligen Beerenbusch gleich gegenüber tief in ihre Augen schauen, sie hält ein paar Augenblicke den Blickkontakt und pickt dann weiter ihre Beeren (oder meine, was weiß ich), ich bin also gar nicht allein, wie ich eben noch dachte, an meine Kinder denken, mich fragen, ob ich wirklich so anstrengend bin, mich fragen, warum andere so viel erleben und ständig unterwegs sind und mein Selbstmitleid in die Tonne treten, die ist ja jetzt geleert, Mittagsschläfchen, Buch lesen, nur wenig essen, nichts mehr zwischendurch und wenn, dann nur noch Obst und Nüsse, ein wenig Netflix schauen, ein wenig Ordnung schaffen, keine Pläne und das ist gut und schlimm, mal so und mal so und es wird Zeit, dass die Pandemie sich vom Acker macht.

Es gab Zeiten im Leben, da war mehr los an einem ganz normalen Donnerstag.

Technik und Schnecken

Nachdem ich nun den Vormittag damit verbrachte, etwas ausdrucken zu wollen, was wieder nicht gelang, obwohl mein WeitwegSohn ihn, also den Drucker, zum Funktionieren brachte und er vor ein paar Tagen noch seine Arbeit präzise tat, und der Drucker heute gar nichts mehr macht, was ungewöhnlich ist, und ich es einfach nicht hinkriege, das Ausdrucken, gebe ich es auf und widme mich den Dingen, die funktionieren.

Auf dem Neujahrsspaziergang entdeckten wir gestern Schnecken. Das ist doch im Januar ungewöhnlich, oder? Es war allerdings auch frühlingshaft warm und insofern machten die Schnecken vielleicht Sinn. Nun hatte ich keinen Fotoapparat dabei und bedauerte es sehr. Mein NahdranSohn holte sein Handy aus der Hosentasche, knipste und schickte mir die Fotos. Ihr wisst natürlich, wie das geht. Und heute wollte ich nach meinem Druckerdebakel schnell die Fotos vom Handy in meinen PC übertragen und brauchte wieder eine ganze Weile dazu, bis es dann auch klappte. „Meine Güte, ich bin zu alt für so was“, dachte ich und war froh, dass ich wenigstens hier die Bestimmerin war und die Technik nachgeben musste.

Meinen Impuls, das mit dem Drucker nun doch noch einmal zu versuchen, widerstehe ich standhaft. Noch mehr Zeit will ich nicht vergeuden und das Auszudruckende habe ich jetzt handgeschrieben vor mir liegen.

Nun aber zu meinem Beitrag, so wie ich ihn vor ein paar Stunden plante, bevor mir der Drucker dazwischen kam:

Lasst es Euch schmecken, Ihr Schnecken!

🌟🎄✨

Weihnachten in diesem Jahr

mit der Familie

ganz wunderbar

auch wenn ich gestern nicht

wie geplant

mit dem WeitwegSohn

nach Weitweg gereist

sondern hier geblieben bin

aus guten Gründen

und meine kleine Traurigkeit

wird in die schönen Erinnerungen

eingearbeitet

so ist das Leben eben

draußen scheint die Sonne

die Eiskristalle funkeln

Herr Winter

gibt heute alles

was es kann

und ich erlebe gleich

einen Weihnachtsspaziergang 🎄

vom Feinsten!

🎄24. Dezember 🎄

Rudolf hat sein Ziel erreicht. Es ging dann doch ziemlich schnell, auch wenn der Weg lang und ereignisreich war, wie man hier noch einmal studieren kann:

Meine Frau und ich bedanken uns bei allen, die mitmachten, insbesondere beim Kalendertier. Es hat große Disziplin bewiesen. Frau Holle schließt sich an, aber sie hat jetzt keine Zeit, denn sie hat anderes zu tun. Sie sagte noch: „Quali, ich bin so froh, dass Du in diesem Jahr die Kalenderarbeit übernommen hast, denn mir wäre kaum etwas eingefallen. Du hast das gut gemacht!“ Und dann drückte sie mich an ihr großes Herz.

Wir alle bedanken uns bei Euch, denn ohne die LeserInnen hätte es nur halb so viel Spaß gemacht mit dem Adventskalender! Wir verschwinden jetzt in die Weihnachtsruhe und machen uns eine gute Zeit.

Liebe Grüße vom Wichtelpaar Que und Qua!

🎄25. Dezember: Macht es gut, habt es gemütlich, vergesst Eure eigenen Weihnachtswichtel nicht, die sich über einen kleinen Reisbrei sehr freuen würden und frohe Weihnachten!!!!!!!!!🌟💝🌈

🌟22. 🎄Dezember 💝🌟

Hallo, hallo, hallo!

Rudolf wollte durchgalloppieren, aber wir konnten ihn gerade noch bremsen. Er versteht das einfach nicht und sagt: „Auf einen oder zwei Tage kommt es doch wohl nicht an, oder? Je schneller ich da bin, umso besser und ich kann endlich losziehen und mir einen schönen, stillen Wald suchen!“ Das können wir natürlich nicht erlauben, denn dann würde im Hause Holle alles durcheinander geraten und die übrige Welt würde Weihnachten feiern, wenn sie hier schon fertig wäre damit. Nein, das geht nicht. Rudolf schmollt, Frau Holle ist froh und hat noch viel zu tun. Ihr WeitwegSohn kommt nun doch und sie will es ihm schön machen. Geschenke müssen verpackt und die Wäsche aufgehängt werden. Ein Corona-Test ist fällig, denn sicher ist sicher. Ein-zwei Telefonate noch. Ein Süppchen will gekocht werden. Etwas räumen und wischen hier und da. Es läppert sich, Ihr kennt das! Gut, dass das Auto schon vollgetankt ist und genug Vorräte vorhanden sind. Wir fragen, wo ihr Weihnachtsbaum ist und sind erschüttert: Sie hat keinen. „Das geht doch nicht“, schimpfen wir, aber sie sagt: „Geht wohl!“ Und dann erklärt sie, dass sie ja eigentlich sowieso kaum zu Hause ist. Heiligabend geht´s zum NahdranSohn und am 25. Dezember fährt sie mit den WeitwegSohn weit weg und kommt erst nach Weihnachten wieder nach Hause. Wir hören auf, sie zum Baumkauf schicken zu wollen, denn sie hört sowieso nicht auf uns und macht ihr eigenes Ding.

Also ziehen wir weiter durch die Häuser und sehen, was sich so tut in Lüchow-Nord-Mitte!

Und Ihr so? Alles gut? Das wünschen Euch von Herzen Que und Quali!

🌟22. Dezember☃: Nun wird es aber wirklich Zeit, sie alle aus der Kiste zu befreien. Weihnachten ist manchmal schneller vorbei, als man denkt.🎄

💫🌲16. Dezember🌲🌟🌈

Hallo, hallo, hallo!!!

Heute wird Rudolf ein Herz von höchster Stelle verliehen. Unser Neuling erledigt seine Aufgabe ganz wunderbar und wird nominiert zur besten Weihnachtsgestalt in diesem Jahr.

Frau Holle trinkt Tee, tankt Energie und wartet ab. Sie hat gestern einen Jahresrückblick im Fernsehen gesehen und will sich heute erholen. „Meine Güte, was für ein Jahr“, sagt sie und will davon nichts mehr sehen und hören. „Ich hole Hygge in mein Haus und bleibe drinnen für immer und ewig. Zumindest bis Weihnachten“, fährt sie fort. Was soll sie auch anderes machen? Wir unterstützen sie mit schönen Gedanken an vergangene Dänemarkreisen und erinnern sie daran, dass im nächsten Jahr im Sommer dort ein Ferienhaus auf sie und ihre Kinder wartet. Frau Holle holt den dänischen Käseschneider aus der Schublade, schneidet Käsescheiben und beruhigt sich ein wenig. Ihr Hygge-Adventskalender (Hygge ist neuerdings ihr Lieblingswort) gibt gute Tipps (Kerzen anzünden, warme Socken anziehen, in Wolldecke kuscheln, Marzipan verzehren, na gut, das hat sie sich selbst ausgedacht, und abends die Weihnachtsbeleuchtung im und am Haus genießen. Dazu Musik und jede Menge Weihnachtsfeiern mit vielen, tollen Leuten. Das letztere fällt in diesem Jahr schon wieder aus, aber dafür sind wir ja da! Der Trubel auf dem Tisch entschädigt doch für vieles, ist aber natürlich kein Ersatz für echte Menschen.

Que und ich machen uns jetzt vom Acker, aber nicht ohne ganz viel Hygge ins Netz zu werfen. Vielleicht kommt etwas davon bei Euch an! 💝💖Euer Quali mit Que.

16. Dezember: 🎉Kitsch ist manchmal recht gemütlich und wird darum wärmstens empfohlen. (Siehe auch: https://frauholle52site.wordpress.com/2017/12/06/6-dezember/)

12.12.21 🌟🕯️🕯️🕯️🌟⛄🎍

Rudolf hat die Hälfte geschafft und wir feiern ein kleines Bergfest. Wir laden Frau Holle zum Umtrunk ein, aber sie kann nicht. Selten ist sie weg, aber ausgerechnet heute wird sie vom Sohn zum Grünkohlessen erwartet. Sie sagt: „Das ist in diesem Jahr auch das einzige Advents-Treffen mit Leuten. Also mit großen Leuten!“ Ihr ist das soziale Leben etwas entgleitet, sie hat so so gar keine Lust sich darum zu kümmern. Doch noch ehe wir sie bedauern können, legt sie einen kleinen Freudentanz aufs Parkett, weil sie Weihnachten beide Söhne um sich haben wird und geplant ist ein Ausflug nach Berlin. Dort lernt sie endlich ihren Enkelkater kennen. „So ist es jedenfalls angedacht, aber wer weiß, was noch auf uns zukommt“, seufzt sie. Dann zieht sie sich die Jacke an, greift nach dem Blumenstrauß, sucht ihre Autoschlüssel und verschwindet ins graue, trübe Nass da draußen.

Wir feiern noch ein wenig Bergfest und dann müssen Que und ich auch los, denn einigen Menschen geht es gar nicht gut. Mal sehen, was wir für sie tun können.

Ihr habt hoffentlich einen schönen dritten Advent! Liebe Grüße aus dem Wendland von Que und Qua, dem fleißigen Wichtelpaar!

12. Dezember: Zünden wir drei Kerzen an, kommt schon bald der Weihnachtsmann!🎄

Gefühle, selbst gemacht

Heute regnet und stürmt es und vermutlich bleibe ich hübsch zu Hause. Ich komme langsam wieder zu Kräften und das ist gut so. Meine Sporteinheit zog ich eben ohne Beschwerden durch, meine Zuversicht wächst wieder. Gleich werde ich mich beim Malen in die Kindheit zurückversetzen und schöne Geschichten hören: https://www.oetinger.de/buch/bald-ist-weihnachten/9783837302509

Ich besorgte mir diese CDs als ich mich vor Angst kaum noch bewegen konnte. Alles, alles war beängstigend, sogar das Backen der Kekse. Ich erinnere mich noch genau an die schlimmste Adventszeit meines Lebens vor ein paar Jahren. Zum Glück war ich noch in der Lage, mir „Anker zu setzen“ und so lag ich zum Beispiel häufig, nachdem sich eine Angstattacke ausgetobt hatte, auf dem Bett und hörte Manfred Steffen zu, der so schön vorlesen kann.

Jetzt geht es mir prima und meine kleine Angststörung und ich kommen gut miteinander zurecht. Ich höre den Weihnachtsgeschichten immer noch gerne zu, die mir so wunderbar aus der Zeit gefallen scheinen und so schön gemütlich sind. Sie erinnern mich an die Weihnachtsvorfreude meiner Kindheit. Ich bewahrte mir ein wenig von diesem Gefühl auf und kann es auch als Rentnerin in kleinen Momenten noch nachspüren. Das tut mir gut…. gerade jetzt.

Und später, wenn ich genug gemalt, gehört und gefühlt habe, werde ich mit meinen neuen Karten Patiencen legen. Ich fing vor ein paar Tagen mit einer sehr, sehr leichten an und bisher ist nur eine einzige aufgegangen. Ich mochte dieses kleine Glücksgefühl und das will ich wieder haben. Darum lege ich und lege ich und lege und lege und die Zeit vergeht wie im Fluge.

PS: Ich höre gerade: Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen der „Notbremse“ waren verfassungsmäßig. Na bitte, könnten sie doch aufhören zu reden und zu reden und etwas mutiger werden.