Zimmerreisen 7: N wie Negativ

Zimmerreisen ist ein spannendes Schreibprojekt, welches mich immer wieder zu mir selbst führt. Das Regelwerk findet Ihr hier:https://puzzleblume.wordpress.com/2021/06/25/einladung-zu-den-zimmerreisen-07-2021/ Ich danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) und Puzzleblume für die Anregung zum mentalen Reisen.

„Nun sei doch nicht immer so negativ!“, höre ich manchmal, wenn ich über die Zukunft spreche. Oder über meine Kindheit. Oder über meine Sorgen. Ich zuckte dann zusammen und überlegte, was ich denn nun wieder falsch gemacht habe. Positiv soll ich sein. Positiv denken und sprechen. Das würde besser passen.

Heute ist aber leider nicht P dran, sondern N. Also bleibe ich beim Negativ und gucke mich um. Daraus könnte ich etwas machen, denke ich, N wie Negativ. Mal sehen, was mir dazu einfällt:

Man darf das nicht so genau nehmen. Ein negatives Foto wäre etwas anderes, aber ich stelle folgende Regel auf: Im Regenbogen reicht es, ein Foto so zu bearbeiten, dass die Farben umgekehrt werden, um es negativ zu benennen. Und das habe ich eben mit meinen Spontanfotos getan. Und siehe da: Negativ gefällt mir auch ganz gut. Na ja, Lila überwiegt und das ist nicht gerade meine Lieblingsfarbe, aber sie ist nun einmal da, weil ich Grün so gerne fotografiere. Im Sommer gibt es sehr viel davon, wenn ich aus dem Fenster schaue. So nehme ich das Lila hin und sehe das nicht so negativ.

Und weil mich meine negative Welt gerade nicht weiter bringt, kehre ich die Farben eben wieder um. Nun wird Positiv doch noch gewürdigt.

Positiv finde ich auch schön. Ohne das Negativ würde das Positiv nicht so strahlen. Nichts ist eindeutig. Jedes hat zwei (oder mehr) Seiten. Es kommt auf den Blickwinkel an. Oder auf die Interpretation. Oder die Einstellung. Nur negativ ist doof. Aber nur positiv geht auch nicht. Beides miteinander zu verbinden ist manchmal angebracht. Sichtweisen sind unterschiedlich und das soll so sein. Ist doch gut, sich mit beiden Seiten auseinanderzusetzen.

Wenn demnächst jemand findet, ich sei mal wieder zu negativ, dann werde ich nicht mehr zusammenzucken. Dann werde ich an meine schlauen Gedanken vom 1. Juli 2021 denken und mich darüber freuen, dass mich heute eine verfrühte Geburtstagskarte erreichte, die auch im Negativ wahr bleibt. Nur die Farben sind anders, der Inhalt ist identisch. Manchmal ist es auch im wirklichen Leben so. Und damit endet meine negative Zimmerreise doch sehr konstruktiv, oder?

8 Gedanken zu “Zimmerreisen 7: N wie Negativ

    1. Herzlichen Dank für den Link. Manchmal habe mit ihm Schwierigkeiten, ich weiß auch nicht, warum er manchmal funktioniert und manchmal nicht.
      Ich bin gespannt, auf die anderen Beiträge mit diesem Buchstaben. Ich finde den echt schwierig!😂

      Gefällt 1 Person

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