Tiefe Sehnsucht

Tiefe Sehnsucht

Bilder der Vergangenheit

zeigen sich und bleiben.

Ich habe Heimweh

und weiß nicht warum

eine tiefe Sehnsucht

mich so traurig macht.

 

Nie mehr, nie mehr!

flüstert sie und mein Herz wird schwer.

 

Ich vermisse

mein Eingebundensein von damals.

Meine Familie,

meine Freunde,

meinen Beruf

und meine Tiere,

die mich begleitet haben.

 

Ich vermisse die Zweisamkeit.

Das tägliche Zusammenleben

und überhaupt alles.

Oder nur das Gute.

 

Ich vermisse meine Jugend

und meine Gesundheit.

 

Wenn ich daran denke,

was ich in zehn Jahren vermissen könnte,

von dem, was ich heute habe,

möchte ich die Zeit festsetzen.

Sie soll nicht weiter vergehen.

Nie mehr, nie mehr wird es so sein wie früher.

Nie mehr so werden wie jetzt.

 

Wenn ich mich weiter dem Selbstmitleid überlasse,

verliere ich mich im Morast.

 

Ich mobilisiere

meine schlummernden Kräfte

und die Dankbarkeit bietet mir Schutz.

Tröstet mich über die Trauer hinweg.

Es war, wie es war

und freue dich, dass es gewesen.

Es ist, wie es ist.

Mal so und mal so!

Sei froh.

Und wie es wird, kann keiner wissen.

Das musst du verstehen

und dich nicht schon im Voraus sehnen

nach vergangenen Tagen.

 

Mein Verstand weiß genau, wie wahr das ist,

aber mein Herz macht gerade nicht mit.

Es will jetzt nicht vernünftig sein.

 

Na schön, heute darf es seinen Willen haben.

Der Verstand zieht sich zurück

und macht ein Nickerchen.

 

Aber dann ist auch bald gut.

Ich werde dafür sorgen,

dass beide schnell wieder im Einklang sind

mit dem Jetzt.

Denn es gibt viel zu tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bettgesellschaft

🛌

👹 Hallo, hallo! Hier ist dein schlechtes Gewissen!

🛌 ……….

👹 Hallooooo! Nicht schlafen! Zuhören!

🛌 Hä?

👹 Hör mir gefälligst zu. Es kommt nicht infrage, dass du jetzt friedlich schläfst!

🛌 Was?

👹 Du hast dir noch keine neue Lesebrille besorgt.

🛌 Doch, habe ich bestellt. Lass mich schlafen!

👹 Du gibst zu viel Geld aus.

🛌 Wenn du meinst. Gute Nacht!

👹 Du hast noch nicht alles für deine Knie-OP getan!

🛌 Doch, ich habe Termine gemacht und kann im Moment nicht mehr tun.

👹 Du hast nicht genug Kniegymnastik gemacht.

🛌 Hä?

👹 Du hast dich heute nicht genug bewegt.

🛌 Es ist Mitternacht. Ich will jetzt schlafen.

👹 Du hast dich nicht genug bewegt! Du bewegst dich nie. Du hast wieder zugenommen.

🛌 Stöhn.

👹 Du isst zu viel. Du guckst zu viel in die Glotze. Du musst mehr im Garten arbeiten.

🛌 Es ist dunkel. Ich muss jetzt schlafen.

👹 Du hast noch keinen Handwerker gesucht, der dir die Spüle repariert.

🛌 Mach ich Montag.

👹 Du hast deinen Urlaub noch nicht vorbereitet.

🛌 Ist noch Wochen hin.

👹 Du weißt noch nicht, was du mitnimmst.

🛌 Ist noch Wochen hin.

👹 Immer bist du so larifari.

🛌 Lächerlich.

👹 Deine Kinder lieben dich nicht.

🛌 Hä?

👹 Du bist ihnen keine gute Mutter gewesen.

🛌 …….

👹 Hör mir gefälligst zu, wenn ich mit dir spreche! Du hast alles falsch gemacht und willst jetzt friedlich schlafen?

🛌 …………

👹 Du warst auch keine gute Ehefrau. Kein Wunder, dass er es nicht mit dir aushielt.

🛌 Stimmt. Nun lass mal gut sein.

👹 Und damals in Afrika hast du dich ganz schlecht benommen.

🛌 Wie kommst du jetzt darauf?

👹 Du warst eine miserable Tochter. Und jetzt sind deine Eltern tot.

🛌 Ja.

👹 Und du willst friedlich schlafen, wo du doch an allem schuld bist.

🛌 Jetzt reichts mir. Und außerdem bin ich immer noch eine Frau.

👹 Kann ich nicht abstreiten. Obwohl etwas mehr Weiblichkeit dir auch ganz gut täte. Aber die Botschaft stimmt. Und auf die kommt es an. Angekommen?

🛌 Sei endlich ruhig und verpiss dich.

👹 Das könnte dir so passen. Ohne mich bist du aufgeschmissen und wüsstest du gar nicht, was für ein schlechter Mensch du bist. 

🛌 Komm doch morgen wieder.

👹 Du warst eine miese Lehrerin.

🛌 Meine Güte. Ich bin müde.

👹 Kann ich mir vorstellen. Erst alles vermasseln und dann schlafen wollen.

🛌 Was willst du eigentlich von mir?

👹 Du sollst ein besserer Mensch werden. Und dünner werden. Und fleißiger werden. Und freundlicher. Und kommunikativer.

🛌 JETZT?

👹 ?

🛌 Soll ich das jetzt alles erledigen? Soll ich sofort alles besser machen? Jetzt in diesem Moment? Soll ich aufstehen, dünner werden und aufräumen? Hilfst du mir, mein Leben rückgängig zu machen? Gibst du mir eine Maschine, damit ich eine Zeitreise antreten und somit eine bessere Tochter, Ehefrau, Mutter und Lehrerin werden kann???!!!

👹 Meine Güte, was bist du denn so aggressiv?

🛌 Gib jetzt Ruhe, ich will schlafen.

👹 Aber…

🛌 NEIN‼

👹 OK. Ok.

 

 

 

Radeln und denken

Radeln und denken

Wolken! Keine Sonne! Ich will mich heute wirklich mal bewegen. Also rauf auf das Fahrrad und los. Dänische Kronen von der Sparkasse holen. Ja, ich weiß, der „spontane Urlaub“ mit Freunden aus früherer Zeit ist noch lange hin. Aber das Ferienhaus (mit Seeblick!!!!) ist gebucht und bezahlt, also kann ich mir auch mein Urlaubsgeld schon mal zurechtlegen. Das bringt mich in Ferienlaune. Nun ist es auch schon wieder zwei Wochen her, dass sich „mein Rudel“ am See um mich versammelt hat. Söhne finden den Ausdruck Rudel in ihrem Zusammenhang doof. Aber ich bin die älteste, ich darf doofe Sachen denken und sagen. War richtig schön mit meinem Rudel! Grillen, quatschen, schwimmen. Mit dem Gewitter war die Party am See vorbei und wir trafen uns bei mir Zuhause wieder. Um den Esstisch gequetscht die Reste zu vertilgen, das hatte auch was. Schwupps. Vorbei. Alle weg.

Prima, hat gleich geklappt mit den Kronen und ich radle mit meinem gefüllten Portmonee  durch die Felder. Stoppelfelder. Herbststimmung. Kann das sein? Ist doch noch Juli! Zwei Störche staksen über die Wiese. Regen ist seit Tagen angesagt. Die Wolken hängen tief. Aber es regnet nicht. Auch seit Tagen. Huch?! Ein Hase sitzt am Wegesrand und mümmelt vor sich hin. Wir gucken uns kurz in die Augen und erschrecken beide. Er hopst weg. Ich kann nicht mehr hopsen. Schade eigentlich. Schwalben schweben tief. Ein Trecker staubt mich ein. Frechheit. Letztes Wochenende war echt viel los. Warum verteilt sich das nicht besser? Oh, schon wieder ein Trecker von vorne. Will ich mal lieber an die Seite fahren. Der ist stärker. Ein Sohn besuchte Freunde im Landkreis und schlief bei Muttern. Also bei mir. Zweimal gemütlich frühstücken! Wie ungewohnt. Und wie schnell die Zeit wieder verging. Na ja, ich hatte ja selbst eine Menge vor. Samstag mit Freundin am und im See und Sonntagabend war auch nett. I. aus der Schreibwerkstatt lud mich spontan auf ihren Balkon ein. Wie die erzählen kann und was sie schon alles erlebt hat! Sie ist noch mal 20 Jahre älter als ich. Das Zuhören war wie eine Reise in die Vergangenheit. Sonnenuntergang mit Weißwein auf dem Balkon. Herrlich. Und Zuhause dann als krönenden Wochenendabschluss noch „Easy Rider“ im Fernsehen. Schon wieder eine Zeitreise. Aber diesmal meine eigene. Ich fühlte fünfzig Jahre alte Gefühle und wenn die wunderbare Musik kam, stellte ich den Fernseher lauter. Was hatte ich damals für Flausen im Kopf! Ich wollte auch Easy Rider sein. Also, natürlich wollte ich nicht erschossen oder erschlagen werden. Aber ich fand den Typen in seinen Lederhosen so toll. Und Jack Nicholson war noch so jung in dem Film.  Ach, ich mache noch einen kleinen Umweg und genieße es, dass es nicht so heiß ist. Ich habe mich wirklich viel zu wenig bewegt in den letzten Tagen. Dafür umso mehr gegessen und gleich auch wieder zugenommen. Was kein Wunder ist. Aber schade. Der uralte Film ist noch immer aktuell und das finde ich erschreckend. Nein, ich will nicht daran denken. An diesen „Politiker“ erst recht nicht. Ist einfach zu furchtbar, was der sich leisten darf und wahrscheinlich wieder gewählt werden wird. Nein, ich will daran jetzt wirklich nicht denken, zumal diese Art „Politiker“ aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen überall auf der Welt auftauchen. Dagegen muss ich doch was tun können. Aber was? Meine Güte. Natürlich kann ich daran nichts ändern, weiß ich doch. Und dass die Birke dahinten abgestorben ist, will ich jetzt auch gar nicht sehen. Und Greta segelt in die USA und schont die Umwelt. Absurd irgendwie, oder? Und jetzt komme ich an meiner kleinen Lieblingskuhherde vorbei. Vier Kälbchen sind neu dabei. Süß und sie wissen ja nicht, wozu sie geboren wurden. Auf jeden Fall haben die es hier richtig gut auf ihrer Wiese. So, gleich bin ich Zuhause. Werde wohl noch den Rasen mähen und den Garten etwas zurechtstutzen. Ich komme mir ja schon wie Dornröschen vor. Ob nicht vielleicht doch noch mal ein Prinz vorbei reitet und mich rettet? Wohl kaum. Und wovor überhaupt? Ach so, ja, ich weiß schon.

 

Liebe

Liebe

Wenn zwei sich finden

verschmelzen die Grenzen.

Ich und du

sind eins.

Dachte ich.

 

Ich suchte dich

und fand die Leere.

Zu viel „Grenzenlos“ lässt die Liebe nicht zu.

 

Allein.

Grenzen geschützt.

Nie wieder Verlust riskieren.

Nähe ausgeschlossen.

Oder?

 

Ich habe gehört,

dass die Liebe helfen kann

Türen zu öffnen,

die abschließbar sind.

Ich halte Ausschau

und finde den Frieden.

Wo ich dachte, es gäbe sie nicht,

spielt die Liebe schon längst mit mir.

 

 

 

 

 

 

 

Wörter im Kopf

Was fange ich mit meiner Zeit an?

was: was fällt Dir ein? Was? Was? Was? Was ist das? Was denkst du gerade? Was kommt? Was bleibt? Was brauche ich? Was willst du? Was kann ich? Was bin ich? Was sagst du? Was gibt’s Neues? Was gibt’s im Fernsehen? Was soll das? Was wünschst du dir? Was ist bloß aus mir geworden? Da kommt noch was! Was denn?

fange: Fangen spielen, einfangen, abfangen, anfangen. Fänger im Roggen. Fangleine. Fang doch nicht wieder damit an! Fang den Hut. Gefangen. Traumfänger. Fischfang. Anfang.

ich: Ego. Ich bin. Ich kann. Mein Ich. Ich kriege euch alle. Egoismus. Egozentrik. Ich. Ich. ICH. Ich will. Ich nicht. Ich auch. Ich bin. Ich denke.

mit: mitgehen, mitkommen, mitnehmen, mitten, mitsingen, mitlachen, mit mir, mit dir, mit allem, mit nichts, mit Sorgen, mit Freuden, mitleiden, mitfühlen, mitbringen, mitreisen, mitfahren, mitfeiern, mittrauern, mitlesen, mit Strom, mit Phantasie,

meiner: meins, meins, meins, Meineid, mein Ein und Alles, mein Geld, mein Gold, mein Garten, mein Kummer, meine Liebe, meine Welt, mein Mann, mein Kind, alles meins.

Zeit: Zeitmesser, Zeitung, Zeitgeist, ZEIT, lange Zeit, Wartezeit, kurze Zeit, Zeitreise, keine Zeit, niemals Zeit, Zeit für mich, Zeit für Dich, ich habe Zeit, das ist meine Zeit, beste Zeit ist jetzt, Freizeit, Arbeitszeit, Reisezeit, Familienzeit, Kaffeezeit, Essenszeit, Zeitleiste, Zeitwende, das Zeitliche segnen, zeitgleich, Uhrzeit, Sommerzeit, Winterzeit, Eiszeit.

an: ankommen, anecken, anmeckern, anlehnen, anbauen, anzweifeln, ankleben, anführen, anbinden, anstehen, anfahren, anwenden.

?: Weiß nicht. ???

Also: Was fange ich mit meiner Zeit an?

Flashback

Die Samtgemeinde schickt einen Brief an das Ehepaar Herrn und Frau Y. Ich bekomme Herzklopfen. Wir waren geschieden, also keine Ehepaar mehr und mein Mann ist im September 18 gestorben. Nun bekommen wir gemeinsam Post.

Die Samtgemeinde wollte die Grundsteuer und die Kosten für die Straßenreinigung für unser Haus im Mai von seinem Konto abbuchen. Das ging natürlich nicht, denn es ist längst aufgelöst. Wir sollen schnell den Betrag überweisen zusätzlich 3 Euro Stornogebühr, die die Bank erhoben hat. Und auf jeden Fall unsere neuen Kontodaten angeben, damit in Zukunft wieder ordnungsgemäß abgebucht werden kann.

Ich bin völlig fertig. Mein Herz klopft und mein Körper ist in Alarmbereitschaft. Ich fühle, es passiert etwas ganz Furchtbares.

Ich atme tief durch und weiß, dass das, was gerade in mir passiert, keine Reaktion auf die reale Situation ist. Mein Gefühlssystem erinnert sich an die schlimmen zwei Wochen, in denen mein Mann zusammenbrach und starb. Und an die Zeit danach, in der wir die Beerdigung organisierten und seinen Hausstand auflösten.

In den letzten Tagen lebte ich viele Momente in der Stille. Ich dachte häufig an ihn und daran, dass es ihn nicht mehr gibt, dass unsere Geschichte endgültig zu Ende ist. Ich war manchmal traurig, manchmal ging ich gedanklich einige Situationen durch, die besonders furchtbar für uns waren. Ich fragte mich, wie er sich wohl gefühlt haben mochte. Ich dachte an unsere Kinder, die zwar erwachsen sind, aber die es wirklich schwer hatten und haben. Mir wurde bewusst, wie unfassbar schlimm es für sie gewesen war. Ja, ich war damals meistens dabei, aber zu sehr mit mir selbst beschäftigt, um mich wirklich einzufühlen. Ich dachte daran, dass von einem Moment zum anderen alles vorbei sein kann, auch für mich.

Ich fühlte mich trotzdem recht wohl in der letzten Zeit. Ich versank nicht in Trauer. Ich stellte mich den Erinnerungen. Und ich fand neue Aspekte in meinem Leben. Ich kam zur Ruhe.

Und jetzt dieser Brief! Mein Verstand bleibt ruhig und weiß, was zu tun ist. Mein Gefühl findet, dass die Welt sicher bald untergeht. Ich rufe bei der Sachbearbeiterin an und sie bleibt dabei: wir müssen die Grundsteuern für 2019 zahlen. Ja gut, mein Mann ist tot, dann muss eben die Erbengemeinschaft dafür aufkommen. Na gut, das Haus ist verkauft, aber solange das Finanzamt sich nicht bei der Samtgemeinde meldet, solange muss ich zahlen. Nein, sie kann sich auch keinen Vermerk machen, bis das Finanzamt sich meldet, würde ein Vermerk nichts nützen. Ich kann mir das Geld ja von den neuen Besitzern zurückholen. Oder sie darum bitten, die Grundsteuer zu zahlen. Wenn die das aber nicht tun, dann werde ich haftbar gemacht. Ich verstehe das nicht und bin rat- und hilflos.

Zum Glück bleibt mein Verstand cool und regelt, was zu regeln ist. Er weiß, dass das Gefühl gerade in der Vergangenheit festhängt und er alleine arbeiten muss.

Übrigens geht es um knapp 25 Euro! Wahrscheinlich werden die neuen Besitzer mir das Geld zurückzahlen. Das Finanzamt wird sich bei der Samtgemeinde melden. Es wird alles gut  und es gibt überhaupt keine Katastrophe.

Also kein Grund zur Panik. Sagt mein Verstand.

Mein Gefühl dreht am Rad.

Nach einiger Zeit komme ich wieder bei mir an. Mein Gefühl erdet sich und ich merke an meiner Erschöpfung, dass ich einen heftigen Flashback durchlebt habe.

Zum Glück weiß ich das richtig einzuordnen, sonst hätte ich wohl an meiner geistigen Gesundheit gezweifelt.

 

 

Schreib doch mal

Schreib doch mal

Antreiber: Nun schreib doch mal was!

Angsthase: Aber nichts über Politik! Und Umwelt und Bienen.

Trauer: Und nichts über das Sterben! Und nichts über deinen Mann. Und nichts über die Vergänglichkeit.

Körper: Und nichts über mich!

Wut: Und nichts über die Liebe!

Lust und Leidenschaft: Doch! Schreib doch endlich mal über die Liebe. Hast du noch nie! Wir setzen schon Spinnweben an!

Antreiber: Jetzt sofort!

Liebe: Musst du nicht. Ich bin ja trotzdem da.

Wut: Schreib doch lieber über Aggression und ihren Nutzen! Und wie du mal so wütend warst wie noch nie.

Inneres Kind: Schreib doch mal über das Wachsen!

Fröhlichkeit: Oder über Feste feiern!

Vernunft: Bloß nicht! Schreib lieber über mich!

Angst: Oder mal wieder über mich. Ich bin auch noch da. Hast du das vergessen?

Kritiker: Oder schreib doch noch mal etwas über Deine Fehler, die Du immer machst! Und gemacht hast. Und machen wirst!

Nörgler: Au ja, fein! Schreib wie doof du bist!

Inneres Kind: Oder über das Tanzen!

Kritiker: Kann sie nicht mehr. Warum soll sie darüber schreiben?

Liebe: Jeder und jede kann tanzen! Tust du ja auch manchmal im stillen Kämmerlein. Du kannst auch über Musik schreiben!

Wissensdurst: Oder über deine Bücher! Oder über Philosophie. Oder über Gott.

Nörgler: Oder über deine „Kunst“. Ich lach mich schlapp.

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Kritiker: Wie dick du immer aussiehst auf Fotos! Wäre auch ein super Thema! Oder wie es sich anfühlt, so alt zu sein.

Antreiber: Los, schreib jetzt. Sei kreativ und suche dir gefälligst ein Thema, das sich nicht nur um dich dreht. Weltfrieden vielleicht.

Vernunft: Oder über deine Bio-Kiste, die du dir neuerdings bestellst. Wieviel Gemüse du plötzlich isst!

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Genuss: Und Obst!

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Nörgler: Das interessiert doch keinen! Und überhaupt magst du Gemüse ja gar nicht und Salat erst recht nicht.

Genuss: Aber das Obst magst du! Schreib über Obst und Früchte und Beeren! Schreib über Erdbeeren! Und Kirschen!

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Inneres Kind: Schreib doch lieber über Bonbons und Kuchen!

Kreativität: Oder schreib mal wieder einen lyrischen Text!

Kritiker: Ich lach mich schlapp.

Witzbold: Oder über Weihnachten!

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Phantasie: Oder über Misi!

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Das ist nicht Misi!

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Nörgler: Och, der blöde Frosch. Das ist sowieso albern. Frösche sprechen nicht.

Inneres Kind: Misi schon!

Antreiber: Wenn du jetzt nichts schreibst, werde ich echt sauer! Los, schreib!

Selbstbewusstsein: Nun beruhigen wir uns all mal wieder! Wenn sie nicht schreiben will, will sie nicht. Es gibt ja noch anderes zu tun! Außerdem braucht sie jetzt nur eins, nämlich RUHE!

Alle: 😳😳😳😳😳😳😳😳😳😳

Ich: 👍