Wieder da!

20171128_puppenwerkstatt_023

Hallo Leute, ich bin wieder zu Hause und diese Reise war viel weniger anstrengend als die vom letzten Jahr. Husch husch husch war man am Ziel. Ernst des Lebens hatte sich heimlich mit auf den Weg gemacht. Er wollte Frau Holle ins Gewissen reden, dass sie doch morgens aufstehen und ihr Frühstück am Tisch einnehmen muss, wie jeder anständige Mensch auch. Aber ich habe ihn wieder zurück geschickt. Mir ist jetzt nicht nach Ernst, wo ich mich doch so auf Frau Holle freue!

Wie war das aber schön bei Rosalind . Frau Vro hat mir ein Abschiedsfoto für mein Terrarium geschenkt. Nun habe ich ein prima Andenken und ich kann immer an Rosalind, die Muse, den Schweinehund und an die anderen denken, wenn ich mal nicht weiß, woran ich denken soll.

Aber das glaube ich nicht, dass ich mal an nichts denken kann. Eigentlich denke ich jetzt immer an Xaver, den Jungfrosch, der sich hier breit macht. Ich bin ziemlich sauer. Was soll das? Zieht es sie jetzt zu den jungen Fröschen hin? Bin ich ihr nicht gut genug? Wie er mich angrinst! Für eine Nacht hätte ich ja nichts gesagt. Aber werde ich jetzt dauerhaft ausgetauscht? Kann ich mich gleich in den IGE (InternetGestaltenExpress) setzen und wieder zu Frau Vro abdüsen? Ich war zuerst hier. Manno.

Frau Holle setzt sich auf das Sofa und trinkt ihren Tee. Sie sagt: „Misi, wenn du fertig bist mit schimpfen, will ich dir einen Vorschlag machen.“ Ich hupfe auf das Sofa und brummel noch eine Weile vor mich hin. Dann sehe ich meine Frau Holle an und warte auf ihren Vorschlag.

…………….

Leute, das glaubt Ihr nicht! Ich kann es kaum glauben. Ich….ich…..ich bin der erste Frosch im Haus. Und weil ich der Erste bin, darf ich ab morgen den Adventskalender schreiben! Ich weiß zwar nicht, was das ist, aber Frau Holle sagt, ich muss dann jeden Tag bis Weihnachten schreiben. Aus meiner Welt berichten. Bis Weihnachten. Ich weiß, was Weihnachten ist. Habe ich im letzten Jahr schon erlebt. Das war toll! Xaver kommt aus seiner Ecke und will auch wissen, was Weihnachten ist. Der Arme ist völlig unwissend. Ich klemme ihn mir unter den Arm und verschwinde im Terrarium. Wir müssen Ruhe haben, wenn ich ihm vom letzten Jahr erzähle…….

Bis dann, Ihr Lieben und seid hübsch brav. Denn das muss man sein, wenn der 1. Dezember vor der Tür steht!

Achtung: Sonne

Achtung: Sonne

Wie uns berichtet wurde, konnte sich die Sonne am 29. November 2017 im Wendland am Mittag für ein paar Stunden durch die Wolken kämpfen. Die Bevölkerung wurde gebeten, sich sofort ins Freie zu bewegen, um dieses seltene Naturschauspiel zu genießen. Geschäfte wurden geschlossen und der öffentliche Nahverkehr kam zum Erliegen. Na ja, dieser ist sonst auch sehr selten, aber am Mittwochmittag mussten die Schüler, die natürlich sofort Sonnenfrei bekamen, leider zu Fuß nach Hause gehen.

Sollte jemand die Sonne vermissen, vielleicht kann sie im Wendland gefunden werden.

 

Misi schreibt noch schnell nach Hause.

Wie schön, Misi macht sich wieder auf den Heimweg! Aber vorher hat er mir noch schnell geschrieben!

vro jongliert

dsc_0021Der Reisefrosch Misi, wohnhaft bei Frau Holle am Regenbogen, besucht uns immer mal wieder. Genau so, wie ihn auch meine Heinzelfrau schon öfter besucht hat. Mit dem IGE, dem InternetGestaltenExpress, geht das ja besonders leicht, es braucht nur den Gedanken und schon reist man ganz bequem an den Ort seiner Wünsche. Für uns Menschen funktioniert das leider nicht, obwohl es in der Literatur davon einiges zu finden gibt. Beamen, teleportieren oder apparieren. Hat in der Praxis nur leider noch nicht geklappt.

Misis Spontanbesuch fällt diesmal mit dem Musen-Intensiv-Workshop zusammen, den meine Muse für ihre Lehrgangs-Kolleginnen veranstaltet. Auch das war ein spontaner Entschluss. Im ganzen Durcheinander hätten wir fast vergessen, Frau Holle Bescheid zu geben …


Liebste Frau Holle!

Zuallererst einen dicken froschigen Schmatz von mir zu dir! Hier ist die Hölle los. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich gar nicht mit Rosalind mitgekommen. Rosalind sagt übrigens, sie wäre auch…

Ursprünglichen Post anzeigen 806 weitere Wörter

Vorsicht Blödsinn!

Der Blick in den Garten

man kann es nur erraten

Schneemänner stehen im Sternenschein

und hätten gern ein Gläschen Wein

aber sie kommen hier nicht rein!

DSC_0001

Auf der anderen Seite kriegt der Draußenwichtel sein Weihnachtslicht

DSC_0004

aus dem Küchenfenster habe ich nun gute Sicht

Hilfe, bin ich denn noch ganz dicht?

Was soll der Zwang zum Reime schreiben

sollte ich doch lieber meine Augen reiben

hoffentlich werde ich bald wach

und habe wieder vernünftige Gedanken

gut, das reimt sich nicht

moderne Lyrik eben

und weiter:

wie ist das schön, wie ist das hell

wir warten auf Misi, der kommt ganz schnell

die Engel in ihren Kisten flattern mit den Flügeln

und wollen ihre Kleider noch fix bügeln

ich glaube, ich selbst bin etwas überspannt

da kommen zwanzig Wichtel angerannt

das kann nicht sein

zu viel Wein?

Nein.

Mehr fällt mir gerade nicht mehr ein.

ich muss jetzt sofort aufwachen

und wichtige Sachen machen

und sollte wieder schreiben

wie sonst auch

heute ist Quatschtag

und alle, die das lesen

 werden davon angesteckt!

Haha. Hahaha

 

 

Hotel Vro – die Muse hat grandiose Pläne.

Misi ist unterwegs. Heute hatte ich Zeit, mich nach ihm zu erkundigen. Es geht ihm gut und Frau Vor hat furchtbar viel zu tun…..

vro jongliert

20170929_puppenwerkstatt_026

Ich räume schon den ganzen Vormittag um, mache Platz im Wohnzimmer, schaffe Nischen für ungestörtes Schreiben, stelle Teehäferl bereit und Kekse. Ach nein, die Kekse sind noch gut versteckt, damit sie mir nicht der Schweinhund frühzeitig wegfrisst.

Heinzelfrau Rosalind ist gerade erst von ihrem Ausflug zu Misi zurück und war bis vor fünf Minuten total entspannt. Vor fünf Minuten habe ich ihr mitgeteilt, was uns die nächsten Tage blüht. Der Reisefrosch Misi, der sie begleitet hat und sich kurzfristig bei uns einquartiert, hat sich bei dem Chaos lieber zum Schweinehund gesellt. Der Lebens-Ernst ist unauffindbar, er wird sich wohl vorbereiten. Vorher huschte er kurz vorbei und war womöglich noch blasser als sonst. Der Schweinehund schließlich müht sich mit dem Smoking, weil der um den Bauch so spannt. Er schaut absolut lachhaft aus, aber die Muse bildet sich das ein. Im Moment sitzt er breit auf seiner Couch, die Smokingjacke offen…

Ursprünglichen Post anzeigen 618 weitere Wörter

Gute Aussichten: 10

Zeilenende startete vor langer Zeit ein damals neues  Fotoprojekt  . Zwölf Monate lang begleiten wir ein Motiv und veröffentlichen es am letzten Sonntag im Monat. Wer sonst noch mitmacht, könnt Ihr hier lesen. Heute kommt schon die Nummer 10. Weiß eigentlich jemand, wo die Zeit bleibt, wenn sie vergangen ist?

Sonntag, 26.11.2017, 12.38 Uhr

Grau in Grau und kalt und nass. Es gibt nicht mehr so viel zu sehen. Das Löwenmäulchen blüht noch und der Rittersporn hat neue Knospen. Die werden aber wohl nicht mehr aufgehen. Die Beeren sind weg, aber auf dem Tisch wartet der Adventskranz darauf, dass er rein darf.

IMG_1434

IMG_1435

So sah es hier vor ein paar Tagen und im Oktober noch aus:

 

24. November 2017

24. November 2017

Ich bin mit meinen Vorbereitungen fast fertig. So früh wie nie zuvor! Die Kerzen für den Adventskranz liegen bereit und die Geschenke auch. Die Dekoration wartet allerdings noch gut verpackt in ihren Kisten, denn vor dem Totensonntag kommt sie bei mir nicht raus. Da bin ich stur.

Na gut, der Draußen-Wichtel steht schon draußen im Regen. Er konnte es absolut nicht mehr abwarten.

Und der erste Engel wollte unbedingt seine Vorfreude auf die weihnachtliche Zeit mit mir teilen.

DSC_0006Und einen Weihnachtsstern habe ich mir auch schon besorgt. Ich hoffe, er hält sich besser als der vom Vorjahr. Der hatte pünktlich zum Fest sein vorletztes Blatt abgeworfen. Aber ich bin zuversichtlich.

DSC_0001

Alles ist also bereit. Nur wie mein Weihnachten nun konkret abläuft, das weiß ich heute noch nicht. Trotzdem bin ich gelassen. Ich lasse es so kommen, wie es kommt. Das macht mich stolz, denn diese Gelassenheit fehlte mir bisher. Ich konnte mich erst in dem Moment wirklich auf Weihnachten freuen, nachdem das Programm fest verabredet wurde. Jetzt bin ich davon überzeugt, irgendetwas und irgendjemand wird schon kommen. In diesem Jahr fiel es mir ausgesprochen leicht, Geschenke auszusuchen. Ein Indikator dafür, dass ich Verhältnisse geordnet und Beziehungen verbessert habe. Auch darin bin ich gelassener geworden. Ich lasse es sein, wie es ist und siehe da, es ist viel besser, als ich dachte.

Vielleicht bin ich auch nur so gelassen, weil ich Silvester fest geplant habe. Ich fahre mit einer Freundin nach Föhr. Auf dieser Insel heiratete ich vor vielen Jahren die Liebe meines Lebens und brachte dort auch meine Kinder zur Welt. Föhr bedeutet mir also sehr viel. Ich wollte in diesem Jahr mal wieder Silvester auf dem Sandwall in Wyk feiern. Draußen mit vielen Menschen und Musik und Sekt und Meer. Mit Sicherheit treffe ich mindestens eine Freundin, vielleicht auch noch Bekannte und ehemalige Kollegen. Und das besten ist: einer meiner Söhne kommt mit seiner Freundin mit. Das ist mein größtes Weihnachtsgeschenk!

Ach so, jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen. Das Thema sollte eigentlich die Vorfreude auf die Vorfreude sein.

Wie steht es mit Eurer Vorfreude? Könnt Ihr Euch vor Freude auf die Vorfreude gar nicht einkriegen oder würdet Ihr Weihnachten am liebsten abschaffen?

 

Letzte Ernte

Letzte Ernte

Jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt. Die letzten Tage war meine Terrasse noch einmal voller Leben. Anfang November wird der Sand-Weiß-Feuerdorn abgeerntet. Jedes Jahr. Und jedes Jahr freue ich mich, dass ich die Vögel vom Sofa aus beobachten kann. Aber jetzt herrscht wieder Ruhe im Gebüsch. Das heißt: Die Adventszeit ist nicht mehr weit!

Was kann ich tun an trüben Tagen?

Was kann ich tun an trüben Tagen?

LESEN! Ich habe gerade ganz viel Zeit für das Buch „Wer bin ich und wenn ja, wie viele. Eine philosophische Reise“ von Richard David Precht. Ja, ich weiß, dieser Autor hat bei „echten“ Philosophen einen dankbar schlechten Ruf. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, wobei ich natürlich keine echte Philosophin bin! Er gefällt mir sehr und was er sagt und schreibt, hat für mich Hand und Fuß. (Warum sagt man eigentlich Hand und Fuß?) Ich empfehle das Buch gerne weiter für Leute, die von Philosophie so wenig Ahnung haben wie ich. Es könnte ein guter Einstieg für weiterführende Literatur sein. Eigentlich wollte ich hier nur schnell ein Zitat bringen, weil es so gut in diesen Blog passt, aber ich bekomme so große Lust die Überschriften der Kapitel abzuschreiben. Alleine die würden einen ganzen langen Diskussionsabend füllen. Wollt Ihr kommen? Ich kaufe uns ein Fläschchen Wein und dann machen wir es uns gemütlich!  Wie bitte? Ist zu kurzfristig? Ja gut. Das verstehe ich.

Also nur das Zitat (es hat zu verantworten, dass ich mich vom muscheligen Sofa gequält habe und die Treppe zum Arbeitszimmer erklomm):

„Ein menschliches….Wesen, das keine Gefühle kennt, ist undenkbar. Der Grund dafür ist ganz einfach: Gefühl und Verstand bilden keinen Gegensatz! Sie spielen nicht gegeneinander, sondern sie spielen miteinander, bei allem, was wir tun. Sie sind Partner bei der Arbeit des Geistes, mal zuverlässig, manchmal auch heillos miteinander zerstritten, aber sie können nicht voneinander lassen. Im Zweifelsfall kommt noch das Gefühl ohne allzu viel Verstand aus. Aber ohne das Gefühl hat der Verstand ein Problem, denn erst die Gefühle sagen dem Denken, wohin der Hase laufen soll. Ohne emotionalen Anschub keine Gedankenbewegung…..Gefühle sind der Klebstoff, der uns zusammenhält.“ (Seite 76)

Darüber könnte ich jetzt stundenlang nachdenken. Aber ich schreibe nun doch lieber die Überschriften der einzelnen Kapitel ab. Vielleicht bekommt Ihr dann Lust, Euch dieses Buch auf Euren Wunschzettel zu schreiben………..😂 Genau, meine Gedanken sind schon ziemlich weihnachtlich gestimmt, aber das ist eine andere Geschichte.

Was kann ich wissen?

  •  Kluge Tiere im All. Was ist die Wahrheit
  • Lucy in the Sky. Woher kommen wir?
  • Der Kosmos des Geistes. Wie funktioniert mein Gehirn?
  • Ein Winterabend im 30-jährigen Krieg. Woher weiß ich, wer ich bin?
  • Die Mach-Erfahrung. Wer ist „ich“?
  • Mr. Spock liebt. Was sind Gefühle?
  • Kein Herr im eigenen Haus. Was ist das Unterbewusstsein?
  • Da war doch was. Was ist das Gedächtnis?
  • Die Fliege im Glas. Was ist Sprache?

Was soll ich tun?

  • Rousseaus Irrtum. Brauchen wir andere Menschen?
  • Das Schwert des Drachentöters. Warum helfen wir anderen?
  • Das Gesetz in mir. Warum soll ich gut sein?
  • Das Libet-Experiment. Kann ich wollen, was ich will?
  • Der Fall Gage. Gibt es Moral im Gehirn?
  • Ich fühle was, was du auch fühlst. Lohnt es sich, gut zu sein?
  • Der Mann auf der Brücke. Ist Moral angeboren?
  • Tante Bertha soll leben. Darf man Menschen töten?
  • Die Geburt der Würde. Ist Abtreibung moralisch?
  • End-Zeit. Soll man Sterbehilfe erlauben?
  • Jenseits von Wurst und Käse. Dürfen wir Tiere essen?
  • Der Affe im Kulturwald. Wie sollen wir mit Menschenaffen umgehen?
  • Die Qual der Wale. Warum sollen wir die Natur schützen?
  • Ansichten eines Klons. Darf man Menschen kopieren?
  • Kinder von der Stange. Wohin führt die Reproduktionsmedizin?
  • Die Brücke ins Geisterreich. Was darf die Hirnforschung?

Was darf ich hoffen?

  • Die größte aller Vorstellungen. Gibt es Gott?
  • Die Uhr des Erzdiakons. Hat die Natur einen Sinn?
  • Eine ganz normale Unwahrscheinlichkeit. Was ist Liebe?
  • Do be do be do. Was ist Freiheit?
  • Robinsons Altöl. Brauchen wir Eigentum?
  • Das Rawls-Spiel. Was ist gerecht?
  • Inseln der Seligkeit. Was ist ein glückliches Leben?
  • Der ferne Garten. Ist Glück lernbar?
  • Die Matrix- Maschine, Hat das Leben einen Sinn?

Fragen über Fragen, auf die es keine eindeutigen Antworten gibt. Vor ein paar Jahren habe ich dieses Buch schon einmal mit größtem Vergnügen (Gefühl!) gelesen und dabei viel gelernt (Verstand!) und leider auch viel wieder vergessen (Pech! Hört sich fast so an wie Precht!😂 ). Nun muss ich es noch einmal lesen ( großes Glück!). Darum gehe ich jetzt auf mein gemütliches Sofa zurück!