Wieder da!

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Hallo Leute, ich bin wieder zu Hause und diese Reise war viel weniger anstrengend als die vom letzten Jahr. Husch husch husch war man am Ziel. Ernst des Lebens hatte sich heimlich mit auf den Weg gemacht. Er wollte Frau Holle ins Gewissen reden, dass sie doch morgens aufstehen und ihr Frühstück am Tisch einnehmen muss, wie jeder anständige Mensch auch. Aber ich habe ihn wieder zurück geschickt. Mir ist jetzt nicht nach Ernst, wo ich mich doch so auf Frau Holle freue!

Wie war das aber schön bei Rosalind . Frau Vro hat mir ein Abschiedsfoto für mein Terrarium geschenkt. Nun habe ich ein prima Andenken und ich kann immer an Rosalind, die Muse, den Schweinehund und an die anderen denken, wenn ich mal nicht weiß, woran ich denken soll.

Aber das glaube ich nicht, dass ich mal an nichts denken kann. Eigentlich denke ich jetzt immer an Xaver, den Jungfrosch, der sich hier breit macht. Ich bin ziemlich sauer. Was soll das? Zieht es sie jetzt zu den jungen Fröschen hin? Bin ich ihr nicht gut genug? Wie er mich angrinst! Für eine Nacht hätte ich ja nichts gesagt. Aber werde ich jetzt dauerhaft ausgetauscht? Kann ich mich gleich in den IGE (InternetGestaltenExpress) setzen und wieder zu Frau Vro abdüsen? Ich war zuerst hier. Manno.

Frau Holle setzt sich auf das Sofa und trinkt ihren Tee. Sie sagt: „Misi, wenn du fertig bist mit schimpfen, will ich dir einen Vorschlag machen.“ Ich hupfe auf das Sofa und brummel noch eine Weile vor mich hin. Dann sehe ich meine Frau Holle an und warte auf ihren Vorschlag.

…………….

Leute, das glaubt Ihr nicht! Ich kann es kaum glauben. Ich….ich…..ich bin der erste Frosch im Haus. Und weil ich der Erste bin, darf ich ab morgen den Adventskalender schreiben! Ich weiß zwar nicht, was das ist, aber Frau Holle sagt, ich muss dann jeden Tag bis Weihnachten schreiben. Aus meiner Welt berichten. Bis Weihnachten. Ich weiß, was Weihnachten ist. Habe ich im letzten Jahr schon erlebt. Das war toll! Xaver kommt aus seiner Ecke und will auch wissen, was Weihnachten ist. Der Arme ist völlig unwissend. Ich klemme ihn mir unter den Arm und verschwinde im Terrarium. Wir müssen Ruhe haben, wenn ich ihm vom letzten Jahr erzähle…….

Bis dann, Ihr Lieben und seid hübsch brav. Denn das muss man sein, wenn der 1. Dezember vor der Tür steht!

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Achtung: Sonne

Achtung: Sonne

Wie uns berichtet wurde, konnte sich die Sonne am 29. November 2017 im Wendland am Mittag für ein paar Stunden durch die Wolken kämpfen. Die Bevölkerung wurde gebeten, sich sofort ins Freie zu bewegen, um dieses seltene Naturschauspiel zu genießen. Geschäfte wurden geschlossen und der öffentliche Nahverkehr kam zum Erliegen. Na ja, dieser ist sonst auch sehr selten, aber am Mittwochmittag mussten die Schüler, die natürlich sofort Sonnenfrei bekamen, leider zu Fuß nach Hause gehen.

Sollte jemand die Sonne vermissen, vielleicht kann sie im Wendland gefunden werden.

 

Misi schreibt noch schnell nach Hause.

Wie schön, Misi macht sich wieder auf den Heimweg! Aber vorher hat er mir noch schnell geschrieben!

vro jongliert

dsc_0021Der Reisefrosch Misi, wohnhaft bei Frau Holle am Regenbogen, besucht uns immer mal wieder. Genau so, wie ihn auch meine Heinzelfrau schon öfter besucht hat. Mit dem IGE, dem InternetGestaltenExpress, geht das ja besonders leicht, es braucht nur den Gedanken und schon reist man ganz bequem an den Ort seiner Wünsche. Für uns Menschen funktioniert das leider nicht, obwohl es in der Literatur davon einiges zu finden gibt. Beamen, teleportieren oder apparieren. Hat in der Praxis nur leider noch nicht geklappt.

Misis Spontanbesuch fällt diesmal mit dem Musen-Intensiv-Workshop zusammen, den meine Muse für ihre Lehrgangs-Kolleginnen veranstaltet. Auch das war ein spontaner Entschluss. Im ganzen Durcheinander hätten wir fast vergessen, Frau Holle Bescheid zu geben …


Liebste Frau Holle!

Zuallererst einen dicken froschigen Schmatz von mir zu dir! Hier ist die Hölle los. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich gar nicht mit Rosalind mitgekommen. Rosalind sagt übrigens, sie wäre auch…

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Vorsicht Blödsinn!

Der Blick in den Garten

man kann es nur erraten

Schneemänner stehen im Sternenschein

und hätten gern ein Gläschen Wein

aber sie kommen hier nicht rein!

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Auf der anderen Seite kriegt der Draußenwichtel sein Weihnachtslicht

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aus dem Küchenfenster habe ich nun gute Sicht

Hilfe, bin ich denn noch ganz dicht?

Was soll der Zwang zum Reime schreiben

sollte ich doch lieber meine Augen reiben

hoffentlich werde ich bald wach

und habe wieder vernünftige Gedanken

gut, das reimt sich nicht

moderne Lyrik eben

und weiter:

wie ist das schön, wie ist das hell

wir warten auf Misi, der kommt ganz schnell

die Engel in ihren Kisten flattern mit den Flügeln

und wollen ihre Kleider noch fix bügeln

ich glaube, ich selbst bin etwas überspannt

da kommen zwanzig Wichtel angerannt

das kann nicht sein

zu viel Wein?

Nein.

Mehr fällt mir gerade nicht mehr ein.

ich muss jetzt sofort aufwachen

und wichtige Sachen machen

und sollte wieder schreiben

wie sonst auch

heute ist Quatschtag

und alle, die das lesen

 werden davon angesteckt!

Haha. Hahaha

 

 

Hotel Vro – die Muse hat grandiose Pläne.

Misi ist unterwegs. Heute hatte ich Zeit, mich nach ihm zu erkundigen. Es geht ihm gut und Frau Vor hat furchtbar viel zu tun…..

vro jongliert

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Ich räume schon den ganzen Vormittag um, mache Platz im Wohnzimmer, schaffe Nischen für ungestörtes Schreiben, stelle Teehäferl bereit und Kekse. Ach nein, die Kekse sind noch gut versteckt, damit sie mir nicht der Schweinhund frühzeitig wegfrisst.

Heinzelfrau Rosalind ist gerade erst von ihrem Ausflug zu Misi zurück und war bis vor fünf Minuten total entspannt. Vor fünf Minuten habe ich ihr mitgeteilt, was uns die nächsten Tage blüht. Der Reisefrosch Misi, der sie begleitet hat und sich kurzfristig bei uns einquartiert, hat sich bei dem Chaos lieber zum Schweinehund gesellt. Der Lebens-Ernst ist unauffindbar, er wird sich wohl vorbereiten. Vorher huschte er kurz vorbei und war womöglich noch blasser als sonst. Der Schweinehund schließlich müht sich mit dem Smoking, weil der um den Bauch so spannt. Er schaut absolut lachhaft aus, aber die Muse bildet sich das ein. Im Moment sitzt er breit auf seiner Couch, die Smokingjacke offen…

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Gute Aussichten: 10

Zeilenende startete vor langer Zeit ein damals neues  Fotoprojekt  . Zwölf Monate lang begleiten wir ein Motiv und veröffentlichen es am letzten Sonntag im Monat. Wer sonst noch mitmacht, könnt Ihr hier lesen. Heute kommt schon die Nummer 10. Weiß eigentlich jemand, wo die Zeit bleibt, wenn sie vergangen ist?

Sonntag, 26.11.2017, 12.38 Uhr

Grau in Grau und kalt und nass. Es gibt nicht mehr so viel zu sehen. Das Löwenmäulchen blüht noch und der Rittersporn hat neue Knospen. Die werden aber wohl nicht mehr aufgehen. Die Beeren sind weg, aber auf dem Tisch wartet der Adventskranz darauf, dass er rein darf.

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So sah es hier vor ein paar Tagen und im Oktober noch aus:

 

24. November 2017

24. November 2017

Ich bin mit meinen Vorbereitungen fast fertig. So früh wie nie zuvor! Die Kerzen für den Adventskranz liegen bereit und die Geschenke auch. Die Dekoration wartet allerdings noch gut verpackt in ihren Kisten, denn vor dem Totensonntag kommt sie bei mir nicht raus. Da bin ich stur.

Na gut, der Draußen-Wichtel steht schon draußen im Regen. Er konnte es absolut nicht mehr abwarten.

Und der erste Engel wollte unbedingt seine Vorfreude auf die weihnachtliche Zeit mit mir teilen.

DSC_0006Und einen Weihnachtsstern habe ich mir auch schon besorgt. Ich hoffe, er hält sich besser als der vom Vorjahr. Der hatte pünktlich zum Fest sein vorletztes Blatt abgeworfen. Aber ich bin zuversichtlich.

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Alles ist also bereit. Nur wie mein Weihnachten nun konkret abläuft, das weiß ich heute noch nicht. Trotzdem bin ich gelassen. Ich lasse es so kommen, wie es kommt. Das macht mich stolz, denn diese Gelassenheit fehlte mir bisher. Ich konnte mich erst in dem Moment wirklich auf Weihnachten freuen, nachdem das Programm fest verabredet wurde. Jetzt bin ich davon überzeugt, irgendetwas und irgendjemand wird schon kommen. In diesem Jahr fiel es mir ausgesprochen leicht, Geschenke auszusuchen. Ein Indikator dafür, dass ich Verhältnisse geordnet und Beziehungen verbessert habe. Auch darin bin ich gelassener geworden. Ich lasse es sein, wie es ist und siehe da, es ist viel besser, als ich dachte.

Vielleicht bin ich auch nur so gelassen, weil ich Silvester fest geplant habe. Ich fahre mit einer Freundin nach Föhr. Auf dieser Insel heiratete ich vor vielen Jahren die Liebe meines Lebens und brachte dort auch meine Kinder zur Welt. Föhr bedeutet mir also sehr viel. Ich wollte in diesem Jahr mal wieder Silvester auf dem Sandwall in Wyk feiern. Draußen mit vielen Menschen und Musik und Sekt und Meer. Mit Sicherheit treffe ich mindestens eine Freundin, vielleicht auch noch Bekannte und ehemalige Kollegen. Und das besten ist: einer meiner Söhne kommt mit seiner Freundin mit. Das ist mein größtes Weihnachtsgeschenk!

Ach so, jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen. Das Thema sollte eigentlich die Vorfreude auf die Vorfreude sein.

Wie steht es mit Eurer Vorfreude? Könnt Ihr Euch vor Freude auf die Vorfreude gar nicht einkriegen oder würdet Ihr Weihnachten am liebsten abschaffen?