Wenn alles so bliebe

Wenn alles so bliebe

Wenn alles so bliebe, wie es ist, dann

  • wäre Frühling
  • gäbe es keine Pandemie
  • würde ich fröhlich Silvester feiern
  • wäre ich mit Freunden in Dänemark
  • wäre ich mit meinen Freundinnen in Dänemark
  • würde mein Mann noch leben
  • wäre ich geschieden
  • wäre ich getrennt
  • wäre ich so unglücklich wie noch nie
  • würde ich denken, dass es immer so bleiben soll
  • würden wir uns ein Haus kaufen
  • würden wir im Dorf wohnen
  • würden wir auf dem Festland glücklicher werden
  • hätte ich Familienleben und meine Kinder wären noch klein
  • hätte ich mein zweites Kind in die Welt gesetzt und wäre unfassbar glücklich gewesen
  • wäre ich verheiratet
  • hätten wir ein Geschwisterchen geplant
  • hätte ich mit dem Baby akuten Schlafmangel überlebt
  • hätte ich mit der Geburt das größte Glück der Welt in meinen Armen gehalten
  • wäre ich das erste Mal schwanger gewesen
  • hätte ich meine große Liebe gefunden
  • würde ich auf einer Insel wohnen und arbeiten
  • würden meine Hunde noch leben und alle meine Katzen auch
  • hätte ich keine Schmerzen
  • wäre ich glücklich
  • wäre ich oft verliebt
  • hätte ich meine Examen gemacht
  • würde ich studieren
  • wäre ich jung und hübsch
  • wäre ich in meiner Clique gut aufgehoben
  • hätte ich einen Freund, den ich nicht liebte, aber immerhin hatte
  • würde ich am Wochenende tanzen gehen
  • würde ich bei meinen Eltern in Ungnade fallen
  • hätte ich meinen Willen entdeckt
  • wäre ich eine brave Schülerin
  • wäre ich bei meinen Eltern und Geschwistern
  • würden noch alle leben: Omas, Opas, Tanten, Onkel…..
  • wäre ich ein Einzelkind
  • wäre ich noch nicht geboren
  • wäre Krieg
  • wäre das „Dritte Reich“
  • wäre Krieg
  • wäre Mittelalter
  • dann ….

….dann bin ich ziemlich froh, das nichts so bleibt, wie es ist.

Erinnerungen stoppen Trübsal

Nein, die Entwicklung überrascht mich nicht wirklich. Ich war den ganzen Sommer über vorsichtig, darum ändert sich für mich nicht allzu viel. Ich bin in der guten Lage, Rentnerin zu sein, eine große Wohnung und genug Geld zu haben, um es mir schön zu machen. Einsamer wird es gerade wieder, aber damit bin ich nicht allein und schon fühle ich mich besser.

Wie unsere Regierung handelt und was sie anordnet, finde ich nicht immer optimal. Aber ich habe mich entschlossen, die Pandemie ernst zu nehmen und mich an die Regeln zu halten. Das ist meine freie Entscheidung. Weitere Gedanken dazu werde ich hier nicht näher ausführen. Ich bin keine Wissenschaftlerin und sogar die wissen nicht, was wirklich am besten für alle ist. Die Meinungen gehen auseinander und das ist auch gut so. Wenn wir vernünftig streiten und die Vielfalt der Meinungen anerkennen, dann kann es gelingen. Aber eigentlich bin ich nicht so optimistisch gestimmt, wenn ich mir, wie gestern geschehen, den Umgang im Parlament anschaue, wo einer Partei der Respekt ausgegangen ist. Und ich befürchte…..ach ja, dazu wollte ich mich hier ja nicht äußern.

Ich bleibe lieber privat und will mich nicht von der Pandemie und ihren Folgen unterkriegen lassen, wobei mir bewusst ist, dass ich privilegiert bin und darüber bin ich dankbar.

Eine meiner Strategien gegen Trübsal ist die Erinnerung an schöne Zeiten. Heute öffne ich für Euch die Glastür meines Schrank-Museums der Erinnerungen.

Hier stehen echter Sand aus der Sahara und ein paar Kleinigkeiten aus Afrika herum. Mit den Erinnerungen an die Abenteuer dort vor vierzig Jahren könnte ich einen neuen Blog füllen.

Der kitschige Löwe steht für einige von mir besuchte Vorstellungen der Musicals „König der Löwen“ in Hamburg. Ich lege mir immer noch ab und zu die CD ein, höre die Musik und fühle mich dabei sehr gefühlig. Dieses Lied wünschte ich mir für die Trauerfeier meines Vaters:
https://www.youtube.com/watch?v=9NDIEylLUqw
Mir fällt gerade ein, dass mir mein Sohn Weihnachten 2019 einen Gutschein für eine weitere Vorstellung geschenkt hat. Wir wollten alle hin, aber dann kam Corona. Irgendwann werden wir es nachholen. Das Musical mag kitschig sein und einige finden es rassistisch, aber mir geht es direkt ins Herz. Und das bleibt auch so. So.
Und die Regenbogenkerze? Die erinnert mich an das Silvester 2019/2020.https://frauholle52site.wordpress.com/2020/01/03/ruem-haart-klar-kiming/
Damals dachte ich, es geht alles immer so weiter. 😂

Wäsche und Moral

Ach wie ist das schön

heute lässt sich die Sonne seh´n

schnell die Wäsche draußen aufgehängt

zeitlich ist das doch sehr gedrängt

denn die Tage werden kürzer.

💥💥💥

Ich sehe der Wäsche beim Trocknen zu

wie ich es immer gerne tu´

und als wäre nichts gewesen

nehme ich mir dabei Zeit zum Lesen

denn ich will verstehen

warum die Menschen nicht so sind

wie ich sie gerne hätte.

💥💥💥

Die Kunst kein Egoist* zu sein

finde ich doch wirklich fein

und schnell will ich mir erlauben

etwas von Prechts Wissen abzustauben

und ich lerne

so richtig gerne

warum jeder Mensch** meint, er habe recht

das ist nicht schlecht

denn immer zeigt sich zuerst das Gefühl

und der Verstand veranstaltet ein großes Gewühl

um passende Argumente zu finden

um die dann an das Gefühl zu binden

und das ist dann die Moral.

💥💥💥

Ihr denkt:

Das klingt noch recht unausgegoren

der Durchblick ist noch nicht geboren.

🤓

Ihr habt recht und ich muss zugeben

ich habe erst bis Seite 123 gelesen

und jetzt mache ich mich auf die Socken

denn meine Wäsche ist nun trocken.

😂😂😂

*Egoist: gemeint sind alle: männlich, weiblich, divers, groß, klein, dick, dünn, jung, alt, gestreift, kariert…..

**Mensch: gemeint sind auch alle: männlich, weiblich, divers, groß, klein, dick, dünn, jung, alt, gestreift, kariert…..

2020 – Jenseits der Komfortzone

puremyself

2020
Ein Jahr, das uns aus unserer Komfortzone gezerrt, ja geradezu katapultiert hat… Dass so eine Situation hier bei uns mal eintreffen könnte, das haben bestimmt die wenigsten erwartet. Auch wenn in vergangenen Jahren immer mal wieder irgendwo auf der Welt Krankheiten gewütet und Todesopfer gefordert haben, der Kelch ging an uns vorbei. Und wir fühlten uns sicher.
Aber dieses Mal ist alles anders. Auch wir sind betroffen. Und ich habe das Gefühl, es gibt immer noch viele, die das nicht wahrhaben wollen. Viele, die sich noch immer sicher fühlen. Viele, die den Berichten der Fachpersonen nicht glauben mögen. Oder anders vorgehen würden. Viele, die von den vielen Nachrichten von Medien und selbsternannten Experten verwirrt und verunsichert sind. Viele, die sich aufhetzen lassen.

2020
Ein Jahr, das anders ist.
Ein Jahr, das uns zwingt, auch selbst anders zu leben, uns anders zu verhalten. Anders als gewohnt, anders als es uns…

Ursprünglichen Post anzeigen 963 weitere Wörter

Ganz ehrlich

Ganz ehrlich?

Ganz ehrlich schrieb ich eben einen Text darüber, wie anstrengend das Alleinsein in Zeiten der Pandemie allmählich für mich wird. Aber nein, es macht wenig Sinn, darüber zu berichten, diese kleine Andeutung genügt ja völlig. Und darum löschte ich ihn schnell und lasse damit die dunklen Gedanken für heute ziehen. So schaffe ich Platz für die hellen Seiten meiner sonntäglichen Existenz. Vielleicht ein Sonntagsei zum Frühstück? So wie früher? Eigentlich lasse ich ja diese Mahlzeit seit ein paar Monaten aus und das ist nicht schlimm. Aber um das Sonntagsei ist es schon schade. Ich denke, ich gönne mir heute ausnahmsweise ein kleines Frühstück mit Ei und Butterbrot.

Ganz ehrlich? Ganz ehrlich ist gerade nicht alles gut. Aber vieles eben doch. Und ich habe genug Kraft und Ausdauer, um das Viele, was geht und gut für mich ist, zu tun. Und das Hängenlassen, welches so verführerisch um die Ecke schaut, weitgehend zu lassen. Das hilft mir über die Gefühle der Einsamkeit schneller hinweg. Denn die werden häufiger, das ist klar.

Ganz ehrlich? Ach Quatsch, lassen wir die Ehrlichkeit heute im Schrank. Was soll´s, ich lege den Farbfilter ein und dann wird das Leben gleich viel freundlicher.

Na also, geht doch! Ablenkung tut gut. Außerdem kann ich gar nicht wirklich einsam sein, denn ich bin doch eingebunden ins große Ganze. Na ja, das ist nun auch gerade nicht so wunderschön, wie ich es gerne hätte, aber darauf gibt es keinen Anspruch und darum ist es eben so, wie es ist. Habe ich den Sprung zur optimistischen Seite geschafft? Ich bin mir, ehrlich gesagt, nicht ganz sicher.

Und wie geht es Dir? Ganz ehrlich?

Es war einmal

Es war einmal ein König, der liebte sein Volk und sorgte für Wohlstand, Bildung und Gesundheit. Seine Minister und Ministerinnen gaben sich alle Mühe und machten manchmal etwas verkehrt, aber das war nicht schlimm, denn das Volk war stark und sagte seine Meinung. Alle waren mehr oder weniger zufrieden.

Eines Tages beherrschte eine unbekannte Krankheit die ganze Welt. Jedes Land tat sein Bestes dagegen oder auch nicht und unser König setzte sich mit seinen Gelehrten und Ärzten zusammen. Diese rieten dazu, Tücher über Nase und Mund zu ziehen, sich die Hände zu waschen und Abstand zu halten. Nur wer in einer Wohnung lebte, sollte sich noch umarmen dürfen. Reisen und Feiern wurden ausgesetzt, die Märkte geschlossen und das Lebensnotwendige konnte bestellt werden. Das Klopapier wurde knapp, aber wer sollte auch ahnen, dass Leute plötzlich so viel davon brauchten. Der König bat sein Volk, sich an die Regeln zu halten und das Volk tat wie geraten. Die Krankheit zog sich ein wenig zurück und gestorben wurde trotzdem. Zum Glück nicht so schlimm wie woanders, denn es gab ausreichend Krankenhäuser. Die Ärzte wurden schlauer und forschten fleißig. Das Leben war nicht mehr so bunt, aber im Vergleich zu anderen hatte es das Volk ganz komfortabel.

Einige Schlaue waren trotzdem unzufrieden mit der Gesamtsituation und gaben dem König die Schuld. Vorbeugen hieß in ihren Ohren Diktatur und sie dachten gar nicht daran, sich ihre Freiheiten nehmen zu lassen. Sie verübelten ihrer Regierung fast alles. Sie bezeichneten die Gesichtstuchträger und Gesichtstuchträgerinnen als hörige Untertanen und Untertaninnen und verlachten sie. Die Schlauen waren sich sicher, dass der König sie quälen und knechten wollte. Und weil der König ein Guter war, ließ er sie reden und schüttelte nur den Kopf.

Nach einem halben Jahr war die Krankheit fast vergessen und die paar Leute, die es noch erwischte, waren nicht der Rede wert. Das Volk wollte nichts mehr davon hören und war höchst unzufrieden mit seinem König, der nicht aufhörte, sie stur zur Vorsicht zu mahnen. Sie verübelten ihm die Panikmache und warfen ihre Gesichtstücher auf den Müll. Hände waschen kam aus der Mode und alle umarmten sich und waren hocherfreut, endlich wieder frei zu sein. Es wurde feste gefeiert und gereist. Viele verbündeten sich mit den Schlauen und sie glaubten daran, dass der König spinnt. Sie jagten ihn vom Thron und aus dem Land. Und seine Minister und Ministerinnen gleich mit. Und die Gelehrten und Ärzte sowieso, denn auf diese Tyrannen konnten sie gerne verzichten.

Das Fest der Befreiung dauerte drei Tage. Danach hatte die Krankheit das Sagen. Nun hätte das Volk König, Minister, Ärzte und Wissenschaftler gerne wieder zurück gehabt, aber die waren weg. Und die Schlauen wussten jetzt auch nicht mehr weiter.

Dies ist zum Glück nur ein Märchen und hat nichts, aber auch gar nichts mit mir zu tun. Außer dass es mir gerade eingefallen ist. Ich weiß auch nicht, warum.😁

Unzufrieden mit der Gesamtsituation

Heute ist es mir zu warm und zu sonnig draußen. Die Temperaturen fühlen sich falsch an. Ich bin unzufrieden mit mir und der Welt. Ich will am liebsten kistenweise Schokolade und Kuchen in mich rein tun. Die Vernunft schüttelt streng den Kopf und schickt mich in den Keller, damit ich die Wäsche in die Maschine stopfe. Diese kann dann später im Garten trocknen. Nachher soll ich Salat essen und mich bewegen. Herumliegen ist heute nicht.

Gestern war besser: herbstlich im Herbst und somit stimmig. Regen und Wind erlaubten mir, mich auf das Wohnsofa zu verkrümeln und den Weltschmerz wegzulesen. Für ein paar Fotos genügte der Blick aus dem Fenster.

Gänse überflogen meine kleine Stadt den ganzen Tag über. Ich bekam Sehnsucht nach Gruppenzugehörigkeit und Fernweh und wollte Gans sein. Oder Schaf. Ging natürlich nicht und darum blieb ich Mensch und bestieg mein Fahrrad, als die Abenddämmerung einbrach. Der Wind hatte nachgelassen und es regnete nicht mehr. Eine Völkerwanderung schien eingesetzt zu haben. Unten die Schnecken, Leute, Hunde und oben die Gänse.

Zum Glück bezieht sich gerade der Himmel, wird grau und spiegelt meine schlechte Laune. Die Sonne ist beleidigt. So geht Herbst und meine Stimmung hellt sich auf! Obwohl meine Wäsche nun draußen nicht mehr trocknen wird. Auch blöd.

Mach mal!

Mach mal!

🤓Nun mach doch mal!

😫Was denn?

🤓Leg los!

😫Womit denn?

🤓Sei witzig!

😫Wieso denn?

🤓Sei kreativ!

😫Warum denn?

🤓Es gibt doch noch andere Themen!

😫Welche denn?

🤓Kannst ja schon mal an Weihnachten denken!

😫Was bringt das denn?

🤓Oder lade Leute ein.

😫?

🤓Oder miete dir ein Ferienhaus!

😫?

🤓Oder geh mal wieder feiern!

😫?

🤓Oder kauf dir was!

😫Was denn?

🤓Oder plane eine Silvesterreise!

😫?

🤓Oder sei einfach nicht so eine Schlaftablette!

😳Wie meinst du das?

🤓Mach doch mal was!

😫Was denn?

🤓Geh doch wieder an ein Buchprojekt!

😫Welches denn?

🤓Weihnachtsgeschichten!

😫Fällt mir nichts zu ein!

🤓Du hast doch schon was!

😫Was denn?

🤓Adventskalender im Blog?!

🥳Das ist ja eine gute Idee! Ich gehe sofort an die Vorbereitungen! Dankeschön für den Tipp! Könnte klappen! 💃Trallallallla lalla!

🤓Motivieren wird auch immer beschwerlicher🥱! Da ist demnächst eine Gehaltszulage fällig.

Lebensphilosophie am Sonntag

Mein Leben ist nichts anderes als eine endliche Folge von Ereignissen, die zum Schluss ein buntes Durcheinander ergeben. Oder sind es meine Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle, die mein Leben ausmachen? Nein, eins bedingt das andere und darum ist Außen genauso wichtig wie Innen.

Wer hat das nochmal gesagt? Na, ich! Und ich habe es nicht gesagt, sondern nur gerade gedacht und geschrieben. Und damit wünsche ich Euch einen schönen Sonntag!