Misi lebt

Misi lebt

Von einer Minute auf die andere lief etwas völlig schief. Mein Luftschloss ist mir dabei auf die Füße gefallen. Es war viel schwerer als erwartet. Autsch.

Hinlegen…..Kräfte sammeln…….aufstehen…..Krönchen zurecht rücken und weiter gehts! Luftschlösser sollten eigentlich schmerzlos platzen, finde ich.

Aber heute zieht die Freude wieder in mein Haus, denn es lag eine Postkarte im Briefkasten:

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Ein Lebenszeichen vom liebsten Frosch! Wieso kann er plötzlich schreiben?  Wo steckt er? Ist Frau Holle noch bei ihm? Die Frau vom Gartentor verliert auch bald die Geduld.

Aber mir geht es heute deutlich besser, jetzt wo ich weiß: Misi lebt!

Gute Aussichten: 4

Zeilenende startete ein neues Fotoprojekt: Ein Jahr lang begleitet er ein Motiv mit der Kamera und an jedem letzten Sonntag im Monat gibt es ein Bild davon auf dem Blog. Ich mache das auch! Wer sonst noch mitmacht, findest Du  hier

Sonntag, 28. Mai 2017, 9.30 Uhr

Heute um halb zehn war es noch wunderbar schattig auf meiner liebsten Terrasse. Ganz gemütlich konnte ich es mir bequem machen und den Spargel putzen. Jetzt ist es zu warm, über 30 Grad und ich habe mich brummend nach drinnen verzogen.

Der Flieder ist fertig, die meisten Blüten waren sowieso erfroren. Dafür blüht jetzt der Sanddorn besonders schön. Prima, dann gibt es im Herbst ein wunderschönes Foto an dieser Stelle mit vielen roten Beeren.

Bis dann im Dezember die Vögel meinen Natur-Gartenschmuck auffressen ohne zu fragen. Bisher konnten sie nicht mal bis Weihnachten damit warten.

Aber jetzt ist es noch Frühling. Die Sommerblumen sind gepflanzt. Es herrscht ein reges Treiben auf der Terrasse. Allerhand Getier treibt sich herum und hat furchtbar viel zu tun. Dazu zwitschern die Vögel, Kuckucke rufen sich unermüdlich und ab und zu quert ein Storch meinen Garten. So lässt es sich leben!

Gestern Abend legte ich mich auf die Bank,  dachte so vor mich hin, hörte dem Gezwitscher zu, las in einem Buch und erholte mich vom heißen Tag. Ups…ich hatte ganz vergessen rein zu gehen und den Fernseher anzumachen!

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So sah es am 30. April hier aus:

Heute lese ich…….

Zur Zeit habe ich wenig Lust über die Bücher zu schreiben, die ich gerade lese. Es ist ziemlich zeitintensiv und gerade jetzt, wo es draußen so schön ist, habe ich manchmal überhaupt keine Zeit, am PC zu sitzen. Dann lese ich zum Beispiel viel  lieber auf der Terrasse und mag mir keine Gedanken darüber machen, was ich wohl darüber schreiben könnte.

Nein, mit ohne Lust will ich im Blog nichts schreiben. Ich werde zukünftig  nicht alle meine Bücher vorstellen, die ich gerade lese. Ich werde es nur noch tun, wenn mich ein Buch so stark beeindruckt, dass ich darüber schreiben möchte.

Jetzt habe ich so einen Roman gerade fertig gelesen. Seufzend legte ich ihn nach der letzten Seite aus der Hand. Ich wünschte mir noch zwanzig Fortsetzungen davon. Es geht um:

Ulla-Lena Lundberg, EIS, Finnland 2012

Von Inseln im Eis, einer jungen Familie und der Kraft uralter Traditionen.

Dieser Roman beschäftigte mich auch dann, wenn ich gerade nicht darin las. Wie anders waren doch anderthalb Jahre nach Kriegsende die Lebensumstände in einer einsamen Gegend. Die Natur spielte eine ganz andere Rolle, die Menschen waren ihr viel mehr verbunden und ausgeliefert.

Die Geschichte rührte und berührte mich sehr, manchmal verdrückte ich sogar ein paar kleine Tränchen. Und einmal musste ich das Buch zur Seite legen, eine Pause machen und mich erst wieder fassen, um weiterlesen zu können. Ich erinnere  mich nicht, dass mir das beim Lesen schon einmal passiert ist. Vielleicht bin ich gerade so dünnhäutig, aber vielleicht liegt es an der Erzählkunst, die mich so sehr in die Geschichte holte.

Es beteiligen sich bei „Heute lese ich …“ auch:

   (als Erfinderin)
Michaela von Buecherlogie

und Mein Name sei Mama

und Veronika von vrojongliert
und Tarlucy

Suchdienst

Misi und Frau Holle haben sich vor ein paar Tagen von  Frau Vro  verabschiedet. Eigentlich müssten sie schon längst wieder hier sein. Sind sie aber nicht! Morgen muss Misi wieder zum Gartentor, sein Urlaub ist zu Ende. Ich bin ganz unruhig. ich kann nichts tun, habe keine Ahnung, wo sie stecken könnten.

Hiermit starte ich die weltgrößte Internetsuche:

Habt Ihr die beiden vielleicht gesehen? Wisst Ihr mehr als ich?

Misi sieht so aus:

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Von Frau Holle habe ich leider kein Foto. Sie hat sich aber einmal selbst gemalt.

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MISI! FRAU HOLLE! Wo seid Ihr? Bitte meldet Euch!

Maiwetter

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Kein friedlicher Mond, sondern Blitz hinter Wolken!

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Gestern, 21.43 Uhr: Ein kleiner Versuch, das Wetter mit Blitz, Donner und Sturzregen festzuhalten, was ohne Stativ gar nicht so einfach war.  Zum Glück ist es heute nicht mehr so schwül. Ich atme auf…….

Resümee

Resümee

Henne Strand ist ein zauberhaftes Fleckchen Erde. Ich bin so begeistert von der Natur und dem Ferienhaus mit genug Platz für alle.

Es war schön, eine Woche lang in einer Gruppe zu sein. Wir kannten uns wenig bis gar nicht, trotzdem verstanden wir uns von Anfang an ausnehmend gut. Gemeinsam brachten wir es auf etwa 314 Jahre gelebtes Leben. Wenn Ihr wissen wollt, wie es war:   Zeit mit einer Freundin  mal vier plus fünf Tage mal neu Kennenlernen plus neun Flaschen Wein und lecker Essen plus Natur am Meer.

Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Was ich nicht geschafft habe: lesen

Was ich übte: ich konnte zu Fuß manchmal nicht mithalten, einmal musste ich mich setzen und auf die anderen warten. Das war gar nicht so schlimm, denn sie kamen ja  wieder zurück. Trotzdem…..IMG_0340Ich lernte zu akzeptieren, dass mein Kartoffelsalat allen schmeckte; ich übte mich darin, mich ab und zu in ein positives Licht zu rücken und Einladungen anzunehmen.

Was ich genoss: Gemeinsamkeit, Einsamkeit, Radfahren, Solidarität, fotografieren, regelmäßige Mahlzeiten, lustige und traurige Lebensgeschichten hören und erzählen, Erfahrungsaustausch in vielen Bereichen, sich treiben lassen, unser Lachen, nicht selbst mit dem Auto fahren zu müssen, dänische Süßigkeiten,IMG-20170511-WA0002 zusammen einkaufen,IMG_0392 Füße ins Meer steckenIMG-20170510-WA0005 und Sonnenuntergänge.IMG_0424

Was ich mitbrachte: Steine, Muscheln, Fotos, vertiefte Kenntnisse über die Smartphone-Nutzung, eine neue WhatsAppgruppe, einen dänischen Käseschneider und zwei Tonpilze.

Was ich gelernt habe: ich bin kompatibel, ich „kann Gruppe“, wenn ich mir meine Auszeiten nehme.

Wir haben alle unsere Ferien genossen. Jede war zufrieden. Im nächsten Jahr wollen wir wieder etwas gemeinsam unternehmen. Besser kann es doch gar nicht laufen.

Gestern erreichte uns eine Mail des Vermieters:

 Hallo, ich hoffe das Sie gut nach Hause gekommen sind 😉 Nach Ihrer Abreise haben wir festgestellt, das der Fussboden in der Stube total zerstört ist. Sie müssen damit rechnen, das wir Sie einen Rechnung über die Reparatur des Bodens schicken.

Wir waren das nicht! Mir ist gar nicht aufgefallen, dass mit dem Fußboden etwas nicht stimmte. Wahrscheinlich verdeckte ein Stuhl die Stelle. Zum Glück hat eine von uns gleich nach der Ankunft Fotos gemacht. Mit Datum und Uhrzeit und auf einem Foto ist ein Schaden zu erkennen. Er war also schon vorher da. Drückt uns die Daumen, dass wir nicht auf den Kosten kleben bleiben.

Misi nimmt Abschied.

Na, dann bin ich ja mal gespannt, wann Frau Holle und Misi hier aufschlagen. Ob die mir wohl einen Rest vom Jägermeister übriglassen?

vro jongliert

Gruppenbild mit misi

Nach der abenteuerlichen Männerparty von Schweinehund, Lebens-Ernst und dem unerschrockenen Froschmann Misi müssen wir uns alle erst einmal erholen. Frau Holle und Misi hatten ein langes Gespräch über Störche aus Holz und jene, die nicht ganz so harmlos sind. Ich hatte ein ernstes Gespräche mit dem Schweinehund, dass die Konfrontation mit Holzstörchen nicht unbedingt die geeignete Methode ist, um Panikattacken zu bekämpfen. Auch zum Thema Autostoppen und den Konsum von Alkohol musste ich ihn ins Gebet nehmen. Er hat sich durchaus zerknirscht gezeigt, aber leid hat es ihm trotzdem nicht getan. Misi muss ein schreckliches Bild von den wilden Bergvölkern in Österreich bekommen.

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Frau Holle hat mich diesbezüglich beruhigt. Heinzelfrau Rosalind verbringt den Nachmittag mit Frau Holle im Garten. Sie zeigt ihr alles und danach sitzen sie Kaffee trinkend auf dem Gartensofa. Die Muse kümmert sich um den noch etwas müden Misi gekümmert. Und auch der Lebens-Ernst gesellt sich dazu. Er ist schließlich doch ein wenig…

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Ankommen

Ankommen

Die Zeit tut einen Wimpernschlag und der Urlaub ist vorbei.

Ruckzuck bin ich wieder im Landkreis. Gepäck wird ausgeladen und das weltbeste Fahrrad abmontiert. Umarmung. Tschüss. Bis bald! Mach es gut und weg ist sie, die uns so gut nach Hause gebracht hat. Vögel zwitschern, es ist viel wärmer als in Dänemark und im Hintergrund grummelt ein Gewitter. Ich schleppe Koffer und alles andere durch den Garten. Nebenan sitzt meine liebste Nachbarin mit ihren Kindern unter dem blühenden Apfelbaum. Sie lädt mich ein. Es gibt  Rhabarberkuchen und sehr schnell sitze ich bei ihnen am Tisch. Ich erzähle begeistert und alle finden mich braungebrannt und gut erholt. Dann regnet es.

Ich gehe zum Einkaufen, der Kühlschrank ist leer. Heute will ich mir auch einen Wein gönnen, zum Abgewöhnen.

Der Flieder blüht, die Blumen und Kräuter sind gewachsen. Ich hole meine dänischen Pilze und setze sie an ihre Plätze. Ein wenig Kitsch schadet nicht. Also mir nicht. Kunstbegeisterte würden sich schmerzhaft abwenden. Aber die sind ja gerade nicht hier. Meine gesammelten Steine werden auf der Terrasse zwischengelagert, es sind so viele, die kann ich drinnen gerade nicht unterbringen. Kein Wunder, dass der Koffer so schwer war. Die Muscheln kommen auf die Küchenfensterbank. Ach, wie war das schön am Meer. Seufz.

Ich bin voller Eindrücke und neuer Ideen. Eigentlich aber doch auch ganz glücklich wieder zu Hause zu sein.

Ich packe aus, sortiere alles wieder an seinen richtigen Platz und lege die schmutzige Wäsche in den Keller neben die Waschmaschine.

Ich bereite mir mein Abendbrot und setze mich zu meinen Zeitungen der letzten Woche an den Tisch. Tatsächlich, hier liegt der Beweis: ich war eine Woche weg. Kaum zu glauben. Ich habe die letzten sieben Tage keine Nachrichten gehört, gesehen oder gelesen. Was ist denn so passiert im Landkreis und in der Welt? Ich schaffe den „Montag“.

Ich mache den Fernseher an und öffne diese Tüte:

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Meine Güte, was für eine Mogelpackung, sie ist nur halb voll. Darauf habe ich nicht geachtet und viel Geld bezahlt. Ach Quatsch, egal. Tagesschau. Film. Halb konzentriert schweifen meine Gedanken immer wieder ab. Ich gucke ab und zu in diesen seltsamen ESC rein und schalte schaudernd weiter. Dieser Spektakel passt nun wirklich nicht in meine Stimmung.

Werbung für Muttertag. Ist morgen Muttertag?

Ich schlafe gut, wache aber früh auf. Mist, ich wollte doch ausschlafen. Ich öffne das Fenster. Ein Storch überquert gerade meinen Garten. Ich höre unseren Kuckuck das erste Mal in diesem Jahr. Wie schön, er ist wieder da. Kraniche trompeten in der Ferne und die Schwalben zwitschern umher. Letzte Woche waren auch sie noch nicht hier. Zum Glück ist es im Wendland auch wunderbar wunderschön und ICH MUSS ÜBERHAUPT NICHT MEHR ARBEITEN!!!! Ich kann weiterhin in Urlaubsstimmung bleiben. Zum Glück ist es wärmer geworden. Na ja, es regnet gerade, aber auch das wird aufhören. Dann werde ich mit dem Rad durch die Frühlingslandschaft fahren.

Ein Blick auf die Waage. Lustig, ich habe sogar ein paar Gramm abgenommen.

657 Urlaubsfotos sehe ich mir vielleicht gleich noch an und einige werde ich Euch später zeigen. Aber heute nicht mehr.

Ich stelle gerade fest: Heute ist Muttertag. Schließlich bin ich Mutter und das werde ich feiern. Der Kuchen taut auf und abends gibt es noch einmal ein Glas Wein. Ich werde auf meine Kinder……anstoßen kann ich ja nicht sagen. Also  gut, ich werde an meine Kinder denken. Ohne sie wäre ich nicht Mutter. Vielleicht telefonieren wir noch. Mal sehen.

Ich grüße alle Mütter und alle Kinder. Habt es gut miteinander.

Misi und die Störche.

Hier erfahrt Ihr mehr vom Männerabend. Außerdem werden die Fragen geklärt, was Bier bewirkt, warum manche Frösche total platt und Störche aus Holz sind. Und will Frau Holle ein Baby?

vro jongliert

„Frau Holle, du, wir brauchen ein Baby. Unbedingt.“ Misi ist kaum zu bremsen in seiner Begeisterung. Bei Frau Holle hält sich die Freude in Grenzen. Sie tut sich das sicher nicht mehr an. Jetzt hat sie sich ihr Leben so hübsch eingerichtet und überhaupt ist sie jetzt eher in dem Alter, wo man Enkelkinder hat.

„Ach lass doch Frau Holle und erzähl endlich“, mischt sich Rosalind ein. Misi redet ganz eifrig weiter. Er ist erst gestern angekommen und der Schweinehund hat ihn gleich wieder verschleppt.

„Also, der Sepperl …  Was ? Wie? Ich meine den Schweinehund. Der heißt doch Sepperl? Oder? Oder besser Josef. Sepperl klingt so nach kleinem lieben Rotzlöffel, meint er. Und er ist doch eigentlich ein ausgewachsener Sepp.“ Misi verliert sich in Erklärungen, aber dem nächtlichen Abenteuer sind wir noch keinen Schritt näher. Weil jetzt nämlich auch noch der Schweinehund über seinen Namen zu reden anfängt.
„Noch…

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