Warum nur?

„Lustig“, denke ich, als ich heute an den Schafen vorbei radelte. Ein schwarzer Vogel saß gemütlich auf einem Schaf herum. „Das habe ich doch schon mal gesehen?“, dachte es in mir weiter.

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Richtig. Vor ein paar Monaten fand ich den Vogel auf dem Schaf ziemlich bemerkenswert. Ich hatte meinen Fotoapparat dabei. Heute leider nicht.

Ich frage mich: ist es derselbe Vogel? Und ist es dasselbe Schaf?

Wenn es dieselben wären, dann wäre es noch witziger. Oder rührender.

Warum tun die das?

  • Vogel hält seine Füße warm?
  • Schaf lässt sich den Rücken massieren?
  • Vogel und Schaf sind ziemlich beste Freunde?
  • ?

Ich werde das weiter beobachten.

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Ein Beitrag von Thomas

Abstimmen – für und mit Herz & Verstand

Kuckt doch mal wieder vorbei bei unserem Mitmachprojekt Herz & Verstand. Wir haben neue Autoren/innen hinzugewinnen können. 🤗 Die liebe Nati hatte eine wundervolle Idee. Wir wollen ab Februar ein Monatsthema auswählen, zu dem wir uns dann eine Woche, zwei Wochen oder einen ganzen Monat austauschen. Man wird sehen. Da sind wir noch relativ flexibel, wollen uns da auch nicht beschränken. Da es sich bei Herz & Verstand ja um ein Mitmachprojekt handelt, bestimmt ihr, über welches der allesamt interessanten Themen wir uns austauschen wollen. Ich habe dazu eine Umfrage erstellt. Begeistert waren wir vor allem über die rege Beteiligung.

Insgesamt sind wir jetzt 17 Autoren. Das ist doch wunderbar! Zuletzt durften wir Caroline Caspar und Mia als Autorinnen bestätigen. Herzlich Willkommen ihr zwei liebe Menschen.

Viele schöne Beiträge wurden gepostet und rege Diskussionen sind entstanden. Regine und ich haben uns das nicht träumen lassen, dass unser kleines Projekt so schnell so viele Freunde findet und wir durch so viele inspirierende Autor/innen bereichert werden.

202 Beiträge, 6.469 Seitenbesuche und 1.187 Besucher durften wir bislang zählen. Bereits jetzt haben wir 54 Follower und wir haben unser Projekt im Oktober 17 erst gestartet.

Entweder Ihr klickt auf das Foto, dann kommt Ihr direkt zum Blog oder ihr folgt dem Link unten und stimmt über unser künftiges Monatsthema ab…

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Nun ist es soweit. Die liebe Nati hat ja angeregt, dass wir künftig mal ausprobieren wollen, mit einem Monatsthema unser Projekt noch spannender zu gestalten. Die Umfrage zu den Themen, die Ihr uns gesendet habt, stehen nun zur Abstimmung bereit. Vielen Dank für die vielen tollen Vorschläge.

Um uns vor Robots und Spam zu schützen, habe ich die Umfrage mit einem relativ komplexen Passwort geschützt. Es lautet: h6&7=Zz%-AQhIZ&%NmN89:-) oder einfach nur „Herz“ 😉😃

und hier geht’s zur Umfrage

Wir freuen uns auf viele Stimmen!

Einen zauberhaften Freitag Euch und einen feinen Start in Euer Wochenende! 🌺🍀

Lasst es Euch gut gehen!

Schritt für Schritt oder wo die Zeit bleibt

Schritt für Schritt oder wo die Zeit bleibt

Wenn ich gefragt werde, wann ich in Rente gegangen bin, antworte ich zögerlich: „Zwei Jahre oder so?!“

Meine „Mitteilung zur Vorlage beim Finanzamt über Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2017“, die ich eben im Briefkasten fand, versetzte mich in Schrecken und Unglauben. Dort steht: Rentenbeginn am 01.10.2014.

😲

Ich rechne: 2014, 2015, 2016, 2017…2018. Waaas? Fünf Jahre schon in Rente? Soooo lange? Echt?

Fünf Jahre nicht mehr im Arbeitsleben. Fünf Jahre zu Hause und in erster Linie nur mit mir beschäftigt. Was machte ich denn mit der ganzen Zeit? Wieso rast sie so? Fünf Jahre in Rente und es kommt mir vor, wie zweieinhalb. Die Zeit vergeht also doppelt so schnell.

😰

Und ich merke es nicht einmal……

😥😥😥

Ich weinte eine Stunde ins Taschentuch und dann dachte ich mir: „Nein, zweieinhalb Jahre kann ich nicht verloren haben. Da muss irgendwo ein Denkfehler sein.“

🤔

Oktober 2014….mhm…. vorher war ich ein paar Wochen krank geschrieben……Ach nein, 2018 kann ich ja noch nicht als ganzes Jahr rechnen. Außerdem ist der Rentenbeginn erst im Oktober gewesen und…….

🤗

….und die Rente wurde rückwirkend berechnet. Den Bescheid bekam ich erst Anfang 2015. Wie schön. Also weiß ich erst seit drei (gefühlte zweieinhalb) Jahren, dass ich Rentnerin bin.

Die gerechnete Zeit vergeht also immer noch schneller als die gefühlte Zeit, aber nicht mehr doppelt.

Was habe ich denn bloß die ganze Zeit getrieben?

  • Das erste halbe Jahr verbrachte ich in Schockstarre und hatte genug damit zu tun, mich damit abzufinden, aus dem Arbeitsprozess heraus gefallen zu sein.
  • Dann brauchte ich bestimmt ein Jahr, um die vorangegangenen Ereignisse zu verarbeiten und zu lernen, mit Angststörungen und körperlichen Einschränkungen zu leben. Gleichzeitig fand ich heraus, welche Interessen ich eigentlich hatte und wozu ich Lust haben könnte. Ich befreite mich von meinen alten Rollen und schaute, was von mir noch übrig blieb, nachdem das Leben in Familie und der Beruf weggefallen waren. Ich lernte mich neu kennen. Das ging tatsächlich nur Schritt für Schritt, auch Rückschritte waren an der Tagesordnung.
  • Ein halbes Jahr brauchte ich, um überhaupt wieder unter Menschen gehen zu können. Manchmal war es harte Arbeit, aber ich blieb dran, denn ich wusste, wenn ich das nicht tue, dann wird es richtig schlimm.
  • Das letzte Jahr war ein gutes Jahr. Ich bekam die Angst weitgehend in den Griff und meine anderen gesundheitlichen Probleme auch. Ich fand mich damit ab, dass vieles nicht mehr so schnell und leicht ging, wie in jüngeren Jahren. Mein soziales Leben wurde wieder reicher und viel erfreulicher.
  • Und heute? Heute stehe ich doch tatsächlich in der Zeitung! Mit Bild! Weil ich eine Schreibwerkstatt im Mehrgenerationenhaus initiiert habe! Besser geht´s nicht. Und ich bekam den besagten Brief von der Rentenversicherung, der mich zum Nachdenken über die Zeit brachte. Es sind tatsächlich drei Jahre vergangen und wenn ich an die vielen kleinen Schritte denke, die ich bis heute gegangen bin, dann weiß ich auch wieder, wie ich die Zeit gefüllt habe. Es waren meist eben „nur“ die kleinen Entscheidungen, Ereignisse, Kämpfe, Erlebnisse und Tätigkeiten, die mich dahin brachten, wo ich heute bin. Kleine Schritte zu gehen, bei Rückschritten gelassen zu bleiben und die Richtung dabei nicht zu verlieren, das waren meine Aufgaben der letzten Jahre. Die zu bewältigen, brauchte eben seine Zeit.⏰

😀 Auf jeden Fall mache ich weiter so! Schritt für Schritt…….

Kleine Umfrage: Kommen Euch die kleinen Schritte manchmal auch so unwichtig vor?

 

 

 

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

Anni  eröffnet mit ihrem „Zitat des Monats“ ein neues Gemeinschaftsprojekt und ich finde die Idee toll. Also greife ich ihr Januar-Zitat auf und mache mich auf den Weg. Mal sehen, was mir dazu einfällt.

Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt.
– Volksweisheit-

                                                                           🤔

Alles beginnt mit einem kleinen, also ersten Schritt. Meistens kann ich nicht genau sagen, wann es der erste Schritt ist, denn irgendwie folgt ja immer alles Schritt für Schritt aufeinander. Wenn ich an meine Reisen denke, ist natürlich der erste Schritt die Entscheidung gewesen, zu reisen. Oder? War es vielleicht das Gespräch mit einer Freundin? Oder der Gedanke, mal wieder einen Ortswechsel vornehmen zu wollen? Oder was?

Wenn ich an große Entscheidungen denke, die mein Leben veränderten, dann kann ich in keinem Fall die ersten Schritte benennen. Einer führte zum anderen. Aber das ist ja wohl auch mit diesem Zitat gemeint. Es ist gut, mit den kleinen Schritten  zufrieden zu sein, denn die großen Veränderungen kommen eben nicht von jetzt auf gleich. Mir fällt gerade eine andere Volksweisheit ein: Der Weg ist das Ziel. Passt das in diesem Zusammenhang? Nicht so ganz. Egal, auch der Weg zum Ziel beginnt mit dem ersten Schritt. Manchmal, wenn ich auf dem Weg offen für alles bin, ändern sich vielleicht die Ziele….Ach, das ist jetzt ein anderes Thema.

Ich weiß, eine große Reise kann ich nicht unternehmen, wenn ich nicht einen ersten Schritt mache. Eine kleine natürlich auch nicht und jede alltägliche Handlung beginnt mit einem ersten Schritt. Ich muss den Schritt gar nicht kennen, nur machen.

Ach so, ich weiß! Wenn ich mich zum Beispiel entscheide, vielleicht nun doch ein wenig abzunehmen, weil es meinen Knien gut tun würde, geht es nicht mit diesem großen Entschluss. Ich muss das Schritt für Schritt tun. Was wäre denn in diesem Fall der erste Schritt? Die Entscheidung, weniger und richtiger zu essen? Nein, das funktioniert ja gerade nicht. Also? Keine Süßigkeiten einkaufen? Mit geschlossenen Augen an den betreffenden Regalen im Supermarkt vorbeikommen? Das funktioniert meistens ganz gut, aber ist das auch der erste Schritt zum Abnehmen? Mal sehen.

Erster Schritt: ich erkenne, ich will abnehmen. Nun aber wirklich. Zweiter Schritt: Informationen über Ernährungsumstellung sammeln und heraussuchen, was passt. Ja, das funktioniert auch, wenn nicht Weihnachten dazwischen kommt. Oder Silvester oder Ostern oder Geburtstag . Das ist aber ein anderes Kapitel. Dritter Schritt: Erkennen, dass ich mich bewegen will. Jeden Tag, auch mit Schmerzen. Vierter Schritt: Herausfinden, was geht. Fahrradfahren, Schwimmen, Spazierengehen, Qi Gong. Crosstrainer ab und zu. Gut, das ist machbar. Wenn nicht Weihnachten…….

Und dann jeden Tag machen, Schritt für Schritt.

🤓

 

 

Spiegel

Spiegel

Spiegel zeigen die teatilaeR. Oder?

Spiegelbilder zeigen uns reale redliB, aber irgendwie sind sie auch trhekrev.

Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich hcim.

Denke ich. Das ist aber nicht wahr. Ich sehe mich trhekrev und denke nur, das bin ich.

Auf Fotos sehe ich ein Bild von mir. Und wundere mich manchmal.

Das bin doch nicht ich?

Doch. Aber hci bin mir vertrauter. hcI sehe mich jeden Tag. Dabei bin hci gar nicht ich.

Aus Regine wird enigeR.

Und enigeR ist eine ganz andere, als die, die mein Gegenüber sieht.

Das, was mein Gegenüber sieht, werde ich nie sehen.

🤓

Nein, auch mit Brille nicht.

😳

Nein, ist nicht schlimm.

Denn mein Gegenüber wird ja selbst nie sehen, was ich sehe.

Er kennt ja nur sein dliblegeipS.

Also sind wir quitt.

 

8. Januar 2018

8. Januar 2018

Gestern habe ich mich doch sehr gewundert und konnte es kaum glauben. Was war denn das? So hell. Der Himmel so blau. Die Luft so bewegt, frisch und kalt. Fast wie im Winter. Wahnsinn! Mittags habe ich mich auf mein Fahrrad gewagt. Alleine für den blauen Himmel lohnte es sich, den Fotoapparat mitzunehmen. Sonnenbrille auch? Nö, ich konnte sie nicht finden.

 

Zorn

Silvester lege ich mir nachmittags gerne die Karten (OH-Karten, Bilder und Worte für Assoziation und Kommunikation mit Phantasie und Herz). Ich ziehe vier Bild- und Wortkarten für das vergangene Jahr mit einer bestimmten Fragestellung. Ich schreibe meistens auf, was mir dazu einfällt. Die Texte werden oft sehr lang 😂.

Dann kommt das neue Jahr an die Reihe. Es gibt aber nur je eine Karte. Meine Frage dazu lautet: Mit welchen Leitgedanken gehe ich ins neue Jahr?

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Oh, was für eine schöne Bildkarte! Ist das Glas halb voll oder halb leer? Egal, es kommt aus der Kanne immer noch Nachschub. Wie schön. Aber wer schenkt mir ein? Auf wen bin ich angewiesen? Och, ich sage mal, das bin ich selber. Ich gebe mir gerade so viel in mein Glas, wie ich brauche. Es soll ja auch nicht überlaufen. Prima, im neuen Jahr werde ich immer gerade das bekommen, was ich brauche. Es wird genug da sein. Ich bin gut versorgt. Nein, ich versorge mich selbst mit allem, was ich benötige. Ist das nicht toll? Prost Neujahr!

Ach ja, die Wortkarte will ich noch ziehen. Mal sehen…….😱 ……ZORN steht drauf. Diese Karte will ich nicht. Was soll ich denn damit anfangen? Ich nehme lieber eine andere, bessere!

Nein, das ist feige. Ich nehme den Zorn also an.

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So. Mein schönes Gedankengebäude zum Bild fällt erst einmal zusammen. Mist. Ich werde gleich sehr ärgerlich. Warum ist es ausgerechnet der Zorn, mit dem ich mich auseinandersetzen soll? Warum spiele ich auch so ein doofes Spiel. Zorn. Also wirklich.

Obwohl: meine Gedanken zur Bildkarte muss ich gar nicht verändern. Ich gebe mir selbst, was ich brauche. Vielleicht will der Zorn dabei sein? In meinen Geschichten über die Vollversammlungen kommen alle möglichen und unmöglichen Gefühle zu Wort. Es gibt auch die bösen Gesellen, die mir gerne Mist einreden. Diese schickt mein Selbstbewusstsein oft in den Garten, wo sie sich austoben können. Der Zorn ist bisher nicht vorgekommen.

Zorn gehört nicht zu den bösen Gesellen. Er gehört zu meinen Emotionen, die mich ausmachen. Ich habe den Zorn sehr vernachlässigt. Wenn ich ihn wahrnahm, fühlte ich mich schuldig, steckte ihn in ein Fass und deckelte es zu. Manchmal kam so viel Zorn zusammen, dass der Deckel nicht hielt und das Fass überlief. Der Anlass war egal. Dann war ich außer mir und wusste selbst oft gar nicht, was los war. Meine Liebsten erst recht nicht.

Oh 😳.

Vielleicht fiel es mir darum häufig so schwer, mich von anderen abzugrenzen? Vielleicht fehlte mir so oft die Energie für Veränderungen, weil der Zorn sich nicht durchsetzen konnte und die Angst seine Arbeit übernahm?

Vielleicht fehlt mir der Zorn? Ob ich erst alles habe, was ich brauche, wenn ich den Zorn zukünftig rechtzeitig wahrnehme und auf ihn höre?

Ja, mit diesen Gedanken gehe ich ins neue Jahr! Mit dem Zorn und seinen Brüdern werde ich mich auseinandersetzen. In der nächsten Vollversammlung werden sie vorkommen. Versprochen.

Ich hebe mein Glas und trinke auf 2018!