Glückskind

Glückskind

Ich bin ein richtiges Glückskind, weil:

  • ….ich meinen neuen Rasenmäher ganz alleine montiert habe. Es hat lange gedauert, bis ich die vier Schrauben fest hatte und der Rasenmäher so aussah, wie Rasenmäher aussehen sollen. Aber trotzdem….
  • ….. mein Nachbar, mit dem ich eigentlich kaum etwas zu tun habe, hörte, wie ich mich mit den Schrauben abmühte und er dann fragte, ob ich Hilfe brauche. Das war ein schönes Gefühl. Wenn ich es nicht schaffen sollte, könnte ich ihn um Hilfe bitten. War aber nicht nötig, weil ich es doch alleine konnte. Dies teilte ich fröhlich über den Gartenzaun mit und Nachbars freuten sich mit mir.
  • …. mein neuer Rasenmäher so gut funktioniert!
  • ….mich mein Vermieter, der auch mein Übernachbar ist, mit der Nebenkostenabrechnung beim Rasen mähen unterbrach. Er macht immer so gute Abrechnungen mit allen Schikanen. Im letzten Jahr hätte ich ihm 18 Euro zahlen müssen. Die wollte er nicht haben. In diesem Jahr habe  ich 18,26 Euro zuviel bezahlt. Mein Vermieter drückte mir 20 Euro in die Hand und sagte, er und seine ganze Familie seien so froh, dass sie mich als Mieterin haben.
  • ….es so warm ist und ich nicht arbeiten muss. Ich habe Urlaubsgefühle und genieße den Sommer im April. Dabei weiß ich, dass das eigentlich kein gutes Zeichen ist, wenn wir jetzt schon 29 Grad haben……
  • ….ich zwei so schöne Telefongespräche hatte, die mein Herz erwärmten (puh, noch mehr Hitze!).
  • ….. ein neuer Drogeriemarkt eröffnet hat. Das ist mir egal, aber morgen stiftet er der Musikschule viel Geld, wenn sich 100 Menschen zusammenfinden, die fünf Lieder singen. Das wird lustig!
  • …..ich mir eine kleine Sprühflasche gekauft habe. Damit kann ich mir Wasser ins Gesicht sprühen, wenn die innere Hitze ausgerechnet dort raus will. Der Wassernebel kühlt ganz wunderbar! Guter Trick!
  • …..ich plötzlich ohne Lesebrille lesen kann. Das habe ich seit drei Jahrzehnten nicht erlebt. Ohne Brille lesen! Ich habe erst gar nicht gemerkt, dass ich keine Brille auf hatte. Macht sich die Augen-OP also bezahlt!
  • …..ich drei Kilo abgenommen habe und mich jung und schlank fühle. Erst ein Blick in den Spiegel belehrt mich: ich bin nicht jung und schlank noch lange nicht! Trotzdem…..
  • ……weil ich eben so schön mit dem Rad unterwegs war und Euch ein paar Fotos vom Garten und meiner kleinen Tour zeigen kann.
  • …..weil Ihr da seid und dies hier lest!

 

 

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Neue Arbeitsplatzbeschreibung

Neue Arbeitsplatzbeschreibung

Hallo Leute, fast hätte ich meinen Arbeitsplatz als Gartenhänger verloren! Nur dicke Froschtränen und eine hervorragende Froschschläue retteten mich vor dem Ruin. Die Frau vom Gartentor hat sich ein neues Gartentor zugelegt und da passte ich einfach nicht mehr ran. Sie wollte mich entlassen und mir alles Gute wünschen. Ich machte sie darauf aufmerksam, dass ich der beste Gartenhänger von allen bin und das überzeugte sie! Meine Arbeitsplatzbeschreibung wurde blitzschnell überarbeitet und ich war wieder in Lohn und Fliege.

Nun darf ich am Zaun hängen und zu Frau Holle rüber gucken. Mein Aufgabenfeld hat sich dramatisch verändert. Jetzt verabschiede ich Frau Holle mit einem fröhlichen Tschüß oder Kommbaldwieder , wenn sie ihr Territorium verlässt und ich begrüße sie mit lautem Hallo und Schöndassduwiederdabist, wenn sie heimkehrt. Dann frage ich, was sie erlebt hat, die Gute, denn das tut ja sonst keiner. Frau Holle findet das seltsam, dass eine Gartendeko wissen will, was sie getan hat. Ich weiß nicht, was sie meint.

Ich muss außerdem zusehen, dass Frau Holle sich benimmt. Ich darf ihr gute Laune schenken, wenn sie fleißig ist und böse Blicke zuwerfen, wenn sie faul auf der Terrasse sitzt und liest. Was sie ja meistens tut. Und das gehört sich nicht. Die Frau vom Gartentor…..äh…Gartenzaun sagt auch, dass es für sie keine Freude ist, nur zu sitzen. Das ist nicht befriedigend. Aber Frau Holle sagt, das ist so schön einfach nur zu sitzen und den Vögeln zuzuhören und den Brombeeren beim Wachsen zuzusehen. Ich weiß nicht, wer recht hat. Ich jedenfalls hänge mit Arbeitseifer rum und erledige meine Aufgaben und nehme meine Pflichten ernst.

Frau Holle sagt, sie ist Rentnerin und hat keine Pflichten mehr.

Der Frühling ist schon wieder verschwunden und es scheint so, als ob der Sommer das Zepter übernommen hat. Es ist so warm, dass ich meine Haut ständig anfeuchten muss, um nicht auszutrocknen. Ich will Samstag zur Froschparty an den Teich und mir eine Liebste suchen. Das macht frosch eigentlich im Frühling, aber der ist ja nun weg. Ob das auch im Sommer geht? Frau Holle nickt und sagt, das geht IMMER, ZU JEDER ZEIT. Sie ist ein Mensch und hat keine Ahnung!

Also gut, Leute, ich muss jetzt los und rumhängen. Frau Holle macht sich fertig zum Ausgang und will vernünftig verabschiedet werden! Macht es gut und bis bald!

Euer Misi (zum Glück noch Gartenhänger)

Altes Land

Altes Land

Heute lese ich nur mit den nötigsten Unterbrechungen:

Dörte Hansen, Altes Land, 2015

“ Polacken, schimpft Ida Eckhoff, Bäuerin im Alten Land, als im Frühjahr 1945 Flüchtlinge aus Ostpreußen auf ihrem Hof stehen. Hildegard von Kamcke und ihre kleine Tochter Vera müssen in die Knechtekammer, auf Idas weißer Hochzeitsbank dürfen sie nicht sitzen. Aber Hildegard hat für die Opferrolle kein Talent. Sie zieht weiter nach Hamburg und lässt ihr Kind zurück. Vera erbt das große kalte Haus und scheint es doch nie zu besitzen. Sie fürchtet sich vor ihm, lässt es verfallen. Bis mehr als sechzig Jahre später wieder zwei Flüchtlinge vor der Tür stehen: Veras Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn. Anne kommt nicht mehr zurecht mit ihrem Leben im szenigen Hamburg-Ottensen. Sie hasst ihren Job als Flötenlehrerin. Als ihr Mann sich dann auch noch in eine Andere verliebt, haut sie ab.

Vera, die raubeinige Zahnärztin, und Anne, die verkrachte Musikerin, haben mehr gemeinsam als sie ahnen. Beide fühlen sich nirgends zugehörig, beide kämpfen mit ihrer Vergangenheit, die alle Frauen in ihrer Familie hat erstarren lassen. Als sie beginnen, das Haus zu renovieren, geraten die Dinge in Bewegung.

Mit scharfen Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschenderweise finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie“ (Klappentext)

Dieses Buch lese ich immer wieder gerne. Ich tauche ein und erst wieder auf, wenn die letzte Seite gelesen ist. Schade. Ich könnte noch 1000 Seiten mehr davon gebrauchen. Der Roman spielt im Alten Land und in Hamburg. Als geborene Hamburgerin fühle mich sofort Zuhause. Nicht zuletzt, weil sich die Geschichte auch genauso auf Föhr (letzte Wahlheimat) und erst recht im Wendland (jetzige Heimat) abspielen könnte. Hier sind wir Menschen tatsächlich so, wie sie im „Alten Land“ liebevoll und manchmal lustig, aber immer treffend, beschrieben werden.

Der Roman hat 286 Seiten, die es alle in sich haben! Dörte Hansen versteht es meisterhaft, kurz und knapp so viele Informationen über ihre Figuren preiszugeben, dass ich mir deren Vergangenheit und Gegenwart leicht ausmalen kann. Landschaften und das menschliche Miteinander kann ich förmlich vor mir sehen und spüren. Es ist fast, als wäre ich Teil der Handlung. Ernste Themen und witzige Situationen stehen nebeneinander und berühren mich fast auf jeder Seite. Entweder ich muss schmunzeln oder erst einmal aus dem Fenster schauen und meinen Gefühlen nachspüren, bis ich weiter lese. Gestern Abend zum Beispiel, als ich vom Osterfeuer las, bekam ich großes Heimweh nach meinem alten Leben mit meiner Familie auf dem Land :

“ Es wurde kalt, die Leute drängten sich ans Feuer, „und nachher stinkt man wieder wie ein Räucheraal“, seufzte Brittas Schwiegermutter, es schien sie nicht zu stören.

Kinder marodierten in großen Banden hin und her, sie stocherten mit langen Stöcken in der Glut, drückten den Eltern das verkohlte Stockbrot in die Hand und wollten Geld für Pommes.

Die Erwachsenen verloren die Übersicht ein bisschen, sie tranken kaltes Bier und heißen Apfelpunsch im Wechsel. Alle kannten alle und redeten mit allen, Anne lernte Namen und Gesichter und vergaß sie alle wieder.“ (Seite 252)

Ja, so hatte ich das damals auch beim ersten Osterfeuer im Dorf erlebt, als wir gerade mit unseren kleinen Kindern hingezogen waren. Mein Mann und ich bekamen Gläser in die Hand gedrückt, weil wir selbst keine mitgebracht hatten, und uns wurde etwas eingeschenkt und angestoßen und Namen wurden ausgetauscht und dann kamen schon die nächsten mit einem Drink. Unsere Kinder waren mit den anderen Kindern und dem Feuer beschäftigt und ich verlor ein wenig die Übersicht. Das Eierverstecken im Garten am nächsten Tag war schwierig und die Vögel zwitscherten viel zu laut….. Manchmal möchte ich…..aber egal, es ist wie es ist und die Vergangenheit bleibt Erinnerung. Schön, wenn man sie sich bewahrt und dabei dürfen gerne ein paar Tränchen verdrückt werden. So ergeht es mir beim Lesen, ich komme mit meinen Gedanken immer wieder auf mein eigenes Leben und auf das meiner Eltern und Großeltern zurück.

Ein wunderbares Buch! Alle Dorf-und Stadtbewohner bekommen ihr Fett weg: die Eingeborenen und die Zugezogenen, die ehrgeizigen Vollwerteltern, die wortkargen Landwirte und erst recht die Biobauern. Die Mütter, Väter, Söhne und Töchter. Alle eben, so wie sie zusammen leben, mit ihren unterschiedlichen Schicksalen und Charakteren.

Ich wünschte, ich könnte meine Familie, Freunde, Nachbarschaft und mich auch so liebevoll skizzieren, dann sähe ich uns vielleicht plötzlich mit anderen Augen!

 

 

Vergeblich 2

Vergeblich 2

😀  War das nicht toll?🎶🎇

😡   Na ja.

😁  Habe ich das nicht gut gemacht?🎉🎉🎉

😡  Na ja.

😅  Eingeparkt wie ´ne Eins!🎈🎇🎂

😡 Keine Kunst bei drei nebeneinanderliegenden freien Parkplätzen einen zu treffen.

😊  Du bist aber auch ein Miesepeter heute!

😬  ……

😁  Und dann im Krankenhaus! Alles richtig gemacht und ich brauchte überhaupt nicht zu warten.🕑🥂

😡  Das war ja nun wirklich nicht dein Verdienst…

😅  Und dann das lange Stillliegen mit Notrufknopf in der Hand. Ich habe überhaupt nicht mit den Zehen gewackelt!🥁👍👍👍

😠  Na ja….

😊  Und dann war alles schnell vorbei und ich bin überhaupt nicht umgefallen vor Schreck. 🍀🍾🥁🎶💃

😡 …..⚡

😊 Und dann bin ich wie eine Eins wieder nach Hause gefahren!🚂 ach ne….🚗

😡………🌩🌩🌩

🤔 Bist du sauer?

😡  Jaaa! Du machst immer so ein Theater vorher.

😨  Immer?

😢  Ja, fast. Ich habe die Schnauze voll davon.

😲 ……

Vergeblich

Vergeblich

 😳  Oweh, gleich muss ich zum MRT.

😀  Gaaanz ruhig, ist nicht schlimm.

 😳  Oweh, gleich muss ich zum MRT und wenn ich nun keinen Parkplatz finde?

😂   ?????

  😳  Oweh…

😀  Jetzt ist aber mal Schluss. Freue dich doch lieber auf das Kino heute Abend. Three Billboards Outside Ebbing, Missouri soll doch ganz großartig sein.

 😳  Oweh, gleich….

😀  Und denk doch mal an gestern. Diese tolle Diskussion um das Haben oder Sein oder umgekehrt.

 😳  Ja, tolle Weltuntergangsstimmung gestern! Die Atomkriegsuhr steht 2 Minuten vor Zwölf und überhaupt kam so gar nichts positives. Oweh.

😀   Ja, stimmt. Aber denk doch an Samstag.

😳 ?

😀  Na, das Seminar zum Thema Selbstliebe!

 😳 Ja, hoffentlich kommt dann der Durchbruch.

🤔Mensch, du bist aber auch mies drauf! Dann denk doch an deinen neuen Rasenmäher.

 😳  Och nö.

😀  Dann denk doch, was du diese Woche schon alles geschafft hast: Schuppen aufgeräumt, Boden aufgeräumt, Keller aufgeräumt und geputzt. Auto durch die Waschanlage. Terrasse gestaltet. Bücher gelesen….

 😳  Na prima, und heute tun mir meine Fingergelenke so weh und überhaupt sieht das ja keiner und Bücher lese ich doch immer.

😀  Dann denk doch an die Reise, die du bald machst und an Pfingsten mit viel Besuch und an das Wochenendseminar im Juni und an den Sommer!

 😳  Oweh, aber erst muss ich zum MRT!

😡  Na, dann jammer doch rum……. Jetzt habe ich auch schlechte Laune! Mist.

Um den See

Gestern wollte ich unbedingt etwas unternehmen. Den Frühling in der Natur genießen. Ich war lange nicht mehr am See. Also nichts wie hin. Meine Arthrose wollte ich einfach mal ignorieren. Schmerzen bei jedem Schritt und trotzdem: Auf geht´s. Meine Güte, ich war überhaupt nicht mehr im Training.  Diese Strecke spazierte ich früher so ganz nebenbei. Gestern fiel sie mir schwer. Ich war ganz schön tapfer und der See mal wieder wunderschön.

Mist, den Fotoapparat hatte ich vergessen. Also, keine Fotos heute. Oder? Warum musste ich andauernd an mein Handy denken? Für den Notfall hatte ich es in der Tasche. Immer wieder dachte ich: Handy! Handy! Ach ja, damit kann man ja auch Fotos machen. Machte ich.

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Blindfotos sozusagen. Aber einige sind doch ganz schön geworden!

Alle Anstrengung vergaß ich am Ende meiner Tour, als ich auf einer Bank saß, die Wasservögel beobachtete, die Geräusche, die Sonne und ein kühles Lüftchen genoss und zufrieden mit meiner Leistung war.

Wie lange noch schaffe ich die vier Kilometer um den See? Ich beginne mich so allmählich nach künstlichen Kniegelenken zu sehnen. Einmal machen lassen und dann wieder durchstarten. Ach ja, wenn das man so einfach wäre!

Glücklich?

 

Endlich treffen sich die Philosophen wieder in der Volkshochschule. Nach einem Jahr Pause arbeiten wir ein ganzes Semester mit dem Buch: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft von Erich Fromm. Der Klassenraum ist gut gefüllt. So viele waren wir noch nie. Eine gute Mischung von „alten Hasen“ und Neuhinzukommern, von Männern und Frauen, die meisten im Rentenalter.

Ich sitze mittendrin und fühle mich wohl. Es macht so viel Spaß Ansichten, Einsichten und Lebenserfahrung auszutauschen. Unser Konsumverhalten ist das erste Thema und wir geben ehrlich zu, dass wir alle konsumieren und unsere Schwächen haben. Bei mir sind es die Bücher. Ich kaufe mir mehr, als ich mir eigentlich erlauben kann. Ich leihe sie nicht aus, ich lese sie nicht elektrisch, sondern ich möchte sie haben und aufheben. Nun gut, es gibt schlimmere Laster.  Ich habe mir das Buch von Erich Fromm gekauft, aber leider nicht mit. Als einzige nicht. Du meine Güte. Mein Sitznachbar lässt mich in seinem Buch mitlesen. Zum Glück kommen wir sowieso nicht weit. Wir studieren gerade mal das erste Kapitel der Einführung, das sind zwei und eine halbe Seite. Über das „Ende einer Illusion“ diskutieren wir, bis unsere Zeit um ist. Alle sind sich einig, dass Menschen im „Sein“ glücklicher sind als im „Haben“. Außerdem stellt die Mehrheit fest, dass Trump nicht glücklich ist. Ich weiß nicht, wie man das wissen kann. Nur er selbst weiß, ob er glücklich ist. Aber eigentlich interessiert mich das überhaupt nicht….

Die Frage, ob wir glücklich wären, wenn wir uns jeden Wunsch sofort erfüllen könnten, wurde verneint. Mein Vorschlag, mich für einen Versuch zur Verfügung zu stellen, meine Kontonummer anzugeben und in einem halben Jahr zu berichten, ob diese Situation wirklich unglücklich macht, wird mit einem Lachen abgetan. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle mal ein Crowdfunding starten. Forschen wir gemeinsam, Ihr finanziert und ich berichte Euch……

Fröhlich verabschieden wir uns und ich freue mich auf Dienstag, dann nehme ich mein eigenes Buch mit. Außerdem werden wir einen Termin für ein Wochenende verabreden. Haben oder Sein in der Lernscheune mit viel Zeit. Herrlich.

Es trägt zum Glücklichsein bei, sich auf etwas zu freuen. Ich plane immer ein paar Highlights auf das Jahr verteilt ein.  Aktuell sind es heute ein Spielenachmittag (Monoply(!) in einer neu zusammengestellten kleinen Gruppe), eine Reise nach Föhr, ein Familientreffen, eine Reise nach Dänemark und vieleicht die erste Knie-OP. Das ist wohl alles mehr im „Sein“ angesiedelt, obwohl ohne ein gewisses „Haben“ ja auch nicht möglich. Oder?

Ist Freude gleich Glück? Ich weiß es nicht. Ich fühle beides eher verhalten, nicht so wie früher, wo die Freude stürmisch um die Ecke bog und für heftiges Bauchkribbeln und Herzflattern sorgte. Heutzutage genieße ich es ruhiger und gelassener. Ich übe mich darin, alles so zu nehmen, wie es kommt und damit zufrieden zu sein, so wie es ist. Das gelingt immer besser. Ist das schon Glück?

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