Ich tu einfach mal so, als ob

Aus diesem Foto……

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zauberte mein PC dies:

Und auch noch das:

kornblumeUnd das lasse ich mir auf Leinwand drucken.

Und tu so, als wäre es Kunst.

Ich liebe Kornblumen!

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Sich anpassen

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Sonntag war ich mit einer Freundin unterwegs. Wir sind noch nicht so häufig miteinander Rad gefahren, wollten es aber einmal ausprobieren. Sie kannte einen tollen Radweg, der mir unbekannt war. Prima!

Ich dachte: „Meine Güte, nun ist es vorbei mit der Gemütlichkeit! Ich muss jetzt schneller fahren, weil sie es sicher doof findet, so langsam vorwärts zu kommen. Dann will ich mich mal anpassen!“

Ich steigerte mein Tempo, um mitzuhalten.

So rasten wir eine Weile durch die herrliche Landschaft und ich fand es schade, diese nicht so genießen zu können, wie ich es mit meinem gemächlichen Tempo gewohnt war.

Als ich sie keuchen hörte, sagte ich: „Meinetwegen müssen wir nicht so schnell fahren!“ Sie war erleichtert, denn sie dachte, sie müsse sich meinem Tempo anpassen.

Auch ihr ging es viel zu schnell.

Gut, dass wir darüber gesprochen haben, denn so konnten wir die Landschaft genießen und dabei erbauliche Gespräche führen.

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Ich frage mich gerade, wie oft ich ähnliche Situationen erlebte, ohne sie zu bemerken.

Lernerfolg

Im Briefkasten liegt der Brief. Eine Erinnerung, dass ich mich heute Daunddort einfinden soll, um mit meinem Team vierzig Jugendliche drei Wochen lang zu betreuen und zu bespaßen, denn es sind Sommerferien.

Habe ich ganz vergessen, dass ich dort angemeldet war. Drei Wochen? Meine Güte.

Ich packe meinen Koffer (drei Wochen!) und reise nach Daunddort. Mich erwartet eine riesige Jugendherberge gefüllt mit mehreren Gruppen lärmender Menschen und ich bereue meine soziale Ader sehr. Meine Teamchefin kommt auf mich zu und begrüßt mich. Sie erzählt, dass sie mit der Jugend sehr streng umgehe und ich mich nicht wundern soll. Ich müsse aber mitziehen und auch das Heft in der Hand behalten. Mich auf keinen Fall unterbuttern lassen. Ich frage mich im Stillen, ob ich das noch nötig habe. In meinem Alter! Warum bin ich bloß hier?

Die Jugendlichen zeigen sich gegenseitig, wie stark und toll sie sind. Das geht nur laut. Weiß ich doch und schließlich sind es ihre Ferien. Trotzdem.

Ich folge der Frau, die mir mein Zimmer zeigt.

Hilfe, ein Doppelzimmer, in das noch ein Gästebett hineingestellt wurde. Albtraum!

Ich hole meinen Koffer und verschwinde, um mir ein Einzelzimmer zu besorgen. Wenn ich schon ehrenamtlich arbeite, will ich abends meine Ruhe und alleine sein.

Natürlich geht das nicht, denn alle Räume sind randvoll vollgestopft mit Jugendlichen. Ich also zurück in das übervolle Doppelzimmer und dort lerne ich meine Leidensgenossinnen kennen. Die sind ganz vergnügt und ich suche meinen Koffer. Aha, da ist er und als ich ihn auspacken will, entpuppt er sich als Reisetasche, die nicht mir gehört.

Mein Koffer bleibt verschwunden. Und dann weiß ich nicht mehr, wo ich die fremde Reistasche abgelegt habe. Ich finde sie und es ist keine Reisetasche, sondern eine graue Handtasche. Auch gut.

Es klingelt einige Male und das ist das Zeichen für Abendbrot. Prima. Es ist 18.00 Uhr, ich kenne mein Team nicht, bin überhaupt nicht vorbereitet und habe eine fremde Handtasche im Arm. Und mein Koffer ist weg und mein Bett noch nicht bezogen.

Ich suche den Speisesaal und der ist so voll und so laut, dass ich beschließe, wieder nach Hause zu fahren. Ich suche mein Team und finde es nicht. Überall auf den Tischen stehen diese großen, silbernen Kannen mit Früchtetee. Ihr wisst schon, oder?  Eine Lautsprecherstimme ruft mich aus. „Die Betreuerin R. aus L. soll bitte sofort Tisch 6 aufsuchen! Dort wartet ihr Team auf sie.“ Aha. Ich also hin und dann wird mir gesagt, ich müsste mir mein Essen selbst holen. Ach so. Ich suche mal wieder und finde den Tresen mit dem Abendbrot. Dort liegt nichts mehr, es stehen nur schmutzige Teller rum. Ich werde wütend angestarrt, als ich das Küchenpersonal frage, ob ich noch etwas zu essen bekomme.

Dann wache ich auf und bin tief erschüttert.

Heute ganz früh weckten mich heftige Rückenschmerzen. Eine Art Hexenschuss, der mich seit vorgestern quält. Ich nahm eine Schmerztablette, trank meinen Kaffee und las die Zeitung. Weil es wirklich noch früh war, schlief ich wieder ein.

Und fand mich an einem Ort wieder, den ich nicht kannte, mit einem Team, welches ich auch nicht kannte, mit einer Aufgabe, auf die ich nicht vorbereitet war und die ich gar nicht wollte und in einem Dreibettzimmer, das ich hasste. Ich war die ganz Zeit auf der Suche: nach meiner Ruhe (Einzelzimmer), nach meinem Team und meiner Aufgabe, nach meinen Sachen und schließlich nach meinem Essen. Mit einer fremden Handtasche, die mir nicht gehörte.

Was ich daraus lerne? Das nächste Mal stehe ich sofort auf, wenn ich die Zeitung fertig gelesen habe. Egal, wie früh es ist.

 

 

Das Leben gestalten

Das Leben gestalten

Was fange ich noch an mit dem Rest meines Lebens?

Soll es noch Veränderungen geben?

Oder bleibe ich in meiner Komfortzone?

Oder wage ich Sprünge ins kalte Wasser?

Geht das überhaupt mit meinem Zustand?

Oder schreibe ich doch noch einen Roman?

Oder veröffentliche einen Bildband?

Oder ein Kinderbuch?

Oder sortiere ich alte Briefe und schreibe meine Memoiren?

Oder male etwas Bedeutendes?

Oder ziehe ich um?

Will ich Abenteuer oder Ruhe?

Will ich hier oder weiter?

Weiter wohin?

Und mit wem?

Will ich Gesellschaft oder lieber nicht?

Ich will mein Leben anders gestalten.

Aber wie?

Und warum?

Wo ich es doch gerade so gut habe.

Weil alles so ist, wie es ist.

Verantwortung übernehmen, letztendlich der erste Schritt zur Besserung.

Aber will ich Besseres?

Ich weiß jetzt, wie schnell alles vorbei sein kann.

Soll ich abwarten oder machen?

Beides ist gut.

Also?

 

Ich denke, ich gehe jetzt erst einmal duschen

und gucke, was der Sonntag so mit sich bringt.

Und dann sehe ich weiter.

 

 

 

Was mir heute so durch den Kopf geht

Was mir heute so durch den Kopf geht

Meine sportlichen Tätigkeiten auf dem Crosstrainer zahlen sich aus.

Radfahren im Sturm und Hagel kann Spaß machen, wenn ich nicht alleine bin.

Ich bin nicht immer so tolerant, wie ich dachte und zuhören fällt mir manchmal schwer, wenn ich selbst so viel zu erzählen habe.

Beim Spielen schien ich etwas verbissen zu wirken. Ja gut, nachdem ich an drei Abenden in Folge jedes Spiel verlor, wollte ich einmal gewinnen. Als ich die Regeln durchschaute, hat das dann auch geklappt.

Nettsein beim Spielen kommt nicht immer gut an.

Ich habe gesehen, wie zwei Männer einen großen Klumpen Bonbonmasse bearbeiten. Um zu schauen, wie die klitzekleinen Bildchen und Schriften in die Bonbons gezaubert werden, hatte ich keine Zeit mehr. Das werde ich aber noch rauskriegen. Geschmeckt haben sie auf jeden Fall!

Noch besser sind die in Schokolade verkleideten Lakritzen.

Und die „Rostigen Nägel“. Die schmecken nach meiner Kindheit.

Ymer ist auch lecker und viel gesünder. Schmeckt auch nach Familienurlauben in Dänemark auf dem Zeltplatz.

Ich selbst habe trotz Kuchen und so weiter und so fort ein paar Gramm abgenommen! Wahrscheinlich hat das Sabbeln viele Kalorien verbraucht!

Wenn die Nordsee auf die Ostsee trifft, begrüßen sich beide stürmisch.

Manche sind so, andere anders. Und zusammen sind wir eine tolle Truppe.

Frühstück ist mir zu früh.

Wo ist bloß das rote Küchenmesser geblieben?

Und mein Arganöl?

Ich lasse mich gerne treiben. Wenn die anderen sich nicht gekümmert hätten, hätte ich vieles nicht gesehen.

Freundinnen sind toll.

Lachen ist herrlich.

Steckdosen müssen manchmal eingeschaltet werden. Das habe ich erst bemerkt, als mein Laptop nicht mehr arbeitete, obwohl ich ihn doch immer eingestöpselt hatte.

Kirchen können versanden und Leuchttürme abbrechen.

Mein erstes Menü mit Meerblick war ein Erlebnis. Trotzdem kann ich weiterhin meist gut auf Fleisch verzichten, alles andere war superduperlecker.

Ich brauche meine Auszeiten. Spaziergänge am Meer sind anders, wenn ich sie alleine gehe.

Ich gehe! Ich habe viel längere Strecken bewältigt, als vorher gedacht. Scheint auch eine Kopfsache zu sein, das mit den Schmerzen.

In der Stadt geht das Gehen nicht so gut.

Eine Woche ohne Nachrichten und Fernsehen tankt die Seele auf.

Das Meer ist mein Kraftort.

Hunde räumen manchmal ihr Körbchen aus und sortieren alles neu. Und manchmal verschieben sie ihren Liegeplatz nach Lust und Laune.

Ofen zu säubern ist schwerer, wenn man die Schublade falsch einschiebt und dann die Asche erst suchen muss.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

Und heute ist Muttertag. Macht es Euch gemütlich! Auch alle anderen seien hier herzlich gegrüßt!

Nur Misi muss ich noch besänftigen. Er tut so, als ob ich gar nicht da wäre!

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Tag 7

Und heute Abend gehen wir noch Essen und dann wird gepackt und morgen geht es wieder nach Hause! Da freut man sich monatelang auf eine gemeinsame Reise und plötzlich ist auch schon wieder der letzte Tag angebrochen. Kann jemand mal eben die Zeit zurück drehen? Drei Tage genügen! Danke!

Und ich danke für Eure Begleitung hier im Regenbogen!