Ich weiß, es gibt nicht schwarz und weiß. In Konflikten ist nie nur eine Seite beteiligt. Aber nichts davon rechtfertigt, was im Krieg geschieht. Ich denke, wir werden aktiv mit hineingezogen, wenn wir es nicht schon lange sind und es nur nicht so bemerken. Alles deutet für mich darauf hin, dass es auch für uns hier schlimmer wird. Wir werden in den Nachrichten und auch sonst so darauf vorbereitet. Es scheint keine Alternativen zu geben, auch wenn ich überzeugt davon bin, dass sie gedacht werden. Ich weiß selbst auch keine Lösung. Ich informiere mich noch ab und zu, um zu begreifen, worum es geht, auch wenn ich nichts mehr über Panzer und Waffen hören und sehen mag. Ich bin sehr traurig, wenn ich an das Gemetzel denke.

Mit dieser Grundeinstellung lebe ich meinen Alltag und tue so, als ob es gut für mich weitergeht. Ich blende ganz viel aus und das tun wir wohl fast alle.

Mein Alltag läuft jedenfalls sehr zufriedenstellend.

Am liebsten würde ich im neuen Bett wohnen, es ist einfach zu und zu gemütlich. Aber natürlich stehe ich morgens auf, wenn es Zeit ist. Und freue mich dann auf die kommende Nacht.

Der Urlaub im Mai mit meinen drei Freundinnen und dem Hund in Dänemark ist geplant, gebucht und noch nicht bezahlt, aber auch das passiert demnächst. Wir freuen uns riesig, denn die Pandemie hat unsere herzerfrischende Tradition über drei Jahre unterbrochen. Nun sind wir wieder dabei. Alle 70+ und nicht mehr ganz so fit wie früher. Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken und unsere Spieleabende können wir auch mit Knie, Hüfte und Fußleiden bewältigen. Lecker essen, Geselligkeit und das Meer genießen, das habe ich mir vorgenommen. Die anderen haben mehr Pläne und vielleicht unternehme ich das eine oder andere mit ihnen. Das kennen sie ja schon, ich bin schnell überfordert, wenn es um Städte, Kirchen und Ausflüge geht.

Nach meinem Sturz fühle ich mich auf dem Rad nicht mehr sicher, aber die Freude am Radfahren werde ich mir bis zum Urlaub zurückholen. Spätestens wenn es wieder wärmer wird, beginne ich zu trainieren.

Manchmal fallen mir gute Dinge einfach nicht ein. Ein Beispiel: Ich weiß, dass mein Fernseher sich ins Internet wählen kann. Dass auch Youtube dazu gehört, daran dachte ich nie. Bis vor ein paar Tagen. Ich fand Michael Diemer (z. B.: https://www.youtube.com/watch?v=DzCrNUViMtM), den ich mir nun täglich ins Wohnzimmer einlade, um mit mir QiGong zu üben. Michael gefällt mir in seiner ruhigen Art sehr. Seine Anleitungen erinnern mich an unser QiGong in der Volkshochschule und manche Übungen sind auch neu. Sie tun mir gut und gehören zur täglichen Routine. Ich suche unterschiedliche Reihen aus und so ist für Abwechslung gesorgt.

Demnächst werde ich mir noch andere Sportprogramme aussuchen. Immer nur Crosstrainer ist auch langweilig.

Jetzt scheint die Sonne endlich einmal wieder. Ich gehe einkaufen und dann mache ich einen Spaziergang. Mal sehen, ob es wieder Gänse zu beobachten gibt. Es wurde in Niedersachsen schon der erste Storch gesichtet. Aber nicht hier. Zum Glück, es ist doch einfach noch zu kalt für ihn. Ich glaube, den Gänsen gefällt der Winter auch nicht so recht. Und ich mag es auch lieber etwas wärmer. Aber mich fragt ja niemand.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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5 Gedanken zu “Ruhig leben…..trotzdem

  1. Manchmal, sehr oft, fallen mir keine gescheiten Kommentare ein. Aber ich denke, dass du schon sehr viel machst und eigentlich wenig ausblendest – ich mag deine Art mit dem Leben umzugehen.

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  2. Sollten wir uns eigentlich widerstandslos mit hineinziehen lassen in das Furchtbare und uns dadurch neue Schuld aufladen? Ich glaube, das müssen wir nicht, sondern nachdenken, was wir versäumt haben und endlich nachholen sollten.

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