Weil der Sommer noch einmal alles gab, nahm ich mir am Abend vor, an die Ostsee zu fahren. Ganz allein wollte ich das wagen. Aber am nächsten Morgen fuhr ich dann doch nicht los, weil ich dachte, für solch eine Unternehmung wäre ich lieber zu zweit. Autofahren ist ja nicht mein Ding und so blieb es bei der Idee. Was nicht so schlimm ist. Vielleicht fahren mein Sohn und ich sowieso nächste Woche ans Meer. Denn er besucht mich bald und wir haben uns das vorgenommen.

Ein Tag an der Ostsee ist es also nicht geworden, aber zum Ausflug an die Elbe reichte mein Mut. Ich brachte mein Fahrrad mit dem Auto nach Schnackenburg (Schnackenburg – Wikipedia), der kleinsten Stadt Niedersachsens, und radelte auf dem Elberadweg immer geradeaus am Deich entlang, die meiste Zeit allerdings ohne Wasserblick. Die Aussicht auf der Nichtdeichseite entschädigte mich. So könnte ein Urwald aussehen, dachte ich mehrmals. Ab und zu guckte ich vom Deich aus auf die Elbe. Auf einer Bank dort oben saß ich eine ganze Weile, aß etwas, trank ganz viel und träumte vor mich hin.

Auf dem Rückweg hielt ich am Gartower See und sprang hinein. Ganz allein! Niemand sonst badet wohl im September. Ich schon. Für mich der perfekte Abschluss eines sportlichen Tages mit viel Sonne, wunderbarer Stille und kurzem Anfahrtsweg!

Bilanz: 1,5 Stunden Autofahrt, 3 Stunden Radfahren, 1 Stunde Banksitzen und 30 Minuten Schwimmen im See.

10 Gedanken zu “Nicht die Ostsee

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