Frau Holles Adventskalender: 11

Frau Holles Adventskalender: 11

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Es heißt ja so schön: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“ oder so ähnlich. Bevor ich meine Träume leben kann, muss ich sie erst einmal kennen. Daran erinnert mich dieser kleine, ramponierte Engel. Er fiel beim Träumen zu oft vom Regal und verlor dabei seinen Zopf und ein Beinchen. Ankleben war auch bei ihm zwecklos. Engelchen scheint das nicht zu stören. Er fühlt sich mit seiner ganzen Unvollständigkeit in den Traumwelten wohl. Immerhin kann er noch fliegen.

Aber wie ist es nun mit den Träumen, die ich leben soll? Natürlich ist ein umgesetzter Traum kein Traum mehr, sondern Realtität. Es muss ein neuer Traum entstehen, sonst gibt es keine Entwicklung.

Ich finde es wichtig und schön, auch Träume zu haben, die ich nicht umsetzen kann. Träume sind meine Wegweiser. Sie geben ein Ziel vor, welches ich vielleicht nie erreichen kann. Aber ich weiß trotzdem, dass ich immerhin auf dem richtigen Weg bin.

Es gibt Wunschträume, die bleiben es immer. Prima, sie bringen Farbe ins Leben. In ihnen lerne ich fremde Welten kennen, die ich nie sehen, aber trotzdem fühlen kann.

Mit gelegentlichen Tagträumen komme ich beflügelt durch den Tag. Ich nehme mir Zeit und konzentriere mich. Wenn ich mit der Bahn fahre, spazieren gehe, warten muss oder meine Runden schwimme, kann ich besonders gut träumen und denken. Manchmal platzen dabei „Denkknoten“, ich finde Lösungen oder habe Ideen, wie und wann ich etwas Neues umsetzen möchte. Wahrscheinlich könnte ich nicht tagträumen, wenn ich mein Smartphone dauernd mit mir herumtragen und in jeder „Leerzeit“ nutzen würde. Es ist meine bewusste Entscheidung, dies nicht zu tun, sondern lieber meine Gedanken schweifen zu lassen. Auch wenn ich mir damit manchmal wie ein Dinosaurier vorkomme. Egal.

Und dann gibt es die wahrscheinlich lustigsten Träume: die Schnapsideen:

https://www.ndr.de/ndr2/wir_sind_die_freeses/Schnapsideen,audio305362.html

Meine schönste Schnapsidee zur Zeit ist Misi. Was wäre das Leben ohne die phantastischen Tagträume. Ich hätte Misi niemals kennengelernt. Und dann hätte er nicht verreisen und bei Euch sein können, liebe Gastgeberinnen. Ich danke Euch an dieser Stelle für Eure wunderbaren Geschichten!

Also Ihr Lieben: träumt weiter und lasst es Euch gut gehen! Habt einen schönen dritten Advent!

Wir wissen: Träume sind Schäume, die unsere Seelen wachsen lassen.

Frau Holles Adventskalender: 10

Frau Holles Adventskalender: 10

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Das ist der gute Engel. Seinen Heiligenschein kann man nicht sehen, er ist trotzdem da. Sie ließ ihn in ihr Haus, machte es ihm gemütlich und er wurde ihr bester Ratgeber für ein Leben in Güte. Er sollte ihr helfen, alles richtig zu machen. Das hieß: sei fleißig, hübsch, gerecht, ordentlich, einfühlend, selbstgenügsam, uneigennützig, freigiebig, selbstlos, hilfsbereit, leise, weiblich, zurückhaltend, liebend und mildtätig. Und natürlich: sei immer eine gute Tochter, Frau, Mutter, Nachbarin, Freundin und Kollegin. Sie wurde unglücklich, krank und der wahrscheinlich langweiligste Mensch der Welt. Sie strengte sich so an, und trotzdem……Es war unmöglich durchzuhalten, ohne sich selbst aufzugeben.

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Das ist der boshafte Engel. Seine Hörnchen sind im Haar versteckt. Sie lud ihn in ihr Haus. Er sollte ihr das Leben einfacher machen. Er war stark und laut. Der Gute verzog sich und putzte seinen Heiligenschein. Der Boshafte riet ihr: sei wütend, schlimm, jähzornig, ungezogen, egoistisch, egozentrisch, gleichgültig, launisch, auf deinen Vorteil bedacht, bösartig, laut, verletzend, zynisch und schade allen Leuten, die dir in die Quere kommen. Nimm  Freunde, Familie und Beruf nicht wichtig. In der Beziehungslosigkeit hast du deine Ruhe. Sie wurde aggressiv, traurig, einsam und müde. Sie war wohl der  unerträglichste Mensch der Welt.

So ging es also auch nicht.

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Sie führte ein langes Gespräch mit den beiden. Sie forderte sie auf, sich zusammenzutun und sich zu ergänzen. Jeder sollte darauf aufpassen, dass der andere nicht über die Stränge schlug.

Es dauerte ein wenig, aber heute sind sie gute Freunde. Sie beschützen einander. Der Gute ist nicht besser als der Boshafte und der Boshafte nicht gefährlicher als der Gute. Sie sind gleichberechtigt. Sie ordnen die Gefühle. Das macht das Handeln einfacher. Zusammen bringen die beiden Frieden, Lust und gute Laune in ihr erfülltes Leben.

Sie ist froh, beide im Haus zu haben! Hallo Ihr da draußen, umarmt doch einmal Euren Boshaften ganz fest, er kommt häufig zu kurz!

Wir wissen: Wenn der Gute und der Boshafte zusammenarbeiten, sind sie wunderbar. Wenn beide im Haus gleichberechtigt sind, ist das förderlich für die Gesundheit.

Frau Holles Adventskalender: 9

Frau Holles Adventskalender: 9

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Krabumm ex mutu mirla wop. Sexopilla knex wikom! He! Salutira nuzta dau mikel: „Hust holmatrau?“ Würg. Knollemolle eiertau seilbat koment sox. Wirrwax schietegol. Neoklabum sept uno dux- murks. Taunix mirakuli. Pust marikula. Wow! Klecks intopf pilzapizza eud senkbeil. Lengel senk ottrast ewukal pest. Knax terribel schauße kleitamm. Most!!! Och brrr autsch. Will tut ex wex. Tschau!

Übersetzung: Dezember nervt. Immer. Ich hau ab und mache Ferien.

Wir wissen: Wir lassen ihn ziehen, er muss nicht mitmachen. Wir haben ihn trotzdem lieb.

PS: Ich will Euch nicht ermüden. Darum nahm ich mir vor, die Wörter „Weihnachten“, „Advent“ und „Engel“ am 9. Dezember nicht zu erwähnen.

PPS: Das wäre mir fast gelungen, wenn ich mir das Postskriptum verkniffen hätte. Manchmal kann ich einfach den Mund nicht halten.

Frau Holles Adventskalender: 8

Frau Holles Adventskalender: 8

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„Frau Holle?“ Sie dreht sich um und sieht mich fragend an. „Frau Holle, du machst das gar nicht richtig!“ „Was denn, mein liebster wahrer Zuckerweihnachtsengel?“ Ich hasse es, wenn sie mich so nennt. Natürlich sorge ich für die wahren Weihnachten, aber ich heiße immer noch Bethany. Ich finde, Frau Holle macht das mit Weihnachten in diesem Jahr überhaupt ganz verkehrt. Das muss ich ihr jetzt mal sagen, denn sonst weiß ich auch nicht, wo das noch enden soll. Sie wird vielleicht bis zum Heiligen Abend nicht mehr fertig und Weihnachten fällt dann aus, wenn sie sich nicht ein bißchen mehr anstrengt.

„Frau Holle, du musst jetzt sofort unbedingt anfangen zu planen und zu putzen und zu basteln und zu backen und….“ Sie ruft: „Stopp! Was muss ich schon wieder?“ „Putzen.“ „Warum?“  „Du kriegst Besuch.“ „Ja, am 22. Dezember. Heute ist der 8. Was soll ich putzen?“

Ich verstehe das nicht. Früher hat sie schon immer wochenlang geputzt und geräumt und geschwitzt, wenn sich Besuch ankündigte. Sie hat Magendrücken bekommen, wenn sie an Weihnachten dachte und Einkaufslisten geschrieben und sich Sorgen gemacht. In diesem Jahr macht sie Qi-Gong und schreibt Engelsgeschichten.

Kann ich sie etwa nicht mehr antreiben? Ich muss doch für das wahre Weihnachten sorgen! „Und du backst ja gar keine Kekse. So geht das nicht!“ Ja, sonst waren Anfang Dezember schon immer alle Keksdosen voll, zum Nikolaus waren sie dann alle wieder leer und spätestens am 8. Dezember hat sie wieder neu angefangen mit der Weihnachtsbäckerei. Eine wahre Freude war das, jedenfalls für mich. „Ach, mein kleines Schlechtes- Gewissen -Engelchen, ich habe keine Lust zum Backen!“ Habe ich mich verhört? Es ist doch Advent!  „Ja, schon, aber ich habe keine Lust!“ Wo kommt das denn auf einmal her? Ich verstehe meine Frau Holle nicht mehr. Sie ließ sich doch immer so wunderbar zur Weihnachtsfreude drängen, schubsen und zwingen. In diesem Jahr dringe ich gar nicht zu ihr durch. „Du musst auch noch Karten schreiben, Geschenke einkaufen, Weihnachtsmärkte besuchen, abnehmen, milde Gaben spenden, Staub und die Böden wischen, andere Menschen glücklich machen und hübsch aussehen!“

Nun verliert Frau Holle die Geduld. „NEIN!“ Sie kocht sich einen Tee, setzt sich auf das Sofa und liest eine Geschichte. Ich stampfe wütend mit meinem Fuß auf und meine Bäckchen zittern vor Empörung. So etwas hatte sie noch nie gewagt. Sie verliert ja völlig den Respekt. Frau Holle legt das Buch zur Seite und guckt streng. „Du musst Dir jemand anderen suchen, wenn Du weiter so autoritär für wahre Weihnachtsfreude sorgen willst. Bei mir nicht mehr, ich habe die Nase voll davon. Ich mache mir mein Weihnachten in diesem Jahr schon selbst.“

Och, so macht das keinen Spaß. Ausziehen will ich aber natürlich nicht. Ich muss mir wohl ein neues Aufgabengebiet suchen. Ich will gerne in aller Ruhe und geduldig beobachten, wie sich Frau Holle ihr Weihnachten schon selbst macht. Dann gibt es hier in diesem Jahr eben Frau Holles Weihnachten und die wahren Weihnachten sind Geschichte.

Ob das wohl gut geht?

Eigentlich prima, so habe ich mehr Zeit für mich, für meine eigene Freude und meinen Chor!

An alle Kolleginnen und Kollegen da draußen: lasst Eure Leute doch ihr eigenes Ding machen! Es gibt auch ein Leben ohne Weihnachtspflichtdruckgefühl! Halleluja.

Wir wissen: Antreiber-Engel nerven. Sie sollten sich Urlaub nehmen. Wahre Weihnachten sind eine Illusion. Entspannung macht alles besser und ist auch im Dezember erlaubt!

Frau Holles Adventskalender: 7

Frau Holles Adventskalender: 7

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Ich bin hier. Ich weiß nicht, seit wann. Ich weiß nicht, was vorher war. Einmal sah Frau Holle mich fragend an: „Wer bist Du denn? Wie kommst du in meine Weihnachtskiste? Wie lange bist du schon hier?“ Sie schüttelte den Kopf. Seltsam. Sie kann sich nicht erinnern, ich kann mich nicht erinnern. Ich bin einfach hier. Frau Holle meint, ich sei der Zugeflogene. Ich sei ihr besonderer Engel voller Geheimnisse.

Einmal habe ich geweint. „Ich sehe gar nicht wie ein Engel aus. Ich bin ein häßlicher Knollgnom!“ Frau Holle machte mir eine heiße Schokolade, setzte sich zu mir und fragte: „Wie sehen Engel denn aus?“ „Ich weiß nicht, aber nicht so!“ Nachdenklich putzte sie ihre Brille. Ich sagte: „Ich bin so anders.“ „Sie mal, mein allerliebster Zugeflogener, alle sind doch anders. Oder sehen in meiner Sammlung etwa alle gleich aus?“ Ich guckte mich um. Frau Holle sagte die Wahrheit. Sie fragte noch: „Wer bestimmt denn, wie Engel aussehen müssen?“ Das wusste ich auch nicht. Ich putzte mir die Nase und trank die Schokolade.

Frau Holle meinte, dass sie ein tolles Lied kennt und spielte es mir vor. Das wurde mein Lieblingslied! Wollt Ihr es hören? Dann klickt hier:  I kenn oan

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So ist es: „Es muass von an jeden oan zwoa geben auf der Welt.“  Jetzt bin ich froh. Ich weiß zwar nicht, woher ich komme. Aber auch Knollgnome sind irgendwie Engel, oder?  Auch mit Nase. Ich fühle mich neuerdings richtig wohl im Engelgewimmel. Und ich singe im Chor, wie die meisten anderen auch.

An alle Knollgnome da draußen: Wir sind ganz viele! Lasst uns schnell mal dicht zusammenrücken und ein großes Gruppenkuscheln veranstalten: Achtung! EINS…ZWEI…DREI    JETZT!

Wir wissen: Nasen sind unterschiedlich. Jeder ist wie er ist. Wir sind alle anders. Und ich eben auch.

Frau Holles Adventskalender: 6

Frau Holles Adventskalender: 6

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Dieser Engel begleitet mich fast mein ganzes Leben lang. Als ich vier oder fünf war, fand ich ihn in meinem Schuh. Im Schuh, den ich zusammen mit seinem Zwilling am Vorabend geputzt und gewienert hatte, bis er so glänzte, wie er nur am 5. Dezember glänzen kann. Erst musste ich sie mit der Schmutzbürste säubern, dann mit Schuhcreme bearbeiten und dann gaaaanz lange mit der weichen Bürste blank putzen. Kennt Ihr das noch?

Dieser Engel ist das erste Nikolausgeschenk, an das ich mich erinnern kann. Er war so überirdisch schön. Im anderen Schuh war übrigens ein klitzekleiner Besteckkasten mit Messer, Gabeln und Löffel für meine Puppen. Natürlich waren auch Süßigkeiten und eine Apfelsine dabei.

Dieser Engel hat jedes Weihnachten mit mir verbracht. Immer. In manchen Jahren durfte er auf der Tannenbaumspitze thronen. Ich mag ihn am liebsten von allen, auch wenn er seinen Heiligenschein und seine Haare verloren hat. Er ist eben sechzig Jahre alt. Dafür hat er sich gut gehalten. Das sagt man manchmal auch  zu mir. Oh, für Dein Alter siehst Du aber noch gut aus. Du hast Dich gut gehalten. Ist das eigentlich ein Kompliment? Ich bin mir da immer nicht so sicher.

Der Engel erinnert mich daran, dass Weihnachten eine ambivalente Angelegenheit ist. Ihr habt sicher schon gemerkt, dass bei mir der religiöse Aspekt keine große Rolle spielt. Trotzdem kommen wir, die hier aufgewachsen sind, um Weihnachten nicht herum. Man mag es mögen oder nicht, kalt lässt es wohl die Allerwenigsten. Es hängen so viele Gefühle und Erinnerungen an diesem Fest.

Wenn ich mir diesen Engel anschaue, denke ich daran, dass es einige Jahre gab, in denen ich Weihnachten schwer aushalten konnte. In denen ich geliebte Menschen schmerzlich vermisste. In denen mir die Diskrepanz zwischen meinen Wünschen und meiner Realität die Laune verdarb. In denen ich unter der Werbung, dem verordneten Glück und der hochgekochten Freude litt. Wahrscheinlich wissen die meisten von Euch, wovon hier die Rede ist.

Ich bin dankbar, dass ich seit einigen Jahren meinen Frieden mit dem Fest gemacht habe. Meine Erwartungen entsprechen der Realität. Das  entlastet, macht friedlich und plötzlich tun sich ganz neue Möglichkeiten auf. Ich habe meine Vorfreude wieder gefunden.

Ja, mein liebster alter Engel, wir zwei wuppen das. Ich freue mich, dass es Dich noch gibt. In diesem Jahr siehst Du besonders zufrieden aus. Heute Nacht hatte ich einen Traum. Ich glaube, da hatte der Engel Nr. 5 seine Hand im Spiel. Im Traum lachte ich so heftig, dass ich davon aufwachte. Was war das denn?

Ich wünsche Euch allen einen lustigen, friedlichen, erfüllten oder was auch immer Nikolaustag. Macht es Euch schön und ich finde, die Ambivalenz ist gut auszuhalten.

Eure Regine

Wir wissen: Wir müssen nicht unentwegt glücklich sein. Wir können uns auch eine Pause von Weihnachten gönnen. Weihnachten kann manchmal richtig schlimm sein. Es wird besser. Alle Menschen und Engel über 60 dürfen sich heute ganz doll geliebt fühlen, von wem auch immer!

Frau Holles Adventskalender: 5

Frau Holles Adventskalender: 5

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Ich mag den Bengel-Engel! Er ist so lustig. Ich schenke ihm darum mein ganzes Herz. Ich freue mich so auf Weihnachten! Ich durfte gestern die Kerzen am Adventskranz anzünden. Das mache ich so gerne. Wie schön ist das mit den zwei Kerzen an! Aber ich habe mir fast die Finger verbrannt. Nächsten Sonntag muss ich besser aufpassen. Ich machte einen Tanz um den Kranz. Die Betty, der letzte Engel, wurde ganz wuschig. Und Betty macht mich ganz kribbelig-wibbelig. Ich kann nicht still sitzen und Advent genießen. Die Freude platzt mich dann. Ich muss rennen, springen, toben, lachen und hüpfen. Betty ist alt und alten Leuten schenke ich mein Herz. Die sind so kuschelig weich und warm und nehmen mich in den Arm, wenn ich weinen muss. Advent riecht so lecker und draußen glitzert die Welt ganz allerliebst herrlich. Gleich tanzt der kleine Niko mit mir! Das ist mein bester Freund, dem schenke ich auch mein Herz. Er freut sich schon auf den Großen, der uns heute Nacht besuchen kommt. Wenn Niko groß ist, möchte er auch Sachen in Stiefel stecken.

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Ich will später mal ein Kekse-Back-Engel werden. Könnt Ihr das jetzt auch hören? Frau Holle hat sich gerade ihre liebste Weihnachts-CD angemacht. Die allerschönsten Weihnachtslieder aus der Dino-Zeit. „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Ihr Kinderlein kommet“ und  „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ und ihr allerliebstes „Leise rieselt der Schnee“. Sie guckt ganz komisch. Ich drücke sie fest, schenke ihr mein Herz und teile ihre Erinnerungen. Frau Holle ist schon soooo alt, aber sie sagt, sie sei auch noch irgendwie ein Kind. Sie meint, sie wird nicht alt, sondern nur mehr. Das Kind in ihr liebt diese Lieder so sehr. „Man hört sie gar nicht mehr so oft.“ seufzt Frau Holle und singt mit. Ich kann auch ein Gedicht:

Oh du schöne Weihnachtszeit

Engel machen sich bereit

Dir die größte Freude zu bringen

und dabei himmlische Weihnachtslieder zu singen.

Wir haben nämlich auch einen Chor. Wenn Frau Holle schläft, legen wir los und sie träumt dann von uns und von Weihnachten und Lebkuchen.

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Heute üben wir: Lasst uns froho und munter sein……

Freut Ihr Euch auch schon so auf den Nikolaus? Kommt der eigentlich auch noch zu den Großen? Na klar, wenn Ihr alle auch noch Kinder in Euch habt, kommt er! Verflixt, ist das schön. Ich schenke Euch heute allen mein Herz!

Wir wissen: Kleine Leute platzen manchmal fast vor Freude. Große Leute sollen ihre Inneren Kinder verwöhnen bis es kracht. Weihnachtslieder sind magisch.