Text verschwunden

Ich wachte auf und dachte: „Das musst du morgen bloggen.“ Ein schöner Text für angenehme Zeiten lag ausgearbeitet fix und fertig im Gehirn bereit und eine genaue Foto-Vorstellung hatte ich auch im Kopf. „Supertext!“, dachte ich, drehte mich um und schlief bis in den späten Morgen. Kommt selten vor, aber es regnet sowieso.

Jetzt sitze ich hier und kann mich nicht mehr erinnern. Er war irgendetwas mit Corona oder Lockerung oder Leben allgemein. Oder so ähnlich. Aufbruch kam vor und das Foto zeigte eine Blume mit rosa Blüten.

DSC_0002Vielleicht diese. Oder auch eine ganz andere. Ich weiß es nicht mehr.

Schade. Der Text war spitzenmäßig! Nun ist er leider verschwunden.

100

100
Du hast einen 100-tägigen Lauf auf Regenbogen und Freudentränen!
Bevor ich mit meinen ernsthaften Gedanken fortsetze,  gibt es erst einmal eine kleine Belohnung!

Und nun zu meinen Gedanken:

Als ich von der Pandemie der erste Mal etwas hörte und las, nahm ich sie nicht ernst. Sie war weit weg. Ich ließ die Informationen an mir vorbei rauschen und verstand nicht wirklich, worüber berichtet wurde. Ich hatte andere Pläne.

Das erste Mal setzte ich mich hier im Blog am 13. März mit Corona auseinander. Ich erwähnte das Wort schon vorher, nahm es aber immer noch nicht so wichtig, hatte keine  Ahnung und wollte mich auch nicht damit belasten. Mich wird es sowieso nicht betreffen.

Dachte ich.

Ich wusste nicht, dass sich so viel Selbstverständliches von heute auf morgen verändern kann. Das wird Euch ähnlich ergangen sein.

Vor hundert Tagen begann ich dann, mich jeden Tag im Regenbogen zu melden. Und morgen ist damit Schluss. Oder auch nicht. Kann ich heute noch nicht wissen, ob ich nicht doch morgen Lust dazu habe, etwas zu veröffentlichen. Ich mache keine langfristigen Pläne mehr!

Das regelmäßige Bloggen gab mir Struktur. Ich hatte jeden Tag einen Anlass, mir zu überlegen, was mir gerade wichtig war. Ich erfand meine Mutmachbilder, um mir Anker zu setzten in einer Realität, die mir so unwirklich erschien. Das Schreiben gab mir Halt, aber auch das Lesen in Euren Blogs war plötzlich richtig wichtig und hilfreich geworden.

Die ersten Wochen waren die heftigsten. Ich lebe allein, aber von einem Tag auf den anderen war ich es dann auch wirklich. Wobei ich weiß, dass wir alle vor großen Herausforderungen standen und meine waren noch nicht die größten. Trotzdem: Allein allein zu sein ist nicht immer einfach gewesen. Mir half das Schreiben, Fotografieren, Lesen und natürlich ganz besonders das Telefonieren mit meinen Lieben, entfernten Bekannten und früheren Freunden. Meine Söhne meldeten sich wöchentlich. Regelmäßigkeit war von großer Bedeutung. Ich konnte mich darauf verlassen. Das stärkte mein Zugehörigkeitsgefühl wieder, welches allmählich zu verschwinden drohte.

Mehr als hundert Tage ohne jegliche Berührung und mit Abstand sind vergangen. Doch ja, ich habe mich daran gewöhnt, aber Berührungen und Nähe fehlen mir schon sehr. Manchmal denke ich sie mir aus, das soll helfen. Aber wirklich schön ist es nicht.

Und dann der Gesichts -Nasen -Schutz! Ist Routine geworden, aber immer noch lästig. Zum Glück wohne ich ländlich und brauche ihn nur zum Einkaufen. Wisst Ihr noch, wie plötzlich das Hamstern anfing?  Ist noch gar nicht so lange her.

Die Pandemie verlief für mich glimpflich. Meine Lieben sind alle gesund und weiterhin in ihren Berufen tätig. Ich durfte jederzeit an die frische Luft. Ich kann mit der Corona-Realität hier ganz gut umgehen und verschiebe meine Reisen und sonstigen Vorhaben auf später. Ist nicht so schlimm.

Jetzt sind wir mitten im Ausstieg und der fällt mir fast genauso schwer, wie der Lockdown. Staunend sehe ich den Menschen zu, die sich ganz locker ohne Abstand treffen und Vergnügen haben, sich mitten im Pulk aufzuhalten. Das gelingt mir nicht. So, wie ich schon eine Woche vor den allgemeinen Verfügungen mit meinem privaten Lockdown begonnen hatte, steige ich auch im eigenen Tempo wieder aus. Ist nicht so einfach! Den Ausstieg hatte ich mir übrigens ganz anders vorgestellt. Das liegt daran, dass ich hoffte, dass der Virus eines Tages eben verschwindet und weg ist. Ganz schön naiv. Der Gedanke daran, mit dem Virus zu leben und sich auf ihn einzustellen, nimmt allmählich Formen an.

Die Welt hat sich verändert. Vieles, was ich in den Nachrichten und Berichten sehe, ist beängstigend, einiges ist skurril, völlig absurd und das meiste war für mich vor einem halben Jahr noch völlig undenkbar. Ich selbst verändere mich und zwar ziemlich schnell. Vielleicht verändert sich auch im großen Ganzen etwas zum Positiven. Wer weiß, wohin uns die nächste Zeit führt.

Aufregende Wochen liegen hinter mir, einige meiner Gedanken und Gefühle kann ich in meinen letzten hundert Beiträgen noch einmal nachvollziehen. Vielleicht gestalte ich ein Buch: Meine ersten 100 Tage in der neuen Wirklichkeit. Oder so ähnlich.

Ein Corona-Ausstiegstagebuch in hundert Beiträgen ohne Unterbrechung wird es nicht geben. Ich werde locker……und in einer Woche 68!

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Luxus

Was habe ich es schön! Wenn ich morgens mein Schlafzimmerfenster öffne, sehe ich als erstes meine Terrasse. In diesem Jahr liebe ich sie mehr und ganz besonders. Mein kleines Paradies, mein Lese-und Besuchszimmer. Manchmal lege ich Auflagen und Kissen auf die Bänke, nehme den Garteneimer weg und lasse meinen Besuch dort sitzen, so lange er will. Draußen ist nicht so gefährlich wie drinnen. Dass ich so etwas einmal denken werde, wenn geliebte Menschen bei mir sind, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Ihr kennt das, oder?

Hier zu sitzen ist schön. Meine Gartenvögel kennen mich und manche leisten mir Gesellschaft. Besonders die Amseln sind so zahm, dass ich manchmal denke, sie springen mir eines Tages auf den Schoß. Von der kleinen braunen Ratte, die eines Tages die Terrasse querte, während ich meinen Salat löffelte, will ich lieber nichts erzählen. Ich gab blitzschnell das Vogelfüttern  auf und seitdem wurde auch kein vierbeiniges, langschwänziges Getier mehr gesichtet.

Also, ich halte mich zu und zu gerne hier auf. Jedenfalls bis mittags. Mittags  knallt die Sonne und auch die Sonnenschirme verhindern es nicht, dass mein Wohlfühlort Backofenqualitäten entwickelt. Dann suche ich mir ein schattiges Plätzchen im winzigen Garten. Einen Campingstuhl kann ich dort immer noch unterbringen. Sogar zwei plus Campingtisch, falls Besuch da ist. Selten der Fall, aber möglich.

Im Moment ziehe ich mich allerdings mittags ins Haus zurück, ziehe die Jalousien runter und verharre in Sommerhitzestarre. Lesen geht gerade noch. Und ein Schläfchen ist dann auch erlaubt. Alles über 24 Grad ist mir zu viel. 33 Grad ist indiskutabel! Also wirklich!

Doch ja, ich lebe ein gutes Leben. Sogar bei Hitze. Ich war die meiste Zeit meines Lebens berufstätig, meist mit reduzierter Stundenzahl, aber meine Bilanz sieht trotzdem prima aus. Meine Eltern haben darauf gedrungen, dass ich studiere, obwohl ich das gar nicht wollte, als brave Tochter aber dann doch tat. Und weil ich darauf verzichte, mich im geliebten Nordfriesland niederzulassen, weil ich hier bleibe, wo es ja auch schön ist, nur eben ohne Meer, dafür aber die Mieten gut bezahlbar sind, habe ich ein absolutes Luxusleben.

Es gibt Menschen, die mir das nicht glauben. Sie denken, das kann nicht sein, dass jemand mit so alten Möbeln und schiefen Sitzgelegenheiten aus Plastik auf der Terrasse und dem Auto ohne jeglichen Komfort und mit ohne echten Schmuck und Handtaschen ein Luxusleben führt. Von denen lasse ich mich nicht mehr beirren. Ich genieße meinen ganz individuellen Luxus. Und ich bin dankbar, dass ich noch klar denken kann. Dass meine Augen noch fast alles mitmachen auch mit künstlichen Linsen beidseitig und Hornhautverkrümmung rechts. Meine Polyarthrose ist beschwerlich, aber ich kann mit ihr noch ganz gut und selbständig leben. Altwerden ist eben kein Kindergeburtstag!

Ich mache es mir schön. Ganz alleine für mich. Wenn es dunkel wird und auf meiner Terrasse die bunte Solar-Lichterkette anspringt, wird es sogar richtig romantisch. Ich sitze dann manchmal draußen und die Mondsichel leistet mir Gesellschaft. Gestern zischte eine zauberhaft langlebige Sternschnuppe quer durch mein Sichtfeld. In solchen Momenten stelle ich fest, Romantik geht auch alleine. Ist anders schön.

Und jetzt gehe ich mit meinem Buch nach draußen, denn noch ist es relativ kühl auf meiner Terrasse.

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Welt retten

Welt retten

Was soll ich dazu sagen, wenn zwischen Bevölkerung und Arbeitnehmern unterschieden wird, um die Fallzahlen herunterzurechnen? Wieso ist es möglich, unmenschliche Arbeitsverhältnisse über Jahre zu kennen und zu tolerieren? Wieso ist es normal, die Armut anderer Nationen auszunutzen und billig produzieren zu lassen? Warum bleiben wir am Überkonsum hängen, obwohl wir genau wissen, wozu das führt?

Ja gut, das sind keine neuen Fragen und ich bin ja nicht dumm. Ich diskutiere darüber schon seit Studententagen. Damals, vor etwa hundert Jahren, schlugen wir uns die Nächte um die Ohren, um uns gegenseitig unsere Meinungen zu bestätigen. Andere Gesprächspartner kamen nicht infrage, denn wir waren die Guten und wollten unter uns bleiben. Wir wollten die Welt retten und waren fest davon überzeugt, dass es gelingen würde. Heute diskutiere ich immer noch gerne, bevorzugt mit Menschen, die sowieso schon meiner Meinung sind. Andere leben anders und finden sich in meinen Welten so wenig zurecht, wie ich in ihren.

Ich lebe ganz bequem so, wie ich lebe und will das auch fortsetzen. Nur Corona macht mir gerade einen Strich durch die Rechnung. Althergedachtes funktioniert nicht mehr so gut. Ich will weiterhin mein Leben genießen. Ich will das beste aus meiner Situation machen. Ich will flexibel bleiben. Und ich will ……Ja, was eigentlich? Politisch aktiv werden und handeln statt zu diskutieren? Nein, das führt jetzt in eine anstrengende Richtung.

Ich will mich lieber mit meinen Gewohnheiten und Denkmustern auseinanderzusetzen. Damit habe ich genug zu tun. Vielleicht bewirke ich damit etwas im Kleinen. Vielleicht verändere ich mich, weil ich einigen Denkfallen auf die Schliche komme.

Werte ich hin und wieder Menschen in meinen Gedanken und Taten ab? Ja.

Will ich das ändern? Ja. Ich erkenne diese schädlichen Gedanken heute viel schneller als noch vor einigen Monaten. Ich stelle sie ab und siehe da, mein Blick weitet sich. Ich nehme wahr, wie unfreundlich ich häufig über mich selbst denke. Diese blöde Selbstabwertung ist viel schwerer abzustellen, aber ich bleibe dran.

Passend dazu lese ich zum dritten Mal den Roman Ausnahme von Christian Jungersen. Die Geschichte regt mich auf. Sie macht mich wütend und traurig. Ich bin sauer darüber, dass die Protagonistinnen immer wieder den selben Mist anstellen. Als ob sich ein Roman verändern könnte, nur weil ich ihn mit anderen Augen lese.

Nein, ein Roman wird sich nicht verändern, wenn er nicht umgeschrieben wird. Mit den schädlichen Gedanken verhält es sich wohl ähnlich. Sie verändern sich nicht, wenn ich nicht daran arbeite. Die Welt werde ich damit nicht retten, aber vielleicht ändert sich mein Umgang mit mir. Und vielleicht hat das positive Auswirkungen auf meine unmittelbare Umwelt.

Das kann ich immerhin tun.

Heute ist mir danach

Ab und zu brauche ich ihn, den Hubert! Heute ist so ein Tag…..

Iawaramoi

H. v. Goisern

Buama stehts z’sam in kroas
i sag enk wos i woas
zünd’s enk a Pfieferl an
der’s raucha kann

in der Zeitung do kannst lesen wos is gwesen
aber obs wahr is, is net gwiss
weil liagn tuat heit jo sowieso scho a jeder
und der was nit liagt des is da allerbläder
a bua bringt sein vatern um und a sei mutter
und a schwester de dawürgt grad ihr’n bruder
serben und krawatn schiassen a schon wieder
i moan i halt des nimmer aus i sauf mi nieder

in an beisel zett da Haider wie a pfarrer
auf de obizahrer und de schwarzfahrer
kommunisten und ganze packlrass
der sagt eanas eini des is klass
derweil er so schen schimpft der ex-goiserer
sterbn tausend leut‘ drunt in afrika
aber mia hab’n zum fressen und zum saufen gnua
schaun ma daß so bleibt und drahn ma d’hüttn zua

iawaramoi geht oana auf und sagt jetzt scheiß i drauf
jetzt hab i gnua, i wüll mei ruah; und
iawaramoi da nimmt er dann sei gwehr und sagt zu wem:
geh her du depp i blos di aus de schuah!
iawaramoi do fliagt a bomben von der rechten seiten
des san zeiten alle streiten
iawaramoi do fragt mi dann mei bua:
he vater sog ma nur
wer san de bled’n wer die gscheit’n?

ob krawaten oder serbn
alle müaßen sterben
ob serb oder krawat
um an jeden is schad

 

Und weil es so schön ist und ich nie genug davon bekomme:

 

Seltsame Blüten

Seltsame Blüten

Meine Freunde wollten sich ein Haus in Dänemark kaufen. Spontan schloss ich mich mit dem Wunsch nach einer Einliegerwohnung an. Locker verabredeten wir, eine RentnerInnen-WG zu eröffnen, sobald die Freunde so weit wären, was im letzten Herbst der Fall war. Wir suchten im Internet nach geeigneten Häusern.

Die Freunde entschlossen sich kurzfristig, doch lieber ein Wohnmobil zu kaufen. Leider gibt es keine Einliegeranhänger und so platzte der Traum von der fidelen RentnerInnen-WG.

Dann kam die Pandemie und die Freunde mussten lange warten, bis sie ihr Wohnmobil abholen durften. Den Renteneinstieg hatten sie sich anders vorgestellt.

Vor ein paar Tagen überraschte und erfreute mich ein Lebenszeichen. Es hieß, meine Freunde wandern am Meer und essen Spagetti mit Pesto in ihrem Wohnmobil. Ich ging davon aus, dass sie sich in Schleswig-Holstein aufhielten und wollte die beiden sofort besuchen. Hinfahren, besuchen, im Meer baden und im Auto schlafen. Dann wieder nach Hause. Guter Plan, schlechtes Auto. Zum Schlafen so gar nicht geeignet. Ich saß zu Hause, knabberte an meiner Frustschokolade und der Wunsch nach einem neuen Kombi ploppte auf. Ich könnte mir doch einen Kombi kaufen, Matratze einpacken und dann die Freunde besuchen.

Ich legte die Schokolade weg und setzte mich an den PC. Doch ja, ich entdeckte wunderbare handliche Modelle. Auto kaufen und losfahren! Begeistert plante ich meine Tour ans Meer.

Bis mir dann einfiel, dass ich ja eigentlich Angst vor Autos habe und meines höchst selten nutze. Flexibel und spontan im Umgang mit ihm bin ich schon mal gar nicht. Mein Verstand schaltete sich ein und ich erkannte, dass ich nicht die Frau bin, die einsame Abenteuer liebt. Neues Auto kaufen war eine Schnapsidee, sogar eine ohne Schnaps, denn den kann ich in meinem Alter nicht mehr vertragen. Ja, früher schon und da besaßen mein Mann und ich auch diverse Autos, in denen wir unsere Urlaube verbrachten. Einmal wurden wir an der Grenze zur Schweiz sogar verhaftet, aber das ist eine andere Geschichte.

Also, die Idee mit dem Kombi war super, aber ohne Lebenspartner ist sie für mich sinnlos. Ohne Lebenspartner will ich solche Reisen gar nicht machen, höchstens mal die Freunde besuchen. Aber dafür lohnt sich so eine Neuanschaffung nicht. Dann schaff dir doch einen Lebenspartner an, regte sich eine altkluge Eingebung. Ja gut, wirklich eine sinnvolle Idee in Zeiten der Abstandsregelungen. Überhaupt ist das mit einem neuen Lebenspartner so eine Sache. Ich werde demnächst 68 und bin auch in dieser Angelegenheit nicht mehr so flexibel wie in jungen Jahren. Außerdem bezweifle ich, dass es sinnvoll ist, nach einem Lebenspartner als Grundvoraussetzung für ein neues Auto Ausschau zu halten. Sollte es nicht umgekehrt sein?

Ich wollte schon meine Frustschokolade wieder hervorholen, als ich erfuhr, dass meine Freunde jetzt in Amsterdam sind. Ach so, das wäre für eine Übernachtung sowieso zu weit gewesen. Kann ich also mein altes Auto behalten.

Das Fernweh in Corona-Zeiten treibt seltsame Blüten. Ich und ein neues Auto! 😂Lächerlich! Obwohl……..

Selbst gemachter Kalenderspruch mit Collage

fotos mai 20Ich suche die Wahrheit und finde Vielfalt.

Meine Güte, denke ich, was für eine schlaue Erkenntnis am Sonntagmorgen. In Wahrheit wissen wir doch alle: die einzig wahre Wahrheit gibt es nicht. Sie ändert sich von Tag zu Tag, von Stimmung zu Stimmung, von Mensch zu Mensch, von Nachricht zu Nachricht, von Erinnerung zu Erinnerung, von Staat zu Staat, von Theorie zu Theorie…..

Das ist ja schrecklich, denke ich. Wie kann ich denn wissen, wie es wirklich war? Und was ist jetzt überhaupt in Wahrheit los?

Ich entscheide selbst und trage Verantwortung für das, was ich denke, was ich weiß und was ich für wahr halte.

Ach so, dann bin ich aktiv dabei und suche immer wieder nach meiner eigenen kleinen Wahrheit, oder? In Wahrheit bin ich heute wirklich sehr weise, vielleicht sogar etwas altklug. 

Nun noch schnell nachschauen, was andere über die Wahrheit wissen, in Kurzform möglichst, denn ich will in Wahrheit ja nicht den ganzen Sonntag mit der Suche nach der Wahrheit verbringen. Eigentlich wollte ich nur schnell einen Beitrag in den Regenbogen stellen, denn die 100-Tage- in Folge im Blog will ich voll kriegen. Das wäre mein Rekord. Die Suche nach der Wahrheit heute ist also reiner Zufall. Das ist die Wahrheit!