3. Dezember 🌲🌲🌲

„Frau Holle! Da bist du ja endlich. Reichlich spät, oder?“ Frau Holle entschuldigt sich. Sie war einkaufen. Ist auch wichtig. Und dann wundert sie sich Ăźber das Kastenkind, das uns besucht. Mitsamt Kasten wurde es vor ein paar Stunden vom diensthabenden Weihnachtsengel hier abgestellt. Es wollte unbedingt beim Adventskalender mitmachen. Frau Holle ist gerĂźhrt und benimmt sich seltsam. Weint sie etwa? Nein, sie hat etwas ins Auge bekommen. Sternenstaub wahrscheinlich. Ihr Sohn hat dieses Kastenkind vor langer, langer Zeit fĂźr sie in der Schule gebastelt. Und nun steht es hier und ist kaum gealtert. Und verbreitet unwahrscheinlich gut Laune.

Die beiden plaudern ßber längst vergangene Zeiten.

Frau Holle will ihre Familie zurück! Die mit ihren beiden kleinen Kindern, für die sie Adventskalender bastelte, Lebkuchenhäuser baute und Weihnachtsbäume schmückte. Ich höre von Petzi, von Pettersson und Findus und von den vielen Weihnachtsfilmen (Drei Haselnüsse für Aschenbrödel😂) und staune. Das wusste ich alles gar nicht und die Engel am Lagerfeuer freuen sich über die Geschichten, die sie von ihrer Pflicht abhalten. Eigentlich wollten sie Weihnachtslieder üben, denn sie dürfen bald in den Engel-Chor.

Frau Holle sitzt fest in den Erinnerungen und kommt gar nicht dazu, ßber Erwachsenenzeugs zu sinnieren oder ihre Hausarbeit zu schaffen. Es liegt viel an, aber sie hat gar keine Lust. Irgendwann wird sie sich trotzdem aufraffen mßssen! Auch wenn sich im Dezember hier viele Gesellen herumtreiben, die Heinzelmännchen von KÜln sind leider nicht dabei.

Das Kastenkind braucht endlich sein Nickerchen und Frau Holle sucht den kleinsten Weihnachtsmann der Welt. Den hat sie gestern doch noch auf ihrem Tisch gesehen? Wo steckt der bloß? Ich lasse sie ein Weilchen suchen und freue mich Ăźber meinen Streich. Dann gebe ich ihr einen Tipp: Der kleinste Weihnachtsmann der Welt hat sich bei den drei FrĂśschen versteckt. Und so kommen wir endlich zum Wesentlichen: Heute ist der Dritte und damit hat Frau Holle noch viel Zeit fĂźr alles, was sie bis zum Heiligabend noch tun will. Sie kann sich entspannen und die Glaskugel befragen, was ihr der echte Weihnachtsmann bringen wird. Sie meckert: „Den gibt es doch gar nicht!“ Aber wer weiß das schon?

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