đŸŒČRudolf

Was? Ist schon so weit? Schon geknipst? Sehe ich gut aus?

Frau Holle macht das schon wieder nicht richtig. Der 1. Dezember, fĂŒr den ich zustĂ€ndig bin, ist ja noch gar nicht heute. Diese Ungeduld macht mich fertig. Frau Holle sagt: „Ach Rudolf, nun bist du schon mal da und dann können wir uns doch heute startklar machen!“ DafĂŒr, dass Frau Holle bis eben noch nicht wusste, ob sie ĂŒberhaupt einen Adventskalender in ihrem Blog gestalten will, ist sie ganz schön forsch, die alte Dame. Und sie weiß ab jetzt, dass sie das will, auch wenn die anderen Adventskalender immer noch sehr lesenswert sind. Sie stöbert manchmal darin und schmunzelt ĂŒber ihre EinfĂ€lle. „Habe ich die wirklich selbst ausgedacht?“, fragt sie sich und ist zufrieden mit sich und ihrer Vergangenheit. In großen Teilen zumindest.

Ich gebe natĂŒrlich zu, das Stehen ist anstrengend und spĂ€ter darf ich nur einen Schritt pro Tag absolvieren. Unterforderung! Ich bin völlig ĂŒberqualifiziert fĂŒr so etwas. Ich bleibe trotzdem in diesem Job, denn Frau Holle hat so viel Freude an dem Quatsch.

„Na ja, Quatsch“, insistiert Frau Holle und schĂ€lt sich eine Apfelsine. Oder Orange. Oder was das auch immer ist. Es duftet weihnachtlich. „Quatsch bist du auf keinen Fall und mein Inneres Kind braucht das. In diesem Jahr mehr denn je.“ Ich wusste gar nicht, dass sie zu zweit ist. Da wĂ€re sie ja ein Fall fĂŒr Kranitz (https://www.ardmediathek.de/sendung/kranitz-bei-trennung-geld-zurueck/staffel-2/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI3/2). Kennt Ihr nicht? Ach so, Frau Holle sieht ja so gerne Filme und Serien und bei dieser sitzt sie mit einem Dauergrinsen auf dem Sofa. Frau Holle sagt: „Gar nicht! Ich brauche doch keine Paartherapie. Mein Inneres Kind und ich kommen ganz herrlich miteinander aus!“ Na also und so sieht es hier auch aus. Wie im Kinderzimmer.

Aber das macht nichts, hat Frau Holles Therapeutin gesagt. Stört ja auch keinen.

Frau Holle befindet sich gerade in einer Transformation. Sie will Ă€ndern, sich und anders. Neues Bett ist bestellt. Braucht sie unbedingt, sagt sie und lĂ€sst sich nicht davon abbringen. Außerdem will sie Verantwortung abgeben. Das muss sie mir erklĂ€ren, denn es ist schlimm, wenn man Verantwortung abgibt. „Nein“, sagt sie. „Ich will die Verantwortung teilen. Und manches mĂŒssen jetzt meine Kinder selbst machen. Da habe ich sowieso keinen Einfluss drauf. Und sie sind erwachsen und können das. Ich halte die Ungewissheit aus und es wird schon so kommen, wie es soll.“ Fast völlig entlastet sei sie jetzt, meint sie und beschließt, heute drinnen zu bleiben und an ihrem Fotobuch fĂŒr die Kinder weiter zu basteln. Die Zeit wird ja bald knapp bis Weihnachten und da sollten Geschenke rechtzeitig fertig werden. Sie steigt die Treppe hinauf ins Arbeitszimmer und ich warte geduldig, bis ich arbeiten darf.

Draußen und drinnen ist es schon ganz schön. Ohne Sonne heute natĂŒrlich, aber das ist nicht zu Ă€ndern. TschĂŒĂŸ!

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13 Gedanken zu “đŸŒČRudolf

  1. Ach schön, liebe Regine, ach nein… noch mal von vorne! 😉
    Ach schön, liebe Frau Holle, dass du wieder einen so feinen Advents-Kalender hier starten möchtest… na und Rudolf, der kleine Kerl, der wird sich schon noch daran gewöhnen, dass er nun wieder im Fokus stehen wird bzw. darf! 😃
    Lachende GrĂŒĂŸe, Elke

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    1. Danke, liebe Elke! Ich befĂŒrchtete, dass mir nichts Neues einfĂ€llt, aber wenn ich mich in eine meiner Adventsgestalten hineinversetze, fließt es wieder. In diesem Jahr also Rudolf und ich wieder Frau Holle. Mal sehen, was die beiden bis Weihnachten erleben. Wir schicken fröhliche GrĂŒĂŸe! RegineđŸ™‹â€â™€ïž und Frau Holle 👰

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  2. Schönes blĂŒht da: Ein Adventsstern, in Gelb statt in Rot. Und etwas Eis hat sich draußen gebildet. Ja, und innen wird es wieder gemĂŒtlich und warm, und Frau Holle zaubert fĂŒr sich und andere wieder unterhaltsame Szenen, jedes Jahr etwas anders.
    Wer noch so viel KreativitĂ€t in sich fĂŒhlt, aber das Alter in allen Gelenken spĂŒrt, auch so gern Freude schenkt, muß sich schon etwas einfallen lassen. Also viel Freude, trotz Alter! Oder anders gesagt: Wann hatten wir in unserem Leben so viel Zeit und so viele Ideen?

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    1. Da sagst Du was! Selbstbestimmt leben, tun, was mir gefĂ€llt, Zeit im Überfluss, eine gemĂŒtliche Wohnung ganz fĂŒr mich allein, keine Geldsorgen, noch einigermaßen bei Verstand, Radfahren noch möglich, Gartenarbeit/Hausarbeit/Einkaufen auch, in einer ruhigen Gegend leben…..dankbar kann ich wirklich sein. Das Positive ĂŒberwiegt und das Negative bringt mich weiter! Liebe GrĂŒĂŸe schicke und eine schöne Adventszeit wĂŒnsche ich Dir! Regine

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