Stöbern im eigenen Blog ist manchmal überraschend. Oder beschämend. Oder erkenntnisreich. Oder lustig.

Schon 2016 war ich unzufrieden mit dem Alleineleben und fragte mich ganz öffentlich, ob es nicht Zeit wäre, mich nach anderen Wohnformen umzuschauen. Jetzt haben wir 2022 (gefühlt bin ich irgendwie noch bei 2020) und ich frage mich das immer noch. Ja, ich will mir eine Wohnfamilie suchen und nein, ich will das doch lieber nicht.

So wird das nichts mit den Veränderungen!

Nachdem ich mir den Film „Pride“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Pride_(Film)) angesehen habe, war ich so aufgeweicht, dass ich sofort Schritte unternahm, mit meinen Geschwistern per Mail den Kontakt aufzunehmen. Wir haben seit Jahren keinen mehr und ich fühle mich damit entwurzelt. Ich nahm also Kontakt auf und bekam ziemlich schnell eine eindeutig abschlägige Antwort. Ich war nicht traurig, sondern eher erleichtert. Klare Kante ist besser als gar keine Reaktion, wie im zweiten Fall.

Morgen starte ich einen Versuch und biete im Mehrgenerationenhaus einen wöchentlichen Gesprächskreis an.

„Wir wollen reden… und ein wenig Philosophie in den Alltag holen, indem wir über unsere Gedanken und Meinungen zu vorher festgesetzten Themen sprechen.“ So habe ich das angekündigt und ein paar Themenvorschläge gemacht. Philosophie bedeutet übersetzt „Liebe zum Wissen“ und es werden grundlegende Fragen des Lebens behandelt und versucht, die Welt zu verstehen sowie die menschliche Existenz zu deuten. Viele Menschen denken (auf das eigene Leben bezogen) darüber nach. Darüber möchte ich mich mit anderen austauschen und über unsere Denkweisen, Lebensauffassungen, Urteile und Vorurteile sprechen.

Keine Ahnung, ob das funktioniert. Versuch macht kluch. Ein wenig aufgeregt bin ich schon. Kann ich überhaupt noch eine Gruppe anleiten? Das wollte ich ja nie wieder machen, aber jetzt bin ich ganz zuversichtlich und will es wagen. Es kann ja auch nichts passieren, eigentlich. Und alles ist besser, als sich nicht zu bewegen, oder?

Und jetzt noch ein paar Fotos vom Sonntag, die ich in einer Gartenkolonie geschossen habe. Menschenwelten und ihre Abgrenzungen…

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9 Gedanken zu “Machen und denken

  1. Viel Erfolg wünsche ich deinem Vorhaben!
    In den Gärten, von denen zumindest Bild 2 stammt, habe ich als Kind gespielt, weil in der Nähe gewohnt. Manche hatten damals keine Zäune, die meisten aber schon – insofern finde ich die Kombinattion deines Textbeitrags mit den Fotos sehr gelungen.

    Gefällt 1 Person

    1. Eine Person hat Lust, mitzumachen. 🤦‍♀️ Na gut, mal sehen, wie es weitergeht.
      Ja, das sind ganz schöne, zumindest große Gärten. Ich mag dort gerne spazieren gehen, weil ich ganz in der Nähe wohne. Danke für Deine lieben Worte! 🙋‍♀️

      Gefällt 1 Person

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