„Als ich jung war“, denkt sie, „wusste ich immer, was richtig und was falsch ist. Dieses Wissen ist mir abhanden gekommen.“ Am liebsten würde sie sich verkriechen. Aber das ist ja auch blöd.

Sie macht sich daran, ihren eigenen moralischen Kompass zu justieren. Und was die da draußen machen, darauf hat sie keinen Einfluss. Leider.

8 Gedanken zu “Moralischer Kompass

  1. Was ist gut und was ist schlecht, diese Frage der Moral beschäftigte die Philosophen seit ewigen Zeiten. In Abwandlung von Machiavelli könnte man sagen, Moral ist, was dem Stärkeren nützt. Das Problem mit richtig oder falsch ist nur in Bezug auf auf eine Ideologie zu beantworten und damit relativ. Irgendwie erahnte ich das schon als Kind, wohl weil mein geliebter Großvater Nietzsche-Spezialist war.
    Alles Gute
    Klausbernd 🙂

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    1. Als ich sehr, sehr jung war, dachte ich, dass ich es besser weiß und wenn meine Generation erst einmal das Sagen hat, würde alles gut werden, denn wir sind ja schlauer als unsere Eltern. 😉 Na ja, das war natürlich naiv und heute wissen wir, dass wir es auch nicht geschafft haben. Und ja: richtig und falsch ist immer relativ. Heute ist mir bewusst, dass ich keine Lösungen für all die Probleme dieser Welt parat habe. Und sogar für mein eigenes kleine Leben ist das nicht immer so einfach. Mitschwingen und gucken, was passiert. Ich will flexibel sein und kraftvoll auch in der Stille leben….oder so ähnlich! Liebe Grüße zum Wochenende! Regine

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      1. Liebe Regine,
        genauso ging es mir auch.
        Heute bin ich pragmatischer geworden. Ich würde nicht mehr in richtig-falsch Kategorien denken, sondern in was-hat-welche-Auswirkungen. Will ich die oder nicht.
        So, jetzt ist ich Feierabend. Ich mache mir einen Drink und lese noch etwas Dante, den diese Fragen ebenfalls sehr beschäftigt haben.
        Habe ein entspannendes Wochenende
        Klausbernd 🙂
        P.S. Viele meiner Generation wussten es ja in der Tat besser als ihre Eltern, die beim Faschismus stramm mitgerannt sind.

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      2. Liebe Regine,
        wie gesagt, das sind sie nie außer in den Köpfen der Populisten.
        Dante ist in der Hinsicht interessant, da er, wie im Mittelalter üblich, sehr moralisch war und dennoch öfter die Fronten wechselte.
        Schönes Wochenende
        The Fab Four of Cley
        🙂 🙂 🙂 🙂

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