Ich sitze am Tisch mit vielen Leuten. Ich will in die Therme und packe mein Badezeug in eine große Handtasche. Mein Nahdran-Sohn, seine Freundin und ich erreichen das Schwimmbad und ich entdecke, dass ich keinen Badeanzug dabei habe. Ich erinnere mich, dass ich ihn am Tisch in eine fremde Tasche steckte. Traurig bin ich, denn ich war jahrelang nicht im Wasser. Ich kehre um und weiß nicht mehr, wohin ich soll.

Mit diesem Traum im Kopf starte ich in den Sonntag. Heute ist der vierte Todestag meines Mannes. Wir waren damals geschieden, aber das war nur äußerlich. Im Herzen war ich mit ihm verbunden.

Heute sind die Gedanken nicht mehr so schmerzvoll. Doch wehmütig, das schon.

10 Gedanken zu “Wehmut

  1. Wenn der Mann fehlt, wenn der Badeanzug fehlt möchte man sagen, sie sind ersetzbar, nicht so das Wasser, nicht so das Herz.
    Aber so einfach ist das ja immer nicht. Männer, ja, gibt es viele. Aber nicht die verbundenen Herzen. Thermen und Badeanzüge gibt es viele. Aber nicht da, wo man sie braucht.
    Was einen erleichtern mag, dass sie dennoch existieren, vielleicht nicht im Moment, aber doch irgendwie da sind, verfügbar sind, gesucht werden können, zumindest erinnert.
    Wie ein Traum…

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    1. Das ist ja eine interessante Deutung und gar nicht so abwegig! Die fremde Handtasche könnte seine Geliebte sein…..Passt!😂 Männer in meinem Alter (70), die infrage kommen würden, sind rar. Früher war das alles einfacher oder auch nicht. Nö, ich möchte nicht wieder zurück und irgendwie da ist ja noch ganz vieles, solange man lebt. Danke für deine Zeilen und liebe Grüße!💞

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