Ach du Schreck….

Eben erreicht mich die offizielle Einladung zur Hochzeit meines Sohnes. Emotionen wallen und eine kleine Panikattacke nimmt ihren gewohnten Platz ein. Ich kann mich immer noch so schlecht mit diesem Event identifizieren. So etwas ist überhaupt nicht meine Welt und das macht mich auch ein wenig traurig. Ich werde natürlich mit ganzem Herzen dabei sein und das bedeutet ja auch Familie: Man fügt sich ein und richtet sich nach den Hauptpersonen. Es fühlt sich so an, als ob ich an einem Gesellschaftsspiel teilnehmen darf, dessen Regeln ich nicht kenne. Oder doch, die Regeln sind bekannt, aber ich mag sie nicht so besonders.

Jetzt gerade vermisse ich einen Partner sehr, auf den ich mich stützen könnte. Ich komme mir in diesem Zusammenhang sehr halb vor und mir wird ein Begleiter fehlen. Was verständlich ist: Hochzeit ist eine Veranstaltung für Paare.

Gut, dann habe ich jetzt Gefühle sortiert und es ist noch genug Zeit, mich darauf einzulassen, mich zu freuen und zum Dresscode „Cocktail“ passt mit viel Phantasie mein Outfit auch. Hoffe ich doch!

7 Gedanken zu “Ach du Schreck….

  1. Dresscode, ojeh. Nix für mich. Aber da gibt es für alles ne Lösung. Anders ist das innen drin. Du bist die Mama, das reicht doch. Hab meinen Sohn auch schon allein vertreten müssen, in chaotischen Zeiten. Un außerdem denken währenddessen ein paar Menschen an dich, das kann nicht schaden 🙂

    Liebe Grüße!

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    1. Ich habe mich ja auch mit dem Alleinleben arrangiert, was nicht immer so einfach ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass ich mich befreundeten Paaren anschließen kann. Die wollen doch gerne meist für sich sein. Ging mir und meinem Mann ja früher auch nicht anders.
      Ich werde auf der Hochzeit als ältester Single-Gast mein Bestes geben…… Dort sind wir alle zusammen und feiern an sich kann ich ja ganz gut!

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  2. Du bist doch als Mutter des Bräutigans eingeladen, da musst du dir ja keinen Platz erkämpfen, den hast du schon. Ob Paare, die seit gefühlten 100 Jahren miteinander leben, unbedingt immer nur zu zweit sein wollen, bezweifle ich sehr

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    1. Gefühle sind nicht immer logisch und alleine auf dieser Hochzeit zu sein, hat für mich neben all der Freude auch etwas Trauriges, wobei ich weiß, dass ich herzlich willkommen bin und sich niemand Gedanken darum machen wird, weil ich alleine bin. Aber bei solchen Gelegenheiten wird es mir so richtig bewusst, dass ich kein Paar mehr bin.
      Meine befreundeten Paare wollen nicht immer nur zu zweit sein, aber die gemeinsamen Urlaube und Wochenenden, die wir damals verbrachten, als ich noch zu zweit war, sind im Laufe der Jahre weggefallen. Das ist kein böser Wille, es ergab sich einfach so. Meine jetzigen Freundinnen sind fast alle alleinstehend…..

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