Es ist stiller geworden. Die Vögel singen nicht mehr. Das Korn ist geerntet und morgens um 8 Uhr ist die Luft noch frisch und kühl. Blumen blühen, Kühe liegen herum und weit weg sehe ich die Störche, die sich in ein paar Wochen verabschieden werden. Der Kuckuck ist schon lange unterwegs und die Schwalben sind es auch bald. Ein Rotmilan kreist und ein Hase hoppelt über das Feld. Die Seele öffnet sich weit und jetzt und hier scheint es ausgesprochen friedlich zu sein. Die Gedanken fließen und sortieren sich. Ich bin weit weg und doch voll da.

In meiner Straße werden neue Stromleitungen verlegt und ich sehe, was die Männer leisten. Schwerstarbeit ist das.

Im Garten flattert es im Sommerflieder und ich lese auf der noch schattig-kühlen Terrasse einen wunderbar spannenden Roman, der einen kleinen Hang zum Kitsch hat, den ich sehr mag (https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gesang_der_Flusskrebse). Das ist mein purer Rentnerinnenluxus: mitten am frühen Vormittag gemütlich zu lesen. Das will ich heute und ich mache das. Weil ich es mir wert bin.😉

Nachher wird es wieder heiß und morgen noch viel heißer. Dann habe ich draußen keinen Genuss mehr. Aber jetzt ist jetzt und jetzt perlt die Luft auf der Haut wie Sekt.

18 Gedanken zu “Spätsommeranfang

      1. Ich bin jetzt über die erste Hälfte hinweg und ich habe immer noch den sehr subjektiven Eindruck, dass der Roman ab und zu hart am Kitsch vorbeischrammt. Die Geschichte selbst nicht, aber der Stil gefällt mir nicht so gut. Ist natürlich Geschmackssache. Ich werde das Buch vermutlich nicht ein zweites Mal lesen. Gespannt bin ich natürlich, wie es weiter geht und als leichte Terrassenlektüre ist es für mich durchaus geeignet. 🙋‍♀️

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      2. Dankeschön Regine.
        Vielleicht macht es einen Unterschied ob man es hört oder selbst liest. Ich habe es mir bisher zwei Mal angehört und empfand den Stil recht angenehm. Ob es Unterschiede gibt, zwischen den einzelnen Medien, kann ich nicht sagen. Habe es bisher noch nicht verglichen.
        Zwischen Buch und Film ist er ja oft drastisch und enttäuschend.

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