Bücherlesen ist für mich ein Grundnahrungsmittel. Ich dachte mein halbes Leben lang, dass das für alle Menschen so ist. Aber es gibt Leute, die ungläubig im Wohnzimmer herumstehen und meine Bücher anstaunen. Sie fragen, wie viele das sind und ob ich die alle gelesen habe? Auch die dicken? Wirklich alle? Was, mehrmals sogar? Ja klar, sie wirken immer wieder anders auf mich, weil ich mich ja auch ständig verändere. Ich verrate nicht, dass im Schlaf-und im Arbeitszimmer noch mehr Bücher herumstehen. Die lese ich nicht so oft. Die besitze ich nur und staube sie ab und zu ab. Sie sind mir wertvolle Erinnerungsstücke.

Ich kann es mir ohne Bücher nicht vorstellen. Mein Grundgedanke: Ich werde mich niemals langweilen, wirklich niemals, solange ich Bücher um mich habe. Und ich lerne, ich lese nämlich auch Fachbücher. Früher zwangsläufig, heute freiwillig. Ich mag das.

Vielleicht gewöhne ich mich eines Tages an einen E-Book-Reader, nämlich dann, wenn meine Hände im Bett ein Buch nicht mehr halten können und meine Augen schlechter werden. Aber solange es irgend geht, will ich echte Bücher.

Schon als Kind wünschte ich sie mir zum Geburtstag oder zu Weihnachten.

Ich hatte Spaß daran, meine Bücher zu nummerieren und sie in Listen einzutragen. Das mache ich heute nicht mehr. Ich weiß ungefähr, wo ich welches Buch finden kann. Ein Buchgeschenk kommt aber bei mir immer noch gut an.

Tagsüber lese ich also meist Fachliteratur und habe immer eins „in Arbeit“. Ich nenne sie meine „Untenbücher“, weil ich sie unten im Wohnzimmer oder auf der Terrasse lese. Oben ist mein Schlafzimmer, oben lese ich Romane oder Kurzgeschichten. Manchmal nehme ich diese aber auch mit nach unten. Dann bleiben die Fachbücher liegen. Ich kann ja lesen, was ich will.

Beim Lesen vertiefe ich mich in die Gedanken und Einfälle anderer Menschen. Ich gucke über meinen eigenen Tellerrand und mit dem Denkfutter wird mein Wissen immer größer. Na ja, nicht immer, manches vergesse ich natürlich auch wieder. Oft genieße ich das Lesen einfach nur so und das Lernen bleibt geheim. Irgendetwas bleibt ja immer hängen. Meine Emotionen werden auf jeden Fall häufig geweckt. Manchmal weine ich ein bisschen oder ich kichere vor mich hin.

Eine Welt ohne Bücher ist sicher möglich, aber nicht für mich.

Leser*innen sind für die Schreiber*innen wichtig! Für uns machen diese sich viel Arbeit.

Schön, dass es uns gibt!

22 Gedanken zu “Lesen

    1. Ich sortiere ab und zu meine Bücher aus und verschenke ein paar. Manchmal verleihe ich auch aus meinem Bestand. Früher bin ich gerne in die Bücherei gegangen und habe mir selbst Bücher ausgeliehen. In Bücherläden zu stöbern kommt auch bald wieder infrage. Ach ja, hoffentlich kommen Bücher nie aus der Mode!

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  1. Ich liebe es auch ein Buch in der Hand zu halten. Aber ich habe schon lange die Amazon Kindl App auf meinen Telefonen (also sukzesiv). Das weiß ich sehr zu schätzen, wenn ich mal irgendwo überraschend warten muss. Seit Coronazeiten kommt das nicht mehr so oft vor, aber trotzedem kann ich, wo immer ich bin und mein Telefon dabei habe lesen. Das ist ein bisschen wie ein Reklamheft.

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    1. Ach so, darum gucken wohl fast alle Leute auf ihr Handy, wenn sie unterwegs sind. Sie lesen ihre Lektüre! Gut zu wissen.
      Ich lese allerdings nie, wenn ich warten muss oder mit der Bahn fahre. Ich gucke dann in die Luft oder sinniere vor mich hin. Würde ich aber lesen und hätte ich mein Handy dabei, was ich meist auch nicht habe, dann wäre diese Bücher-App sicher auch für mich praktisch.😉 Liebe Grüße aus dem Wendland!🙋‍♀️

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      1. Liebe Grüße ins Wendland, ich glaube nicht, dass die Bücher lesen, die Aufmerksamkeitsspanne ist da bei den meisten viel zu kurz. Sinnieren, wenn man das denn kann, ist ja auch gut, da kann man sich mit einen eigenen Gedanken beschäftigen und nicht mit fremden Gendanken. Wenn man aber lesen möchte, um Zeit zu vertreiben, ist das ziemlich prakisch. Früher, als ich noch viel auf Deinstreisen war, habe ich im Zug nach Genf, Kopenhagen oder Berlin immer Stephen King gelesen, das ist so spannend, dass man aufpassen muss, dass man nicht vergisst auszusteigen.. Liebe Grüße Wolfgang

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      2. Stephen King ist einer meiner Lieblingsautoren, wie Du vielleicht auf meinem Beitragsbild erkennen kannst (Rechts, 3./4. Regal von oben). Ja, bei ihm kann man das Aussteigen tatsächlich fast vergessen 😆. Schön, mal einen King-Fan zu „treffen“. Mein jüngster Sohn liest ihn auch gerne, aber meine Freundinnen sind schockiert. 😂

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      3. Ich bin normal kein Horror Fan, aber King ist ein ganz großer Erzähler finde ich umd er hält einen feinen Spannungsbogen vom Anfang bis zum Ende. Ganz anders als z.B xer grobmotorige Dan Brown.

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      4. Zur Zeit sind die Nachrichten ja auch schlimm genug. Ich denke manchmal an manche seiner alten Filme und Romane, die heute so aktuell scheinen.
        Ich gucke mir fast nur emotionale Filme mit Herz an, keinen Horror oder ähnliches.

        Na gut, jetzt ist Wochenende und ich wünsche Dir ein schönes! 🌞 Regine 🙋‍♀️

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  2. Das ist ein toller Text geworden – und was für stimmungsvolle Fotos! Ich brauch auch immer Bücher um mich herum, aber inzwischen sind auch ganz viele E-Books dabei. Den Reader hab ich einfach in meine Buchfamilie mit aufgenommen.
    Ganz liebe Grüße,
    Tala

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    1. Herzlichen Dank für Deinen netten Kommentar, liebe Tala. Und ja, einen Reader werde ich mir über kurz oder lang doch auch anschaffen. Zumindest im Urlaub ist der ja praktisch. Bücher habe ich genug hier stehen, insofern wird es nicht ungemütlicher im Wohnzimmer😉!🙋‍♀️

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