Es wird schon heller

Zugegeben, es fällt mir morgens immer schwerer, aufzustehen. Kein gutes Zeichen. Mein innerer Kritiker zählt mir alle Trennungen und Verluste der letzten Jahrzehnte auf. „Bald kennst Du niemanden mehr“, flüstert er mir ein. Ich möchte mir die Decke über den Kopf ziehen und einfach durchschlafen bis zum Frühling. Oder bis zum Ende der Pandemie.

Doch dann nehme ich mich selbst gedanklich in die Arme und tröste mich ein wenig. Jetzt ist nicht die Zeit für große Pläne und Unternehmungen. Warte noch ein paar Wochen, dann bin ich geboostert und die epidemische Lage wird hoffentlich etwas übersichtlicher. Vielleicht haben sich dann auch die „Montagsspaziergänger“ etwas beruhigt und wir können wieder freundlicher übereinander denken. Und dann lege ich auch wieder los mit dem sozialen Leben.

„Es wird schon heller“, sage ich mir, stehe auf und absolviere mein Morgenprogramm. Und ich steige mal wieder auf mein Fahrrad und unterwegs denke ich: „Tatsächlich, es wird wieder heller!“ Ein Hauch von Vorfrühling liegt schon in der Luft.

12 Gedanken zu “Es wird schon heller

      1. Das reicht ja auch. Die Mütze ist auch dezenterfarbig. Zu Verkehrssicherheitskleidung konnte ich mich bisher selbst noch nicht überwinden. Obwohl man bei gewissen besonders öden Tagen dran denken könnte. Einfach aus Protest.

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