Nachdem mich mein Bett mit einem unverschämten Knarren um 2.47 Uhr weckte, stand ich auf und suchte die Ursache. Ich fand diese und dann machte das Bett keine Geräusche mehr, was mir auch wieder nicht gefiel und mich wach hielt. Ich probierte alles mögliche, drehte und wendete mich, aber es blieb still. Und dann schlief ich wohl wieder ein, denn ich wachte erst am helllichten Vormittag wieder auf.

Nachdem ich mein Tagewerk vollbrachte, überlegte ich, was ich Euch heute berichten könnte, das sich nicht so nach MIMIMI anhört. Ja, ich bin viel allein und manchmal bin ich genervt, weil ich nicht weiß, ob ich überhaupt noch kompatibel bin. Der Gedanke, dass ich so schwierig und anstrengend sei, dass es niemand mit mir lange aushält, macht sich breit und grinst mich an. Ich grinse zurück und sage: „Du bist nur ein Gedanke und ich nenne Dich ab heute Elfriede. Also, Elfriede, was hast du mir zu sagen?“ Elfriede zieht sich erschrocken zurück und ich sortiere die anderen Gedanken, die sich ohne Elfriede freier entfalten können.

Ja, ich verliere Freunde und Verwandte aus den Augen, weil sie mit mir nicht mehr zurechtkommen oder ich nicht mehr mit ihnen. Es passt einfach nicht mit uns. Die Gründe und Ursachen sind längst bekannt. Manchmal ist es gut, dann auch wirklich aufzuräumen. Manchmal ist es besser, eine Tür offen zu halten.

Und ja, im Moment herrscht die „tote Hose“. Das ist so und ich übe mich in Geduld. Es wird besser. Bald kann ich wieder im Garten werkeln. Bald gibt es vielleicht wieder Volkshochschulkurse oder Veranstaltungen im Mehrgenerationenhaus, die ich unbeschwert besuchen will. Bald, also im Sommer, reise ich mit Söhnen und ihren Freundinnen nach Dänemark. Das wird schön und ich vertraue darauf, dass wir das tatsächlich machen. Das Leben wird wieder bunter und ich bin fest entschlossen, mich von der Gegenwart nicht unterkriegen zu lassen.

Ich kann ja im Prinzip gut mit mir alleine zurechtkommen. Innen herrscht ja immer reges Leben. Im Moment sortiere ich auch da und suche in geheimen Ecken nach Glaubenssätzen, die mir nicht gefallen. „Liebe muss ich mir verdienen.“, „Ich muss mich anpassen, um liebenswert zu sein.“, „Frauen sind nur hübsch, wenn sie schlank sind.“, „Ich bin selbst schuld, dass ich krank bin.“, „Ich muss immer aktiv sein.“, „Nur wer zu tun hat, ist wichtig.“, „Niemand liebt mich.“, „Eine Frau ohne Mann ist nur halb.“, „Ich bin keine gute Mutter, wenn ich nicht selbst backe.“, „Ordnung ist das halbe Leben.“ oder auch „Nur perfekt ist gut genug.“ sind solche Glaubenssätze, die ich meinen könnte. Ich lese gerade das Buch: „Die Erfindung der Hausfrau-Geschichte einer Entwertung“ von Evke Rulffes. (https://www.swr.de/swr2/literatur/evke-rulffes-die-erfindung-der-hausfrau-geschichte-einer-entwertung-100.html) und muss manchmal schmunzeln, weil ich mich ertappt fühle, obwohl ich nie eine „Hausfrau“ war. Ich verdiente immer mein eigenes Geld und steuerte später den größten Teil unseres Familieneinkommens bei. Ohne meine erwerbstätige Arbeit hätten wir uns z.B. kein Haus leisten können. Und trotzdem, ja ich muss es mir eingestehen, diese blöden versteckten Glaubenssätze plappern und die Vernunft hält sich die Ohren zu.

Und sonst? Ich suche nach Typen wie Jan Georg Schütte und Bjarne Mädel für meinen Freundeskreis. Falls ihr solche übrig habt, bitte bei mir abgeben!

Und weil wir schon dabei sind: Ich empfehle an dieser Stelle und zum zweiten Mal im Regenbogen die Serie „Kranitz-bei Trennung Geld zurück“ : https://www.ardmediathek.de/sendung/kranitz-bei-trennung-geld-zurueck/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI3/1/

Ich war selbst einmal ausgebildete Ehe-und Lebensberaterin und erkenne so einige Methoden wieder, die ich damals lernte und übte, aber niemals so schlau und gewinnbringend wie der Kranitz umsetzen konnte.

Ach ja, wenn die Gegenwart gerade keine Lust zum Lustigsein hat, so gibt es zum Glück noch den Flimmerkasten und die Phantasie. Und in die ziehe ich mich zurück, bis die ersten fröhlichen Typen bei mir klingeln, weil Ihr sie mir geschickt habt!

Ich danke Euch im Voraus und verbleibe mit freundlichem Gruß Regine, die Holle vom Regenbogen🌈!🥰

3 Gedanken zu “Von Glaubenssätzen und Wunschmännern

  1. „Hausfrau“ war auch immer eher ein Schreckwort als ein erstrebenswerter Zustand. In der DDR waren ja prozentual viel mehr Frauen berufstätig als in der Bundesrepublik. Ich war lediglich in der Zeit nach den beiden Kindern zu Haus – aber dann, husch husch, wieder zur Arbeit.
    Irgendwie habe ich hier bei deinem Filmausschnitt zu wenig verstanden – aber im Fernsehen kann ich ja anders hören und besser verstehen, ich schau mal in der Mediathek.

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    1. Mein Mann und ich legten großen Wert darauf, dass immer jemand zu Hause war, als die Kinder klein waren. Wir arbeiteten halbtags und wechselten uns zu Hause ab. Später ging nur ich arbeiten und mein Mann versorgte Haus und Hof und Kinder!🙋‍♀️

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