Verantwortung übernehmen

Es ist so leicht, sich über die Politiker aufzuregen. Ich weiß das, weil ich mich auch aufrege. Wobei ich mich und Euch heute frage, warum regt sich anscheinend niemand über uns auf. Mit uns meine ich uns, die gesamte Bevölkerung.

Wir könnten unseren eigenen Anteil an der jetzigen Situation erkennen und benennen, wenn wir es wollten. Viele sind leichtsinnig, unvernünftig und manche ziemlich starrsinnig. Ich kenne Menschen, die keine Lust haben, sich an die einfachsten Vorsichtsmaßnahmen zu halten, sie lassen sich doch nichts vorschreiben! So befolgen einige Menschen, die ich gut kenne, nur noch die nötigsten Regeln und ignorieren diese im privaten Bereich gleich ganz. Und auch in der Öffentlichkeit wird selten (?) kontrolliert, ob 2G oder 3G eingehalten wird. Ich muss meinen Impfnachweis jedenfalls nur selten vorzeigen…..

Niemand zwingt uns dazu, an Kreuzfahrten, Urlaubsreisen, Massenveranstaltungen und dem Karneval teilzunehmen. Das wollen wir einfach. Gewohnheitsrecht! Pandemie hatten wir lange genug. Wenn uns die überhaupt betrifft. Soll sich doch die Politik daran abarbeiten! Eigenverantwortung ist nicht gefragt, sobald sie unbequem wird.

Nein, bevor wir auf die Politiker*innen schimpfen und mit Schuldzuweisungen alle Verantwortung auf „die da oben“ abwälzen, könnten wir doch lieber darüber nachdenken, welchen Beitrag wir eigenverantwortlich leisten wollen. Warum auf Verbote und gesetzliche Regeln warten, wenn wir doch als mündige Bürger*innen in der Lage sind, vernünftig zu handeln. Wir wissen doch schon lange ganz genau, was zu tun ist.

Packen wir es an! Wir müssen uns ja sowieso in vielen Bereichen neu orientieren (Klima!) und brauchen nicht auf die Politik und auf Gesetze zu warten. Wobei ich jetzt auch nicht die Rolle der Politik kleinreden möchte……

14 Gedanken zu “Verantwortung übernehmen

  1. Ja, wir dürfen der Politik nicht alles „in die Schuhe schieben“, tragen vor allem Eigenverantwortung. Viele handeln rücksichtslos, viele aber auch nicht. Nun trifft es aber vor allem solche Ungeimpften, die sich verantwortungsbewußt verhalten. Alles ust aber wohl erneut zu prüfen: Bilden die Ungeimpften wirklich die große Gefahr? Geht es um die Gesundheit der Menschen oder um ein System, also z.B. Krankenhausbetten? Ich jedenfalls möchte nicht schuld sein, wenn andere sich meinetwegen einschränken müssen.

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    1. Ich möchte mich zum Thema Impfen hier nicht äußern. Statistiken haben genug Aussagekraft. Na gut, ich kenne das Argument, dass die Statistiken wahrscheinlich gefälscht sind, aber ich habe mich entschieden, diesem Argument nicht zu folgen.
      Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, dass die beste Politik nichts nützt, wenn wir, die Bürger*innen, doch machen, was wir wollen. Ich denke, einige von uns haben noch nicht begriffen, was eine Pandemie ist. Das ist auch bei mir nur stückchenweise angekommen. Aber mittlerweile sollten wir doch begreifen und dann auch gut auf einiges verzichten können…… Zum Glück gibt es ja auch sehr viele Mitbürger*innen, die sich auf die Situation einstellen und auf sich und die anderen achten. Die sollten nicht belächelt, sondern auch einmal positiv hervorgehoben werden! Das tue ich hiermit:💪👏 👍💝Liebe Grüße!🙋‍♀️

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  2. Hallo Regine,
    du schreibst: Packen wir es an!
    Ich frage dich allen Ernstes, was ich denn noch anpacken soll.
    Als mich seit beinahe zwei Jahren an alles zu halten und alles zu tun,
    was mir (uns) von der Politik aufgeboten wurde und wird.
    Also bitte: Was anpacken!
    Liebe Grüße M.M.

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    1. Liebe Monika, ich beachte, so wie Du, die Maßnahmen und bin sehr vorsichtig. Darüber hinaus halte ich mich auch bei Dingen zurück, die erlaubt sind, die ich aber für unvernünftig oder unverantwortlich halte.
      Für mich heißt „anpacken“, nicht den Mut zu verlieren, selbstbewusst und unabhängig von wechselnden, manchmal unlogischen Vorgaben so weiter zu machen und vielleicht noch den einen oder anderen davon zu überzeugen, die Verantwortung nicht alleine der Politik zu überlassen. Wir können selbst vernünftig sein! Liebe Grüße! 🌞 Regine

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    2. Ich denke immer, wir alle hier, die wir bloggen, sind weitaus verantwortungsbewusster als diese Leute, die lauthals bei irgendwelchen Demos gegen alles und vor allem gegen jegliche Einschränkungen protestieren, weil sie sich ihre Freiheit(en) nicht beschneiden lassen wollen. Und genau DIESE Leute lesen hier und in so vielen anderen Blogs nicht, sondern leben so weiter wie bisher – und deswegen denke ich langsam, dass jeglicher Appell rausgeschmissene Worte sind.

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      1. Eigentlich befürchte ich das auch, aber, liebe Clara, aber ich gebe nicht auf! Beim Formulieren meiner Gedanken heute zeigte es sich, dass ich die Eigenaufmunterung brauchte, die ich mir mit meinem Text gab. Insofern ist mein Text keine raus geschmissene Liebesmüh, sondern eine stärkende Angelegenheit. Mehr kann ich nicht tun. 🙋‍♀️

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  3. Liebe Regine, ja es geht vor allem um Eigenverantwortung. Den Besuch bei meiner Freundin zur Adventszeit habe ich abgesagt, unsere Busfahrt zum Lichtelfest in Schneeberg ist storniert.
    Schade, aber das Lichtelfest gibt es auch im nächsten Jahr noch.
    In unserem Landkreis sieht es ja wohl noch ganz gut aus, wenn es auch im Land große Unterschiede gibt. Zur Auffrischungsimpfung bin ich bei meinem Hausarzt angemeldet. Mal sehen, wann es soweit ist. Ich sehe der Sache gelassen entgegen.
    Bleib Du schön gesund und hab ein feines Wochenende!
    Liebe Grüße Hedwig

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  4. Da bin ich sehr Deiner Meinung! Dieses Fingerzeigen auf die Politik ist mir echt auch too much. Wir scheinen Gebote und schlimmstenfalls Verbote zu brauchen, um das richtige zu tun. Nicht nur in Sachen Pandemie, sondern generell….
    Als hätten wir kein Unrechtsbewusstsein, als wären wir asoziale Wesen, als wäre uns die Umwelt wurscht…
    Zieht sich durch alle Bereiche. Und wer ist Schuld daran? Die Politik. Hm….kann ja rational irgendwie nicht hinkommen….

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    1. Finde ist richtig gut, Deinen Kommentar! Unsere Gesellschaft ist verwöhnt und hängt im Anspruchsdenken fest, Wie ist das passiert? Na ja, dazu gibt es sicherlich philosophische Abhandlungen. Wichtiger ist ja, sich mit der Frage zu beschäftigen: Wie kommen wir wieder da raus? Wie schaffen wir es, dass das Gemeinwohl wieder genauso wichtig wird, wie das individuelle Wohlbefinden?

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