Heute denke ich…..

Der Garten wird stiller. Noch blüht es und eine selbst aufgezogene Lupine überrascht mich mit einer Knospe. Eigentlich soll sie erst im nächsten Jahr…..Egal, sie tut, was sie will und ich freue mich.

Mittags, wenn es wärmer wird, flattern noch ein paar Schmetterlinge herum und der Igel trappelt weiterhin zwischen 17.00 und 18.00 Uhr an meiner Terrasse vorbei. Er hat es eilig und schaut nicht nach links und erst recht nicht nach rechts. Gut so.

Die Wahl habe ich weitgehend erledigt. Heute bringe ich den letzten Brief ins Rathaus. Meine Meinung habe ich mir gebildet. Ein Triell sowie eine Wahlkampfsendung mit Fraktionsvorsitzenden (mehr schaue ich mir nicht an…gähn) haben mich nicht zum Wechsel animiert. Ich denke, niemand ist wirklich auf das vorbereitet, was auf uns zukommt. Die echten Themen werden, wenn überhaupt, nur mit Allgemeinplätzen abgefertigt und ich kann es kaum noch ertragen. Dabei fällt mir ein: Wahlwerbung….schlimm, schlimm. Trotzdem muss ich manchmal lachen. Allerdings halte ich mich aus der politischen Arbeit ja heraus und weiß es auch nicht viel besser. Ich weiß nur, unser Leben wird sich ändern (müssen).

Ich lese gerade ein Buch über toxische Beziehungen, weil ich dachte, es taugt etwas. Dieses taugt wenig, aber ich werde weiter forschen. Der Begriff ist in Deutschland ja noch ziemlich neu. Wenn wir vor 20 Jahren schon soweit gewesen wären, hätte ich mich nicht so aufgerieben. Aber, egal, ich fühle mich unglaublich entlastet, weil ich mir keine Vorwürfe mehr mache. Manche trennen sich nach zwei Jahren und sind völlig erschöpft, ich hielt eben fast 30 Jahre durch. Jetzt habe ich mich weitgehend von meiner Co-Abhängigkeit gelöst und mein Familiensystem hat sich positiv verändert. Das alleine zählt. Eine Rückschau ist für mich wichtig, aber nur, um zu verstehen.

Ich vertiefe ich mich mit großem Vergnügen die Buchreihe: Sörensen ermittelt von Sven Stricker | Rowohlt

Den Film zum ersten Band empfehle ich gerne weiter. Sörensen hat Angst – WikipediaFilme

Ich finde mich in der Angststörung der Hauptfigur so wunderbar wieder. Es ist anstrengend, sich mit so etwas herumschlagen zu müssen, aber nicht aussichtslos. Plötzlich scheint mir alles ein wenig leichter zu sein, denn ich finde Humor ist auch in schwierigen Zeiten durchaus angebracht. Sörensen macht das gut. Und ich kann über manche Eigenart von mir, die ich eigentlich doof finde, schmunzeln und denke: „So ist es eben.“

Und jetzt werde ich auf das Fahrrad steigen. Ich darf nicht vergessen, mir Strümpfe anzuziehen, denn es ist frisch da draußen in der Landschaft. Macht es gut und genießt Euch mit allen Ecken und Kanten, die Ihr vielleicht habt. Ich fange sofort damit an! Oh je,das habe ich mir schon so oft vorgenommen. Ist gar nicht so einfach!

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