Vor dem Einschlafen denke ich daran, dass ich noch da bin, wenn ich schlafe, aber irgendwie auch nicht. Mein Körper liegt im Bett und bleibt da auch. Jedenfalls war das bisher so. Er erhebt sich erst, wenn mein Bewusstsein nach ein paar Stunden wach geworden ist, weil der Körper mal muss. Und wenn alles erledigt ist und ich großes Glück habe, verschwindet mein Bewusstsein wieder, während der Körper im Bett liegt, keine Schmerzen empfindet und sich entspannt.

Bleiben sie zusammen oder trennen sie sich? Wo liegt das Land der Träume? Im Körper? Im Gehirn wahrscheinlich. Also sind Träume körperlich. Und warum ist mein Bewusstsein so munter, während der Körper schläft. Schläft er oder schläft das Bewusstsein? Und niemals erlebt mein Bewusstsein den Moment, wo er oder es einschläft. Eben denke ich noch und im nächsten Moment ist es (vermutlich) dunkel. Mein Körper liegt noch da. Aber wo ist mein Bewusstsein abgeblieben? Bin ich überhaupt noch ich, wenn ich schlafe?

Und da wundere ich mich, wenn ich nicht schlafen kann, weil diese überaus wichtigen Fragen beantwortet werden wollen. Von einem wachen Geist nämlich. Aber der der stellt sich dumm, denn er erzählt nicht, wo er bleibt, wenn mein Körper schläft. Er sagt nur: Schlaf endlich, du dummes Huhn. Du bist keine Philosophin, sondern Rentnerin. Und die braucht ihren Schlaf. Also drehe ich mich um und bin dann mal weg.

6 Gedanken zu “Wo bleibe ich, wenn ich schlafe?

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