Zimmerreisen 2: D

Zimmerreisen“ ist ein spannendes Schreibprojekt. Genaueres findet Ihr hier: https://puzzleblume.wordpress.com/2021/01/08/zimmerreisen-01-2021/ Wie Ihr wisst, habe ich aus bekannten Gründen wenig zu tun außer zu wohnen. Also mache ich mit und danke Almuth (naturaufdembalkon – Für mehr Natur in der Stadt und auf dem Land ! (wordpress.com)) für den Tipp und puzzleblume für die Anregung.

Der Buchstabe D ist heute gefragt. Deko bietet sich an, erinnert aber an die Andenken. Also Deko nicht. Ich gucke mich um. D….D….D….Decke! Dackel! Dübel! Deufel…nein, falsches Wort! Dach. Dame. Dannenberg. Daten. Dauerauftrag. Dauerwelle. Das ist alles dämlich.

Ich nehme meine Digitalen Video-Discs, abgekürzt DVDs.

Ich streame nicht. Ich gucke Fernsehen. Dort finde ich einigen Schrott, aber auch wahre Perlen. Was mir besonders gefällt, kaufe ich und stelle es ins Regal. Einige DVDs übernahm ich von meinem verstorbenen Mann, der noch viel mehr davon hatte, als ich je besitzen werde. DVDs erfüllen einen ähnlichen Zweck wie die Bücher. Jederzeit zugreifen zu können ist super, besonders in Zeiten der Pandemie, wo das Wohnen die Hauptbeschäftigung ist.

Ich mag Filme mit Tiefgang und Humor. Ich mag besonders skandinavische Serien. Mit ihnen kann ich meine Sehnsuchtsorte bereisen. Aber es gibt noch viel mehr fremde Orte zu entdecken. Ich tauche in Märchen und im Horror ein. Ich mag Familienserien. Mit ihnen lebe ich eine Zeitlang fremde Familiengeschichten. Meine Familiengeschichte gäbe auch genug Stoff für eine Serie mit 20 Staffeln her. Aber muss ja nicht sein.

Bilder sagen mehr als Worte. Darum oute ich mich und zeige einen Großteil meiner Sammlung, „Die Wege des Herrn“, „Years and Years“ und „Wie im Himmel“ fehlen. Die guckt gerade mein Sohn.

Mich beschleicht das Gefühl, ich könnte das Thema verfehlt haben. Aber Filme sind ja auch Kunst, mehr oder weniger jedenfalls. Sie regen an, die Phantasie reisen zu lassen. Und DVDs tun das in meinem eigenen Zimmer. Gut, dann veröffentliche ich diesen Beitrag jetzt und dann geht es raus in die Sonne!

36 Gedanken zu “Zimmerreisen 2: D

  1. Nö, ich finde das total im Rahmen einer Zimmerreise, vor allem, weil Wohnen tatsächlich die derzeit herausforderndste Hauptbeschäftigung darstellt.
    Alles was man dabei tut, könnte höchstens durch die fehlende Beschreibung der Umstände „danebenliegen“, indem man z.B. einen Film bespricht, aber vergisst, seine Umgebung vorzustellen, in der man es tut, und die in Beziehung zum Film gesetzt könnte durchaus funktionieren, finde ich.
    Deine Sammlung ist schön bunt, man sieht, dass für jede Stimmung etwas dabei ist, wie in einem Bücherregal auch.
    Wie Musik, Essen oder Getränke, denke ich, sucht man sich auch Bücher oder Filme / Serien aus, die der eigenen Stimmung entsprechen, sie entweder stützen oder aufweichen, und das eben ohne die Wohnung zu verlassen, sondern nur, indem man sich in eine andere Position zu versetzen Gelegenheit gibt.
    Ich glaube, darum geht es eigentlich im weitesten Sinne, wenn man solche Vorräte anlegt.
    Bevor ich stimmungsverändernde Mittelchen in der Hausaptheke horten und nutzen würde, lösen mir ein ausgewählter Film, sogar einean sich lächerliche Serie, besondere Musik oder eine Romanhandlung Tränen oder Heiterkeit aus, die steckengebliebene Gedanken und Gefühle voranbringen.

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    1. „Steckengebliebene Gedanken und Gefühle“ werden vorangebracht! Genauso empfinde ich es. Die Big Bang Theory zum Beispiel wäre für mich ohne Corona nicht denkbar. So aber habe ich alle zwölf Staffeln gesehen und nicht nur einmal wurde ich tief berührt und manches Tränchen floss. Erst recht im Bonus-Material. Hier wurde so manche Sehnsucht getriggert. Liebe Grüße von „Haus zu Haus!“ Regine

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      1. Das kommt noch hinzu, dass man seinen Horizont auch erweitern kann, ohne die Hütte zu verlassen. Es kommt immer drauf an, was man mit dem macht, was man konsumiert, da kann selbst Spongebob Lebenshilfe bieten. LG 🙂

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    1. ☺️ Im Laufe der Jahre sammelt sich so einiges an. Und als mein geschiedener Mann starb, übernahm ich einen ganzen Haufen, den ich mir wohl selbst nicht gekauft hätte. Außerdem wünsche ich mir immer welche zu Weihnachten oder zum Geburtstag.

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  2. Warum sollten DVDs nicht zur Zimmerreise passen, sie passen ausgezeichnet!
    Genau wie zu Büchern oder auch CDs könnte man sicher zu jedem Film eine Geschichte erzählen: Warum man diesen Film haben wollte, wie er gefallen hat, wo die DVD erworben wurde, wie oft man sie schon gesehen hat usw.
    Auf den Vergleich, dass DVDs wie Bücher sein können, bin ich noch gar nicht gekommen. Aber du hast Recht: auch Filme können einem nahekommen und Bedeutung haben.
    Ich selbst habe weder Bücher noch CDs noch DVDs, aus Platzmangel. Mit dem Smartphone, eReader und Laptop braucht man es nicht mehr. Aber wenn ich den Platz hätte, gäbe es wahrscheinlich noch einen DVD-Player samt DVDs. 🙂
    Sonniges Grüßle!

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    1. Stimmt, man braucht das alles nicht mehr. Ein paar Geräte und Internet reichen. Wenn ich vielleicht einmal in ein Tiny House ziehe (oder ins Altenheim muss😳), werde ich mich wohl auch von vielen Büchern und DVDs trennen und auf Geräte umsteigen. Allerdings mag ich diese unbegrenzte Auswahl nicht so gerne. Sie überfordert mich. Ich begrenze mich lieber. Ich gucke mir das, was hier steht, was ich anfassen und einlegen kann, gerne öfter an. Wie beim Bücherlesen dringe ich auch hier in „tiefere Schichten“ vor. Ich achte beim dritten Mal auf ganz andere Dinge, als beim ersten Ansehen. Manchmal denke ich: „Ach so! Das habe ich vorher gar nicht richtig verstanden!“ Ich könnte natürlich Serien auch mehrmals streamen, ich weiß. Ich kann mein Habenwollen nicht wirklich erklären. Aber es stimmt, jede DVD hat ihre eigene für mich ganz wichtige Geschichte. Vielleicht ist das die Erklärung.
      Liebe Grüße und danke für Deine Gedanken! Regine

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      1. Die große Auswahl an Dingen macht mir auch zu schaffen. Das fängt in einer Bücherei an und hört bei Netflix auf.
        Deshalb versuche ich, die Auswahl künstlich zu begrenzen. Da ich Filme nur streame, suche ich gezielt und setze ein paar Lesezeichen. Die guck ich dann nach und nach an. Alles andere ist wie Perlen im Meer suchen und nach jeder einzelnen Perle aufzutauchen. Ich nehm lieber gleich mehrere mit und bleib dann eine Weile an Land. 😉
        Erinnerungswerte entstehen so natürlich nicht. Aber wenn mir Filme oder Serien sehr gut gefallen haben, schreib ich sie in mein kleines „Glücksbuch“ rein. Irgendetwas braucht man, um das Schöne an wasauchimmer festzuhalten.

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      2. Spätestens im Tiny House wirst du nciht darum herumkommen. 😉
        Als Test für das Tiny House empfehle ich dir, zuvor in einer winzigen 2-Zimmer-Wohnung zu leben. Das mache ich gerade, es fühlt sich an wie eine Ferienwohnung. Früher träumte ich auch von einem Tiny House, heute von einer geräumigen 2-Zimmer-Wohnung mit mindestens 50-60 qm. Hätt ich nie gedacht! 😉

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      3. Kleine Wohnungen und auch sehr, sehr kleine Wohnungen kenne ich von früher. Auch mit den Kindern haben wir eine Zeitlang beengt gewohnt. Als ich mich trennte, bin ich in ein Reihenhaus gezogen. Ganz allein! Mit den günstigen Mieten hier war das möglich. So viel Platz wie jetzt habe ich noch nie gehabt. Das kommt mir wie ein Wunder vor und ist mein Luxus. Hätte ich auch nie gedacht. Aber verkleinern muss ich mich eines Tages wieder. Und das würde ich am liebsten am Meer tun. Ist unwahrscheinlich, weil zu teuer, aber ich habe diesen Traum!😁

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      4. Den Traum vom Häuschen am Meer habe ich auch, und einen griechischen Schwiegersohn! Seine Eltern haben ein Häuschen auf Samos, sodass die Idee vom Leben am Meer nicht ganz unrealistisch ist, wenigstens eine Zeitlang! 😀

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  3. Hallo, ich möchte nicht so intensiv auf die DVD-Sammlung eingehen wie die Schreiberinnen vor mir, sondern mehr auf das erste Foto mit den Glasmurmeln. Da scheinen wir ja eine ähnliche Liebe zu haben – im Osten war es für uns Kinder ganz ganz schwer, schöne Glasmurmeln zu bekommen und sie standen auch sehr hoch im „Wechselkurs“ oder Tausch zu Tonmurmeln und welchen aus Stahl.
    Nach der Wende habe ich mir mal in einem Gartencenter 3 Säckchen voll gekauft und sie an den verschiedensten Stellen verstreut. Sie machen mir immer noch Freude.

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    1. In meiner Kindheit waren Marmeln, wie sie in Hamburg hießen, ein wertvoller Besitz. Auf dem Foto sieht man einen Teil von denen, die ich vor einigen Jahren erbte. Sie sind gleichzeitig schön und ein Andenken an den Verstorbenen. Ich habe die vielen anderen Murmeln auch überall in der Wohnung liegen. Besonders schön sind sie im Garten, wenn sie das Sonnenlicht einfangen und reflektieren.

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      1. Garten habe ich zwar nicht, aber auf dem Balkonn glitzern sie auch prächtig in der Sonne – abwechselnd mit den verschieden großen Metallkugeln – ich bin ein Kugelfan, nur von der Figur her (noch) nicht. Die mit der Innenspirale fand(finde ich immer besonders schön.
        Bei uns waren die Bezeichnungen Toner = die billigsten, die zerplatzten, wenn man sie auf Pflastersteine warf; Glaser = die beschriebenen; Steiner = sprangen lustig und gingen nicht kaputt und Stahler – vielleicht war das ehemalige Munition, 1950pro doch sicher möglich.

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  4. Überraschend kurz für dich würde ich sagen ;-), aber ich finde auch, die Geschichte paßt doch ins Programm 🙂 Die Lund-Reihen fand ich auch megaspannend. 10 Teile, was war das damals für ein Renner! Die fand ich richtig gut gemacht. Na, da sollte dir der Filmstoff nicht ausgehen. Hinterher kannst du ein Gartenkino aufmachen 😉 LG Almuth

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    1. Das habe ich sogar im letzten Sommer ab und zu gemacht! Kopfhörer auf, Fenster auf und Konzerte im Fernseher an. Von der Terrasse aus fühlte sich das wie ein Freiluftkonzert an. Dabei tanzte ich, so gut es noch ging und meine Nachbarn dachten vielleicht, ich sei bekloppt!😂

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      1. Mir macht es am wenigsten aus, ich bekomme ja jeden Pingback und jeden Kommentar mit Link darin gemeldet. Du stehst mit dieser Zimmerreise schon längst in der Liste, die morgen wieder als Zwischenstand beim ABC-Freitags-Artikel dabei ist – alles gut 🙂

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