11. Dezember ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐

Die Stille⭐stellt keine Fragen aber sie kann auf alles eine Antwort geben (Ernst Ferstl), sagt mein Kalender und fordert mich auf, eine halbe Stunde lang ruhig zu⭐ sein. Sogar das Telefon soll ich ausschalten und der Stille lauschen. Es würde sich lohnen.

Ich wage zu bezweifeln, dass die Stille keine Fragen hat, aber auf alles ⭐eine Antwort weiß. Meine Erfahrung ist anders. Oft fallen⭐ mir Fragen erst in der Stille ein. Antworten erhalte ich nicht immer, aber manchmal helfen ja schon die richtigen Fragen weiter.⭐

Als ich diesen alternativen ⭐Adventskalender vor vielen Jahren kaufte, konnte ich mehr mit ihm anfangen als heute. ⭐Damals waren mir seine Tipps willkommen, denn ich gehörte zu den Getriebenen. Nur wenn etwas zu tun war, hatte ich ein reines⭐ Gewissen. Und ⭐ich hatte damals ja auch jede Menge Arbeit: Familie, Beruf, Haushalt…..Ihr kennt das. Besonders zur Weihnachtszeit musste alles möglichst perfekt⭐ sein! Traditionen ⭐gaben vor, was gemacht werden musste und die⭐ Werbung tat alles, um mich auf Trab zu halten. ⭐Ich bekam Bauchschmerzen und die Gewissheit, vieles nicht so hinzubekommen, ⭐wie ich es sollte und natürlich auch wollte, machte⭐ mich krank. Das Ziel war ein perfekter Weihnachtsbaum⭐ mit glückseligen Menschen drumherum, die die Bescherung mit strahlenden Augen kaum erwarten konnten.⭐. Die Wirklichkeit war nie so und dabei dudelte Weihnachtsmusik aus dem Radio, die ⭐irgendwie nicht richtig passte, weil es nicht die Weihnachtslieder⭐ waren, die ich aus meiner Kindheit kannte.

Damit⭐ will ich nicht sagen, dass wir keine schönen Weihnachten hatten. Doch, doch. Ich erinnere mich gerne an die Feste, als unsere Familie noch zusammen lebte. Wir hatten es gut miteinander. Dabei fällt mir gerade ein, dass mein Mann sich immer mal wieder etwas Neues ausdachte, ⭐um diese Weihnachtsfreude-Klischees zu boykottieren.⭐Die Kinder fanden es nicht lustig,⭐ als einmal der Schlüssel zum Weihnachtszimmer kurz vor der Bescherung verschwunden war und wir ihn gefühlte Ewigkeiten suchen mussten, bis mein Mann ein Einsehen hatte und ihn endlich „fand“. Einmal hat er uns gebeten, keine Namensschilder⭐für die Weihnachtspakete zu verwenden. Wir sollten raten, wem⭐ was gehört. Fanden wir gut, weil wir nicht wussten, dass er massenhaft altes Zeug in Weihnachtspapier hüllte, so dass der Weihnachtsbaum⭐ in der Geschenkeflut förmlich ⭐ertrank. Meine Güte, es wurde nicht so lustig, wie er es sich dachte. Es dauerte ewig lange, bis sich jede(r) über seine/ihre echten ⭐ Geschenke freuen konnte, weil wir ja immerzu raten sollten. Und einmal……Oh, entschuldigt, ich schweife vom Thema ab.

Zurück zum Adventskalender. Am 11. Dezember ⭐2020 lache ich über den heutigen Tipp und denke, dass ich realistisch gesehen nicht⭐ noch mehr Stille brauche. Ich selbst bin im Laufe der Jahre viel ruhiger geworden und⭐ den Unterschied zwischen Realität und Weihnachtsfamilienwerbungsglück kenne ich längst. ⭐Ich bin alt, meine Kinder keine Kinder mehr und in „Großfamilie“ saßen wir Weihnachten schon seit ⭐gefühlten tausend Jahren nicht mehr zusammen. Kleine Geschenke bauen längst keinen ⭐Druck mehr auf und unsere Freude ist sowieso stiller geworden.⭐

Die ⭐Pandemie beherrscht meine Weihnachts- und Silvesterplanung⭐. Die letzten Monate brachten mir Ruhe und Stille fast bis zum Überdruss. Gerne hätte ich jede Menge Leute um mich und der Vorbereitungsstress wäre ein reines⭐ Vergnügen. Ich träume von Nähe und Trubel und werde⭐ beides in diesem Jahr nicht bekommen. Das ist nicht so schlimm,⭐denn ich passe auf, dass mir die Stille in diesen Tagen nicht zu sehr auf die Pelle rückt.

Ich wünsche mir, dass wir alle gut und hoffentlich gesund durch diese Zeit kommen!

3 Gedanken zu “11. Dezember ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐

  1. Endlich Stille, dachte ich vor wenigen Minuten. Mein Tag heute:
    8.00 Weckerklingeln
    8.55 auf zum Parkplatz Fahrt zum. Rehasport.
    10.15 Nach Sport gleich zum Supermarkt. Der Nachbar kocht morgen für die „alten Weiber“ in unserem Haus weiß gekochten Zander. Ich bin für den Einkauf des Gemüses zuständig.
    Schiete, die haben nicht alles, was auf meiner Liste steht.
    10.30 auf zum nächsten Supermarkt. Frage nach der glatten Petersilie, ja, haben sie, aber sie sind noch beim Auspacken. Also Runden drehen im Supermarkt.
    11.30 endlich zu Hause, L., mit der ich zum Essen verabredet bin, steht schon von der Tür. Ich mach mich schnell frisch und koch uns Tee, den wir in Ruhe genießen.
    12.10 das Essen ist fertig, Gulasch hab ich schon gestern gekocht, also nur noch Reis kochen und Gulasch erwärmen.
    13.00 wir sitzen und schwatzen. Da schneit die Nachbarin herein. Ich koche Kaffee für mich, Kakao für die Nachbarin und Tee für L.
    Vergnügt schwatzen wir, die Nachbarin jiepert nach einer Zigarette und zieht sich zurück.
    14.30 L.rüstet sich zum Aufbruch. Da klingelt das Telefon und die Enkelin kündigt ihren Kurzbesuch zum Tee an.
    15.10 Der Tee ist gerade fertig, da klingelt es und der Nachbar steht mit seinem Kaffeepott vor der Tür. Bevor er zum Fischer aufbricht, um den Zander abzuholen, inspiziert er noch das gekaufte Gemüse und erteilt entsprechende Istruktionen.
    Endlich noch ein wenig Zeit, um mit der Enkelin zu schwatzen. Sie braucht jetzt tatsächlich eine Brille.
    16.30 Die Enkelin muss los, endlich die Küche aufräumen.
    17.00 die Nachbarin hat Redebedarf, Weihnachten mit der Familie fällt aus. Sie ist Hochrisikopatientin, aber die Tochter kommt an einem Tag allein kurz vorbei, aber mit Maske…Richtig so.
    17.30 der Nachbar präsentiert den Zander..
    17.45 die Nachbarin von unten hat Redebedarf. Ach je, jetzt hab ich verpasst, wer das Skifkiegen gewonnen hat.
    18.15 die Nachbarin verabschiedet sich. Schnell in die Küche und eine Stulle geschmiert.
    18.30 ein Freund ruft an, hat Redebedarf.
    19.00 endlich Stille, Zeit das Strickzeug in die Hand zu nehmen, ach nein, erstmal kurz in WP vorbeischauen.
    19.30 nebenbei laufen die Nachrichten, corona, corona, ich will es nicht mehr hören.
    Ich könnte mir ja mal eine CD einlegen..
    Liebe Grüße
    Hedwig, die die DDR Fernsehserie “ Rentner haben niemals Zeit“ sehr geliebt hat

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