Plötzlich war es still

Plötzlich und unerwartet hat mich mein alter verlassen. Schwarz glotzte er mich an und gab keinen Ton mehr von sich. Er ließ mich ohne Vorwahrnung mutterseelenallein auf dem Sofa sitzen. Ungläubig starrte ich ihn an und dachte: „Nein! Das darf nicht sein! Du bist doch mein! Was mache ich nur ohne Dich? Dazu fällt mich nichts mehr ein!“💩

Still ist es geworden im Haus.

Ich warte auf den neuen. Vielleicht wird er heute gebracht, vielleicht aber auch nicht. Und was mache ich dann den ganzen Abend? Gehe ich ins Bett, weil das Sofa mir nur die Leere zeigt?

Ich bin schon den ganzen Tag allein und beschäftige mich, so gut es geht. Abends will ich ihn. Ich habe mich so an ihn gewöhnt, gerade in diesen Zeiten. Und nun hat er mich gestern verlassen: Mein Fernseher!📺

Und ich fühle mich einsam und vermisse ihn so. 😭

Oh, es klingelt……..

Und zack, zack, kann ich aufhören mit der Jammerei, denn der neue kam vorbei und nun ist wieder alles gut! Mein erster Selbstgekaufter! Mal sehen, ob er mich mag……..

Plan wirkungslos

Gestern wollte ich mit dem Rad neue Wege finden. Ich habe sie nicht gefunden. Oder doch, ich fand sie, aber sie führten mich nicht an mein geplantes Ziel. Ich fuhr kreuz und quer und fand doch nicht den Deichverteidigungsweg, den ich in so schöner Erinnerung hatte. Ich wusste gar nicht, dass es so viele kleine Wasserwege gibt, die mir brückenlos den Weg versperrten. Oder stillgelegte Eisenbahnbrücken, die mit dem Rad und meinen Arthrosehänden unüberwindbar waren. Und wie oft erblickte ich auf der anderen Seite des Flusses den Weg, den ich wollte und der doch so unerreichbar war. Ich musste häufig umkehren, so dass ich am Ende die Orientierung völlig verlor. Zum Glück gibt es Wegweiser an Straßen, denen ich ungläubig, aber erfolgreich folgte. Ich war nicht weit weg von zu Hause, aber lange unterwegs. Und es hat Spaß gemacht. Ich habe mich direkt verreist gefühlt. Mir waren die Wege ja eigentlich von damals, als es noch die langen Sonntagspaziergänge mit meinem Mann gab, bekannt. Aber jetzt wirkten sie fremd und abenteuerlich.

Das nächste Mal probiere ich, etwas weiter zu kommen. Vielleicht sogar bis nach Dannenberg. Aber heute setze ich erst einmal meine Tulpenzwiebeln. Dieses Jahr kommen auch ein paar in den Vorgarten. Dann haben wir im Frühling alles etwas davon.

Im Sonnenlicht glitzerten die Tautropfen und die fliegenden Spinnweben. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es ist doch gut, dass ich den gewollten Weg nicht fand! Denn dann hätte ich diesen hier versäumt.

Heute, 10.00 Uhr

Unermüdlich zwitschert dieser kleine Kerl vor sich hin. Er mag nicht fotografiert werden, das kenne ich schon. Heute überlistete ich ihn, denn er ist so versunken in seinen Gesang.
Doch dann riecht er den Braten und wechselt den Standort. Hier will er sich tarnen und in Ruhe weitermachen mit der Singerei.
Doch ich entdecke ihn dann doch und er ist ziemlich empört über meine Stalkerei. Er fliegt in den Nachbargarten, das habe ich nun davon. Nun kann ich ihn nur noch hören und ich schwöre, ihn nie wieder zu fotografieren. Stattdessen werde ich mein Futterhäuschen öffnen.

Spaß am Quatsch

Für die jungen Leute ein alter Hut, für mich gerade erst entdeckt! Ich erinnere mich an alte Zeiten, als ich, wie diese hier, noch unter 30 war. Wir waren eine tolle Clique. Nicht so intelligent, aber genauso kuschelig zusammen. So schöne Zeiten!
Ich würde diese Serie noch viel lieber mögen, wenn dieses blöde, dumme künstliche Lachen nicht wäre. So etwas anzusehen, hätte ich mir normalerweise überhaupt nie angetan. Aber nichts ist gerade normal und darum gucke ich so gerne diese verrückten Nerd- Geschichten. Stellt Euch das mal bildlich vor: Oma sitzt auf dem Sofa und guckt „Big Bang Theory“. Ich wundere mich über meine neue Vorliebe. Ist das nun ein Intelligenzrückwärtsschub meinerseits, verliere ich meinen Verstand so ganz allmählich oder ist es einfach nur ein entspannter Spaß? Ja, sehen wir es mal so: Spaß am Quatsch. Muss auch mal sein. Ich mag das, schließlich ist es realistisch gesehen in diesen Zeiten nicht so einfach in meiner Welt.
Und hier ein paar Ausschnitte. Ich hasse künstliches Lachen, ehrlich, aber ohne dies kein Sheldon!😂

Solange ich träume

Solange ich träume

Jede Menge Leute

um mich herum

Umarmungen

Lachen

Tanz und Musik

Jungsein

Spaziergänge Hand in Hand

Singen

Reden

Zukunft planen

und die Liebe

ja, die Liebe.

💃💖💃💖💃

Ich wache auf

und es ist wie gestern

und ich bin froh

dass ich so temperamentvoll

träumen kann!

😁💖😁💖😁

Ich ahne

auch der Traum

ist real irgendwie

insofern bin ich zufrieden

mit dem Jetzt

und meiner Phantasie.

😄💝😢💝😂

Und so vieles

was der Traum mir zeigt

habe ich gehabt

das ist sicher

und solange ich

so schön träume

bin ich bereit

für die

so genannte Wirklichkeit!

💚💛💙💜❤️🧡

Das Ende

Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

Bis dahin will meine Intelligenz mein Verständnis überprüfen und es mit den USA-Wahlregeln in Einklang bringen ( https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-3-november-2020-100.html). Vielleicht sollte ich den Begriff „Demokratie“ anders definieren. Und dann ist vielleicht meine Welt wieder in Ordnung.

Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht liege ich gar nicht so falsch? Und vielleicht würde ich mir diese Frage gar nicht stellen, wenn die anderen gewonnen hätten? Und vielleicht haben sie es ja am Ende ja sogar doch noch?

Na, egal. Ich kann die Welt nicht ändern und habe genug mit mir selbst zu tun. Also, was mache ich? Fahre ich mit dem Auto in die Heide oder mit dem Rad durch die Dörfer? Ach so, stimmt, erst einmal sollte ich mein Nachtzeug aus- und meine Tagesklamotten anziehen! Oder bleibe ich heute den ganzen Tag im Bett und ziehe mir die Decke über den Kopf? Nein, Nichtstun ist keine Option! Also zuerst stelle ich mich tageslichtauglich her und dann folge ich meiner inneren Stimmenmehrheit. Diese Wahl ist einfach und schnell zu erledigen, denn ich gewinne am Ende immer. Egal, wie sie ausgeht, ich bin dabei!

Und alles andere da draußen ist mir heute vollkommen wurst! Schließlich will ich am Ende nicht noch durchdrehen!