Ich habe große Lust zu jammern.

Das wäre völlig unnütz, ja, ich weiß.

Trotzdem.

Ich trage ja selbst und ganz allein die Verantwortung für mich.

Niemand kann mir die Entscheidungen abnehmen.

Niemand will das auch.

Katapultiere ich mich ins Abseits?

Stehe ich mir selbst im Weg?

Die Gelassenheit lächelt und rät mir, abzuwarten.

Es wird sich zeigen, was wird.

Ich suche den Weg zwischen Vernunft und Risiko.

Wenn es denn ein Risiko gibt.

Das weiß ich eben nicht.

„Ach, wäre ich doch noch ein Paar! Dann wäre alles leichter“, denke ich, wenn ich die Nachrichten meiner gepaarten Freunde lese, die überall sind, nur nicht zu Hause.

Wunderbar, jetzt jammere ich doch. Aber ist doch wahr!

Mein Bauchgefühl weiß, alles wird sich finden.

Und ich gebe das Zweifeln auf.

Und gestern war ja schön.

Und vorgestern auch.

Heute lebe ich im Heute.

Und für heute ist auch alles klar!

5 Gedanken zu “Kleine Jammerei

    1. Oh, ab Samstag Single? Dann hast Du gerade schwere Zeiten, oder? Ich weiß noch genau, wie sich das bei mir anfühlte. Ich hatte keine gute Ehe, aber ich stelle immer wieder fest: Das Reisen mit meinem Mann hatte gepasst. Das waren unsere schönsten Zeiten. Nicht immer himmelhochjauchzend, aber sehr oft im Einklang miteinander, was sich zu Hause oft nicht so anfühlte. Diese gemeinsamen Reisen fehlen mir immer noch, obwohl die letzte viele Jahre her ist. Das Reisen mit Freundinnen ist auch schön, aber eben auch nicht so….mir fehlen da die Worte. Innig vielleicht. Alleine reisen ist auch prima, aber im Moment kriege ich den Absprung nicht, obwohl ich eine große Sehnsucht nach dem Meer spüre. Es gibt so viele innere Widerstände, wenn es konkret wird und ich buchen will. Ich denke, das hängt vielleicht mit meiner Corona-Unsicherheit zusammen….. Ich schicke Dir eine liebevolle mentale Kuscheleinheit💖! Regine

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      1. Liebe Regine, du sagst etwas Interessantes: Auch wir sind viel gereist, und immer fühlte es sich gut an. Da gab es die Nähe, die Zuwendung, die gemeinsamen schönen Erlebnisse, die ich im Alltag so vermisste.
        Ich denke in dieser schweren Zeit auch oft: Mit wem reise ich jetzt?
        Zumal ich mir auch gar nicht mehr so viel leisten kann, ich muss jetzt eine Wohnung mieten.
        Danke für die Kuscheleinheit, ich kann es brauchen!
        Lieber Gruß, Anhora 🙂

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      2. Als ich mit 59 Jahren auszog fragte ich mich: Wo ist der Automat für Pfandflaschen und wie bedient man ihn, wer tankt mein Auto, wer wäscht mein Auto, wer schließt mir die Lampen an, kann ich das überleben und ja: wer reist mit mir? Stück für Stück habe ich mir meine Welt erobert und wurde auch langsam wieder gesund. Ich sagte mir immer wieder: Geh so weit das Auge reicht. Und wenn du da bist, siehst du weiter.
        Heute ist so ziemlich alles gut. Das Reisen mit einem Liebsten fehlt mir allerdings immer noch. Ein Liebster auch manchmal. Aber daran zu arbeiten, traue ich mich noch nicht.
        Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Wochen🍀. Regine

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