Zeit, bitte warte auf mich

bleibe doch kurz mal stehen

Zeit, renne doch nicht so

ich bin schon ganz aus der Puste

und kann dir nicht folgen

mein Lebensfaden verlässt seine Spule

scheinbar so schnell wie noch nie

und bleibt unentwirrbar

in der Erinnerung liegen

Zeit, warte doch,

bleibe kurz mal stehen

und sage mir

wie viel von dir noch bei mir bleibt!

 

Die Zeit lacht

und läuft einfach weiter

sie kann nicht anders.

 

Ich lasse sie ziehen

und finde mein eigenes Tempo

mich in das Leben einzufügen

und nebenbei

das Erinnerungs-Knäuel

zu entwirren

weil es unendlich wertvoll ist

auch wenn sich nicht alles

einordnen lässt.

 

Jede Sekunde

wird mein Lebensfaden kürzer

schon immer

bei allen

und das ist gut zu wissen

denn das Leben kann nicht ewig sein

und dafür sorgt die Zeit.

 

Aber muss sie sich dabei so beeilen?

 

 

7 Gedanken zu “Zeit

    1. Freitag ist vorbei und sofort ist schon wieder Freitag. Januar liegt auch schon wieder in den letzten Zügen….Danke für Deinen Kommentar. Wahrscheinlich geht es Dir ähnlich und du fragst Dich ab und zu: Wo ist bloß die Zeit geblieben, oder? Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  1. Was für ein schönes Gedicht! Du beschreibst etwas, was ich nur all zu gut kenne und besonders gefällt mir das Knäuel der Erinnerungen, das du zu entwirren versuchst, Das ist so treffend ausgedrückt. Viele Grüße, Trina

    Gefällt 2 Personen

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