Gestern war ich so fleißig! Ein Termin jagte den nächsten. Also, ich hatte eigentlich nur zwei am Nachmittag, aber es fühlte sich doch schon sehr nach Arbeit an. Und das mit meinem Schnupfenkopf! Aus lauter Pflichtbewusstsein war ich schon früh auf den Beinen und erledigte einiges am Schreibtisch. Das hätte ich auch heute machen können, aber heute mache ich etwas anderes.

Gestern bastelte ich mir also den Stammbaum meiner Familie: Großeltern, Eltern, Kinder (zu denen ich gehöre) und Kindeskinder. Das war nun nicht so einfach, wie es sich anhört. Ich probierte und probierte, bis ich es übersichtlich hinbekam. Ich denke immer, wir sind gar nicht so viele, weil wir kaum Kontakt miteinander haben, aber ich musste schon zwei Seiten zusammenkleben, um alle Namen unterzubringen. Dabei ist das ein sehr reduzierter Stammbaum, viele Verwandte fehlen noch. Im Februar beginnt nämlich meine Jahresgruppe „Familienaufstellungen“. Wir werden uns in diesem Jahr sechs Wochenenden zusammensetzen und hart arbeiten. Das ist schon sicher. Es wird aber auch viel Vergnügen und Geselligkeit geben. Das weiß ich genau. Zur Vorbereitung wurden wir gebeten, einen Lebenslauf zu verfassen. Und zur Vorbereitung dazu bastelte ich mir gestern den Stammbaum.

Nachmittags radelte ich ins Mehrgenerationenhaus, um im Seniorenclub etwas vorzulesen. Alle Frauen meiner Schreibwerkstatt taten das und so konnte ich mich nicht drücken. Ich hasse es. Ich mag das Mikrofon nicht, denn ich komme in Atemnot, weil ich vor lauter Aufregung manchmal vergesse beim Lesen zu atmen. Dabei habe ich im Berufsleben täglich etwas vorgelesen, also wirklich! Gestern vergaß ich das Atmen anfangs auch, merkte es und machte eine Atempause. Tief einatmen-ausatmen und weiterlesen. Habe ich dann gut hingekriegt, mit Betonung und Ins-Publikum-Gucken. Na bitte, geht doch und vielleicht haben die Notfalltropfen mal wieder geholfen.

Kaum war ich im Mehrgenerationenhaus fertig, musste ich nach Hause und mich sportlich machen. Es ging das erste Mal zum Rehasport und ich hatte so was von keine Lust! Das könnt Ihr gerne glauben! Ein Schwänzen wegen Schnupfen kam aber nicht infrage.

Die winzige Sporthalle war so warm, dass ich schon beim Stillstehen ins Schwitzen kam. Eine sehr durchtrainierte blutjunge Trainerin brachte viel Schwung, nervige Musik und gute Laune in die Gruppe der Sportwilligen. Power pur! Ich fühlte mich wie eine Elefantendame beim Ballett und schämte mich. Aber nur ein bisschen! Es ist eben so, wie es ist und ich bin wie ich bin, oder? Aber müssen verspiegelte Wände überhaupt sein, dass man sich dabei auch noch ansehen muss? Den ersten Teil konnte ich noch ganz gut mitturnen, die zweite Hälfte fand am Boden und im Knien statt. Also, für die anderen. Wenn ich die Übungen so gut könnte wie die, wäre ich nicht zum Rehasport gegangen, dachte ich so bei mir und holte mir ein Höckerchen. Ich absolvierte meine Übungen im Sitzen oder Stehen. Doof, aber in Ordnung. Plötzlich fielen mir meine Übungen, die ich während der Krankengymnastik gelernt hatte, wieder ein. Ich hatte die in den letzten Wochen vollständig vergessen.😳

Das Jahr ist noch jung und ich kann mir gut vornehmen, das mit dem Sport jetzt aber mal wirklich ernst zu nehmen. Mittwochs Reha, donnerstags Qi Gong, zwischendurch Radfahren und ab und zu schwimmen. Und die Übungen für die Knie werde ich nie wieder vergessen!

So mache ich das ab morgen. Gleich kommt erst mal meine Biokiste und ich muss schon wieder Gesundes essen. Das reicht für heute, finde ich!😂

11 Gedanken zu “Das artet ja fast in Arbeit aus

      1. Das ist doch schon was wert, wenn man den Zustand erhalten kann! Aktuell habe ich heute morgen Weisheitszahn-OP hinter mir, aber daß wird bald okay sein. Liebe Grüße zurück, Almuth

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