Rüm haart, klar kiming

Ihr Liebesleben wird harmonisch und glücklich sein war meine Glückskurzbotschaft, die ich in meinem Glückskeks am Silvesterabend fand. Das ist doch sehr erfreulich. Ich fragte mich allerdings, welches Liebesleben? Die Selbstliebe war wohl nicht gemeint und Elternliebe wohl auch nicht. Na gut, ein harmonisches Liebesleben 2020 käme mir vielleicht gerade recht.😂

Und sonst so? Ja, war prima. Ich fand nicht so recht den Bezug zum Motto: Rüm haart, klar kiming (großes Herz, weiter Horizont), aber ich habe so viel erlebt, gehört, gesehen und gegessen, dass es meinen Horizont doch erweitert, meinen Bauch dicker und mein Herz erfrischt hat.

Silvester einmal ganz anders, das wollte ich haben und das bekam ich.👍

Zuerst erschrak ich, weil sich viele alte Menschen in der Nordsee-Akademie versammelten. Aber dann fiel mir ein, ich bin ja selber alt und dann entdeckte ich sogar ein paar jüngere Leute. Die dänischen Dozenten zumindest waren noch richtig jung. Das Zusammensein war lustig, schmackhaft, interessant, manchmal etwas langweilig und meistens erfrischend fröhlich. Viele Vorträge wurden immer wieder unterbrochen und wir sollten dann singen. Das sei typisch dänisch, wurde ich belehrt. Die Dänen singen immer und darum kommen sie kaum zum Essen, wenn sie zusammen sitzen. Also sangen wir die alten Volkslieder und ich fand es lustig.🎼

Den Silvestertag verbrachten wir in Dänemark und besichtigten so allerlei . Wir durften sogar ins Schloss und mit großer Begeisterung stellte ich während der Führung fest, dass ich die englische Sprache noch verstehen kann. Wir aßen später und sangen diesmal nicht. Dann besuchten wir noch Hanne Sönnichsen in Højer. Ich machte alles brav mit, stellte aber fest, dass ich lieber den Schlossgarten und das Meer besichtigt hätte. Die Sonne schien und ich hatte so einen Lufthunger! Ein paar Draußen-Fotos konnte ich alerdings trotzdem schießen.

Wir speisten am Silvesterabend fürstlich und festlich und feierten im Kaminzimmer. Das war ein Geplapper, Gelache und Gesinge! Immer, wenn ich mich in ein Gespräch vertiefte und es interessant wurde, wurde ein Lied angestimmt. Und zwar so laut, dass nichts anderes mehr möglich war, wenn man den Raum nicht verlassen wollte. Und hiermit grüße ich J aus L ganz herzlich! Du weißt, was ich meine! Wir sangen, tranken und spielten. Ruckzuck war es Mitternacht, wir stießen mit Champagner an und gingen raus zur Knallerei. Feuerwerk gehört dazu! Als ich wieder hereinkam, waren die anderen schon ins Bett gegangen. Na gut, war ja auch anstrengend das Ganze. Fröhlich zog ich mich in mein Zimmer zurück und verband mich mit dem WhatsApp mit meinen Leuten.

Wir sollten uns am 1. Januar um 8.30 Uhr zum Frühstück einfinden. Ich tat das nicht, sondern ging erst eine Stunde später zum Vortrag über das Reisen. Die Gruppenarbeit schwänzte ich allerdings, weil ich plötzlich alleine sein wollte. Einen kleinen Spaziergang machen und zu mir kommen war dran. An das alte Jahr denken und an meinen verstorbenen Mann, dem ich hier in Nordfriesland ganz nahe war.

Nachmittags philosophierten wir und aßen leichte Kost (haha), bevor es zum Neujahrskonzert nach Flensburg ging. Also, wir gingen natürlich nicht, wir wurden mit dem Bus gefahren.

WP_20200101_22_16_26_ProSo ein beschwingt herrliches Konzert habe ich schon lange nicht mehr gesehen und gehört. Ein perfekter Einstieg ins neue Jahr! Ich sage nur: Dmitry Sitkovetsky , du meine Güte💖.

Weil es nun einmal so ist, verging auch in Leck die Zeit rasend schnell und nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns gestern tränenreich und doch vergnügt. Ich stieg ganz gelassen in mein Auto und fuhr los, als ob ich nie etwas anderes getan hätte. Ob tatsächlich diese Notfalltropfen so beruhigend wirken? Wer weiß!

Weil ich das Meer in diesem Jahr noch nicht gesehen hatte, machte ich einen kleinen Abstecher nach Dagebüll, um Föhr zuzuwinken, denn dort lebte ich fast zehn Jahre. Meine Kinder wurden in Wyk geboren und so weiter und so fort.

Hier sind die Beweisfotos. Ich war da, aber auch ganz schnell wieder weg. Der Wind war eisig, das Meer rauh und Föhr im Dunst sowieso nicht zu sehen.

Meine schönste Erkenntnis dieser kleinen Reise: Ich kann Auto fahren!  Thomas  hatte sogar recht mit der Vermutung, dass mir das Fahren sogar Spaß machen könnte. Ich war sehr, sehr zufrieden mit mir, als ich sogar den Stau am Elbtunnel bewältigte und eine Stunde später als gewollt gesund und munter Zuhause ankam.

So, und heute morgen wachte ich mit Halsschmerzen auf. Aber das darf jetzt auch. Den nächsten Termin habe ich erst am kommenden Mittwoch.

Hoffentlich habt Ihr auch einen schönen Jahreswechsel hinter Euch gebracht! Und danke, dass ich Euch das alles erzählen darf! Dann macht das Erinnern doch doppelt so viel Spaß!

13 Gedanken zu “Rüm haart, klar kiming

  1. Tolle Fotos und bis auf die Halsschmerzen heute, auch sehr schön zu lesen!
    In meinem Glückskeks stand ein sehr schönes Sprichwort aus China „der Weise kennt keine Eile, und der Eilige ist nicht weise“, was bestens für mich passte.🙂
    Liebe Grüße von Hanne, gute Besserung und hab noch einen schönen entspannten Tag 🍀

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    1. Die Halsschmerzen belasten mich nicht so, denn ich kann ja machen, was ich will. Also auch Sofaliegen. Dein Sprichwort gefällt mir sehr und für mich kommt es auf den Punkt! Liebe Grüße und Dir auch ein gutes 2020! Ich finde diese Zahl so schön: 2020!

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