Rückblicke passen gut in den Dezember.

Ein kurzer Blick in den Kalender gibt mir recht: Es war alles in allem ein gutes Jahr, obwohl es auch ein Trauerjahr war. Mein geschiedener Mann starb, unser Haus wurde leer geräumt und verkauft. Vieles erlebten wir „das erste Mal“ ohne ihn. Es war nicht immer leicht und oft traurig. Ich nabelte mich ab und das wiederum tat mir gut.

Meine Söhne und ich fanden einen neuen Umgang miteinander. Eine Familienaufstellung zeigte mir das, was war und was ist. Ich übte das Loslassen und Neuanfangen. Manchmal war es schmerzhaft, aber es war notwendig und tat uns allen gut.

Mein soziales Leben nahm wieder leichte Fahrt auf. Regelmäßig traf ich mich im Lesebeirat unserer Zeitung, mit einer netten Gruppe im Qi Gong, mit einigen Frauen in unserer „Schreibwerkstatt“ und mit anderen Menschen im Philosophischen Seminar. Das allerdings endete für mich sehr abrupt, als ich mich entschied, mich von einer Freundin zu trennen und ich ihr dort nicht mehr begegnen mochte. Die Trennung war richtig und notwendig. Traurige Entscheidungen können auch stärken!

Ostern verbrachte ich mit der „anderen Familie“ meines ältesten Sohnes, im Sommer traf sich ein Großteil meiner Familie am See und jetzt im Dezember zu einem 60. Geburtstag. Weihnachten bin ich in der neuen Familie meines jüngeren Sohnes herzlich willkommen.  Zwei Urlaube mit Freunden und Freundinnen nach Dänemark taten mir sehr gut. Außerdem traf ich Freunde von früher wieder und ich bin so froh, diese wieder in meinem Leben zu haben. Nicht häufig, aber zuverlässig.

Ein Familienaufstellungs-Wochenende schenke mir ein Gefühl der Geborgenheit. Einige TeilnehmerInnen werde ich im nächsten Jahr in der neuen „Jahresgruppe“ regelmäßig treffen. Darauf freue ich mich sehr. Ein weiterer sozialer Anker, den ich mir erfolgreich setzte.

Na ja, und dass ich Silvester mit 24 mir noch völlig unbekannten Personen verbringen werde, wisst Ihr ja bereits und wurde schon mehrfach erwähnt. Ist eben mein letzter Aufreger des Jahres!

Ihr gehört natürlich auch zum sozialen Leben dazu. Ich fühle mich in einem kleinen und feinen Kreis Gleichgesinnter eingebunden, voll integriert und sehr wohl. Hiermit grüße ich Euch ganz besonders herzlich! Und ich will natürlich den realen Besuch von Zoé nicht vergessen. Der hat Spaß gemacht!

Mein rechtes Knie wurde operiert, mein linkes Knie nicht. Ich kann besser gehen und Zuhause sind die Schmerzen sowieso gut zu ertragen. Meine Fingerarthrose hat sich nicht verschlechtert. Ich komme zurecht und bin froh, dass ich das kann, was ich noch kann. Ansonsten sind keine größeren Krankheiten bei mir zu vermelden! Verwandte hat es allerdings hart getroffen und ich wünsche ihnen auf diesem Wege viel Kraft und Zuversicht.

Oha, ich sehe, es gibt tatsächlich viel zu berichten und das war noch nicht mal alles! Das ermutigt mich. Ich lebe allein, bin aber doch nicht einsam. Manchmal kommt es mir so vor, aber im Rückblick ist alles gut. So ist also die Zeit, die ich mit diesem Adventskalender verbringe, prima genutzt und ich kann mich gleich frohen Herzens ins Auto setzen, das Fahren ein wenig üben und durch die Heide spazieren. Die Sonne scheint!

Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag!

4 Gedanken zu “19. Dezember

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