Vorwort
Vor einigen Jahren besuchte ich ein Philosophisches Seminar. Wir bekamen die Aufgabe uns über den Zusammenhang von Freiheit und Selbstbewusstsein Gedanken zu machen. Ich machte mir nicht nur Gedanken, sondern ich begann zu schreiben. Mit dem Text „Selbstbewusstsein und Freiheit“ fand ich ein neues Hobby. Meine Kreativität freute sich. Endlich fand sie wieder einen Platz, denn nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst wusste sie nicht so recht, wohin mit sich.                                                                                         Als Bloggerin verbinde ich im „Regenbogen und Freudentränen“ meine Leidenschaft für das Schreiben mit meiner Lust am Fotografieren. Meiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und meinem Mitteilungsbedürfnis auch nicht. Allerdings sind meine Beiträge doch irgendwie  verloren, obwohl sie in fast unendliche Weiten zu unzähligen Menschen geschickt werden und vermutlich ewige Zeiten erhalten bleiben.
Eines Tages bekam ich Lust, einige meiner Texte in die reale Welt zu  holen. Ich wollte sie in die Hand nehmen und vielleicht sogar verschenken können. Heutzutage ist dieser Wunsch erfüllbar. Es ist möglich, mein eigenes Buch herauszubringen. Ich verbrachte viel Zeit damit und kam mir schon fast wieder berufstätig vor. Aufkeimende Zweifel besiegte ich mit der Lust am Gestalten. Mein innerer Kritiker setzte alles daran, mich zu stoppen. „Die Leute werden es nicht lesen wollen“, war nur eines seiner Argumente. Ich hörte nicht auf ihn. Schließlich sollte es nur eine kleine Aufmerksamkeit werden. „Wer nichts wagt, der wird nicht gelesen und frisch ans Werk!“, feuerte mich mein innerer Fan an.
Es ist ein großer Unterschied, ob ich etwas für den Blog oder für ein gedrucktes Buch verfasse. Im Internet kann ich jederzeit meine Artikel verändern oder löschen. Im Buch nicht. Mein Blog lebt von meinen schnell verfassten Texten und den spontanen Fotos. Hier werden Augenblicke gespiegelt. Im Buch wird es anders sein. Ich kann nur ahnen, wie die Texte ohne Fotos, dafür in gedruckter Form, wirken könnten. Ich kann nicht wissen, wie es bei Euch ankommt. Ich weiß nicht einmal, wie ich mich selbst fühlen werde, wenn ich mein Büchlein in den Händen halte. Je länger ich mich mit meinen Texten beschäftige, umso unsicherer werde ich. Trotzdem wage ich es! Ihr seid sehr wenige, die mein Buch lesen können. Vielleicht gefallen Euch meine Einblicke. Vielleicht auch nicht. Sicher ist, dass ich viel Freude daran hatte, als ich meinen Wunsch, ein Buch zu schreiben, in die Realität umsetzte.               
Ich danke Euch, dass Ihr für mich da seid.

So steht es jetzt in meinem zukünftigen „Druckwerk“ mit dem Titel „Einblicke, Vom Internet ins Buch“. Ich habe es eben fertiggestellt und die Bestellung abgeschickt. Ich fühlte mich, als ob ich eine wichtige Examensarbeit abgegeben hätte, mit Herzklopfen und dem Hang, es perfekt machen zu wollen. Perfekt wird es nicht sein, aber das ist gar nicht so schlimm, wie es sich gerade für mich anhört. Es war nicht so einfach, den Text in Form zu bringen. Ich habe viele Stunden damit verbracht und ich bin jetzt erleichtert, wieder an etwas anderes denken zu können. Gleich werde ich spazieren gehen und abschließen mit der Aufregung, denn ganz so billig ist der Spaß nicht geworden und ob meine zehn Exemplare rechtzeitig hier eintreffen, ist fraglich.

Womit mein Bezug zum Thema hergestellt ist: Weihnachtsgeschenke sollten manchmal frühzeitiger geplant werden!

 

 

7 Gedanken zu “9. Dezember

  1. Oh wie schön. Ich kann mich noch gut daran erinnern, welche Glücksgefühle mich durchströmten, als ich zum ersten Mal mein Büchlein „Der Kater, der eine Katze ist und andere Irrtümer meines Lebens“ in der Hand hielt. Voller Stolz trug ich es durchs Haus und konnte es lange nicht weglegen. Ich denke, Dir wird es ähnlich ergehen und Du wirst einige Menschen damit erfreuen können.

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    1. Deine Freude über Dein Buch kommt hier richtig gut rüber. Ich stelle es mir gerne vor, wie Du es den ganzen Tag nicht aus der Hand legst. Ich werde das Paket wahrscheinlich erst einmal ein paar Stunden nicht auspacken und mich dann vorsichtig herantasten. Die Freude kommt bei mir erst nach etwas längerer Zeit, wenn mein Werk und ich uns nähergekommen sind. So geht es mir mit meinen Bildern und Fotobüchern. Ich freue mich aber auch sehr, dass ich es gewagt habe. Liebe Grüße! Regine

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    1. Das stimmt genau. Das Tun ist der Weg oder so ähnlich. Mich auf etwas längerfristig zu fokussieren, hat mich erfüllt und ich habe gelernt dabei. Das tat richtig gut! Mal sehen, wie das Ergebnis ausfällt! Liebe Grüße!

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    1. Na ja, ein Traum war es eigentlich nicht, nur so eine Idee. Meine Auflage: 10. Ich habe so viel Zeit am PC verbracht, obwohl die Texte einfach nur kopiert und einige leicht umformuliert werden mussten. Ich weiß nicht, ob ich für ein Buch mit ganz neuen Texten das Durchhaltevermögen hätte. Vielleicht bearbeite ich mein „Buch“ noch einmal neu und gucke, ob es Verlage gibt…..Mal sehen…..Kein Traum, aber eine gute Beschäftigungsmöglichkeit im Rentnerdasein! Liebe Grüße! Regine

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