Bilder der Vergangenheit

zeigen sich und bleiben.

Ich habe Heimweh

und weiß nicht warum

eine tiefe Sehnsucht

mich so traurig macht.

 

Nie mehr, nie mehr!

flüstert sie und mein Herz wird schwer.

 

Ich vermisse

mein Eingebundensein von damals.

Meine Familie,

meine Freunde,

meinen Beruf

und meine Tiere,

die mich begleitet haben.

 

Ich vermisse die Zweisamkeit.

Das tägliche Zusammenleben

und überhaupt alles.

Oder nur das Gute.

 

Ich vermisse meine Jugend

und meine Gesundheit.

 

Wenn ich daran denke,

was ich in zehn Jahren vermissen könnte,

von dem, was ich heute habe,

möchte ich die Zeit festsetzen.

Sie soll nicht weiter vergehen.

Nie mehr, nie mehr wird es so sein wie früher.

Nie mehr so werden wie jetzt.

 

Wenn ich mich weiter dem Selbstmitleid überlasse,

verliere ich mich im Morast.

 

Ich mobilisiere

meine schlummernden Kräfte

und die Dankbarkeit bietet mir Schutz.

Tröstet mich über die Trauer hinweg.

Es war, wie es war

und freue dich, dass es gewesen.

Es ist, wie es ist.

Mal so und mal so!

Sei froh.

Und wie es wird, kann keiner wissen.

Das musst du verstehen

und dich nicht schon im Voraus sehnen

nach vergangenen Tagen.

 

Mein Verstand weiß genau, wie wahr das ist,

aber mein Herz macht gerade nicht mit.

Es will jetzt nicht vernünftig sein.

 

Na schön, heute darf es seinen Willen haben.

Der Verstand zieht sich zurück

und macht ein Nickerchen.

 

Aber dann ist auch bald gut.

Ich werde dafür sorgen,

dass beide schnell wieder im Einklang sind

mit dem Jetzt.

Denn es gibt viel zu tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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10 Gedanken zu “Tiefe Sehnsucht

    1. Herzlichen Dank Dir und ja, diese Fähigkeit habe ich mir im Laufe der Jahre erworben. Eine Ausbildung zur Ehe-und Lebensberaterin sowie eine sehr wirksame Therapie legten den Grundstein. Auch hier gilt: Übung macht den Meister/ die Meisterin. Mit meinen Texten möchte ich gerne etwas von meinem Wissen weiter geben. Im Übrigen gelingt das „Auffangen“ nicht immer, aber darüber habe ich keine Lust zu schreiben. Lieben Grüß zurück und ist es bei Euch auch so heiß? Regine

      Gefällt 2 Personen

  1. Ich sage einer Freundin, die ihre verlorene Jugend betrauert, genau das immer: in zehn Jahren sehnst du dich vermutlich nach dem Zustand jetzt zurück…
    Wobei ich ganz ehrlich sagen muss: vor zehn Jahren ging es mir schlechter als jetzt.

    Gefällt 1 Person

    1. Mental geht es mir heute auch so viel besser als vor zehn Jahren, körperlich leider nicht. Meine Arthrose macht mir doch sehr zu schaffen und ich sehne mich nach meiner schmerzfreien Beweglichkeit von früher. Die Ungewissheit, wie schlimm es noch werden wird, belastet mich manchmal. Aber damit (und manchmal mit Schlimmeren) müssen ja alle Menschen mit eingeschränkter Gesundheit fertig werden. Auf der anderen Seite strebe ich an, es trotz Einschränkungen schön zu haben. Wäre ja sonst schade um die Restlebenszeit.
      Dem körperlichen Altern positive Seiten abzugewinnen ist ja nicht immer ganz einfach, oder? Dir scheint das gut zu gelingen. Liebe Grüße! Regine

      Gefällt 1 Person

      1. Arthrose ist nervig, hatte meine Oma auch. Die ist mit ihrem stets sonnigen Gemüt trotzdem ein Vorbild für mich. Genau wie meine Tante, die im Hollywoodlook trotz zwei Herzinfarkten mit über 80 durch die Gegend schwebt. Älterwerden mit Haltung und Stil habe ich mir vorgenommen. Und möglichst gesund ernähren und viel bewegen.
        Aber bin halt auch noch jung. Mitte 40. Und empfinde meine Wechseljahre als sehr positiv. Mir bekommt weniger Östrogen sehr gut …

        Gefällt 2 Personen

    1. Ich denke, wir kennen sie (fast) alle. Mich ärgert, dass „alte Wunden“ oft so hartnäckig die positiven Erlebnisse unter sich begraben. Nun erfahre ich aber, dass die Sehnsucht nach alten Zeiten größer werden kann, wenn ich mich an die schönen Aspekte meines Lebens erinnere. Da will eine Balance gefunden werden zwischen Erinnerungen und dem „Hier und Jetzt“. Liebe Grüße! Regine

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