Sich anpassen

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Sonntag war ich mit einer Freundin unterwegs. Wir sind noch nicht so häufig miteinander Rad gefahren, wollten es aber einmal ausprobieren. Sie kannte einen tollen Radweg, der mir unbekannt war. Prima!

Ich dachte: „Meine Güte, nun ist es vorbei mit der Gemütlichkeit! Ich muss jetzt schneller fahren, weil sie es sicher doof findet, so langsam vorwärts zu kommen. Dann will ich mich mal anpassen!“

Ich steigerte mein Tempo, um mitzuhalten.

So rasten wir eine Weile durch die herrliche Landschaft und ich fand es schade, diese nicht so genießen zu können, wie ich es mit meinem gemächlichen Tempo gewohnt war.

Als ich sie keuchen hörte, sagte ich: „Meinetwegen müssen wir nicht so schnell fahren!“ Sie war erleichtert, denn sie dachte, sie müsse sich meinem Tempo anpassen.

Auch ihr ging es viel zu schnell.

Gut, dass wir darüber gesprochen haben, denn so konnten wir die Landschaft genießen und dabei erbauliche Gespräche führen.

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Ich frage mich gerade, wie oft ich ähnliche Situationen erlebte, ohne sie zu bemerken.

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9 Gedanken zu “Sich anpassen

      1. Interessante Verwicklung, Du hast Dich erst getraut, zu sagen, dass es Dir,so, nicht richtig gefällt als sie Dir, durch ihr Keuchen, einen Grund dafür gab. Immerhin hat sich dann heraus gestellt, das sie sich auch nicht getraut hat. Lächle: wir Menschen sind schon seltsame Geschöpfe.
        Mit unseren Kindern hatten wir eine ähnliche Situation: sie wollten sportlich rasen und bremsten sich für uns ein. Wir wollten gemächlich fahren und die Schönheit der Landschaft bewundern und legte für sie Tempo vor……Mitten drin, in der Seeumrundung, hatten alle die Nase voll davon und es kam zum Stimmungsabgleich, Ergebnis: gemeinsam wandern passt prima, gemeinsame Radtour aber nicht.

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      2. Stimmt, es passt nicht immer und wenn Ihr das erkannt habt, ist jedem geholfen. Und sehr schön, dass Ihr gemeinsam wandern könnt!
        Ich erlebte schon mehrmals ähnliche Situationen. Weil ich mit meiner Arthrose immer schlechter gehen kann, denke ich, ich bin allen anderen zu langsam. Und dann presche ich vor, in der Annahme, die anderen kommen hinterher. Tun sie nicht immer und es gab schon lustige Situationen. Beim Radfahren passiert es seltener.
        Am besten konnte ich mit meinem (geschiedenen/verstorbenen) Mann wandern und Radfahren. Hier waren wir ein eingespieltes Team.
        Das nächste Mal achte ich besser auf mein eigenes Befinden und lasse die anderen nicht erst keuchen.😂

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