Tatsächlich war es so, dass ich mich an meinen PC setzte und häufig immer noch nicht wusste, wie mein Beitrag zum diesjährigen Adventskalender auf dem Regenbogen ausfallen würde. Manchmal hatte ich überhaupt keine Idee, trotzdem öffnete sich täglich ein Türchen.

Das Schreiben half. Ich hatte anfangs überhaupt keine vorweihnachtliche Stimmung. Das änderte sich von Tag zu Tag und heute kann ich sagen: ja, morgen ist Heiligabend und ich werde teilnehmen.

Viele Leserinnen und Leser besuchten mich hier auf dem Regenbogen. Ich danke Euch, dass Ihr da seid. Manche „kenne“ ich schon seit langer Zeit und ich fühle mich gemütlich aufgehoben in unserer kleinen virtuellen Welt. Es fühlt sich freundschaftlich an. Eure Kommentare begleiteten mich liebevoll durch den Dezember. Ich hatte nicht so viel Zeit und Muße, Eure Blogs regelmäßig zu besuchen. Das hole ich nach!

Der Tod meines geschiedenen Mannes im September überschattete alles. Meine Kinder und ich haben uns natürlich auch im Dezember mit diesem Verlust beschäftigt. Das Haus soll verkauft werden und es gehört mir zur Hälfte. Ich kann mich also gar nicht raushalten. So wurde ich fast täglich beim Räumen und Sortieren immer wieder neu mit meiner Vergangenheit konfrontiert. Viele Dinge, die mir und uns einst gehörten, fielen  in meine Hände und einige nahm ich mit nach Hause. Ich fand zwangsläufig einiges, was mich nichts anging, aber aussortiert werden musste. Es tat immer noch weh. Alte Wunden und so, Ihr wisst schon.

Aber nun ist dort alles fertig und kann im Januar geräumt werden. Dann wird es hoffentlich schnell verkauft.

Gestern saß ich lange mit meiner liebsten Nachbarin und Freundin zusammen. Das gehört zu unserer vorweihnachtlichen Tradition und stimmt uns auf die Festtage ein. Kurz nach dem Adventsstress und kurz vor dem familiären Weihnachtssturm ein paar Stunden einfach nur gemütlich zu sitzen, Revue passieren zu lassen und über Gott und die Welt zu reden, das gönnen wir uns jedes Jahr.

Gleich gehe ich zum Schwimmen. Danach werden Geschenke eingepackt. Dann zünde ich vier Kerzen an und höre das Weihnachtsoratorium. Oder auch nicht. Mal sehen. Eigentlich gehört für mich diese Musik zum vierten Advent wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Aber in diesem Jahr ist ja alles anders. Ich werde es mir auf jeden Fall gemütlich machen und ein paar Kekse vernaschen. Vielleicht ein Glas Rotwein dazu, ist ja bald Weihnachten!

Ich wünsche mir manchmal ein Filmweihnachten wie im Bilderbuch. Die gesamte Familie trifft sich an den Feiertagen und feiert, was das Zeug hält. Es gibt glänzende Kinderaugen und großartig zufriedene Großeltern und Eltern und Tanten und Onkel und Cousinen und Cousins. Alle sitzen zusammen im großen Kreis und freuen sich übereinander.

Schön wäre es. Ist bei mir aber in den letzten dreißig Jahren noch nie vorgekommen. Meine Eltern leben nicht mehr und wir Geschwister haben uns auseinandergelebt. Mein Mann, die Kinder und ich blieben meistens unter uns. Auch, weil wir das so wollten.

Morgen werde ich mein Zuhause verlassen. Eine Prämiere! In den letzten Jahren kamen die Kinder immer zu mir. Morgen fällt also das Tannenbaumschmücken aus. Ich schließe mich einer anderen Familie an und einer meiner Söhne wird dabei sein. Den anderen werde ich vermissen, aber nicht zu sehr. Es ist gut so, wie es ist. Ich freue mich sogar ein wenig darauf, ganz woanders zu sein. Ich weiß nicht, was in dieser Familie Weihnachten üblich ist. Allerdings gibt es Heiligabend Raclette, wie bei uns seit vielen, vielen Jahren.

Ich wünsche Euch einen gemütlichen vierten Advent! In diesem Jahr spürt man ihn viel besser, als im letzten Jahr. Ein vierter Advent am 24. Dezember ist nichts Halbes und nichts Ganzes, findet Ihr nicht auch? In diesem Jahr trennen sich diese beiden Ereignisse wieder und können damit besser gewürdigt werden!

 

 

 

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Ein Gedanke zu “23. Dezember

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