Neuer Stuhl, Teil 2

Anfang gemacht.

Wär´doch gelacht,

wenn R. das nicht schafft!

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Und hier im Spiegel kann ich mich selber seh´n.

Ich sitze auf dem alten, der bleibt auch erstmal stehn.

Bis ich auf dem neuen sitzen kann.

Das ist jetzt noch schwierig.

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Misi hat noch nie…..

Misi hat noch nie…..

Hallo Leute, die Frau vom Gartenzaun gibt mir Hitzefrei. Sie sagt, sie kann mir nicht zumuten, bei der Hitze abzuhängen und ich soll im Herbst wiederkommen. Frau Holle verzichtet großzügig darauf, von mir verabschiedet zu werden, wenn sie ihr Territorium verlässt und freudig begrüsst zu werden, wenn sie wiederkommt. Sie findet es eigentlich auch angenehmer so, denn manchmal hat sie sich über meine Witze erschrocken und sie ist ganz froh, auch mal wieder im Garten unbeobachtet zu sein.

Ich habe auch keine Zeit mehr zum Abhängen, denn Iris, meine Liebste, belegt mich voll und ganz. Es ist gar nicht so einfach mit den Weibern. Die Männergruppe weiß ein Lied davon zu quaken. Frosch hat keine Ruhe mehr, sobald er an eine Frau fest gebunden ist. Sie will immer erzählen und knutschen und was erleben und neue Handtaschen. Na gut, das war jetzt gelogen, was soll eine Fröschin mit einer Handtasche anfangen? Trotzdem, allein die Romantik macht mir schon schwer zu schaffen und dann will Iris auch noch Eier mit mir legen und ich soll….Ich weiß nicht so recht, was.

Ich frage Frau Holle, wie das geht mit der Liebe. Frau Holle erzählt von Herzklopfen, Küssen in Vollmondnächten, Regenbogen biegen, Rosenduft und Kerzenschein. Sie sagt: „Es ist so schön, wenn der Mann beim Spazierengehen den Arm um die Frau legt, stehen bleibt und ihr die Haare aus dem Gesicht streicht, sie ganz sanft küsst und dann leise sagt, dass sie das Beste ist, was ihm je passierte. Und Blumen soll er ihr schenken und manchmal einen Ring!“ Frau Holle seufzt und will wieder jung sein und so etwas selbst erleben. Ich kann aber damit nichts anfangen, ich kann Iris nicht die Haare aus dem Gesicht streichen, weil sie keine hat. Und wie geht das mit dem Nachwuchs? Ich frage also nach und will wissen, wie das bei Fröschen ist. „Weiß ich doch nicht!“, sagt sie etwas unwirsch.

Sie ist aber schlau und guckt gleich im Internet nach. Und zeigt es mir. Ich schicke die Frau raus, denn da muss ich jetzt alleine durch. Meine Güte Leute, was kommt denn da auf mich zu? Ob ich das kann? Ich rufe gleich einen Kumpel mit Erfahrung an, denn irgendwie ist mir doch manches noch unklar geblieben.

Was, ich soll das lieber mit Iris besprechen? Geht nicht! Ich blamiere mich doch bis auf meine Froschknochen, wenn Iris erfährt, dass ich noch Jungfrosch bin und noch nie……Nein, das geht nicht. Auf keinen Fall. Ist alles so schon schwer genug!

Alles nicht so einfach….

Alles nicht so einfach….

Das Juni-Monatsthema in unserem  Gemeinschaftsprojekt  lautet „Stationen“. Dazu schrieb ich folgenden Beitrag:

Stationen….klasse Thema….ich mache mich gleich an die Arbeit….hä?

Hilfe, mein Schreibtischstuhl bleibt nicht, wo er ist. Er ruckelt nach unten….immer tiefer und tiefer und tiefer….Auf der letzten Station bleibt er stehen und ich stoße mit dem Kinn an die Schreibtischkante. Ganz neue Perspektiven!

Ich stehe auf und betätige den Hebel und mein Stuhl fährt nach oben.

Ich setze mich drauf und ruckel….ruckel….ruckel sitze ich wieder fast unter dem Tisch.

Nächster Versuch…..selbes Ergebnis.

So kann ich nicht arbeiten. Ich fühle mich gerade so furchtbar klein. Mein Kinn liegt auf und ich bin traurig.

Nein, so kann ich wirklich nicht arbeiten. Das wird heute nichts mit tiefsinnigen Gedanken zu den Stationen.

Meine Sitzstation…..äh -position ist eindeutig falsch.

Schade um den alten Stuhl. Ja, er ist wirklich alt und nun kann er mich nicht mehr tragen. Dabei habe ich doch schon abgenommen! Egal, er will nicht mehr.

Ich will mich trennen, jawohl. Das muss sein. Wer mich nicht mehr tragen kann, der muss eben raus. Jedenfalls wenn es ein Stuhl ist. Ja schon, er hat mich lange gehalten und viel mit mir erlebt. Er kennt meine Kehrseite so gut wie kein anderer! Aber nun passt es leider nicht mehr mit uns beiden. Endstation für unsere Beziehung und der Stuhl ist reif für den Sperrmüll. Vielleicht nimmt ihn jemand mit und repariert ihn, wer weiß? Wie heißt es doch so schön? Geht eine Tür zu, beginnt etwas Neues mit Zauber inne. Oder so ähnlich.

Für mich wird es Zeit für einen Neuen! Und dann gibt´s einen tollen Text zum Monatsthema „Stationen“!!! Versprochen.

PS: Das ist eine wahre Geschichte und eben passiert! Ehrlich!

PPS: Eine halbe Stunde später: Der Stuhl hat so einen Schrecken bekommen, dass er mich doch lieber wieder oben hält, so wie er es soll. Er wollte nur spielen!

Nun ja, er spielte so lange mit mir, mein alter Stuhl, bis ich die Geduld verlor…..

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……..und mir heute tatsächlich einen neuen kaufte.

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😳….und nun?

Jung, älter, alt

Jung, älter, alt

Eltern sind alt, ich bin jung und meine Kinder noch nicht ganz erwachsen. Das ist meine gefühlte Wahrheit.

Vor ein paar Tagen fiel mir ein alter Brief meiner Mutter in die Hände. Sie erzählte darin von ihrer Schwangerschaft, meiner Geburt und wie sie die ersten Monate mit mir erlebte. Mein Vater fügte die Erinnerung an seinen ersten Kontakt mit seinem ersten Kind bei.

Meine Eltern waren einige Jahre jünger als meine Kinder heute sind, als ich geboren wurde. Komisch, sie kamen mir immer alt vor. Und meine Kinder kommen mir immer furchtbar jung vor. Dabei ist mein Ältester jetzt genauso alt, wie ich war, als er geboren wurde. Damals kam ich mir schon sehr erwachsen vor. Und meine Eltern waren immer noch alt. Dabei bin ich heute älter als sie, nachdem sie Großeltern wurden. Und ich komme mir immer noch jung vor. Dabei bin ich aus der Sicht meiner Kinder alt. Das merke ich daran, dass sie heute mit mir so umgehen, wie ich damals mit meinen Eltern. Aber die waren doch wirklich alt, und ich bin doch immer noch jung.

Das ist der Unterschied zwischen gefühlter und ehrlicher Wahrheit: ich bin alt und meine Kinder schon lange erwachsene Menschen. Und meine Eltern waren jung, als ich in ihr Leben trat und ich war jung, als meine Kinder geboren wurden. Heute sind sie auch schon alt, also zumindest älter, als meine Eltern waren, als ich geboren wurde.

Was für ein Kuddelmuddel!

Ich denke an meine im hohen Alter verstorbenen Eltern. Ich habe sie zu ihren Lebzeiten nicht gut verstanden, weil ich heute mehr verstehe, als ich damals konnte.

Vielleicht erreichen sie meine Gedanken und vielleicht müssen sie darüber lächeln.

Juni

Juni

Nun ist er also da, der Sommer. Im Kalender natürlich noch nicht, aber gefühlt hat er dem Frühling doch schon lange die Show gestohlen.

Hm, schon wieder Juni. Noch ein paar Wochen, und dann werde ich 66. Wer jetzt meint, mit  66 Jahren , da fängt das Leben an, dem sage ich laut und deutlich: Schwachsinn. Aber darüber kann ja jede(r) denken, was sie/er will. Ich jedenfalls hatte auch ein Leben vor 66. Und rein körperlich wird es nicht besser, auch wenn Udo Jürgens tapfer gegen den Verfall ansingt. Obwohl er natürlich auch wieder recht hat: wenn man Glück hat, ist noch lang noch nicht Schluss!

Wie komme ich jetzt darauf? Ach ja, ist schon wieder Juni. Eben stand ich noch im kalten Regen und stieß auf 2018 an und schon stehe ich in der Junisonne und schwitzte. Ja gut, es regnet auch jetzt noch hin und wieder……

Aber dann ist es auch schnell wieder heiß. So heiß, dass nicht einmal das Bad im See eine richtige Erfrischung bringt, denn das Wasser ist mir einfach zu lauwarm. Trotzdem ist es natürlich traumhaft schön, in ihm zu schwimmen und es sich gut gehen zu lassen.

Die Natur blüht auf und macht sich sommerfein.

Außerdem ist wieder Schützenfest in der kleinen Stadt und dann gibt es immer Feuerwerk. Das kann ich noch immer nicht richtig fotografieren, aber ein paar „interessante“ Aufnahmen stelle ich trotzdem ins Netz.

Ich tue einfach mal so, als hätte ich die Effekte genauso gewollt, geplant und ausgeführt. Von Zufallsprodukten wollen wir jetzt wirklich nicht reden.

Ich freue mich so, dass der Juni erst angefangen hat und der Sommer noch vor uns liegt. Ich denke, ich kaufe mir noch ein schönes Sommerkleid, aber erst einmal fahre ich an den See! Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!