Neulich im Schwimmbad

Neulich im Schwimmbad

Ein Stau entsteht, wenn immer mehr dazu kommen und keiner weg geht. Neulich im Schwimmbad war das der Fall. Ein vernünftiges Schwimmen war nicht möglich, der halbe Landkreis versammelte sich im Schwimmbecken. Mitten am Sonntagvormittag. Frechheit! Sonst war es um diese Zeit doch immer so schön leer.

Meine Güte. Ein paar Kinder von der Jugendfeuerwehr übten das Schwimmen, das Retten und sich mit Klamotten im Wasser aufzuhalten. Die Trainer wirkten sehr entspannt, aber die waren ja auch nicht im Wasser.

Ein paar Frauen klammerten sich an den Rand und besprachen ihre Operationen der letzten Jahre. Ein paar ganz Sportliche schwammen jeden über, den sie trafen. Nur keine Rücksicht nehmen!

Ich schwamm ein paar Züge Rücken, also, nicht so richtig, eher die entspannte Variante. Doch nach kurzer Zeit drehe ich mich lieber wieder um und blickte direkt in ein Gesicht mit Schwimmbrille und aufgerissenem Mund. Ich erschrak ganz fürchterlich.

Also, ich schwamm keine geraden Bahnen mehr, sondern Zickzack um die Leute herum, hörte zu, welche OP´s demnächst dran sind und welche Lehrer gar nicht gut mit den Kindern umgehen und warum es denn heute wohl so voll ist. Keiner wusste eine  überzeugende Antwort. Ich dachte bei mir: „Es ist so voll, Ihr Blödleute, weil keiner von Euch Zuhause geblieben ist und sich am Sonntagsbraten erfreut. Ist der völlig aus der Mode gekommen?“

Ach ja, ein Stau entsteht, wenn immer mehr Leute ins Schwimmbad eindringen und keiner das Wasser verlässt. Wir knäulten uns zusammen, keiner kam mehr vorwärts und rückwärts erst recht nicht. Wir hingen sozusagen im Wasser fest und die Kinder der Jugendfeuerwehr übten ein Wettschwimmen. Nicht ordentlich auf ihrer Bahn, natürlich war die auch voll, sondern kreuz und quer und ein kleiner Fuß traf mit voller Wucht meine Rippen.

Nun war ich fertig mit Schwimmen.

😂Ja, ja, erwischt, natürlich übertreibe ich ein wenig, künstlerische Freiheit eben. Aber, und das ist wahr, ich habe einen neuen großen blauen Fleck. Wollt Ihr sehen?

Ach was, ich zeige Euch lieber den blauen Himmel von heute!DSC_0006-001

 

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Abschied

Abschied

Hallo Leute, Hirnforschungsübertrag und Sonnenwenignasswolkenschein! Nopupa ist hier, das Quatschwortwesen von Frau Elke aus Köln. Wir haben in letzter Zeit nur noch Quatschwörter geredet und uns kaputt gelacht. Nopupa ist ja meistens unsichtbar und das war ein Spaß, als Frau Holle uns mit zum Einkaufen nahm. Der ganze Laden war im Aufstand. Quatschwörter ohne Körper sind die hier ja nicht gewohnt. Die meisten Menschen verließen panikartig den Laden und Frau Holle verzog keine Mine, als sie ihren Geldschein an der verlassenen Kasse deponierte. Nein, sie würde nie ohne zu bezahlen etwas kaufen. „Dann heißt es nicht kaufen, sondern stehlen!“, sagt sie.

„Herzschmerzgrunzmiraschatz“, höre ich gerade den Nopupa jammern. Xaver will ihn mit neuen Wortschöpfungen aufheitern, aber das ist nicht möglich. Nopupa antwortet nicht mehr und man hört nur noch die Tränen tropfen. Frau Holle sagt: „Ich denke, mein lieber Misi, du solltest den kleinen Kerl nach Hause bringen!“ Ich frage, warum Frau Holle denkt, dass Nopupa klein ist. Frau Holle sagt, das sei nicht der springende Punkt. Redet die Alte jetzt auch nur noch Quatschwörter? Ich kenne keine Punkte, die springen.

Ich frage Nopupa, ob er nach Hause zu seiner liebsten Mira möchte und ja, er möchte. So schnell wie möglich. „Mira! Elke!“, ruft er sehnsüchtig. Xaver weint, aber es hilft nichts. Ich sage: „Frau Holle, du hast richtig gedacht.“ Sie verabschiedet sich und wünscht eine gute Reise. Sie sagt, er soll Elke danken, dass sie ihm erlaubt hat, zu uns zu kommen. Sie richtet die besten Grüße an alle aus und freut sich, ihn kennengelernt zu haben. Frau Holle ist etwas traurig, dass er jetzt wieder weg geht, aber sie wird sich immer an ihn erinnern und so viel Spaß hätte sie noch nie beim Einkaufen gehabt. Ich gebe Frau Holle ein Küsschen auf die Nase und sage, dass sie nicht traurig sein soll und dass ich ja gleich wieder bei ihr bin, wenn ich Nopupa in Köln abgeliefert habe. „Ich will mit!“, schreit Xaver. Ja, darf er.

Übrigens ist Frau Holle ab heute Seniorin und reif, sagt sie, weil sie ab sofort reguläre Rentnerin ist. Ich weiß nicht, was das heißt, aber Nopupa hat wohl seine Spuren hinterlassen.

Danke!

Danke!

Heute morgen um 8.30 Uhr sah ich: unser Gesang war erfolgreich! Danke, dass Ihr Euch so eingesetzt habt!

Ich blickte kurz auf einen…..

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….blauen Himmel mit Mond

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……blauen Himmel mit Sonnenlicht und Tauben

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Natürlich bezieht sich der Himmel in diesem Augenblick, aber wir haben gesehen, dass die Sonne uns nicht so ganz vergessen hat! Euch allen einen schönen Tag! Regine