Hallo Leute, da schreibt und liest Frau Holle stundenlang alles über die Achtsamkeit und dann meckert sie uns derart unachtsam an, dass uns die Ohren abfallen. Also, wenn wir Ohren hätten. So mussten Xaver und ich uns auf den Bauch legen und den Krach über uns hinweg fegen lassen. Frau Holle ist zornig, böse, ärgerlich, nur weil wir nicht gleich wieder nach Hause gekommen sind.

Ich sollte mit Xaver den Nopupa bei Elke wieder abgeben. Erst  trödelten wir drei herum und machten ein paar Umwege mit dem IGE (InternetGestaltenExpress) und dann brachten wir das Quatschwortdingsda nach Hause.

Ich wollte zu und zu gerne den Yoga-Frosch besuchen, der neuerdings bei Frau Vro  wohnt. Xaver hatte Lust dazu und war auch auf ihre anderen Gestalten gespannt und so einigten wir uns schnell, reisten noch nicht nach Hause, sondern machten einen Umweg über Österreich. Leider trafen wir dort keinen an.

Und nun sind wir wieder hier und Frau Holle beruhigt sich allmählich. Sie hat sowieso so viel anderes zu tun. Sie muss unbedingt über das Haben oder das Sein lesen. Sie will sich darüber informieren, warum die Welt am Abgrund steht. Ich verstehe das nicht. Uns geht es doch gut, oder? Frau Holle sagt: „Ja, wir haben es sehr, sehr gut. Wir leben im Luxus und Überfluss. Andere sind nicht so glücklich dran. Und das muss sich ändern.“ Das verstehe ich erst recht nicht. Wenn man es gut hat, will man es doch nicht ändern, oder? „Ja“, stimmt Frau Holle mir zu. „Das ist eben das Problem. Wir reichen Leute konsumieren zuviel. Wir kaufen Dinge nicht mehr, um sie zu gebrauchen, sondern um sie wegzuwerfen. Das macht die Welt kaputt.“ So ein Quatsch. Ich konsumiere gar nichts.  Ich habe ein Terrarium und ein Reiseterrarium. Mehr nicht. Und die schmeiße ich auch  nicht weg. Ich habe im Sommer meine Männergruppe, meinen Doktor Schreckweg und Angst vor dem Storch. Im Winter habe ich es warm, einen tollen Fensterausblick, gefrorene Mücken, Fischfutter und Xaver, meinen Babyfrosch-Kumpel. Frau Holle seufzt und sagt: „Ja, das ist fein, mein lieber Misi. Du bist mit Deinem Sein ziemlich zufrieden und willst nicht mehr haben. Aber die Menschen sind nicht so. Die meisten wollen ganz viel haben. Sie vergessen das Sein.“

Ich verstehe überhaupt nicht, was sie meint. Manchmal ist sie so verträumt und abwesend. Ich weiß gar nicht, warum sie sich so viele Gedanken macht und so viel lesen muss. Sie sollte lieber raus gehen und sich einen Liebsten suchen. Das denke ich nicht nur, nein, ich spreche es leider laut aus. Ups, woher kommt das denn? Wieso sage ich so etwas zu meiner Frau Holle? Ist bald Frühling? Springen meine Hormone mir schon ins Gehirn? Wahrscheinlich. Frau Holle guckt erst fragend, dann streng und dann verstehend. „Ach, mein kleiner Froschmann, ist es wieder so weit?“ Sie gibt mir ein Küsschen auf die Nase, nimmt ihr Buch und versinkt wieder darin.

Ich setze mich ans Fenster und sehe viel Sonne und Kälte. Trotzdem……der Frühling ist schon in mir drin und der Wunsch nach einem Weib wird stärker. Ich will ein Weib haben und glücklich sein.

PS: Frau Holle sagt gerade, ich soll noch schreiben, dass das Buch „Haben oder Sein“ von Erich Fromm ist. Das mache ich! Also, das Buch, was Frau Holle gerade mit hochroten Ohren liest, ist von Erich Fromm! Das habe ich gemacht und Frau Holle kann glücklich sein.

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3 Gedanken zu “Misi spürt schon was

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