Hallo Leute, ich habe Xaver geschenkt, dass er heute schreiben darf. „Nö“, sagt er und hüpft davon. Ich sage: „Frau Holle, ich weiß nicht, was ich schreiben soll!“ „Vielleicht ein Gedicht?“, meint sie und wuselt davon. Sie hat einen neuen Staubsauger. Damit saugt sie ihre Böden. Der Staubsauger ist rot und hat einen Akku. Und darum kommt sie nicht durch die ganze Wohnung, weil der Akku schneller alle ist als die Böden gereinigt. Und darum muss er jetzt schnell in seine Station und wieder aufladen. Putzig, wie er da steht, so still und stumm und völlig fertig. Frau Holle sagt: „Guck mal Misi, der neue rote Staubsauger hat einen Burnout. Er muss jetzt zusehen, dass er sich wieder auflädt. Dazu braucht er Ruhe.“ Und sie lacht so sehr, dass ihr Bauch wackelt und sie auch völlig fertig ist und sich hinsetzen muss, um selbst wieder aufzuladen. Sie fragt, ob ich noch weiß, wie ich einmal einen Burnout hatte.

Ob ich das noch weiß? Wer so etwas schon erlebt hat, wird das niemals vergessen! Frau Holle sagt: „Ja, das stimmt. Und jeder, der das schon erlebt hat, wird alles dafür tun, dass er rechtzeitig zur Ruhe kommt, damit das nie wieder passiert!  Langeweile ist gut, um sich wieder aufzutanken!“ Und sie sieht untätig aus dem Fenster und bewundert den Wind. Mir tut nur der kleine rote Staubsauger leid.

Unsere Engel und ihre Freunde sind quietschfidel. Sie haben heute Chorprobe und ich soll mitsingen. Ich will das auch und falle ein. Und auf. Meine Stimme ist so unlieblich und wenig weihnachtlich, findet der Chor. Vielleicht sollte ich lieber doch nicht mitsingen, sondern entspannt zuhören, schlägt der Chor mir vor. Dafür schenkt mir die Kleine ihr Herz.

IMG_1467

Ich mache es mir bequem und höre zu.

IMG_1472

Sie singen vom Tannenbaum, der gefällt, von den Kinderlein, die kommen sollen, von Hirten und Grippe, von Glöckchenklingeling, vom Advent und ein Lichtlein brennt und vom geladenen Schiff. Seltsam. Ich verstehe das nicht, aber schön hört sich das trotzdem an.

Frau Holle liebt ihren Chor und wünscht sich schon wieder das Lied vom Schnee, der leise rieselt.

Ich finde es schade, dass es kein Lied mit Fröschen gibt. Also, das gibt es schon. Aber kein Weihnachtsfroschlied. Weil Weihnachten hier fast alle Frösche erstarrt sind und gar nichts davon mitkriegen. Ich mache mir mein Weihnachtsfroschlied selbst. Und das geht so:

Advent, Advent,

ein Fröschlein rennt.

Es hat vergessen zu erstarren

und muss nun leider im Advent verharren.

Es darf jetzt ein Kerzlein anzünden,

um gute Weihnachtsstimmung zu verkünden.

img_6485

Und Ihr so? Passt gut auf Euren Akku auf und vergesst nicht, ihn regelmäßig aufzuladen. Auch in der Weihnachtszeit! Bis bald! Euer Misi

Ein Gedanke zu “8. Dezember

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s