Die Zeit tut einen Wimpernschlag und der Urlaub ist vorbei.

Ruckzuck bin ich wieder im Landkreis. Gepäck wird ausgeladen und das weltbeste Fahrrad abmontiert. Umarmung. Tschüss. Bis bald! Mach es gut und weg ist sie, die uns so gut nach Hause gebracht hat. Vögel zwitschern, es ist viel wärmer als in Dänemark und im Hintergrund grummelt ein Gewitter. Ich schleppe Koffer und alles andere durch den Garten. Nebenan sitzt meine liebste Nachbarin mit ihren Kindern unter dem blühenden Apfelbaum. Sie lädt mich ein. Es gibt  Rhabarberkuchen und sehr schnell sitze ich bei ihnen am Tisch. Ich erzähle begeistert und alle finden mich braungebrannt und gut erholt. Dann regnet es.

Ich gehe zum Einkaufen, der Kühlschrank ist leer. Heute will ich mir auch einen Wein gönnen, zum Abgewöhnen.

Der Flieder blüht, die Blumen und Kräuter sind gewachsen. Ich hole meine dänischen Pilze und setze sie an ihre Plätze. Ein wenig Kitsch schadet nicht. Also mir nicht. Kunstbegeisterte würden sich schmerzhaft abwenden. Aber die sind ja gerade nicht hier. Meine gesammelten Steine werden auf der Terrasse zwischengelagert, es sind so viele, die kann ich drinnen gerade nicht unterbringen. Kein Wunder, dass der Koffer so schwer war. Die Muscheln kommen auf die Küchenfensterbank. Ach, wie war das schön am Meer. Seufz.

Ich bin voller Eindrücke und neuer Ideen. Eigentlich aber doch auch ganz glücklich wieder zu Hause zu sein.

Ich packe aus, sortiere alles wieder an seinen richtigen Platz und lege die schmutzige Wäsche in den Keller neben die Waschmaschine.

Ich bereite mir mein Abendbrot und setze mich zu meinen Zeitungen der letzten Woche an den Tisch. Tatsächlich, hier liegt der Beweis: ich war eine Woche weg. Kaum zu glauben. Ich habe die letzten sieben Tage keine Nachrichten gehört, gesehen oder gelesen. Was ist denn so passiert im Landkreis und in der Welt? Ich schaffe den „Montag“.

Ich mache den Fernseher an und öffne diese Tüte:

IMG_0489

Meine Güte, was für eine Mogelpackung, sie ist nur halb voll. Darauf habe ich nicht geachtet und viel Geld bezahlt. Ach Quatsch, egal. Tagesschau. Film. Halb konzentriert schweifen meine Gedanken immer wieder ab. Ich gucke ab und zu in diesen seltsamen ESC rein und schalte schaudernd weiter. Dieser Spektakel passt nun wirklich nicht in meine Stimmung.

Werbung für Muttertag. Ist morgen Muttertag?

Ich schlafe gut, wache aber früh auf. Mist, ich wollte doch ausschlafen. Ich öffne das Fenster. Ein Storch überquert gerade meinen Garten. Ich höre unseren Kuckuck das erste Mal in diesem Jahr. Wie schön, er ist wieder da. Kraniche trompeten in der Ferne und die Schwalben zwitschern umher. Letzte Woche waren auch sie noch nicht hier. Zum Glück ist es im Wendland auch wunderbar wunderschön und ICH MUSS ÜBERHAUPT NICHT MEHR ARBEITEN!!!! Ich kann weiterhin in Urlaubsstimmung bleiben. Zum Glück ist es wärmer geworden. Na ja, es regnet gerade, aber auch das wird aufhören. Dann werde ich mit dem Rad durch die Frühlingslandschaft fahren.

Ein Blick auf die Waage. Lustig, ich habe sogar ein paar Gramm abgenommen.

657 Urlaubsfotos sehe ich mir vielleicht gleich noch an und einige werde ich Euch später zeigen. Aber heute nicht mehr.

Ich stelle gerade fest: Heute ist Muttertag. Schließlich bin ich Mutter und das werde ich feiern. Der Kuchen taut auf und abends gibt es noch einmal ein Glas Wein. Ich werde auf meine Kinder……anstoßen kann ich ja nicht sagen. Also  gut, ich werde an meine Kinder denken. Ohne sie wäre ich nicht Mutter. Vielleicht telefonieren wir noch. Mal sehen.

Ich grüße alle Mütter und alle Kinder. Habt es gut miteinander.

7 Gedanken zu “Ankommen

  1. Ich denke, die Steine bleiben im Garten. Viele andere, die ich noch in Kisten und Kasten verpackt seit Jahren mit mir herumschleppe, werde ich demnächst auch rausschmeißen! Steine gehören an die frische Luft…..

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