Vollversammlung am Sonntag

Vollversammlung am Sonntag

Gertrud Trenkelbach Blog

Selbstbewusstsein: Ich begrüße euch zur wöchentlichen Vollversammlung. Das Haus ist ganz  gut wieder hergestellt. Alle sind gesund, oder? Ich komme nun zum Thema Bewegung…

Allgemeines Gemurmel, Angst ruft ihre Paniken zusammen.

Selbstbewusstsein: Bleibt ruhig, alles gut.

Antreiber: Also, das finde ich ja nun gar nicht. Sport, Sport, Sport, wo bleibt der Sport?

Schweinehund: Ich werde gar nicht mehr gefragt, immer muss Bewegung sein!

Verweichlicher: Alles tut so weh, und dann noch diese blöde Idee mit dem Crosstrainer. Kommt alles aus dem Gertrud-Blog! Schlimm genug diese Schwimmerei und das ewige Fahrradfahren!

Antreiber: Das muss deutlich mehr werden. Andere schaffen 60 Minuten auf dem Crosstrainer und andere fahren ja nun wirklich häufiger mit dem Rad und Schwimmen nennst Du das? Gefühlte 20 Minuten für eine Bahn! Lächerlich.

Schweinehund: Ich will das alles nicht mehr. Ich will Sofa.

Selbstbewusstsein: Mein Vorschlag: Schweinehund und Antreiber, ihr arbeitet ab heute als Team zusammen.

Antreiber: Nie…

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Sehnsucht

Sehnsucht

Gertrud Trenkelbach Blog

Was ist Sehnsucht eigentlich?

Die Sucht nach dem Sehnen?

Das Sehnen, das sucht?

Suche ich Dein wahres Ich in meinen Träumen?

Oder suche ich Dein Bild, das ich in mir trage?

Sehne ich mich nach Dir, weil ich mich zurück träumen will?

Oder sehne ich mich, weil ich einfach muss?

Vor langer Zeit konnte ich vor Sehnsucht nicht schlafen.

Die sehnende Sucht tat so weh, überall!

Heute begleitet sie mich ab und zu in wohlige Träume.

Was ist also die Sehnsucht?

Ist es die sehnende Sucht nach Dir?

Oder sucht das Sehnen mich selbst?

Zum Thema passend hörte ich eben folgenden Beitrag im Radio:

https://www.ndr.de/ndr2/wir_sind_die_freeses/index.html

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Selbstbewusstsein und Freiheit

Selbstbewusstsein hält das Haus in Ordnung. Es sorgt für Lebensqualität und kümmert sich um die Bewohner. Manchmal ist es groß und stark, manchmal macht es sich ganz klein. Wenn es schläft, putzen die Träume Spiegel und Fenster.

Manchmal übernehmen die anderen das Kommando und es gibt großes Chaos im Haus. Wenn das Selbstbewusstsein krank ist, muss es sich im Bett erholen. Dort trinkt es Tee und pflegt seine Seele. Dann wird die Fassade geputzt, damit niemand merkt, dass es ihm schlecht geht. Wenn es außen nach Hui aussieht, merkt keiner, dass drinnen Pfui regiert!

Selbstbewusstsein mag manche Mitbewohner nicht, hasst sie oder ignoriert sie gleich ganz. Dann werden diese fies und machen Stunk! Alles gerät durcheinander und das Haus verfällt. Wenn das Selbstbewusstsein dafür sorgt, dass es allen gut geht, macht das Leben Spaß und sie halten Konflikte mutig aus. Dann braucht auch die Fassade kaum noch Beachtung, denn das Haus strahlt aus sich heraus.

Freude, Zuneigung, Wertschätzung, Genuss, Neugier, Glück, Mut, Sinnlichkeit und Lust wollen gut gepflegt werden. Selbstbewusstsein weiß, das Glück, Genuss und Vergnügen keine Sucht, dass Zuneigung, Wertschätzung, Mut und Neugier nicht gefährlich sind und das es die Sinnlichkeit und Lust nicht dressieren darf.

Ärger, Wut und Zorn helfen dem Selbstbewusstsein zu wachsen, Grenzen zu setzen und das Haus zu verteidigen. Manchmal haben sie einfach nur Spaß miteinander, denn sie sind harmlos, wenn Selbstbewusstsein sie umarmt. Sie lieben gruselige Geschichten sehr. Die Phantasie hält sich gerne hier auf, denn mit ihrer Hilfe kann Wut auch einmal zur fiktiven Mordlust werden, ohne dass das Haus zu Schaden kommt.

Die Liebe lässt sich nicht fassen und macht sowieso, was sie will. Selbstbewusstsein hat es aufgegeben, sie festzuhalten oder manipulieren zu wollen. Es lädt die Liebe ein, hält die Türen offen und freut sich, wenn es von ihr berührt wird.

Der Tod wohnt im Dachgeschoss. Sein Durchgangszimmer ist allen verborgen, man kennt nicht einmal die Tür. Man weiß, er ist da, denn er ist in jedem Haus ein Hauptmieter. Das Selbstbewusstsein will sich mit dem Tod als Gedanken anfreunden.
In seinem Vorzimmer wohnen Erschöpfung, Krankheit und Schmerz. Sie melden sich, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Selbstbewusstsein tut gut daran, sie rechtzeitig zu beachten, zu trösten und ihnen Mitgefühl zu schenken.

Die Trauer wohnt auch oben und macht es sich gemütlich. Sie sammelt Tränen und verwandelt sie in Diamanten. Selbstbewusstsein fühlt sich hier geborgen, wenn sie zusammen sitzen und Schokolade essen.

Die Angst mit ihren Verwandten machen sich einen Spaß daraus, Unordnung zu schaffen, wie Springteufelchen plötzlich aus dunklen Ecken alle anderen zu erschrecken. Das Selbstbewusstsein ist gefordert, sie auf den richtigen Platz zu weisen und mit ihnen nach wirklichen Gefahren Ausschau zu halten.

Die Hoffnung macht sich manchmal breit und gibt ein großes Fest. Die Reue kann Sünden entschuldigen. Die Erinnerung hat furchtbar viel zu tun. Einordnen, sortieren, löschen, aufräumen. Ständig muss sie nachfragen. Selbstbewusstsein zeigt hier seine widersprüchlichen vergesslichen Seiten und will sich nicht festlegen.

Verstand, Vernunft, Vorsicht, Pflichtgefühl, Ehrgeiz, Weisheit, Widerstand und die Verantwortung reden sich im Studierzimmer die Köpfe heiß. Manchmal müssen sie gebremst und in den Garten geschickt werden. Dort lümmeln die Gelassenheit, Empathie, Kreativität, Geduld, Vertrauen, Sehnsucht und Muße. Sie lassen sich am liebsten eine lange Weile im Garten die Sonne auf den Bauch scheinen, träumen Löcher in die Luft und hören dem Gras beim Wachsen zu. Manchmal müssen sie sich aber im Studierzimmer versammeln und zu Ergebnissen kommen.

Faulheit, Selbstsucht, Geiz, Dummheit, Unordnung, Trotz, die Zögerliche, Schüchterne und der Zweifel müssen noch in die Schule gehen und erwachsen werden. Täglich lobt, tröstet, fordert und fördert das Selbstbewusstsein sie mit großer Geduld und Fürsorge.

Der Humor hält alle zusammen. Das Selbstbewusstsein liebt ihn sehr und manchmal kullern Tränen beim Lachen und klicken durchs ganze Haus.
Dann machen die furchtbaren „Oh-Gott -Wie-Ist-Das -Peinlich“ und „Streng-Dich-Bloß -Mehr-An“ Monster, die „Wie- Siehst-Du-Schon-Wieder-Aus“ und „ Das-Schaffst-Du-Sowieso-Nicht“ Hexen und der „Du -bist-Eine-Kleine-Wurst“ Kobold schnell die Türen zu. Jetzt können sie sich schön mal selber ärgern. Vielleicht packen sie bald ihre Sachen und suchen sich eine neue Behausung.

Der Neid ist gelb und versprüht sein Gift. Wer braucht ihn eigentlich? Das schlechte Gewissen muss seine Sachen packen und fliegt raus. Auch die kreisenden Gedanken, die Härte und die Ewigen Vorwürfe, die damit drohen, das Haus zu zerstören, wenn keiner auf sie hört, will man hier nicht haben. Alle sind sich einig, diese miesen Typen draußen zu halten, auch wenn sie sehr hartnäckig immer mal wieder vorbei schauen um sich Zugang zu verschaffen.

Ja, wenn es allen gut geht, wenn Selbstbewusstsein das Haus in Ordnung hält, es vor den Angriffen von außen zu schützen weiß, alle Mitbewohner kennt und schätzt, wenn alle miteinander Kontakt haben und flexibel sind, ja, dann ist die Freiheit ein gern gesehener Gast. Das Haus öffnet seine Türen. Das Selbstbewusstsein geht aus und sieht sich um. Es sucht andere Häuser auf und lädt Gäste zu sich ein. So kann es am besten lernen und weiter wachsen.
Selbstbewusstsein und Freiheit geben sich die Hand und feiern das Leben.

Herzlich willkommen!

DSC_0109….sagt Regine. Ich freue mich, dass Ihr mich gefunden habt.

Keine Ahnung, ob es klappt. Ob ich jetzt wirklich meinen eigenen Blog habe und ob mich jemand  im Regenbogen findet, Freudentränen würde ich weinen!  Viele Stunden habe ich gesessen, mich ins Neuland einzuarbeiten. Mir ist ganz schwindelig vor lauter Konzentration  und ich würde mich so freuen, wenn die Technik funktioniert.  Und kann ich diesen „Rohfassungs-Blog“ später verfeinern? Kann ich Euch sehen, wenn Ihr da seid? Bin ich von Gertrud Trenkelbach abgekoppelt und wirklich selbständig? Ich habe gesehen, dass ich mir selbst folge, das ist ja schon mal was. Ich bin gespannt, was ich heute abend hier sehe…….